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Alle Beiträge von Thomas Knüwer


Wem folgt Angela Merkel auf Twitter?

Angela Merkel liest Twitter. Das klingt erstmal nach einer Kuriosität im Medienkabinett, die nach spöttischen Bemerkungen ruft. Ich glaube aber, diese bisher (meines Wissens nach) nicht bekannte Information hat gewisse Implikationen. Aufgefallen war Merkels Twitter-Konsum – vielen Dank – Jung von Matt-Mann Matthias Richel: Sie twittert nicht selbst, aber sie liest hier mit. Das enthüllt […]

Die WM-Kampagne des DFB: #schnrch statt #zsmmn

Dem DFB wird häufig vorgeworfen, er vermarkte den Fußball und die Nationalmannschaft wie ein Produkt. Ich halte diesen Vorwurf für falsch – denn es ist  schlimmer. Würde ein Produktmanager eine Ware aus einer beliebigen Branche so emotionslos und handwerklich ausbaufähig vermarkten wie der Fußballverband das deutsche Team, er würde in hohem Bogen rausfliegen. Nehmen wir […]

Was in der Politik fehlt: kybernetisches Denken

Eines der merkwürdigsten Phänomene dieser Zeit ist für mich folgendes: Obwohl praktisch jeder Mensch behaupten würde, dass unsere Welt komplexer ist als noch vor 20, 50 oder 100 Jahren, sehen sehr viele Entscheider ihr Heil in Lösungen, die simpler sind als die vor 20, 50 oder 100 Jahren. Auch in meiner Timeline tauchten zum Beispiel […]

Die Teilung der Welt: Polarisierung ist Pop

Schon ein wenig verrückt: Da habe ich 11 Jahre lang jeden Tag in der Geschichte der re:publica, Deutschlands größter Digitalkonferenz, auf derselben verbracht – doch noch nie hatte ich einen Vortrag eingereicht. Klar, es gab Podien, es gab Moderationen und natürlich das Digitale Quartett, unsere Überraschungstalkshow mit Gäste – doch alleine stand ich noch nie […]

re:publica 2018: grüne und andere Blasen

Das Abwerten der re:publica ist in den 12 Jahren ihres Bestehens mediale Folklore geworden. Zwar beherbergt Berlin Europas größte Digitalkonferenz, doch ist sie in der medialen Rezeption wahlweise unwichtig, uninteressant, abgehoben, filterblasig und/oder blumenkinderig. Respekt darf das Organisationsteam eigentlich nur von den Besuchern erwarten. Von denen kommen jedes Jahr mehr, diesmal waren es 19.500, und […]

Wie die Bundeswehr auf der re:publica meinen Respekt verlor

Dieser Text wurde am 8.5.18 aktualisiert. Die aktualisierten Passagen habe ich kursiv gesetzt.  Ich bin ein Befürworter der Bundeswehr. Nein, ich war ein Befürworter der Bundeswehr. Bis heute. Ich hielt sie für gesellschaftlich wichtig, ich befürworte auch Kampfeinsätze und erst recht humanitäre Einsätze in Krisengebieten. Denn auch, wenn wir uns die Welt zu 100 Prozent […]

Was bedeutet die Generation Z für das Marketing?

So mancher Marketingverantwortliche glaubt ja, dass ihn wenig bis gar nichts mit den Teenagern von heute verbindet – doch das stimmt nicht. Es gibt ein Element, das diese alterstechnisch so diversen Gruppen eint: FOMO. Die „Fear of missing out“ ist „wahnsinnig wichtig für die Generation Z“, sagte in Austin Tiffany Zhong, die sich mit ihrer […]

SXSW 2018: Die Deutschen sind da

OK, dieses Fazit kommt etwas spät – aber es war recht hektisch in den vergangenen drei Wochen… Jochen Wegner von Zeit Online war da, Medienprofessor Christian Stöcker und Handelsblatt-Korrespondent Thomas Jahn, ebenso Medienjournalistin Ulrike Langer und noch ein paar andere Deutsche, die was mit Medien machen. Nein, das war nicht die re:publica, die Medientage München […]

#roflcopter 2018: Bitte spenden Sie!

Der Himmel grau wie ein Osterei aus Beton, die Tropfen aus der Dachrinne spielen das Lied von der chinesischen Wasserfolter… Es gibt schönere Tage als heute. Die Hoffnung ist groß, dass es in einem Monat, am 29. April, schöner sein wird, frühlingshafter, wärmer. Denn dann werden vier Blogger als Staffel zum fünften Mal während des Düsseldorf […]

Die Nebelkerze

Kürzlich saß ich an einem späten Freitag Nachmittag, zwei Stunden vor Anpfiff eines Preußen-Münster-Heimsiegs, im „Großen Kiepenkerl“, dem für mich besten, gutbürgerlichen Restaurant Münsters. Das Ambiente ist historisch, die Küche deftig, der leckerste Nachtisch eine klassische Herrencreme. Hipster sind hier nicht mal als Vokabel bekannt. Am Nebentisch zwei seniore Paare, gewandet in jene beige Funktionskleidung, […]

Goodbye, Wired Germany

Der geschätzte Herr Fiene hat gerade eine Mail veröffentlicht, die er von Condé Nast Deutschland erhalten hat. Darin bestätigt der Verlag, was seit Wochen klar war, was er aber zu feige war, offen auszusprechen: Die deutsche „Wired“ ist am Ende. Noch vor vier Wochen klang das etwas anders. Da war dann die Rede von einer […]