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Deutschland wird im kommenden Jahrzehnt ein Comeback erleben – das ist eine unserer Prognosen in „20 Trends für 35: Warum vieles besser wird, als Sie glauben“.

Unser Argument: Deutschland befindet sich in einer Transformation und Transformationen tuen immer weh, fragen Sie nur mal Teenager in der Pubertät. Doch daraus ensteht eine neue, starke Version der deutschen Wirtschaft. Die Rüstungsinvestitionen sind dabei ein tragender Faktor, denn Innovationen im Rüstungsbereich landen sehr oft in der Zivilgesellschaft, nehmen Sie nur mal die Mikrowelle, das GPS-System oder das Internet.

Doch Deutschland hat noch in einem weiteren Bereich ein exzellentes Fundament: Durch Maschinenbau und Autozulieferung können vor allem Mittelständler mechanisch präzise Dinge produzieren – zum Beispiel Roboter. Was wir damals gar nicht groß erwähnt haben – wie skurrilerweise auch deutsche Automanager: Deutschland baut die besten Elektroautos der Welt. Ja, doch, isso, googlen Sie zum Beispiel mal „Axialfluss-Motor“.

Kurz nach der Veröffentlichung bat mich der geschätzte Table.Briefings-Chefredakteur Michael Bröcker zum Podcast-Interview.

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Kleiner Einwurf: Auch zwei Jahre nach meinen Artikel hier bin ich beeindruckt von Table.Media. Der Hauptstadt-Newsletter ist für mich der beste im Land, die Redaktion liefert richtig gute Qualität ab, das Marketing  versucht nicht, die Lesenden in einem Käfig gefangen zu halten – Chapeau. 

Bröcker ließ recht unverhohlen eine Mischung aus Skepsis und Unglauben bei der Deutschland-Prognose mitschwingen. Nun sind einige Monate ins Land gezogen und heute… bestätigt der CEO-Newsletter aus seinem Haus unsere These. „Robotics in Deutschland auf Erfolgskurs“ lautet die Schlagzeile. Und sie erzählt, was unsere Leser bereits wissen: Deutschland ist vorne mit dabei in Sachen Roboter und dabei hilft die Historie aus Maschinenbau und Autozulieferung.

Das, was wir schmutziges Geheimnis der Branche genannt haben, wird ebenfalls thematisiert: Die Mechanik der Roboter vieler Hersteller ist exzellent. Doch um autonom handeln zu müssen, braucht es einen Kontext zur physischen Welt.

Zitat aus dem heutigen Newsletter:

„„Medienwirksame humanoide Roboter täuschen oft darüber hinweg, wie schwer physische Zuverlässigkeit unter den Anforderungen einer Industrieumgebung zu erreichen ist. Das Stichwort ist Fehlertoleranz und Spezifikation“, erklärt Patrick Pfaff, Managing Director des TUM Venture Labs Robotics. „Die größte Hürde bleibt aber, ausreichend Daten aus dem physischen Einsatz von Robotern zu generieren, um KI-Modelle darauf zu trainieren. ..“

Vielleicht ist Michael Bröcker jetzt ein weniger skeptisch beim Ausblick auf die Deutsche Zukunft. Und vielleicht macht ihnen die Robotik-Erfolgsgeschichte Lust auf die anderen 19 Prognosen unseres Buchs. Sie können es in jedem Buchhandel (oder auch bei Amazon bestellen) – direkte Bestell-Links gibt es auch auf unserer Homepage.


Kommentare


frank_70 21. Juli 2026 um 18:55

Vielen Dank + SEHR GUT!!! Autobau und -zulieferung sind halt schon recht lange wesentlich mehr als "Autobau und -zulieferung". Mögen andere mittlerweile besser als Deutschland "Autobau und -zulieferung" beherrschen, wir beherrschen halt immer noch Autobau und -zulieferung, was natürlich die von Ihnen angesprochene Transformation fordert. Wird diese jedoch gelingen? Antwort: JA!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Warum? –> Weil wir halt auch Transformation können (JA, da kann man mich jetzt 1000000 fach bashen…). Ist das irgendwie gefährdet? Antwort: Leider auch JA!!!! Warum? –> Weil die Anspruchsverwässerung in naturwissenschaftlichen und ingenieurwissenschaftlichen Studiengängen immer mehr zunimmt (–> kommt halt jetzt von einem alten, weissen Mann, der seine Privilegien, für die er selbst NIE etwas geleistet hat, nicht zu schätzen weiss… ;-)). Würde mich nicht wundern, wenn man in Bremen evtl. mittlerweile das Herunterdrücken einer Türklinke als Masterstudium absolvieren kann…

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