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Wir verlieren die Orte, an denen wir außerhalb unserer Filterblase zusammenkommen – und so driftet unsere Gesellschaft weiter auseinander. Das war eine meiner Prognosen für dieses Jahr bei meinen glaskugeligen Kaffeesatzlesereien im Januar. 

Schon nach einem halben Jahr deutet sich an, dass ich damit nicht schlecht lag. Die Gastronomie steckt in der Krise, etliche Kongresse und Konferenzen quer über alle Branchen haben die Segel gestrichen, aus der Musikszene ist zu hören, dass außerhalb der Topstar-Liga Touren kaum noch zu finanzieren sind.

Gleichzeitig gibt es offensichtlich eine Sehnsucht nach dem Zusammenkommen. Das zeigt sich im Sport: Die Besucherzahlen gehen durch die Decke und das unabhängig von Tabellenleistungen oder gezeigter Leistung – die Düsseldorfer EG spielte lange gegen den Abstieg aus der Deutschen Eishockey-Liga und verzeichnete einen Rekordbesuch, das finale Qualifikationsspiel für die 3. Liga zwischen der zweiten Mannschaft von Hannover 96 und den Würzburger Kickers zog über 20.000 Zuschauer an.

Foto: Stefanie Loos/re:publica

Die re:publica ist so ein Ort des Zusammenkommens. Gern wird ihre Besucherschaft von oberflächlich arbeitenden oder unwohlmeinenden Medien als homogen dargestellt – doch das Gegenteil ist der Fall. Nicht nur, dass die Frauenquote seit Jahren über 50% liegt. Die Jugendkonferenz Tincon sorgte dafür, dass sich rund 4.000 Teenager auf dem Gelände in der Berliner Station tummelten.

Was die eint, die in der vergangenen Woche die 17. Ausgabe der digitalen Gesellschaftskonferenz besuchten: Sie interessieren sich für den Fortbestand einer demokratischen und liberalen Gesellschaft.

Deshalb entstehen auf und abseits der Bühnen intelligente, kontroverse und bereichernde Gespräche. Wie sehr sich dieses re:publica-Klima von anderen Orten unterscheidet, zeigte sich in diesem Jahr. Am Sonntag störten antidemokratische Demonstranten den Auftritt von Außenministerin Annalena Baerbock beim Demokratiefest – einen Tag später gab es auf der re:publica ein kluges Gespräch und am Ende sinnvolle Fragen.

Foto: Stefanie Loos/re:publica

In den 17 Jahren der re:publica kann ich mich nur an eine Situation erinnern, in der jemand auf dem Podium so was wie unhöflich behandelt wurde. Es war 2016 und Günther Oettinger, damals EU-Kommissar für Digitalwirtschaft, schwurbelte sich derart durch eine Session zur Neutzneutralität, dass er zurecht ausgelacht wurde. 

Wir brauchen Orte wie die re:publica. Und wenn es die CEOs der Großkonzerne mit ihrem gesellschaftlichen Engagement ernst meinen, dann sorgen sie für ein Sponsoring solcher Veranstalter, statt immer wieder C-Level-Slacktivism zu betreiben, indem die Freigabe erteilt wird, das Konzernlogo als eines von 4375 auf eine Printanzeige mit langweiligem Text gepappt wird.

An solchen Orten lassen sich dann auch Stimmungen ablesen, durchaus auch als Frühindikator.

Eine solche Stimmung hat mich diesmal kalt erwischt: die überall offen geäußerte Kritik an Journalismus und Medien.

Schon einmal gab es so was auf der re:publica. 2016 beschrieb ich hier die Kritik von BGH-Richter Thomas Fischer oder Technikphilosoph Gunter Dueck. Doch diesmal waren die Kritiker weitreichender, wütender und vor allem kam auch außerhalb der Bühnen schnell die Rede auf Fehlleistungen des Journalismus.

Das heißt nicht, dass die re:publicaner sich plötzliche der Lügenpresse-Fraktion anschließen – im Gegenteil. Die Konferenz ist ja ein Hort der Wohlmeinung gegenüber dem Journalismus, etliche Medien und medienverwandte Institutionen gehören zu den Sponsoren der re:publica, darunter ARD, ZDF, Deutschlandfunk und das Medienboard Berlin-Brandenburg.

Doch die Unzufriedenheit mit dem, was da zu lesen, hören oder sehen ist, wächst in ein emotionales Maß hinein, das sich so nicht erwartet hatte – sich aber deckt mit dem, was ich 2021 aus meinem privaten Umfeld beschrieb: sehr viele Menschen wenden sich vom Journalismus ab, weil sie das Gefühl haben, er liefere nicht mehr das, was sie benötigen.

Am frappierendsten vielleicht Carolin Emcke, eine der intelligentesten Personen, die unser Land so zu bieten hat: Ihr intelligentes Gespräch zum Thema Klima mit Claudia Kemfert vom Institut für Wirtschaftsforschung ist leider noch nicht als Video verfügbar.

Carolin Emcke auf der re:publica 2024.

Irgendwann brach es aus Emcke heraus:

„Ich möchte  jeden bitten, der zu einem Format Pro-und-Contra eingeladen wird, abzusagen. Das ist Bullshit. Das führt dann zu den Talkshows in denen diese Meinungen thematisiert werden und dann redet man über die Polarisierung der Gesellschaft. Es ist auch eine Form von Selbstverdummung. Lesen Sie den Kram nicht, gehen Sie nicht in solche Formate. Es ist eine systematische Zerstörung von rationalem Diskurs.“

Recht hat sie. Seit Jahren leistet sich selbst „Die Zeit“ ein Ressort „Streit“ (als ob wir davon nicht genug hätten) und vielleicht richtete sich Emckes Wut auch gegen den „Spiegel“, der zwei prominente Neueinstellungen präsentierte, die sich unter anderm um die Entwicklung „neuer Streit-Formate“ kümmern sollen. Emcke werden sie dafür wohl nicht als Gastautorin gewinnen.

Oder Maja Göpel. Die Transformationforscherin sagte auf der größten rp-Bühne: „Das Mediensystem betreibt nur noch Horserace-Journalism.“ In seiner Absolutheit ein Satz wie ein Fallbeil

Ähnlich drückte es Bernhard Pörksen aus, Professor für Medienwissenschaft an der Uni Tübingen: „Journalismus steckt im Aktualitätsfetisch fest und wird getrieben vom Kult der Kurzfristigkeit und der Nachahmung der algorithmischen Modelle.“
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Der kommunikative Raum müsse sich öffnen. Eine Option wäre das, was er Szenarienjournalismus nannte: So wie es transnationale Recherchen zu Themen wie den Panama Papers gebe, müssten diese auch zu übergreifenden, langfristigen Themen organisiert werden um Szenarien zu entwerfen, wie sich gewisse Handlungen der Menschen auf das Klima auswirkten.

Dies sind nur drei Beispiele für das, was auf den Bühnen passierte – und ich meide ja schon reine Medien-Panels und Keynotes. Doch auch abseits, in Gängen und an Ständen, habe ich noch nie auf einer re:publica so viel über Journalismus geredet.

Da war zum Beispiel die Person, die für die Kommunikation eines Technologieunternehmens zuständig ist und nicht unerheblich sauer war über Recherchetechniken im Jahr 2024. Häufig kontaktierten Medien ihr Unternehmen gar nicht mehr, sie schrieben einfach. Wenn sie anfragten und erfuhren, dass die von ihnen präsentierte Information nicht richtig sei, ignorierten sie dies und veröffentlichten trotzdem, weil es „schlüssig“ klänge.

Jemand anders, den ich auf der rp24 traf, lebt schon lange in der Nähe von Potsdam, gebürtig kommt die Person aus dem Westen. Sie sagte mir, sie verzweifele langsam. Denn in ihrem Gutverdiener-Umfeld seien Publikationen wie der rechtsblinkende „Tichys Einblick“ inzwischen die wichtigsten, ja oft einzige Informationsquelle – die Menschen fühlten sich von den anderen Medien nicht mehr angesprochen, sie hätten das Gefühl, ihre Welt fände dort nicht statt.

Foto: Stefanie Loos/re:publica

„Kritik ist Liebe“, sagte mein journalistischer Lehr-Herr Professor Ferdinand Simoneit immer. Auf der rp24 klangen die Liebesbekundungen wie die von Eltern, deren Nachwuchs drogenabhängig geworden ist und deren einzige Hoffnung ist, dass Sohn oder Tochter endlich auf dem Boden aufprallen und realisieren, dass sie oder er Hilfe braucht.

Und das waren ja nur die Ansichten der älteren Generationen. Während hier die klassischen Medienmarken ihre Unterstützer verlieren, haben sie die unter Teilen der Jüngeren nie gewonnen.

Stellvertretend dafür: der Vortrag von Esra Karakaya.

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Die Journalistin rechnete bestens gelaunt und mit bösem Humor mit der Medienwelt ab. Einige Zitate:

„Nachrichtenmüdigkeit ist kein Problem der Nachrichtenkonsumenten sondern der Nachrichtenschaffenden“

„Die Menschen haben weiter Interesse an Nachrichten, sie informieren sich nur woanders.“

„Wenn hier jemand müde ist, dann wir Medienschaffenden. Wir sollten unser Produkt und uns selbst hinterfragen und unsere Machtposition.“

„Nachrichtenmüdigkeit ist der Ausdruck einer grundsätzlichen Entfremdung… Warum soll ich den Leuten etwas glauben, wenn sie so gar nichts mit mir zu tun haben?“

Ihre radikale wie, seien wir ehrlich, unrealistische Forderung: Statt den Rundfunkbeitrag an öffentlich-rechtliche Anstalten zu geben, sollte er nach soziodemographischen Kriterien unter freien Medienmacher*innen verteilte werden.

Die bissig-fröhliche Art von Karakaya sollte Journalist*innen in klassischen Medien Angst machen: Da ist jemand als Vertreter einer jungen Generation, der ganz offen sagt: Wir brauchen euch nicht. Nicht „Wir mögen euch nicht“, nein, „wir brauchen euch nicht“. Und das – ist viel schlimmer.

Foto: Jan Zappner/re:publica

Um solche Generationen und Soziodemographien überschreitende Entwicklungen zu erspüren gibt es kaum eine bessere, ja kaum eine andere Gelegenheit als die re:publica. Sie ist einer jener Orte, an denen wir zusammekommen und gehört deshalb unbedingt geschützt und unterstützt.


Kommentare


Teekay 3. Juni 2024 um 9:36

Gut, auf der Republica sprechen also Menschen wichtige Themen und Probleme an die sich in vielen…eigentlich will ich nicht "Blasen" schreiben…Kreisen der Gesellschaft wieder spiegelt-und dann lädt Klemroth wieder zu einer Talkrunde ein, die natuerlich GENAU DAS Format wieder macht. Oder Funke pusht weiter Fake News die man natuerlich nicht so nennen darf, weil es die aktuelle ist…von "den Medien" kommt doch da nix und KI macht auch nichts besser…natuerlich gibt es interessante "Projekte" oder einzelne Journalistinnen die sich davon abheben-aber die kriegt TikTok auch noch kaputt, bzw. die werden straucheln, denn z.B. gemeinuetzigen Journalismus wird es in naher Zukunft kaum geben…eines der grossen Probleme-in der Politik, im Journalismus, in der Wissenschaft ist, dass "bad faith" Akteure laut sind und den Ton angeben (z.B. Causa Geraldine Rauch)-also Akteure die genau wissen, wie sie Debatten, Projekte schaden können und davon enorm profitieren. Willst du fuer 1000 Euro im Monat freiberuflich Journalismus machen oder fuer 300K einen YouTube Kanal als Influencerin betreiben wo du vor dem gesellschaftlichen Austausch warnst?!? Da wird nichts besser was sich systemisch skalieren liesse…

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Tim 3. Juni 2024 um 9:52

"Ihre radikale wie, seien wir ehrlich, unrealistische Forderung: Statt den Rundfunkbeitrag an öffentlich-rechtliche Anstalten zu geben, sollte er nach soziodemographischen Kriterien unter freien Medienmacher*inen verteilte werden."

Eine interessante Frau! Die Richtung stimmt. Wir brauchen die Demokratisierung der öffentlich-rechtlichen Medien. Jeder Beitragszahler sollte die Möglichkeit haben, seinen Beitrag an beliebige Medien oder Redaktionsbüros zu zahlen. Es ist offenkundig, dass die Zeit der Molochanstalten vorbei ist. Wir brauchen Beweglichkeit und eine viel engere Ausrichtung an den Interessen der Menschen.

Was hätten wir heute für ein blühendes vielfältiges Mediensystem, wenn diese Transformation schon vor 25 Jahren begonnen worden wäre!

PS: Unrealistisch sind Forderungen nur so lange, wie sie nur von wenigen erhoben werden. 🙂

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Philipp Greifenstein 3. Juni 2024 um 10:44

Mich erinnert diese "Beweglichkeit" an die Diskussion um eine neue Kultursteuer, wie sie in meinem Beritt (der Religionspolitik und Kirchen) inzwischen häufiger als Alternative zur traditionellen Kirchensteuer diskutiert wird (übrigens auch bei uns von Leuten im System deutlich intensiver als von Menschen "außerhalb", die dem ganzen sowieso indifferent gegenüberstehen). Obwohl ich persönlich als freier Medienschaffender von so einer Umsortierung sogar profitieren würde, will ich ein wenig Salz in die Wunde streuen: Die Stabilität unserer demokratischen Institutionen hängt wesentlich von der Stabilität ihrer eben nicht durch individuelle Vorlieben oder Stimmungen allzu sehr beeinflussten Finanzierung durch die Allgemeinheit (oder: Gesamtmitgliedschaft) ab. Obwohl sicherlich nicht intendiert, steht mit solchen Diskussionen tatsächlich die Zukunft solcher Organisationen auf dem Spiel, denen wir alle – und häufig ohne unser weiteres persönliches Engagement – die Stabilität unserer Demokratie bis hierher zu verdanken haben.

Eine Frage darum an Thomas Knüwer: Wie hast Du das Instititutionenvertrauen insgesamt – insbesondere unter jungen Teilnehmer:innen – wahrgenommen? Mein Eindruck ist nämlich, dass die Kritik sich nicht auf die Medien begrenzt, sondern wir einen massiven Schwund an Vertrauen in alle Institutionen erleben, die *wir* (also z.B. die Erwachsenen in dieser Gesellschaft) neu plausibilisieren müssen, um sie in ihrer positiven Wirkung für unser Gemeinwesen auch für unsere Kinder und kommende Generationen zu erhalten.

PS: Vielen Dank für diese Eindrücke vom "Kirchentag" der digitalen Gesellschaft. Es gibt so viele Parallelen, die dringend genutzt werden sollten.

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Thomas Knüwer 3. Juni 2024 um 12:25

@Philipp: Einen generellen Zweifel an den Institutionen konnte ich nicht ausmachen – eher sehr klare Forderungen. Es gibt unter sehr jungen teilweise ja sogar einen großen Respekt vor Institutionen, dass dieser sich in eine Form der gefühlten Hilflosigkeit verwandelt nach dem Motto "Gegen die Großen kann ich nichts tun".

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Tim 3. Juni 2024 um 14:29

@ Philipp Greifenstein

"Obwohl sicherlich nicht intendiert, steht mit solchen Diskussionen tatsächlich die Zukunft solcher Organisationen auf dem Spiel, denen wir alle … die Stabilität unserer Demokratie bis hierher zu verdanken haben."

Für die Vergangenheit würde ich diese positive Wirkung den öffentlich-rechtlichen Sendern zumindest teilweise auch zuschreiben. Schon jetzt erreichen sie große Teile der bundesweiten Öffentlichkeit aber eben nicht mehr, vor allem wenn es um mehr als bloße Nachrichten geht. Mit dem schleichenden Tod der Tageszeitungen wird das Defizit bei lokaler Berichterstattung zudem immer gefährlicher.

Wir brauchen schlicht eine öffentlich-rechtliche Medienrevolution, die auf Dynamik und Vielfalt setzt.

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Andreas Waldheim 3. Juni 2024 um 10:11

Woher nehmen Sie die Gewißheit, daß die „Störer“ des Auftritts von Frau Baerbock antidemokratisch sind? Haben Sie Belege, oder verfallen Sie da in den inzwischen üblichen Reflex, wer nicht konform ist, ist Antidemokrat? Das würde ich sehr bedauern.

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Thomas Knüwer 3. Juni 2024 um 12:21

Wer eine eine demokratisch gewählte Person nicht anhört, sondern derart stört, dass sein offensichtliches Ziel das Verstummen dieser Person ist, so ist dies fundamental undemokratisch – egal, welches politisches Ansinnen dahintersteht.

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Stör 4. Juni 2024 um 9:22

Frau Baerbock hat genug Zugang zur Öffentlichkeit, allein die Unterstellung die Aktion habe das Ziel Sie zum Verstummen zu bringen ist absurd. Als ob Dazwischenrufen bei einem Auftritt Frau Baerbock davon abhält, auch nur 1 Minute später Millionen über ihr Handy zu erreichen. Der Versuch, die Außenministerin, mit öffentlichem Protest zu erreichen bei einem Außenpolitischen anliegen ist legitim. Protest, der nicht stört, ist unsichtbar und damit wirkungslos. Ich glaube Ihnen nicht, dass die Bewertung als antidemokratisch unabhängig vom Anliegen des Protestes ist.

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Thomas Knüwer 4. Juni 2024 um 9:45

@Stör: Bitte betreiben Sie nicht Geschichtsklitterung. Es ist nicht legitim, einen demokratischen Redner beständig derart zu stören, dass dieser nicht sprechen kann. Einer dieser Störer wurde dann sogar vom Rest des Publikums ausgebuht und stieß Drohungen aus. All dies ist fundamental undemokratisch. Hier das Video, das zeigt, dass die Schreier überhaupt kein Interesse haben, Baerbocks Antwort überhaupt zu hören – und das mit den Fakten ist auch nicht deren Ding: https://youtu.be/R7-65NCK8rY?si=njS8x99e7jzLrcFK

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Thomas Riedel 3. Juni 2024 um 15:12

Ich hatte ja keine Ahnung, dass ich so den Nagel auf den Kopf treffen würde, als ich mein Thema "Selfcare für Journalisten: Warum wir wieder (noch immer) selber hosten (müssen)" bei der rp einreichte. Sie wurde zu meinem Erstaunen angenommen. Und mir erging es dann ganz ähnlich wie dir, wobei ich noch nicht mal die selben Sessions gesehen habe wie du 🙂
Da hilft ja auch keine generative KI in der Social Media Redaktion der Sportschau, wenn der Journalismus an sich verkackt.
Die diesjährige rp hatte es fast geschafft: Es waren im Grunde alle da. Aber auch hier hat man es nicht geschafft, sich zusammen zu raufen. Obwohl ja alle vor Ort waren. Warum? Ich finde, die rp ist viel zu groß geworden. Sie hat mich komplett erschlagen. Vielleicht darf eine Konferenz nicht unendlich wachsen. Ich weiß es nicht. Aber die drei Tage haben mich zerstört.

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Thomas Knüwer 4. Juni 2024 um 9:39

@Thomas: Du bist tatsächlich der einzige, von dem ich das so höre. Meine Sicht auf Großveranstaltungen – egal ob SXSW, Juwi-Sommerfest (if you know, you know) oder Vorlesungen im H1 zu Münster war imemr: Je mehr Leute da sind, desto mehr kann ich kennenlernen. Natürlich ist das anstrengend, aber aus Anstrengung wächst das Weiterkommen.

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Wolfgang Lünenbürger-Reidenbach 6. Juni 2024 um 11:07

Und passend zu genau dem Medienthema habe ich in den letzten Tagen den Versuch unternommen, noch mal wieder das alte, seit den 80ern gepflegte Ritual des morgendlichen Inforadions wieder aufleben zu lassen. Und es ging mir (auch körperlich) sehr schlecht dabei. Habe ich, deinen Text teilweise zitierend, im Blog aufgeschrieben: https://www.haltungsturnen.de/2024/06/fatique.html

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