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Für manchen Marketing-Verantwortlichen ist das mit dem Internet eine echte Herausforderung, höflich gesprochen. Und es scheint die Bereitschaft hoch auf all das in der digitalen Welt zu springen, was leicht verständlich erscheint. Denn nur so sind eigentlich QR-Codes zu erklären. Die grisseligen Schwarz-Weiß-Hässlichkeiten zieren derzeit viele Plakate und Print-Anzeigen. Sie scheinen für viele Marken-Macher Ausweis der eigenen Fortschrittlichkeit zu sein.

Die bittere Wahrheit ist nur: Kaum jemand scannt sie ein. Im April waren auf dem Gelände der Digital-Riesenkonferenz SXSW in Austin, Texas, zahlreiche Plakate mit den Codes versehen. Doch selbst dort habe ich niemand QR-Codes einscannen sehen.

Obwohl, nein, das stimmt natürlich nicht. Tatsächlich konnte sich ein Startup über deftige Homepage-Abrufzahlen freuen: Es hatte den Code auf T-Shirts gedruckt, vorne auf T-Shirts, um genau zu sein. Und die streiften dann junge Damen über – das zog zumindest bei der männlichen Besucherschaft. Und natürlich gibt es auch das Vorzeigebeispiel Victoria’s Secret: Die Dessousladen-Kette hatte auf Plakaten ebenfalls den QR Code auf erotisch ansprechende Bereiche seiner Model gepappt. Wer scannte sah – das Bild mit Dessous: Sex scans.

Für diese Zurückhaltung gibt es mehrere Gründe. Zum einen ist die Lesefunktion nicht in der normalen Kamera enthalten: Der Nutzer muss eine App auf seinem Handy öffnen und sich im schlimmsten Fall noch an deren Name erinnern. Dann muss er sich auch noch an einem Ort befinden, an dem eine Datenverbindung möglich ist. Vor allem aber weiß er meist, was ihn erwartet: Langeweile. Bestenfalls. Im schlimmsten Fall leitet ihn der Code zu einer Seite, die nicht einmal mobiloptimiert ist. Die Zahl der kreativen Lösungen ist höchst überschaubar.

Trotzdem sind Experimente natürlich legitim. Denn die Erstellung eines QR-Codes kostet wenig bis nichts. Nur: Das wissen viele Entscheider auch nicht. So kenne ich einen Großkonzern, der seiner Agentur für einen QR-Code eine fünfstellige Summe bezahlt hat. Wohlgemerkt: Nur für das Erstellen des Codes.

Doch wer einfach nur mal ohne große Kosten gucken möchte, was passiert, wenn er das Gegrissel auf seine Werbemittel druckt, der darf das natürlich. Doch sollte er das bedenken, was Scott Stratten zu dem Thema sagt (gefunden im Blog von Oliver Gassner): Jedes Mal, wenn Sie einen QR-Code verwenden ohne ihn zu durchdenken, stirbt ein Kätzchen. Hier der furiose Vortrag zum Thema:


Kommentare


kosmar 29. November 2011 um 14:42

netter vortrag 🙂

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vango 29. November 2011 um 14:49

Hallo Thomas,

warum so technikfeindlich und pessimistisch. Vielleicht bist du der Zielgruppe entwachsen, die noch spielerisch mit ihren Devices umgehen und die ihre Apps kennen 🙂

„Die bittere Wahrheit ist nur: Kaum jemand scannt sie ein.“
Quatsch – wir benutzen die Codes ständig und immer öfter – z.B. bei Geo-Based-Games oder bei Parties. Gerade weil sie so einfach zu generieren und auszudrucken sind…

Kopf hoch, das wird schon!

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Falk Ebert 29. November 2011 um 14:50

Haha, genial! Und der Comedian (kannte ich noch gar nicht, danke!) bringt es auf den Punkt: Oft sind die Codes auch noch an unmöglichen Stellen. http://bit.ly/vb9QGy

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Thomas Knüwer 29. November 2011 um 15:21

@vango: Dann mal her mit den Zahlen. Sie könnten die ersten sein, die fette Erfolgszahlen in Sachen QR liefern. Gern auch per Gastebeitrag in der Indiskretion!

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DAMerrick [Mobile] 29. November 2011 um 15:46

Ich kann mir nicht helfen,
zum einen ist es eine sehr pessimistische Sichtweise (die Sie wohl so wenig mit Zahlen untermauern können wie Sie es von einem anderen Kommentator erwarten)

und zum anderen erinnert mich dieser Beitrag an Mr. Kauder von der CDU:
„Diese Inhalte werden zwar von Agenturen verfasst aber von QR Codes geboren.“
#iminternetgeboren

Mag sein das Sie noch kein Unternehmen getroffen haben welches QR Codes so einsetzt wie Sie es sich wünschen -das bedeutet aber nicht das diese per se schlecht oder sinnlos sind.

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Walter Schoendorf 29. November 2011 um 16:08

Hallo Thomas Knüwer,

wir benutzen QR-Codes zwar nicht für Games oder für die Party – dafür kann ich Ihnen aber Zahlen andeuten.

Vor einem Jahr betraute uns die Feuerwehr Hannover mit einer Kampagne zur Rekrutierung ehrenamtlicher Mitglieder. Dabei haben wir ganz explizit mit unterschiedlichen QR-Codes gearbeitet und sie auf allen Werbemittel eingesetzt. Die Codes führten zu den Kampagnen-Trailern oder direkt zu einer Bewerbungs-Site, die wir speziell für mobile Geräte entwickelt hatten. Da wir die URL der Mobile-Site nur über den Code kommuniziert wurde, konnten wir anhand der statistischen Auswertung (Woopra) und den direkten Formularanfragen die Code-Auslesungen verifizieren. Während der Laufzeit der Kampagne, also während die Plakate, Flyer oder Postkarten im Umlauf waren, lagen die Zugriffe der Mobilen-Site nur um ca. 25% unter der offiziellen Kampagnen-Site. Natürlich darf ich hier keine Zahlen nennen, aber über den QR-Code kämmen eine dreistellige Zahl an Bewerbungsanfragen über das Formular.

Die Feuerwehr Hannover hast gefreut!

Kampagnenwebsite:
http://www.das-ist-doch-ehrensache.de

Mobile-Site (sollte man am besten mobil sehen)
http://m.das-ist-doch-ehrensache.de

Werbematerial:
http://www.die-reklamezentrale.de/blankstart/21/84

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Thomas Knüwer 30. November 2011 um 8:32

@Walter Schoendorf: Vielen Dank für diesen Einblick! Verraten Sie uns denn, wie viele Plakate es gab?

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Thomas Knüwer 30. November 2011 um 8:34

@DAMerrick: Der Haken aber ist doch: Auch Sie können kein Erfolgsbeispiel nennen. Und es ist ja nicht so, dass Digital-Agenturen und werbende Unternehmen bei erfolgreichen Kampagnen Stille walten würden. Nein, sie machen inzwischen ja sogar Case-Study-Videos. Tja, und im Bereich QR-Codes treffe ich eben nur auf Verantwortliche, die im besten Fall von wenigen hundert Scans sprechen – bei einem Abdruck des Codes in zehntausenden Magazinen oder einer vierstelligen Zahl von Plakaten.

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Markus 30. November 2011 um 8:38

Interessanter Artikel.
Ich glaub, der Erfolgsfaktor bei QR-Codes ist, etwas mit Mehrwert für den User zu hinterlegen und so abrufbar zu machen.
Das zeigt ja auch Walters Beispiel.
Ich bin Fotograf und veröffentliche Bonus Photos, die man bekommt indem man QR-Codes fotografiert. Die QR-Codes sind auf meiner Website www.MWorx.at, und die User bekommen damit ein Photo, das sie z.B. als Wallpaper am Smartphone und Tablet verwenden können.
ciao Markus

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vango 30. November 2011 um 9:51

Kann mich erst jetzt melden, musste gestern lernen. Zahlen? Wir spielen seit langem Pen&Paper in der Gruppe. Jetzt haben wir das Spiel mit Geo-Tagging erweitert. So hat unser Spielleiter letztes Wochenend 47 QR-Codes auf kleinen Zettel im Englischen Garten versteckt. Wir mussten sie finden, scannen und die Botschaften interpretieren. Das waren kurze Texte, Rätselbilder und Links zu präparierten Google-Maps. Das hat irre Spaß gemacht. QR-Codes nutze ich fast täglich, wenn ich mir neue Apps aufs Galaxy ziehe. Ich gehe mit meinem Netbook zu AndroidPIT, schaue mir interessante und gute gevotete App-Beschreibungen an. Wenn mir eine App gefällt, scanne ich mit dem Galaxy den QR vom Bildschirm und schwups ist die App auf dem Phone.

Muss schnell in die Vorlesung, Vanessa G.

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Walter Schoendorf 30. November 2011 um 10:32

Moin,

da wir ausschließlich an und in den Obliegenschaften der Feuerwehr, bzw. der Stadt plakatieren durften, konnten wir nur 3.000 A1-Plakaten hängen. Die Platzierung im öffentlichen Raum, z.B. über Stroer, hätte das Budget gesprengt.

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Sönke 30. November 2011 um 12:22

Verstehe den Pessimismus auch nicht. Wie der Comedian im Video schon sagt, versteckt sich hinter dem QR-Code meist ein Link. Ich finde es wesentlich bequemer kurz einen QR-Code zu scannen, als einen Link abzutippen. Vor allem, wenn sich hinter der Website noch ein langer Pfad befindet.

Und natürlich kann ich einem QR-Code auch ohne Datenverbindung scannen und decodieren. Falls es sich um einen Link handelt, kann ich im lediglich nicht sofort folgen. Das könnte ich aber auch nicht, wenn statt dem QR-Code der Link selbst im Magazin o.ä. direkt abgedruckt wäre.

Was macht man in einem solchen Fall? Man speichert den Link für später, wenn man wieder Empfang hat. Und das geht mit dem kurzen Scannen und Dekodieren i.d.R. wieder wesentlich schneller als mit dem Abtippen.

Und beim letzten Punkt kann ich nur für das SGS2 sprechen: Ob ich nun das Symbol zur Kamera(-App) oder zur QR-Code-App antippe, macht keinen zeitlichen Unterschied. Aber vielleicht gibt es da beim iPhone ja eine Hardwaretaste für die Kamera, die mich ohne Launcher-Umwege zur Kamerafunktion bringt. Das geht natürlich schneller als das Entsperren des Bildschirms sowie Antippen der QR-Code-App.

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RIM, Telekom, Apple. — mobilbranche.de 30. November 2011 um 12:27

[…] Erklärt Scott Stratten, Chief Relationship Officer von UnMarketing in einem umwerfenden Video. indiskretionehrensache.de […]

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Feli 30. November 2011 um 12:59

Moin Moin Thomas,

eigentlich zeigt doch Dein Beispiel, das QR-Codes genutzt werden – WENN der richtige Content dahinter steckt. Eine einfache Webseite zu verqrcoden ist ganz einfach nonsense, so auch diese ewigen „Making-Off“-Videos an 18/1tel Plakaten. Keine Frage, das nervt und geht gar nicht.
Aber mit ein bisschen Kreativität, scheint es ja zu funktionieren.

War das nicht mit Facebook-Seiten ‚früher‘ mal genau so? Fanpage, Link zur Homepage, Punkt. Und irgendwann haben dann alle gemerkt, dass das nicht reicht, jetzt werden iPads verlost und naja, die Hoffnung bleibt… ; )

Ich glaube (bzw. merke), dass Leute keine Lust mehr haben, Inhalte abzutippen. Darum labert man sie ins Telefon („Wake me up in 10 minutes“) oder scannt sie ab (QR-Codes). Nur warum scannen, wenn da eh nur eine langweilige Inhalte folgen?

Ich glaube, das Instrument ist da; Wir haben nur noch nicht die richtigen Noten, um damit Meisterwerke auf die Bühne zu bringen.

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Raoul 30. November 2011 um 13:19

Ich hatte mir auch schon Gedanken in Sachen Werbung für meinen Blog mittels QR-Code gemacht und diese schnell wieder verworfen. Der User hat zwar technisch viele Möglichkeiten heute, aber irgendwann ist auch der technisierteste Mensch mit seiner Aufnahmefähighkeit am Ende – klick hier, poste da und dann noch scannen. Auch ja, erstmal die App runterladen – Aufwand. Zudem bewegt sich die Reizschwelle für Inhalte die wirklich von Interesse sind immer weiter nach oben, also die Frage „Was bringt mir das?“. Mag sein, dass der QR-Code noch seinen Siegeszug antreten wird. Ich bin gespannt.

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jke 30. November 2011 um 14:25

Was spricht eigentlich dagegen, wenn QR-Codes über solche Mehrwert-Aktionen wie die Unterwäschewerbung oder gar Gewinnspiele angelockt werden? Und wieso wird diese Diskussion in einem technikverliebten Land wie Japan überhaupt nicht geführt?

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Björn 30. November 2011 um 14:39

Ich glaube vielfach sind die wirklichen Nutzungsfälle einfach noch viel zu wenig durchdacht. Das ist auch aus der Diskussion hier grob zu entnehmen: will ich als Nutzer denn wirklich eine Bewerbung für einen Job (oder ein Ehrenamt) über mein Mobiltelefon abgeben?
Vielfach liegen logische Anwendungsfälle auf der Hand, werden aber eben nicht angeboten. Beispiel: ich saß neulich in einem Restaurant und mir wurde zum Essen ein sehr leckerer Wein serviert. Das Etikett hatte sogar einen QR-Code. Hab ich gescannt und kam: auf eine Seite auf der eine Nummer stand – sonst nichts. Aha. Ok, extrem schlechtes Beispiel. Ich hätte es als Mehrwert empfunden wäre ich auf einer Seite mit Zusatzinfos zum Wein, dem Weingut und dem Region gekommen. Und vielleicht hätte ich sogar gleich ein paar Flaschen für daheim bestellt. Sprich: ich wurde mit dem QR-Code an der richtigen Stelle mit dem passenden Bedürfnis erwischt. Das passiert mir beim bisherigen Einsatz der Codes noch viel zu selten. Wenn sich das bessert, sehe ich durchaus Chancen für QR-Codes.

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fred fredson 30. November 2011 um 15:56

Geschäftsidee: Social-Media Spiel a la Foursquare mit QR-Codes. Egal was man einscannt, man bekommt Punkte oder Gutscheine. Also, quasi eine Scan App mit durchdachter (!) und lohnender social Funktion (facebook-Anbindung?). Klar sollte man nicht jeden Code 10 mal scannen können. Klar sollten nicht selber hergestellte Codes eingelesen werden könne.

Ansonsten fristen QR-Codes wirklich noch ein Nischendasein, obwohl sie überall zu sehen sind.

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André 30. November 2011 um 16:38

bei uns im theater arbeiten wir seit neustem mit der online-ticket-software von tixoo, die auf ihren karten u.a. qr-codes bzw. semacodes benutzen. muss also nicht immer werbung sein!

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Tim Juretzki 30. November 2011 um 17:35

Also, wir können uns überhaupt nicht beklagen. Ohne QR-Codes gäbe es nämlich unser Geschäftsmodell überhaupt nicht. Unsere Kunden setzen die Codes allerdings (vor allem) zur Kundenbindung ein:
http://www.matchpoint-card.com

Ich glaube, der flächendeckende Einsatz in Anzeigen & Flyern kommt ab Mitte 2012. Der Anwendungsfall wird dann sein: Kunde sieht Anzeige, scannt den Code – und hat gleich seinen ersten Bonuspunkt gesammelt. Und der Händler hat gleich einen direkten Kontakt zum Kunden: win-win.

Einfach nur so einen QR-Code abzudrucken, weil es modern ist, ergibt natürlich wenig Sinn.

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F. Mühlenbruch 30. November 2011 um 19:12

Das Problem liegt meines Erachtens schlicht darin, dass die meisten QR-Kampagnen keinen echten Mehrwert für den User bieten. Alleine der Vorteil, die URL nicht „von Hand“ abtippen zu müssen, reicht nicht aus als Anreiz, den Code zu scannen.

Allerdings sind QR-Codes ja auch kein Selbstzweck! Sondern sie erweitern die Möglichkeiten des klassischen Werbeplakates bzw. der Zeitungsanzeige. Ich sehe da vor allem vier Dimensionen, die ein „statisches“ Druckerzeugnis per se nicht bieten kann, die aber mit einem QR-Code ermöglicht werden:

– Interaktion mit dem User (QR-Code leitet auf ein Kontakt-Formular)
– Multimedia-Angebote (der passende Trailer zum Kinofilm, Ausschnitte aus dem Musikalbum)
– standortbezogene Dienste (per Ortungsfunktion des Smartphones lassen sich je nach Standort passende Inhalte anzeigen)
– tagesaktuelle Inhalte

Das alles kann ein einfaches Plakat nicht bieten. QR-Codes können dem User also echte Vorteile bieten, und dann wird er sie auch gerne scannen. Wir arbeiten derzeit an einem Produkt, das es einfacher macht, solche Kampagnen zu erstellen (http://www.quiquad.de). Wir sind natürlich auch gespannt auf die Zahlen, aber wir glauben, mit dem richtigen Mehrwert können QR-Kampagnen erfolgreich sein! Beispiele dafür haben wir ja in diesem Thread schon gehört.

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Joey 30. November 2011 um 19:19

Moin,

die Diskussion, die hier läuft zeigt doch, dass das Thema aktuell ist. In der Tat gibt es einen Haufen von Anwendungsbeispielen in denen der QR Code einfach deplaziert ist und der Pseudo-Hippness der Agentur (oder des hippen Auftraggebers) geschuldet ist.

Aber natürlich auch gute Beispiele.

Leider habe ich als User leider erstmal keine Ahnung, ob sich hinter eine Code etwas für mich sinnvolles versteckt oder nicht. Und wenn ich mehrfach Mist gescannt habe, nutze ich die Codes nicht mehr. Und insofern ist der Aufruf
„think before you do!“
nur zu unterstützen.

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DAMerrick 30. November 2011 um 20:56

Ich kann mich nur wiederholen:
Erfolgsbeispiele gibt es genug. Insbesondere in Großunternehmen die den QR code für sich entdeckt haben. Gehen Sie die ganze Riege durch, von Toshiba, über Nokia, Adobe bis zum deutschen MAGIX. Diese Firmen nutzen die Codes auf den Verpackungen. Wir bspw. nutzen diese Codes auf unseren Ausweisen.

Wenn Sie jetzt explizit etwas aus der Werbebranche wollen, ich gebe Ihnen recht, bei den Großen heisst es dann nur „WIR haben ja jetzt auch QR codes.“ Aber die Kleinen haben da Erfolge, Mister Schoendrof würde ich dazuzählen.

Ich kritisieren an Ihrem Article allerdings auch nur, das Sie (jedenfalls auf mich) den Eindruck erwecken als würden Sie den QR codes die Schuld daran geben das sie keiner nutzt. Den Article über bemängeln Sie die mangelhafte Umsetzung der Code-Umwelt.

Und im letzten Abschnitt klingt es so als wären die Codes etwas Übles was man vernichten sollte, etwas Überflüssiges, etwas was Tiere tötet und einen nicht unwesentlichen Anteil an solch nutzlosen QR codes hat. Das meinte ich mit dem Kauder-Vergleich.

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Nicole 30. November 2011 um 23:50

Muss an dieser Stelle trotzdem anmerken, wieviel Freude ich heute beim Herumbasteln mit http://www.qrhacker.com/ hatte. Just for the heck (or rather hack) of it!

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Thomas Knüwer 1. Dezember 2011 um 8:37

@DAMerrick: Dass viele, viele, viele Unternehmen QR-Codes nutzen bestreite ich ja nicht. Nur: Das ist ja kein Ausweis des Erfolgs. Bisher treffe ich nur Verantwortliche, die über die mageren Nutzungsraten klagen. Bei Plakaten ist die Rede von einer einstelligen Prozentzahl Scans. Sprich, wer 100 Plakate raushängt, erzielt in einem großartigen Fall 5 Scans. Ähnliche Raten gibt es bei Zeitschriften.

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Sharif Thib 1. Dezember 2011 um 12:16

Die (noch) niedrigen Nutzungsraten hängen sicher mit den genannten Punkten zusammen:

1. an den oft nicht mobile aufbereiteten Seiten hinter dem QR-Code. Wenn dort die normale Website geöffnet wird, ein Gewinnspielformular mit 15 Pflichtfeldern und Captcha-Code oder gleich ein Video „losträllert“, vergeht dem Nutzer schnell der Spaß am Scannen.

2. an der Platzierung. Meine persönlichen Highlights sind die kleinen QR-Codes unten rechts am Citylight-Poster, so dass ich vor dem Plakat niederknien muss, um zu scannen. Oder der Mini-Code auf dem Großflächenplakat, das unbequemerweise hinter den Sbahn-Gleisen angebracht ist, so dass ich die Zeit zwischen 2 Bahnen nutzen müsste, um schnell auf die Schienen zu springen um scannen. Aber für welche Produktinfo riskiert man schon sein Leben? 😉

Dabei sind beide Probleme leicht zu lösen: Mut zur prominenten Platzierung. Und noch wichtiger die richten Informationen dahinter legen, idealerweise eine spezielle mobile Website.

Wir haben dazu auch in unserem Unternehmensblog geschrieben:

https://www.mobile-website-generator.com/mobile-marketing.html

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Follow Friday « Gefahrgut 2. Dezember 2011 um 13:37

[…] (YouTube Twitter) Seit ich seinen rant über QR-Codes (ein Thema, das auch uns nicht kalt lässt) bei Thomas Knüwer gesehen habe, bin ich ein Fan. Comedy + echtes Social Media Know How, das ist ein Novum. [Falk […]

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ungenutzt ist oft 5. Dezember 2011 um 1:12

Ich hätte gerne auf Rechnungen QR-Codes wo MEIN Onlinebanking-Programm (Webseite, Quicken, Star-Money, alf-Banko,…) aufgeht und die Daten fertig ausgefüllt sind.
Leider mussten die Sparkassen das Budget lieber für andere, kompliziertere Systeme ausgeben 🙁 so das PayPAL immer noch bequemer ist. Und wenn ich 20stellige SWIFT/IBAN-Nummern eingeben muss ist mir Moral egal. Kein Schornsteinfeger oder Handwerker oder KFZ-Versicherung oder Hausrat/Haftpflich-Versicherungen (viele am Jahresende fällig) wird gezwungen, keine QR-Codes auf seine Rechnungen zu machen.

Ich kann Lebensmittel oder DVDs mit 10-100 Apps scannen. Aber ich habe keinen iOS-„Cache“ wo die Scans drin liegen und die Apps sich von sich aus melden das sie zu diesem Produkt etwas „wissen“.
QR-Codes als maschinenlesbare Ausweise oder Eingangs-Tickets sind sehr gut. Auch die Bluetooth/WiFi-Mac-Adresse vom Handy ist als NFC-Alternative eine gute Idee für eine ID „am Mann“. Um Webseiten zu bewerben ist es ok, aber ohne Belohnung ist es oft uninteressant. Neulich gabs ein Interview (bei gründerszene vielleicht) über QR-Code-Aktionen als ergänzende Werbemaßnahmen. Auch da waren Belohnungen wichtiger Teil des Konzeptes.

Auf Fachbesuchermessen aber vielleicht auch normalen Messen o.ä. könnten QR-Codes an den Produkten vielleicht auch mehr nachträgliche Leads generieren. Dazu muss aber auch ein Nutzen dahinter stecken.
Interessant wären auch festgeschraubte Pads wo man Kataloge durchblättert wie früher diese Ständer mit Postern. Da wären dann QR-Codes und mit seinem Handy bestellt man dann oder speichert den Link für später.
Wenn jedes Heino-Poster und Castelruther-Spatzen-Werbeposter einen QR-Code hat, wo man das Ticket für die Stadthalle bzw. die komplette Tournee sieht und Tickets kaufen kann, werden auch Rentner es nutzen.
Auch Kinos oder Messe-Kassen-Häuschen könnten sich das Anstellen an der Kasse verringern durch QR-Einsatz. Oder man QRed seinen Parkplatz im Parkhaus (GPS geht dort nicht immer gut) und Google zeigt einem den Weg zurück in der unbekannten Stadt nachts im Dunkeln nach der Messe wo jedes Parkhausdeck gleich aussieht. Kompass geht ja vielleicht besser als GPS wo Lücken sind.

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Recruiting via Infografik – IT-Beratung aus München zeigt, wie es gehen kann « personalmarketing | employer branding | social media – kritisch hinterfragt | personalmarketing2null 5. Dezember 2011 um 13:33

[…] der auf Karrierebibel vorgestellten Online-Stellenanzeige. Denn genau wie dort auch, prangt da ein QR-Code. QR-Code, aber […]

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QR 7. Dezember 2011 um 11:03

Hallo lieber Autor,

auch wenn die Wandlungsquote Ihnen nicht hoch erscheint oder offensichtlich erst Zahlen im mehrstelligen Bereich für Sie annehmbar sind, sorgen QR-Codes zumindest für eine engere Verknüpfung von Print und Online. Damit wird es möglich, die Barriere zwischen zwei Medien mit einfachen Mitteln zu überbrücken – ob hässlich oder nicht ist nebensächlich. Und 5 Kunden bei 100 Zeitschriftenlesern, welche bspw. über einen QR-Code in einem Online-Shop einkaufen, sind zumindest 5 Kunden mehr als vorher. Oder anders ausgedrückt ist auch nicht jede App hübsch oder mit einem Mehrwert versehen, der trotz anfänglicher häufiger Nutzung zu einer Kundenbindung führt. Auch hier schmücken sich viele mit der Tatsache an sich ohne sich über Nutzen oder Zielsetzung im Klaren zu sein.
Aber vielleicht ist es sinnvoll, dass der Autor mal in Japan Zwischenstation macht und dort einmal in die U-Bahn geht. Danach würde wahrscheinlich die Aussage zum Nutzungsverhalten bzgl. QR-Codes eine andere sein, denn dort kauft man über QR-Codes ein und das mit Sicherheit nicht im einstelligen Bereich…

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QR-Codes sind wie Beton | Das Auge denkt mit 7. Dezember 2011 um 11:57

[…] zum Thema: Thomas Knüwer verlinkt in seinem Blogartikel auf den witzigen Vortrag von Scott Stratten: »Für jeden gedankenlos verwendeten QR-Code stirbt […]

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Astkiefer » Blog Archiv » Think before QR! 17. Dezember 2011 um 21:43

[…] (Indiskret begeistert) […]

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Der unsinnigste QR-Code – und ausnahmensweise mal ein guter 17. Januar 2012 um 18:28

[…] by Thomas Knüwer on 17. Januar 2012 TweetIch bin kein Freund von QR-Codes, das schrieb ich ja vor kurzem schon mal. […]

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Der unsinnigste QR-Code – und ausnahmensweise mal ein guter | TechRetriever 17. Januar 2012 um 19:54

[…] Ich bin kein Freund von QR-Codes, das schrieb ich ja vor kurzem schon mal. […]

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Etsy QR-Code-Manschettenknöpfe: Männerschmuck mit Aussage » neuerdings.com 16. Februar 2012 um 13:31

[…] Immer mehr Smartphones kommen auf den Markt, die Internetflat wird zur Selbstverständlichkeit und QR_Codes sind fast schon omnipräsent – auch wenn nicht jedermann davon begeistert ist. […]

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frankfurterkreuz » Die QR-Codeisierung der Werbung | online marketing, web2.0, social media, apps und der ganze rest 28. Februar 2012 um 21:42

[…] Wer jetzt immer noch QR-Codes auf seine Werbemittel klebt, ohne sich über den wirklichen Mehrwert dahinter Gedanken zu machen, sollte sich diesen Beitrag von Scott Stratten anschauen – der auf die Gefahr hinweist, daß für jeden gedankenlos eingesetzten QR-Code ein Kätzchen stirbt (gefunden im Blog von Thomas Knüwer). […]

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QR-Codes im Einsatz – Wie ist der Status Quo? | HDBLOG 30. März 2012 um 9:19

[…] Sehr gering. Thomas Knüwer schrieb im November 2011 über die “bittere Wahrheit”: Only Sex scans. Sonderlich bitter ist diese Wahrheit eigentlich nicht, denn sie offenbart nur, was jedem klar sein […]

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Deutsche Post Qr Code – GeekLogy 2. April 2012 um 11:03

[…] Deutsche Post Qr Code Web: QR-Code erstellen QR Code Generator mobiles Marketing für … QR-Code mit kostenlosen QR-Code-Generatoren erstellen. Hier erfahren Unternehmer alles über QR-Codes und mobiles Marketing. qrcode-erstellen.com – besuchen DenkZEIT : Der Barcode auf den Online-Tickets der Deutschen Bahn … Der Barcode auf den Online-Tickets der Deutschen Bahn. Oder: QR-Code als Straßenkunst blog.gungfu.de/archives/2007/09/09/der-barcode-auf-den-online-tickets-der-deutschen… – besuchen Die bittere Wahrheit über QR-Codes: Only sex scans Für manchen Marketing-Verantwortlichen ist das mit dem Internet eine echte Herausforderung, höflich gesprochen. Und es scheint die Bereitschaft hoch auf all das in der … www.indiskretionehrensache.de/2011/11/qr-codes-marketing – besuchen […]

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personalmarketing, employer branding, social media – personalmarketing2null – Personalmarketing, Social Media und Employer Branding kritisch und mit Augenzwinkern hinterfragt. 11. Januar 2013 um 22:20

[…] Wenn man dann bis zum Ende der Website scrollt, sieht man doch sehr stark die Parallele zu der auf Karrierebibel vorgestellten Online-Stellenanzeige. Denn genau wie dort auch, prangt da ein QR-Code. […]

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Johannes 15. April 2013 um 22:01

An der Technik liegt die geringe Nutzung meines Erachtens nicht. Das Einscannen von QR-Codes ist mittlerweile hinreichend bekannt, fast jeder (junge) Mensch hat eine entsprechende App auf dem Smartphone.

Aber was erwartet den Nutzer? Langeweile trifft es sehr gut. Für Gutscheinaktionen würden Kunden hingegen QR-Codes gerne nutzen. Das entspricht auch der gängigen Metapher, einen Gutschein mitzunehmen und vorzuzeigen.

Über Anwendungsgebiete von QR-Codes hatten wir auf unserem Blog erst eine Umfrage:
http://www.uxcite.de/mobile/die-wahrheit-uber-qr-codes/

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QR-Code Dilettantismus bei BWM und Thomas Jarzombek 6. September 2013 um 13:00

[…] bleiben weiter eine der lustigsten Wirrungen des Marketing. Die allerallerallermeisten QR-Code-Aktionen zeichnen sich dadurch aus, dass kaum jemand die Codes nu…Trotzdem wollen sehr viele Unternehmen und Markenverantwortlichen die grisseligen Hässlichkeiten […]

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QR-Codes im Einsatz – Wie ist der Status Quo? – HDBLOG 2. Juni 2015 um 16:20

[…] Sehr gering. Thomas Knüwer schrieb im November 2011 über die “bittere Wahrheit”: Only Sex scans. Sonderlich bitter ist diese Wahrheit eigentlich nicht, denn sie offenbart nur, was jedem klar sein […]

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