“Serial”: Ein Blick in den Journalismus der Zukunft

by Thomas Knüwer on 21. Dezember 2014

Geht eine TV-Serie zu Ende oder in die Zwischenstaffel-Pause, stellt sich bei den meisten ihrer Zuschauer Traurigkeit ein. Sicher, auch Spannung, handelt es sich eben nur um eine Pause – aber eben auch Traurigkeit. Denn über Seh-Stunden hinweg bauen sie eine emotionale Bindung zu frei erfundenen Figuren auf, leiden und lieben mit ihnen.

Diese Traurigkeit empfinde ich auch gerade, nachdem ich eine Stunde lang mit Kopfhörern auf der Couch lag. Doch es geht nicht um ein Spiel der Throne, den Lord von Downton Abbey oder einen Drogen kochenden Chemielehrer – sondern um tief recherchierten Journalismus, der sich um einen Anfang-Dreißiger dreht, der seit 16 Jahren in einem Gefängnis sitzt. Grund: Ihm wird der Mord an seiner Freundin vorgeworfen.

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Medieninteressierte unter den Lesern wissen, worum es geht: “Serial”.

Doch wer sich nicht in der Medien-Filterblase bewegt, dem ist diese Podcast-Serie vielleicht allenfalls als Artikel im Feuilleton der einen oder anderen deutschen Zeitung begegnet.

Dabei ist “Serial” mehr als nur ein Podcast: Für mich ist der riesige Erfolg der Show auch ein Zeichen dafür, wie zeitgemäßer Journalismus sein muss, damit er seine Leser/Zuhörer/Zuschauer nicht nur bindet, sondern auch Zahlungsbereitschaft auslöst. Denn die zweite Staffel von “Serial” war nach einer Woche durch Spenden gesichert.  [click to continue…]

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In Zeiten des Sony-Hack könnte man meinen, es bräuchte gehobenste Informatikkenntnisse, um an Geheimnisse von Firmen zu kommen. Dies wird auch glauben, wer häufiger mit Unternehmen und deren IT-Abteilungen zu tun hat. Oft genug sind die IT’ler nämlich der größte Innovationsbremser: Dies geht nicht und das, alles zu unsicher.

lupe istock mädchen

So geht es sicher auch zu bei

Der Haken: Vertrauliche Dokumente dieser Unternehmen sind frei im Netz herunterladbar. Zum Beispiel:

Klingt irre, ist aber so. Für Finanz- und ausgewählte Lokaljournalisten öffnet sich mit einem kleinen Google-Trick ein Schatzkästchen. Denn Google erlaubt es mit dem Befehl “filetype:” nach Dateisorten zu suchen. Und der handelsübliche Dokumentenstandard ist PDF. Dies muss man nur noch mit einer Suche paaren wie “zur internen Verwendung”. Also zum Beispiel “filetype:pdf “streng vertraulich””. Deutlich weniger Treffer, aber auch ein paar interessante, ergibt die Suche nach Powerpoint-Dateien.

Natürlich handelt es sich nicht um streng geheime Dokumente. Doch wer sich ein wenig durch das Angebot gräbt, der weiß schnell, warum die einzelnen Dokumente nicht für die komplette Öffentlichkeit bestimmt sind.

Dass im Jahr 2014 sich auf diesem simplen Weg noch immer so viele Dateien finden lassen zeigt, dass es noch ein weiter Weg ist, bis das Thema IT-Sicherheit Organisationen voll durchdrungen hat.

 

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Derzeit erleben wir eine neue Wendung in der Diskussion um Journalismus und Medien. Und sie führt nach meiner Meinung in eine völlig falsche Richtung.

asterix graben kleinWolfgang Blau, der Direktor Digitalstrategie des “Guardian”, formulierte auf der Tagung “Besser Online” eine These, die vielen in der Medienwelt sehr zupass kommt: “Online – oder besser: digital – und Print gehören nicht zusammen”.

Fast schien eine Welle der Erleichterung durch Mediendeutschland zu schwappen, auf den Punkt gebracht durch den Branchendienst Meedia: “…eine bemerkenswerte Rede zum schwierigen Verhältnis von Online- und Printredaktionen gehalten. Tenor: Der integrierte Newsroom ist Geschichte.”

Nur: So hat Blau das gar nicht gesagt.

Vielmehr touchierte sein hörenswerter Vortrag die Möglichkeit, in den Newsrooms der Medienwelt Digital und Print ein Stück weit zu entflechten, weil die Print-Leute die Online-Entwicklung bremsten. So sei nach einer Zusammenlegung beispielsweise zu beobachten, dass die Leser im Durchschnitt langsam älter würden – einfach, weil sich die Berichterstattung verändere. Und dies geschehe durch ältere Print-Journalisten, die eben auch für eine ältere Zielgruppe arbeiteten.

Warum aber fanden sich – zumindest in meiner Filterblase – so viele, die genau diese Idee der Trennung erlösend finden? [click to continue…]

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Neulich, auf der Cebit

by Thomas Knüwer on 8. Dezember 2014

Dieser Zusammenschnitt verschiedener Cebit-Berichte ist auf vielen Ebenen großartig. Man nehme nur diese Zitate:

“Nicht die Hauptbetroffenen, die im Büro beschäftigt sind, nein, Männer entscheiden über den Einsatz von Bürotechnik in den Betrieben…”

“Autofahren via Satellit – hoffentlich wird da nicht zu kühn geträumt.”

Es ist ein Lehrstück für Technophobiker und “Erstmal abwarten”-Haltungsbesitzer, genauso aber für Journalisten, die glauben, so schnell werde sich eine Technik schon nicht durchsetzen (wenn sie das überhaupt tut):


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Der traurige Blick in den “Spiegel”

by Thomas Knüwer on 5. Dezember 2014

spiegel die journalistenDie SeifenVerlagsoper mit dem Titel “Ericusspitze” nähert sich dem Ende. Der “Spiegel” entsorgt seinen Chefredakteur Wolfgang Büchner, Geschäftsführer Ove Saffe geht nach einer Schamfrist, in der er die bestens bezahlte Lame Duck geben darf, gleich mit.

 

Noch gestern veröffentlichte “Spiegel”-Vorzeigeautor Cordt Schnibben einen Facebook-Post, der mehr ist als ein Nachtreten gegen Büchner. Er ist ein Menetekel dessen, was da noch kommen wird.

Es zeugt von Schnibbens Sicht auf die Dinge, dass er behauptet, erst Büchner hätte für eine Frontenbildung von Online und Print gesorgt.

Merkwürdig.

Denn mir haben Onliner immer wieder gesagt, dass sie schon lange diese Front verspürten, einerseits in der alltäglichen Behandlung, andererseits natürlich auch die die fehlende Möglichkeit, Teil der Mitarbeiter-KG zu werden.

Nein, Büchner hat diese Front mit Sicherheit nicht erschaffen. Wahrscheinlich aber scheint, dass sie durch ihn offenbar wurde. Denn während sich die Print-Chefredakteure zuvor eher weniger um Digital-Themen bemühten, machte Büchner sie eben zur Chefsache. In der Struktur des “Spiegel” bedeutete dies einen Machtverlust der Printler, gepaart mit Verlustängsten: Dieser Büchner sorgt vielleicht für eine Gleichstellung und das bedeutet Einkommensverluste für alle, die nicht Onliner aber KG-Teilhaber sind.

Wenn nun alle so einig sind: Warum veröffentlichte der Betriebsrate der Onliner am Tag nach Büchners Aus eine volle Breitseite mit der Forderung, der finanziellen und entscheiderischen Gleichstellung? Dieser Brief der Onliner an die Print-Chefredaktion ist das Gegenteil von Einigkeit: Es ist eine offene Drohung, auch wenn Konsequenzen wohl noch nicht genannt wurden.

Auch die angebliche Einigung zwischen Online und Print vor Büchners Ankunft widerspricht dem, was Spiegelaner mir berichteten. Ich würde es eher als Resignation bezeichnen: So mancher in der Web-Redaktion hat sich damit abgefunden, dass die Dinge sich nicht ändern und macht deshalb sein eigenes Ding.

“Unausgegoren”, “ängstlich” und “gestrig” war Büchners Strategie laut Schnibben? Ja, das muss dann natürlich zu einer “Störung des Betriebsfriedens” (Zitat aus einer Petition gegen Büchner”) führen, will man einer so digital fortschrittlichen Redaktion wie der des “Spiegel” etwas derartiges aufzwingen.

Schnibben, der sich selbst als “Digital-Scout” für Büchner bezeichnet, nennt seinen Facebook-Post übrigens Tweet, was auch etwas aussagt. Er begeistert sich – ich glaube: ehrlich – für digitale Themen. Doch wirkt er wie der kleine Junge vom Land, der zum ersten Mal in der großen Stadt zu Gast ist und sich als metropolitan sieht, weil er sicher über die Ampelkreuzung gelangt ist.

Wir erinnern uns: Im Sommer vergangenen Jahres zog er aus, die Zukunft der Zeitung zu entwerfen. Die Idee hatte Potenzial: ein bekannter Journalist, die Reichweite von “Spiegel” und Spiegel Online – da ging was. Der Schnibben also kreißte und gebar – eine Mobile App, wie es viele schon heute gibt. 

Angesichts dieses Ergebnisses soll das, was Büchner vorhatte zu wenig nach vorn gegangen sein? Ich bin wahrlich nicht immer einer Meinung mit Büchner – aber das erscheint dann doch sehr schwer vorstellbar.

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Dorothee Baer und ich sind uns noch nie persönlich begegnet. Stünde die stellvertretende CSU-Generalsekretärin, Chefin des CSU-Netzrates und parlamentarische Staatsekretärin im Verkehrsministerium jetzt neben mir, würde ich sie in den Arm nehmen, ihr Haar zerstruppeln wie bei einem Kleinkind und sagen:

“Gell Madel, was bist a naives Ding. Putzig bist.”

Das unzureichende Bayerisch sei meiner Herkunft geschuldet. Korrekturen werden gerne in den Kommentaren angenommen. 

Denn die Baer Doro, die ist eine furchtbar sympathische Frau – und eine schrecklich leichtgläubige. Im März vergangenen Jahres schrieb ich über den Bundestag der Maschinenstürmer und dessen Einknicken vor der Verlagskonzern-Lobby im Zusammenhang mit dem Leistungsschutzrecht.

Baer antwortete darauf via Twitter:

Anderthalb Jahre später können wir festhalten, was abzusehen war: Nein, es wird nicht besser – es wird schlimmer.

Der Zustand des digitalen Wirtschaftsstandortes Deutschland ist desaströs – und die aktuelle Regierung tut alles, um dies noch zu verschlimmern.

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Das stand schon zu befürchten, als jenes inhaltsfreie Pamphlet namens “Digitale Agenda” ausgestoßen wurde. Konkretes suchte der Leser darin vergebens, “38 Seiten Angst vor festen Zusagen”, fasste es “Die Zeit” zusammen. Klar, woher soll auch Handfestes kommen, wenn es niemand gibt, der Kompetenz mitbringt? Beraten soll bei der Digitalen Agenda der Bundestagsausschuss Digitale Agenda, der aber dummerweise überhaupt nichts zu sagen hat – es ist eine Farce. 

Inzwischen weiß man ja auch nicht mehr, wo man anfangen soll. Etwa bei Sigmar Gabriel, dem wissensbefreit daher wütenden SPD-Chef? Der die Steuervermeidung von US-Tech-Unternehmen für “asozial” hält, aber nichts zum gleichen Vorgehen deutscher Unternehmen im Ausland sagt? Der auch keine Initiativen anstößt, um solche Steuerschlufplöcher zu unterbinden? Der beim Parteikonvent die Befreiung von festen Arbeitszeiten brandmarkt als etwas Schechtes? Der aber gleichzeitig ein Verfechter von Totalüberwachungsmechanismen wie der Vorratsdatenspeicherung ist (deren immense Kosten er natürlich auf die Telekom-Unternehmen – und damit indirekt auf die Verbraucher – abwälzen will)?

Oder Innenminister Thomas de Maizière, den ich – damals war ich naiv – für einen Hoffnungsträger hielt? Der fordert zwar ständig eine einheitliche EU-Datenschutzverordnung, aber nur wenn die Staaten Sonderregelungen einführen können. Was dann insgesamt das ziemliche Gegenteil einer Vereinheitlichung und Rechtssicherheit für Unternehmen ist. Und somit wird Deutschland zum Blockierer eines EU-Datenschutzabkommens.

In einem Interview mit der “FAS” demonstrierte de Maizière seine geballte Unwissenheit, zum Beispiel beim Thema Störerhaftung: [click to continue…]

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Das Digitale Quartett #69: Die Lage des Youtube-Landes

by Thomas Knüwer on 1. Dezember 2014

Viel wird derzeit geschrieben und gesprochen über Youtuber. Das aktuelle Cover der “Wired Deutschland” zeigt eine Videomacherin, praktisch alle großen Medien haben in der einen oder anderen Form in den vergangenen Monaten darüber berichtet, dass auch in Deutschland sich junge Menschen vor eine Videokamera setzen, eine Unmenge anderer junger Leute erreichen – und so sogar *Atemanhalten* ihren Lebensunterhalt verdienen.

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Doch gleichzeitig grummelt es. Kommerz oder Qualität – wie in so vielen Facetten der Medienwelt gärt es auch bei den Youtubern, geht es um diesen (scheinbaren?) Konflikt. Dies erfuhr auch Stefan Niggemeier, als er sich für die Krautreporter mit einigen Vloggern traf, die sich unter dem Namen 301+ nicht mehr den omnipräsenten Vermarktungsnetzwerken unterwerfen wollen. 

Im Digitalen Quartett sprachen wir über diesen Spannungsbogen und die aktuelle Lage im Youtube-Land. Zu Gast waren Marie Meimberg, eine der 301+-Macher, und Philipp Steuer, einer der Macher von Wasgehtab.tv und Mitarbeiter des Vermarkternetzwerks Mediakraft.

Es entwickelte sich – auch dank reger Beteiligung der Zuschauer via Twitter – eine muntere Diskussion, die vom Thema “Youtube-Vermarktung für Anfänger” über Product Placement bis zur Zukunft von Youtubern insgesamt reichte.

Hier die Show:

Die in der Sendung erwähnten Links:

Der von Philipp erwähnte Link zum Interview mit Christoph Krachten.

Verdienstspekulation von Youtubern, erstellt von Guruticker.

 

Youtube-Kanalempfehlungen:

Youtube-Kanal Preußen Damals: Viele Videos von alten Spielen des wunderbaren SC Preußen Münster. 

Laina – the overly attached girlfriend

Torge Oelrich: Freshhaltefolie

Friedemann Weise: inbeige

So und so gesehen

Störelement

Conversation with my 2 year old

 

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Videooffensive, die

by Thomas Knüwer on 28. November 2014

Aus dem Lexikon für Online-Nachrichtenseiten.

Videooffensive, die:

Mehrfach im Jahr verkünden einzelne Nachrichtenangebote von Verlagskonzernen eine sogenannte “Videooffensive”. Dabei leiten sie schlecht bezahlte freie Mitarbeiter an, Stockfotos zu einem Video zusammenschrauben und dies mit einem nach TV-journalistischen Maßstäben mangelhaft geschriebenen Text zu unterlegen. Aus Kostengründen müssen diese Mitarbeiter die “Videos” selbst vertonen, obwohl ihre nasalen Stimmen einer Karriere im Hörfunk- und Fernsehbereich entgegenstanden.

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Verkündet werden “Videooffensiven” meist mit Pressemitteilungen, in denen sinnfreie Sätze auftauchen wie “Dazu wurde eine Video-Assembly-Line eingerichtet, mit der nutzerorientierte Videos sehr schnell und sehr preisgünstig hergestellt werden können.”

Grund für eine “Videooffensive” ist der Versuch, Anzeigenkunden zu locken mit der Behauptung, Leser der Nachrichtenseiten wollten diese “Videos” sehen. Deshalb buchen die Anzeigenkunden sogenannte “Preroll-Anzeigen”, die der Zuschauer komplett durchleiden muss, bevor er das Video sieht, bei dem er feststellt, dass es seinen Qualitätsmaßstäben nicht genügt. Dies aber ist den Nachrichtenseiten egal, da der Leser ja zuvor einen Anzeigenabruf auslöste.

“Videooffensiven” sind meist nach wenigen Wochen beendet, nachdem die Leser die Videos nicht mehr klicken und deshalb keine Anzeigenabrufe mehr gezählt werden.

Mehr zu diesem Thema auch im Clap-Club: “Video-Offensive bei Focus Online”. 

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Warum Facebook über den Google-Hass lacht

by Thomas Knüwer on 25. November 2014

“Hass macht blind. Google-Hass macht blöd.” 

Das schrieb ich im Sommer mal in anderem Zusammenhang, bezogen auf die “FAZ”. Doch dieser Satz gilt weiterhin und in weitaus größerem Kontext.

Seit Tagen geistert durch den rauschenden Blätterwald die Behauptung, das EU-Parlament wolle noch in dieser Woche eine Abstimmung über die Zerschlagung Googles einleiten. Allein: Das ist nicht wahr.

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Den genauen Zusammenhang erläutert höchst lesenswert der Grünen-EU-Abgeordnete Michel Reimon in seinem Blog. Nachdem heute noch einmal das “Handelsblatt” mit einer Abstimmungsmeldung nachlegte, fragte ich ihn über Twitter, was denn nun sei. Seine Antwort:

So viele Details aber möchten deutsche Medien ihren Lesern nicht zumuten. Beispiel “Handelsblatt”:

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Und in einem Kommentar behauptet das “Handelsblatt” sogar, was schnell nachweislich falsch ist:

“Wer beispielsweise nach einem Hotel sucht, sieht auf der ersten Seite – über die kaum ein Nutzer hinauskommt – fast nur bezahlte Anzeigen und die Google-eigene Hotelsuche.”

Vielleicht hat der Autor ein anderes Internet als ich, aber mir werden entweder drei Anzeigen in der zentralen Spalte angezeigt oder zwei Anzeigen plus die Google-Hotelsuche. Über deren Platzierung zu debattieren halte ich für absolut gerechtfertigt – aber bitte auf intellektuell wenigstens durchschnittlichem Niveau.

Denn auch die weitere Behauptung des “Handelsblatts” ist falsch:

“Reisevermittler wie auch Preisvergleichsportale haben es schwer, noch gefunden zu werden.”

Komisch. Nach den Anzeigen folgen bei mir in den Suchergebnissen für Hotels häufig Trivago, Escapio oder Tripadvisor. So schwer ist es anscheinend also nicht. Tatsächlich steht das “Handelsblatt” mit diesen Zitaten einfach nur für ständig tradierte Unwahrheiten, die ohne Nachzudenken von vielen Medien – und eben auch Politikern – nachgekäut werden.

Doch wie geschrieben: Google-Hass schaltet das Hirn ab.

So auch beim Europäischen Parlament, dass sich wohlig dem Lobbyismus der Verlagskonzerne hingibt. Man muss sich einfach mal vor Augen halten, was passieren würde und müsste, bis es so etwas wie eine Zerschlagung geben würde. Nur einige Punkte: [click to continue…]

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Major privacy and data security bug at Runtastic

by Thomas Knüwer on 24. November 2014

Over the weekend some friends suggested, I should post the story about the Runtastic privacy bug in English. So, let’s see what happens.

For the last 3 years I was using Runtastic as my running app. I do marathons on a low level and the app had everything I needed (except for tagging the shoes). Especially helpful is the option to import and export the data. Furthermore as a German I liked the idea of an Austrian startup.

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I even became a Gold member. Soon after the first doubts popped up in my mind. I saw again and again discount campaigns for the premium program. Also I was annoyed by so many upselling banners in the app. If I pay for a software I want to be left alone and not attacked by aggressive advertising. Then Runtastic was sold to German media conglomerate Axel Springer, a company with a rather doubtful image in Germany.

And now this: I run a digital consultancy and shortly before my vacation in late October, we got a new client. Besides strategic work we run their Twitter account for them. And suddenly Runtastic posted my run on this clients’ account. I never typed in the password to this account on Twitter, I was never asked permission by Runtastic to use this account.

Looking on the app it’s not even possible to easily cut the connection between Runtastic and Twitter.

I also wondered: Why didn’t I notice that there is such a connection? The answer was easy: Before this incident, Runtastic posted on another account, which I hadn’t used for a long, long time. The only account it didn’t use was my main one for which I made the connection many moons ago. After some days of thought I realised: It never posted on this main account – so I thought, the connection to Runtastic didn’t work and I forgot about it.

So Runtastic was posting on two accounts for which it neither explicitly had a password nor a permission. It changed the accounts without noticing me.

I contacted the support and got a rather cryptic response: [click to continue…]

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