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	<title>Indiskretion Ehrensache</title>
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	<description>Das Blog von Thomas Knüwer</description>
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		<title>&#8220;Bild&#8221; und DPA erfinden einen Star-Koch &#8211; und alle fallen drauf rein</title>
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		<pubDate>Fri, 17 May 2013 10:03:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Knüwer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Manchmal gibt es Geschichten, die sowohl hier als auch auf unser Food- und Reise-Blog Gotorio passen würden. Die unglaubliche Wandlung von Miki Nozawa vom Imbißbetreiber auf Sylt zum Sternekoch nach seinem Tod ist eine davon. Klicken Sie deshalb hinüber zu Gotorio und lesen Sie, wie &#8220;Bild&#8221;, DPA, &#8220;Süddeutsche Zeitung&#8221; und &#8220;Focus&#8221; sich einen Star-Koch erfanden [...]<div class='yarpp-related-rss'>

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<p><a href="http://gotorio.squarespace.com/start/2013/5/17/wie-die-deutschlands-medien-einen-star-koch-erfinden-und-die.html" target="_blank">Klicken Sie deshalb hinüber zu Gotorio und lesen Sie, wie &#8220;Bild&#8221;, DPA, &#8220;Süddeutsche Zeitung&#8221; und &#8220;Focus&#8221; sich einen Star-Koch erfanden &#8211; und nun Medien aus der ganzen Welt darauf hereinfallen&#8230;.</a></p>
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		<title>Content Marketing auf Facebook funktioniert</title>
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		<pubDate>Thu, 16 May 2013 17:08:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Knüwer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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		<description><![CDATA[Den gestrigen Tag verbrachte ich trotz Sommerwetters in Berlin komplett in Konferenzräumen. Zum dritten Mal war ich Jurymitglied des Deutschen Preises für Onlinekommunikation &#8211; und dessen Jurysitzung dauert geschmeidige 10 Stunden, gleich am Abend folgt die Preisverleihung. Ich mag diesen Preis und unterstütze ihn aus zwei Gründen: Zum einen ist der Bewertungsprozess nicht manipulierbar. Die [...]<div class='yarpp-related-rss'>

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				<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>Den gestrigen Tag verbrachte ich trotz Sommerwetters in Berlin komplett in Konferenzräumen. Zum dritten Mal war ich Jurymitglied des <a href="http://www.onlinekommunikationspreis.de/" target="_blank">Deutschen Preises für Onlinekommunikation</a> &#8211; und dessen Jurysitzung dauert geschmeidige 10 Stunden, gleich am Abend folgt die Preisverleihung.</p>
<p>Ich mag diesen Preis und unterstütze ihn aus zwei Gründen: Zum einen ist der Bewertungsprozess nicht manipulierbar. Die Nominierten präsentieren sich vor Teilen der Jury, die Juroren selbst erfahren erst am Morgen, wen sie bewerten werden. Auch gibt es kein einhelliges Urteil sondern Punktwertungen &#8211; selbst die Richter ahnen höchstens, wer den Preis am Abend erhalten wird.</p>
<p><a href="http://www.indiskretionehrensache.de/wp-content/uploads/dpok.jpg"><img class="wp-image-10936 alignnone" alt="dpok" src="http://www.indiskretionehrensache.de/wp-content/uploads/dpok.jpg" width="500" height="333" /></a><em>(Foto: Deutscher Preis für Onlinekommunikation)</em></p>
<p>Der zweite Grund, warum ich den DPOK unterstütze ist seine Granularität. 35 Kategorien, das klingt nach hellem Irrsinn. Tatsächlich aber werden so auch Online-Marketing-Leistungen gewürdigt, die bei einem fokussierteren Preis keine Chance hätten. NGO haben ihre eigenen Kategorien, das beste Intranet wird genauso gekürt wie der beste digitale Produkt-Start oder der beste Digitale Geschäftsbericht.</p>
<p>Natürlich darf ich keine Details aus der Jurysitzung verraten. Doch eine Kategorie, bei der ich wertete, hat mich beeindruckt: Community Auftritt.</p>
<p>Dabei bezogen sich die Nominierungen alle auf die jeweiligen Facebook-Auftritte. Sie verdeutlichten, wie sehr Facebook schon heute ein Massenmedium ist &#8211; nicht für die Gesamtbevölkerung, aber für einen substanziellen Teil der Deutschen.</p>
<p>Und sie demonstrieren, dass eine der <a href="http://www.indiskretionehrensache.de/2013/02/content-marketing/" target="_blank">grundlegenden Ideen des Content Marketing,</a> nämlich die Fokussierung auf eine bestimmte Zielgruppe, essenziell ist für den Erfolg im Social Web.</p>
<p>Schließlich: Die fünf Angebote kennen nicht das Jammern über gesunkene Aktivierungsraten. Eben, weil sie sich fokussieren und eine einheitliche Zielgruppe bedienen.</p>
<p>Es maßen sich drei Großangebote mit zwei thematisch spitzen, kleineren Auftritten.<span id="more-10932"></span></p>
<p>Zur ersten Gruppe zählte <a href="www.facebook.com/PrimarkGermany" target="_blank">Primark Deutschland. </a>Die Billigmode-Kette eröffnete im Juli 2012 ihre Berliner Filale &#8211; es war die besucherträchtigste Eröffnung der Firmengeschichte. Primarks Dienstleister Grayling schaltete zwar Zeitungsanzeigen &#8211; aber es waren nur noch zwei halbseitige. Der Rest lief über Facebook in einer Monate langen Kampagne, die Social Media Relations zu Modebloggern genauso beinhaltete wie einen Model-Wettbewerb. Die Seite schoss in neun Monaten von 0 auf 220.000 Fans hoch, einzelne Postings erhielten 400 Likes und 150 Kommentare, die Demographie der Seite enspricht der Zielgruppe: 13 bis 24 ist die mitgliederstärkste Altersgruppe, Berlin die Stadt mit den meisten Anhängern. Weiterhin kommen wöchentlich 1.500 neue hinzu. Bemerkenswert bei einer Marke, die noch nicht bundesweit vertreten ist.</p>
<p><em><a href="http://www.indiskretionehrensache.de/wp-content/uploads/hajo-schumacher.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-10935" alt="hajo schumacher" src="http://www.indiskretionehrensache.de/wp-content/uploads/hajo-schumacher.jpg" width="300" height="400" /></a>Einschub: Das Bild rechts zeigt Moderator Hajo Schumacher während der Preis-Zeremonie. Es hat keinen Mehrwert für den Artikel &#8211; ich finde es aber lustig. </em></p>
<p>Auch beim Schlagerplanet ging es schnell. <a href="http://www.indiskretionehrensache.de/2013/01/10000-flies/" target="_blank">Die Seite war ja eine der großen Überraschungen, als der Social-Web-Messdient 10000Flies online ging</a>. Erst im Dezember 2011 gestartet ist die Schlager-Seite an den Start, hat jüngst <a href="http://www.gruenderszene.de/news/schlagerlanet-finanzierung" target="_blank">eine neue Finanzierungsrunde erhalten.</a> Auf Facebook <a href="http://www.facebook.com/SchlagerPlanet" target="_blank">zählt sie 244.000 Fan</a>s und eine sprachlos machende Aktivierungsrate von 33 Prozent. Wer noch immer an Facebook als reine Jugend-Plattform glaubt, sieht sich widerlegt: Die mitgliederstärkste Altersgruppe sind die 45- bis 54-Jährigen. Was haben die klassischen Medienhäuser da für eine Marktlücke verschlafen. Ob ihnen das selbe auch beim Thema Volksmusik passiert? Denn das ist die nächste, offensichtliche Option.</p>
<p>Noch einmal viel höhere Zahlen kann &#8220;<a href="https://www.facebook.com/Koeln50667" target="_blank">Köln 50667</a>&#8221; vorweisen. Der Ableger der RTL-II-Scripted Trash Doku &#8220;Berlin Tag &amp; Nacht&#8221; startet mit einem Facebook-Post auf dem Seite der Mutterserie im Januar diesen Jahres. Innerhalb weniger Stunden sammelte dann die Facebook-Seite von &#8220;Köln 50667&#8243; eine sechsstellige Zahl von Anhängern ein. Kein Wunder, denn &#8220;<a href="https://www.facebook.com/BerlinTN" target="_blank">Berlin Tag &amp; Nacht</a>&#8221; selbst zählt 2,6 Millionen Likes. Die Kölner schafften es in nicht einmal fünf Monaten auf 752.000 Anhänger und eine Aktivierungsrate von 13 Prozent. Und natürlich treffen beide Seiten die Zielgruppe der Serien: Teenager und junge Twens. Sie verbringen nun den ganzen Tag mit ihren Serien-Lieblingen: Was die tagsüber auf Facebook erzählen, findet sich am Abend verfilmt wieder.</p>
<p>Ganz anders die beiden anderen Nominierten für den Onlinepreis. Auch sie haben eine Zielgruppe im Blick &#8211; jedoch erheblich kleinere. Doch auch sie sind damit erfolgreich.</p>
<p>Einerseits ist da <a href="www.facebook.com/lufthansacargoag" target="_blank">Lufthansa Cargo</a>. Die Transportflieger bedienen all jene, die vom Fliegen fasziniert sind. Und das authentisch, bodenbehaftet und mit Bordmitteln (beachten Sie die beiden flachen Wortwitze in diesem Satz). So gibt es an jedem Freitag die <a href="https://www.facebook.com/photo.php?fbid=441770125914778&amp;set=a.324374057654386.73480.165431893548604&amp;type=1" target="_blank">Wort- oder Bildmeldung eines Kapitäns</a>. Oder es werden ungewöhnliche Frachten vorgestellt, bis hin zum <a href="https://www.facebook.com/photo.php?fbid=443135782444879&amp;set=a.169311429827317.40425.165431893548604&amp;type=1" target="_blank">Eisbär</a>. Damit wirkt der Cargo-Bereich der Fluggesellschaft weitaus sympathischer als der  Passagierpart, der mehr auf Billigaktivierung, Gewinnspiele und Sonderangebote setzt. Die klassischen Markenwerte der Lufthansa werden viel stärker im Frachtbereich symbolisiert. 20.000 Likes hat die Seite bisher und eine Aktivierungsquote von 12 Prozent &#8211; das ist bemerkenswert für ein B2B-Angebot.</p>
<p>Und schließlich der Sieger der Kategorie: <a href="www.facebook.com/FriedWaldDeutschland" target="_blank">Friedwald</a> &#8211; ein Betreiber alternativer Friedhöfe. Das Unternehmen lässt Wälder umwidmen und macht sie zu umweltfreundlichen Grabstätten. Noch zu Lebzeiten kann man sich dort einen Baum aussuchen, an dessen Wurzeln man später in einer biologisch abbaubaren Urne bestattet wird.</p>
<p>Und so was auf Facebook? Der lustigen Like- und Lach-Lümmelei? Ja. Über 11.000 Fans sind schon hinguckenswert, eine Aktiverungsrate von 16 Prozent ebenfalls. Doch Staunen machen die Kommentare der Nutzer. Hier wird ernsthaft und teils sehr lang über Trauer und Tod geschrieben, Trost gespendet, Abschied genommen. Eine Seite, wie ich sie auf Facebook so noch nie gesehen habe.</p>
<p>Keiner der fünf Nominierten hat voluminöse Summen für Facebook-Anzeigen ausgegeben um seine Größe zu erreichen oder die Fans zu aktivieren. Es ist ganz einfach passiert, weil sich jeder Betreiber Gedanken darüber gemacht hat, welche Inhalte die Menschen erreichen, die angesprochen werden sollen. Und sie alle beweisen: Facebook ist ein ernstzunehmendes und effizientes Kommunikationsinstrument mit dem Kunden &#8211; wenn man bereit ist, sich von platten Werbesprüchen und billigen Gewinnspielen zu verabschieden und sich stattdessen einfach mal fragt, was die Verbraucher interessieren könnte.</p>
<div id="tweetbutton10932" class="tw_button" style="float:right;margin-left:10px;"><a href="http://twitter.com/share?url=http%3A%2F%2Fwww.indiskretionehrensache.de%2F2013%2F05%2Fcontent-marketing-facebook%2F&amp;text=Content%20Marketing%20auf%20Facebook%20funktioniert&amp;related=&amp;lang=en&amp;count=horizontal&amp;counturl=http%3A%2F%2Fwww.indiskretionehrensache.de%2F2013%2F05%2Fcontent-marketing-facebook%2F" class="twitter-share-button"  style="width:55px;height:22px;background:transparent url('http://www.indiskretionehrensache.de/wp-content/plugins/wp-tweet-button/tweetn.png') no-repeat  0 0;text-align:left;text-indent:-9999px;display:block;">Tweet</a></div><div class='yarpp-related-rss'>
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		<title>Die Deutsche Telekom attackiert den Wirtschaftsstandort Deutschland</title>
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		<pubDate>Thu, 16 May 2013 05:40:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Knüwer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wie eine Regierung agiert, die ihr Land als Wirtschafts- und Technologiestandort fördern will, bewiesen vor fast genau einem Jahr die Niederlande: Sie schrieben die Netzneutralität als Gesetz fest. Das bedeutet, Internetzugangsanbieter dürfen nicht in den Datenverkehr der Nutzer eingreifen und zum Beispiel die Daten eines Anbieteres denen eines anderen bevorzugen. Der aktuelle Bundestag der Maschinenstürmer [...]<div class='yarpp-related-rss'>

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				<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>Wie eine Regierung agiert, die ihr Land als Wirtschafts- und Technologiestandort fördern will, bewiesen vor fast genau einem Jahr die Niederlande: <a href="https://www.vibe.at/Netzneutralitaet-in-den-Niederlanden-beschlossen" target="_blank">Sie schrieben die Netzneutralität als Gesetz fest.</a> Das bedeutet, Internetzugangsanbieter dürfen nicht in den Datenverkehr der Nutzer eingreifen und zum Beispiel die Daten eines Anbieteres denen eines anderen bevorzugen.</p>
<p>Der aktuelle <a href="http://www.indiskretionehrensache.de/2013/03/deutschland-technologiestandort/" target="_blank">Bundestag der Maschinenstürmer </a>verhält sich diametral anders. Seine Internet-Enquetekommission, eine über weite Strecken peinlichen Feigenblatt-Veranstaltung, verstieg sich sogar zur Äußerung, Netztneutralität sei zwar wichtig &#8211; aber unterschiedliche Datenklassen müssten erlaubt sein. Unterschiedliche Datenklassen sind das genaue Gegenteil von Netzneutralität &#8211; willkommen in Deutschland, dem Land, das im digitalen Zeitalter keine Rolle spielen will.</p>
<p>Das Ergebnis sehen wir nun bei der Deutschen Telekom. Ihre Ankündigung, die Netzneutralität systematisch zu verletzen, ist keine niedliche Preiserhöhung für Film-Runterlader. Sie trifft jedes einzelne Unternehmen in Deutschland. Denn künftig muss sich der Maschinenbauer, der Online-Wartung der verkauften Maschinen anbietet, deutlich mehr zahlen. Er muss sich überlegen, welche Datenpakete er kauft. Und vielleicht ist das einfach nur eine systematische Preiserhöhung, die er tragen kann. Doch für die Welt der Startups ergibt dies einen erheblichen Standortnachteil. Gerade erst ließ sich Angela Merkel noch mit Dotcom-Entrepreneuen ablichten &#8211; nun ist ihr ein solcher Schaden für deren Zukunftsfähigkeit egal.</p>
<p>Die Deutsche Telekom darf aus meiner Sicht gerne die Preise erhöhen. Aber eben nicht, wenn sie bestimmte Dienstanbieter, die sie dafür bezahlen, bevorzugt.</p>
<p>Deshalb unterstütze ich die Drosselkom-Kampagne von D64 und der Digitalen Gesellschaft <a href="http://echtesnetz.de/" target="_blank">und bitte Sie, liebe Leser, sich über die Situation unter diesem Link weiter über das Thema zu informieren.</a></p>
<p><a href="http://www.indiskretionehrensache.de/wp-content/uploads/echtes-netz-telekom-.png"><img class="alignnone  wp-image-10925" alt="echtes netz telekom" src="http://www.indiskretionehrensache.de/wp-content/uploads/echtes-netz-telekom-.png" width="500" height="312" /></a></p>
<p>Das Internet ist eine gesesellschafts- und wirtschaftssystemrelevante Infrastruktur. Es wird Zeit, dass die Politik in Deutschland dies akzeptiert und sich sachkundig mit diesem Thema beschäftigt. Wenn ich jedoch in den vergangenen Tagen in Berlin hörte, wie sich hochrangige CDU-Mitglieder kleinkindartig über Facebook-Schlüsselbänder freuten, die auf der Media Night der Partei verschenkt wurden, oder was Hauptstadtkorrespondenten über die unkundigen Äußerungen Peer Steinbrücks und seiner Kompetenz-Frau Gesche Joost in Sachen Netzpolitik berichten, dann gibt es aktuell nicht den Hauch einer Hoffnung auf Änderung.</p>
<p>Um so wichtiger, dass die Verbraucher Unternehmen wie der Deutschen Telekom sagen, was sie von einem Frontalangriff auf den Standort Deutschland halten.</p>
<div id="tweetbutton10924" class="tw_button" style="float:right;margin-left:10px;"><a href="http://twitter.com/share?url=http%3A%2F%2Fwww.indiskretionehrensache.de%2F2013%2F05%2Fdeutsche-telekom-netzneutralitat%2F&amp;text=Die%20Deutsche%20Telekom%20attackiert%20den%20Wirtschaftsstandort%20Deutschland&amp;related=&amp;lang=en&amp;count=horizontal&amp;counturl=http%3A%2F%2Fwww.indiskretionehrensache.de%2F2013%2F05%2Fdeutsche-telekom-netzneutralitat%2F" class="twitter-share-button"  style="width:55px;height:22px;background:transparent url('http://www.indiskretionehrensache.de/wp-content/plugins/wp-tweet-button/tweetn.png') no-repeat  0 0;text-align:left;text-indent:-9999px;display:block;">Tweet</a></div><div class='yarpp-related-rss'>
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		<title>Frank Schirrmacher, bringst Du mal den Müll raus?</title>
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		<pubDate>Tue, 14 May 2013 17:36:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Knüwer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung]]></category>
		<category><![CDATA[Frankfurter Allgemeine Zeitung]]></category>
		<category><![CDATA[Gruner + Jahr]]></category>
		<category><![CDATA[Julia Jäkel]]></category>
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		<description><![CDATA[Vor einiger Zeit erreichte mich ein Brief, den ich leider nicht mehr finde. Das ärgert mich. Denn zu gern hätte ich ihn hier gezeigt, konterkarierte er doch aufs Feinste die wohlfeilen Aussagen der Gruner + Jahr-Chefin Julia Jäkel vor dem Parlamentsauschuss für Kultur und Medien. Dort waren ja verschiedene Verlagsmanager im Februar aufgelaufen um ihr Klagelied [...]<div class='yarpp-related-rss'>

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				<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>Vor einiger Zeit erreichte mich ein Brief, den ich leider nicht mehr finde. Das ärgert mich. Denn zu gern hätte ich ihn hier gezeigt, konterkarierte er doch aufs Feinste die wohlfeilen Aussagen der Gruner + Jahr-Chefin Julia Jäkel vor dem Parlamentsauschuss<strong> </strong>für Kultur und Medien.</p>
<p><a href="http://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2013/42897964_kw08_pa_kultur/" target="_blank">Dort waren ja verschiedene Verlagsmanager im Februar aufgelaufen um ihr Klagelied zu singen über das böse, böse Internet. </a>In diesem Rahmen verwehrten sie sich auch gegen mehr Datenschutz. Ohne den Handel und die Ausbeutung von Adressdateien, behauptete Jäkel, existierten Zeitschriften wie &#8220;Eltern&#8221; bald nicht mehr. Was wohl bedeutet, dass jenes Blatt so miserabel gemacht ist, dass es am Kiosk nicht auffällt. Oder gehen Eltern neuerdings nicht mehr in Gedrucktprodukthandlungen?</p>
<p>Nein, die Verlage wollen weiterhin Verbraucher &#8220;qualifiziert anschreiben&#8221;, wie Jäkel fabulierte. Was damit gemeint ist, erleben in diesen Tagen neben mir vielleicht auch andere Abonnenten der &#8220;Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung&#8221;.</p>
<p><a href="http://www.indiskretionehrensache.de/wp-content/uploads/faz-zerknüllt.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-10921" alt="faz zerknüllt" src="http://www.indiskretionehrensache.de/wp-content/uploads/faz-zerknüllt.jpg" width="500" height="375" /></a></p>
<p>Jener Brief, den ich nicht mehr habe, erinnerte an meine Universitätszeit. Denn er war so schlecht kopiert, definitiv nicht gedruckt, wie einst unsere im Copy-Shop produzierten Ableger von Fachbuch-Seiten. An der Seite war ein kleiner, schwarzer Rand, der von unpedantischer Auflegung auf dem Vervielfältigungsapparat zeugte. Die etwas grisselig geratenen Buchstaben wiesen das Kopiergerät entweder als tonerbedürftig oder minderwertig aus.<br />
Kurz: Mit optischer Qualität hatte dieses Schreiben nichts zu tun.</p>
<p>Sein Inhalt ärgerte mich. Denn die &#8220;Frankfurter Allgemeine&#8221; erklärte mir, als langjähriger Bezieher der Sonntagszeitung bekäme ich nun gratis und ohne weitere Verpflichtungen drei Wochen lang die tägliche &#8220;FAZ&#8221;. Nach diesen drei Wochen ende die Zusendung automatisch.</p>
<p>Nun gibt es ja Gründe, warum ich keine Tageszeitung beziehe. Zum Beispiel habe ich am Morgen nicht die Zeit, eine Zeitung zu lesen. Vom grundlegend dem Internet unterlegenen Produkt Tageszeitung schreibe ich ja ohnehin häufig.</p>
<p>Selbst wenn ich aber Tageszeitungen bezöge, so gehörte die &#8220;FAZ&#8221; nicht dazu. Denn: Sie wird nicht über die lokalen Zeitungszusteller verteilt, sondern über die Post. Sprich: Sie kommt frühestens am Mittag, eher am Nachmittag. Wenn ich also am Abend meine Wohnung erreiche, so könnte ich ein Produkt konsumieren, dessen Nachrichten 24 Stunden alt sind.</p>
<p>Hinzu kommt der Nachteil der Postauslieferung. Postboten sind angewiesen, Sendungen in den Briefkasten zu werfen. Unser Briefkasten aber ist nicht ausgerüstet für Tageszeitungen. Das Ergebnis sehen Sie im Bild oben: Täglich pule ich ein zusammengeknülltes Etwas aus dem Briefkasten um es seiner direkten Entsorgung in der Altpapiertonne zuzuführen.</p>
<p>Natürlich könnte ich die &#8220;FAZ&#8221; anrufen um diesen umwelt- und kundenunfreundlichen Unfug zu stoppen. Doch gab jener Kopierbrief eine kostenpflichtige Hotline an. Ich müsste also Geld und Zeit investieren um ein Produkt abzubestellen, dass ich nicht möchte und nicht konsumiere.</p>
<p>Das ist es, was Verlage als Service ansehen. Und sich dann wundern, warum immer weniger Menschen Subskriptionen ihrer Produkte in Erwägung ziehen.</p>
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		<title>Das Digitale Quartett #32: Deutschland, das Youtuber-Land</title>
		<link>http://www.indiskretionehrensache.de/2013/05/digitale-quartett-youtuber/</link>
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		<pubDate>Mon, 13 May 2013 18:55:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Knüwer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Das Digitale Quartett]]></category>
		<category><![CDATA[Webvideopreis]]></category>
		<category><![CDATA[Youtube]]></category>

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		<description><![CDATA[Am übernächsten Samstag wird in Düsseldorf wieder der Webvideo-Preis verliehen. Und er ist wirklich groß geworden. Deshalb haben wir diesmal im Digitalen Quartett über und mit Youtubern geredet. Zu Gast waren: Markus &#8220;Videopunk&#8221; Hündgen, Organisator des Webvideo-Preises Kevin &#8220;Tabletennisgamer&#8221; Capito, für sein &#8220;Let&#8217;s play Händewaschen&#8221; nominiert. Hier die Sendung, die wirklich interessant ist: Tweet<div class='yarpp-related-rss'>

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				<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>Am übernächsten Samstag wird in Düsseldorf wieder der <a href="http://webvideopreis.de/" target="_blank">Webvideo-Preis </a>verliehen. Und er ist wirklich groß geworden. Deshalb haben wir diesmal im Digitalen Quartett über und mit Youtubern geredet.</p>
<p>Zu Gast waren:</p>
<p><a href="http://videopunks.de/" target="_blank">Markus &#8220;Videopunk&#8221; Hündgen</a>, Organisator des Webvideo-Preises</p>
<p><a href="http://www.youtube.com/user/tabletennisgamer" target="_blank">Kevin &#8220;Tabletennisgamer&#8221; Capito</a>, für sein &#8220;<a href="http://youtu.be/dkbKHQsWFcU" target="_blank">Let&#8217;s play Händewaschen</a>&#8221; nominiert.</p>
<p>Hier die Sendung, die wirklich interessant ist:</p>
<p><iframe width="500" height="281" src="http://www.youtube.com/embed/lEWVNNkvnqg" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<div id="tweetbutton10915" class="tw_button" style="float:right;margin-left:10px;"><a href="http://twitter.com/share?url=http%3A%2F%2Fwww.indiskretionehrensache.de%2F2013%2F05%2Fdigitale-quartett-youtuber%2F&amp;text=Das%20Digitale%20Quartett%20%2332%3A%20Deutschland%2C%20das%20Youtuber-Land&amp;related=&amp;lang=en&amp;count=horizontal&amp;counturl=http%3A%2F%2Fwww.indiskretionehrensache.de%2F2013%2F05%2Fdigitale-quartett-youtuber%2F" class="twitter-share-button"  style="width:55px;height:22px;background:transparent url('http://www.indiskretionehrensache.de/wp-content/plugins/wp-tweet-button/tweetn.png') no-repeat  0 0;text-align:left;text-indent:-9999px;display:block;">Tweet</a></div><div class='yarpp-related-rss'>
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		<title>Keine Ad-Blocker, please &#8211; wir sind werbefinanziert</title>
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		<pubDate>Mon, 13 May 2013 13:46:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Knüwer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Frankfurter Allgemeine Zeitung]]></category>
		<category><![CDATA[Onlinewerbung]]></category>
		<category><![CDATA[RP-Online]]></category>
		<category><![CDATA[Spiegel Online]]></category>
		<category><![CDATA[Süddeutsche Zeitung]]></category>
		<category><![CDATA[Verlage]]></category>
		<category><![CDATA[Zeit Online]]></category>

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		<description><![CDATA[Stellen Sie, liebe Leser, sich bitte ein Restaurant vor. Es ist kein sonderlich tolles, mehr wie eine Kantine, das Essen ist 08/15, die Saucen entstammen den dicken Tüten für Großgastronomen. Nur gelegentlich gibt es mal ein Highlight, vielleicht den extra großen Burger für nen kleinen Euro. Und vielleicht gar baut der Koch bei gutem Wetter [...]<div class='yarpp-related-rss'>

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				<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>Stellen Sie, liebe Leser, sich bitte ein Restaurant vor. Es ist kein sonderlich tolles, mehr wie eine Kantine, das Essen ist 08/15, die Saucen entstammen den dicken Tüten für Großgastronomen. Nur gelegentlich gibt es mal ein Highlight, vielleicht den extra großen Burger für nen kleinen Euro. Und vielleicht gar baut der Koch bei gutem Wetter ein oder zwei Mal im Jahr draußen einen richtigen Grill auf. Der Service? Geht so. Nicht unmittelbar unfreundlich, eher die Kommunikation meidend. Fragen zum Essen werden selten beantwortet.</p>
<p>Solche Lokale gibt es zuhauf &#8211; und sie sind nicht mal leer. Meist liegen sie im Herzen von Gewerbegebieten und sind umgeben von Büros. Mangels Konkurrenz kann man sich da einiges erlauben. Zum Beispiel könnte jenes Restaurant seine Kunden auffordern, die Schuhe beim Betreten seiner Räumlichkeiten auszuziehen, weil die Reinigungskosten so hoch geworden sind. Oder das eigene Besteck mitzubringen &#8211; &#8220;Die Kosten, Sie verstehen?&#8221;</p>
<p>Nähmen die Gäste das klaglos hin? Wohl kaum. Man würde den Betreiber für geistesgestört halten und ihm erstmal klar machen, dass er als Dienstleister in Vorleistung gehen muss.</p>
<p>Womit wir bei einem Sammelsurium deutscher Verlage wären, die heute eine Kampagne auf Augenhöhe mit dem Besteckmitbring-Gastronomen begonnen haben.  Spiegel Online, FAZ.net, RP Online, Sueddeutsche.de, Zeit Oline und Golem fordern derzeit ihre Leser auf, Ad-Blocker abzuschalten. Denn wer solche Programme benutzt, dem werden keine Werbebanner angezeigt, was die Einnahmen jener Nachrichtenseiten schmälert. Angeblich sollen schon 25 Prozent der Nutzer Ad Blocker benutzen. Diese Zahl halte ich für sehr hoch, die Leser hier in der Indiskretion verwenden nur zu rund einem Zehntel die Reklameausblender. Aber vielleicht sind sie nicht so technikaffin wie die Leser von Zeit Online.</p>
<p>Das Begründungsklagelied ist das Bekannte: &#8220;Wie alle Medien brauchen auch Onlinedienste eine stabile wirtschaftliche Basis, um hochwertige Inhalte produzieren zu können. Sie finanzieren sich weitgehend über Werbung, deren Erlöse sich über Reichweiten bemessen&#8221;, schreibt Süddeutsche.de in einer Pressemitteilung.</p>
<p>Eigentlich möchte ich dieses Ansinnen ja sogar unterstützen. Denn natürlich haben die Verlage Recht: Wer Ad Blocker benutzt, schadet Online-Angeboten.</p>
<p>Doch fällt es schwer, die Kampagne zu unterstützen, wenn die beteiligten Seiten an einem normalen Tag so aussehen:</p>
<p><a href="http://www.indiskretionehrensache.de/wp-content/uploads/rp-online-artikel.jpg"><img class="alignnone  wp-image-10904" alt="rp-online artikel" src="http://www.indiskretionehrensache.de/wp-content/uploads/rp-online-artikel.jpg" width="500" height="409" /></a></p>
<p><a href="http://www.indiskretionehrensache.de/wp-content/uploads/faz.net_.png"><img class="alignnone  wp-image-10905" alt="faz.net" src="http://www.indiskretionehrensache.de/wp-content/uploads/faz.net_.png" width="500" height="476" /></a></p>
<p><a href="http://www.indiskretionehrensache.de/wp-content/uploads/zeit-2.png"><img class="alignnone  wp-image-10907" alt="zeit 2" src="http://www.indiskretionehrensache.de/wp-content/uploads/zeit-2.png" width="500" height="352" /></a></p>
<p>Selbst wenn nicht genug Buchungen vorhanden sind, oder das im Artikel auftauchende Thema kein rechtes Werbeumfeld darstellt, bleibt der Leser nicht verschont.  Es gibt ja Eigenwerbung:</p>
<p><a href="http://www.indiskretionehrensache.de/wp-content/uploads/spiegel.png"><img class="alignnone  wp-image-10908" alt="spiegel" src="http://www.indiskretionehrensache.de/wp-content/uploads/spiegel.png" width="500" height="333" /></a></p>
<p>Es gibt einen Grund, warum Menschen Ad Blocker so anziehend finden: Sie sind genervt. Genervt von Layovers und Blinkeblinke-Bannern, von Popups und verdeckter Werbung.</p>
<p>Tatsächlich sind die an der Kampagne beteiligten Seiten &#8211; abgesehen vom Design-Totalschaden RP Online &#8211; ja noch die zurückhaltenderen im Nachrichtenlande. Ihre Auftritte sind dezent, verglichen mit dem Treiben viele Lokalverlage, Handelsblatt.com oder Express.de. Insofern schickt die deutsche Verlagswelt süße Katzenbabys mit der Bitte vor, künftig kein Kakerlaken-Mittel mehr zu verwenden.</p>
<p>Ob das hilft? Warten wir&#8217;s ab. Generell aber wäre es weitaus besser, endlich redaktionelle Seiten viel strikter von PR zu trennen, Werbung kenntlicher zu machen und vor allem einen weitaus größeren Teil des Browserfensters mit journalistischen Inhalten zu füllen.</p>
<p>Statt also die Gäste mit merkwürdigen Schuhauszieh- oder Besteckmitbring-Bitten zu verwundern sollte erst mal die Küche stimmen. Dann könnte man reden.</p>
<p>Nachtrag: Warum hat eigentlich kein Nachrichtenanbieter bisher versucht, ein Paid Content-Model ohne Werbung anzubieten? Wenn Ad Blocker so beliebt sind, könnte eine Zahlungsbereitschaft ja vorhanden sein.</p>
<p>Nachtrag II: Die Macher von Adblocker Plus haben sich geäußert:</p>
<p><em>&#8220;&#8230;Wir rufen daher alle Websites, Verlage, Advertiser und Ad-Networks auf, sich dem Dialog zu stellen und Werbung nicht gegen, sondern für den Nutzer zu machen. Nur so können Menschen im Internet erreicht werden.&#8221;</em></p>
<p><a href="http://adblockplus.org/blog/our-thoughts-on-the-unity-of-german-newspapers-against-ad-blockers" target="_blank">Das gesamte Statement gibt es unter diesem Link. </a></p>
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		<title>Bewegte Bilder von der re:publica 2013</title>
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		<pubDate>Fri, 10 May 2013 09:20:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Knüwer</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Blogger]]></category>
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]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>Wer Dinge ins Internet schreibt erhält bei der <a href="http://re-publica.de/" target="_blank">re:publica</a> die Gelegenheit, Dinge in Kameras zu sagen. Sei es, weil die Kameras der Konferenz selbst Podien mitfilmen oder weil TV-Anstalten oder Videoblogs um Interviews oder Statements bitten.</p>
<p>So zum Beispiel Michael Praetorius von der Spree- und Isarrunde, der Kurzinterviews mit Re:publicanern führte. Mich befragte er zum wieder schwelenden Konflikt zwischen Bloggern und Verlagen:</p>
<p><iframe width="500" height="281" src="http://www.youtube.com/embed/FW2ZZ9w2svI?rel=0" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Und dann weise ich gern noch einmal auf die Diskussion zum Thema Finanzblogs hin, die wir anlässlich des Comdirect Finanzblog-Awards führten &#8211; voll war es und interessant, meine ich:</p>
<p><iframe width="500" height="281" src="http://www.youtube.com/embed/cH__w7L7FJI?rel=0" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Schließlich unser Digitales Quartett mit Überraschungsgästen, das nun in HD verfügbar ist:</p>
<p><iframe width="500" height="281" src="http://www.youtube.com/embed/8D8g8Xol6bg?rel=0" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<div id="tweetbutton10896" class="tw_button" style="float:right;margin-left:10px;"><a href="http://twitter.com/share?url=http%3A%2F%2Fwww.indiskretionehrensache.de%2F2013%2F05%2Frepublica-2013-videos%2F&amp;text=Bewegte%20Bilder%20von%20der%20re%3Apublica%202013&amp;related=&amp;lang=en&amp;count=horizontal&amp;counturl=http%3A%2F%2Fwww.indiskretionehrensache.de%2F2013%2F05%2Frepublica-2013-videos%2F" class="twitter-share-button"  style="width:55px;height:22px;background:transparent url('http://www.indiskretionehrensache.de/wp-content/plugins/wp-tweet-button/tweetn.png') no-repeat  0 0;text-align:left;text-indent:-9999px;display:block;">Tweet</a></div><div class='yarpp-related-rss'>
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</ol></p>
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		<title>re:publica 2013: Bunt und schön</title>
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		<pubDate>Wed, 08 May 2013 21:31:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Knüwer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Blogger]]></category>
		<category><![CDATA[Deutsche Telekom]]></category>
		<category><![CDATA[Dieter Zetsche]]></category>
		<category><![CDATA[Meedia]]></category>
		<category><![CDATA[Re-Publica]]></category>

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		<description><![CDATA[Für Stammleser ist es vielleicht ermüdend, alljährlich hier in der Indiskretion ein Loblied auf die re:publica zu lesen, die größten Digital-Konferenz Deutschlands, vielleicht gar Europas. Und doch ist es wieder einmal nötig, denn auch in der 2013er-Ausgabe hat sie sich in beeindruckend weiterentwickelt. Die wichtigsten Neuerungen: 1. Schlangen vor der Damentoilette. 2. Funktionierendes, schnelles Wlan. [...]<div class='yarpp-related-rss'>

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				<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>Für Stammleser ist es vielleicht ermüdend, alljährlich hier in der Indiskretion ein Loblied auf die <a href="http://re-publica.de/" target="_blank">re:publica</a> zu lesen, die größten Digital-Konferenz Deutschlands, vielleicht gar Europas. Und doch ist es wieder einmal nötig, denn auch in der 2013er-Ausgabe hat sie sich in beeindruckend weiterentwickelt.</p>
<p><a href="http://www.indiskretionehrensache.de/wp-content/uploads/gott-hacker.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-10872" alt="gott hacker" src="http://www.indiskretionehrensache.de/wp-content/uploads/gott-hacker.jpg" width="500" height="375" /></a></p>
<p>Die wichtigsten Neuerungen:</p>
<p>1. Schlangen vor der Damentoilette.</p>
<p>2. Funktionierendes, schnelles Wlan.</p>
<p>3. Das Ausmaß uninfomierter, gar hasserfüllter Berichterstattung klassischer Medien hat deutlich abgenommen.</p>
<p>4. Dieter Zetsche</p>
<p>Klingt nach nicht erwähnenswertem Pisselskram. Doch wer die Konferenz über die sieben Jahre verfolgt hat, für den sind dies Symbole für die gestiegene Wahrnehmung und die wachsende Bedeutung der re:publica.</p>
<p><iframe src="http://pictures.lytro.com/tknuewer/pictures/633642/embed" height="415" width="400" allowfullscreen="" frameborder="0" scrolling="no"></iframe></p>
<p>Nehmen wir nur die Damentoilette.</p>
<p>In den ersten Jahren erinnerte diese an einen reversiven Kneipenkarneval: Während Männer murrend auf eine Keramikpositionierung warteten, spazierten die Damen munter ein und aus &#8211; denn es gab ja nur wenige von ihnen. Das Bild hat sich massiv gewandelt, gefühlt dürfte der weibliche Anteil bei einem Drittel gelegen haben, vielleicht mehr.</p>
<p>Und: Bei welcher Konferenz gibt es so viele Kinder? Eine so breite Altersspanne? Wo ist Barrierefreiheit so selbstverständlich, gehören Rollis derart alltäglich zum Bild wie die Untertitel auf der Leinwand der großen Bühne? Gibt es irgendeine Konferenz in Deutschland, die so bunt ist, eben so bunt eben wie unsere Gesellschaft?</p>
<p>Diesmal konnte die Buntheit sogar getweetet, verinstagramt und facebookisiert werden &#8211; denn das Wlan funkte problemlos. So problemlos, <a href="http://www.indiskretionehrensache.de/2013/05/das-digitale-quartett-re-publica-2013/" target="_blank">dass wir unser Digitales Quartett sogar live streamen konnten</a> (womit wir wirklich nicht gerechnet hatten, sonst hätten wir uns mehr Gedanken über die entstehenden Sound-Probleme gemacht).<br />
<iframe width="500" height="281" src="http://www.youtube.com/embed/8D8g8Xol6bg" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Kein Wunder, dass die Wlan-Zuständigen beim Schlussakt bejubelt wurden wie Charles Lindbergh nach der Atlantik-Überquerung.</p>
<blockquote class="twitter-tweet" lang="de"><p>So viele Leute mit so vielen Telefonen und nicht in einem einzigen Vortag klingelt eins. Könner! <a href="https://twitter.com/search/%23rp13">#rp13</a></p>
<p>— Tina (@crahtgens) <a href="https://twitter.com/crahtgens/status/331791695924563970">7. Mai 2013</a></p></blockquote>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die Tod des Running Gags von der Offline-Internet-Konferenz zeugt von der massiv gestiegenen Professionalität der re:publica GmbH. Bei der Verabschiedung wurde vielleicht manchem erst klar, <a href="https://twitter.com/baranek/status/332169360867196928/photo/1" target="_blank">welche Personalstärke die Organisation einer solchen 5000-Besucher-Konferenz braucht.</a></p>
<p>Trotzdem aber hat es die Mannschaft auch in diesem Jahr geschafft, die re:publica davor zu bewahren, eine xbeliebige Veranstaltung zu werden. Die Raumkonzeption mit 8500 Pappwürfeln sowie das liebe- und fantasievolle Grafik- und Lichtdesign sind nicht einfach nur gut &#8211; sie setzen den Maßstab für Konferenzen in Deutschland, vielleicht weltweit. Mir fällt allein die leider vorerst beerdigte Picnic in Amsterdam ein, die da mithalten könnte.</p>
<p><a href="http://www.indiskretionehrensache.de/wp-content/uploads/republica-licht.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-10874" alt="republica licht" src="http://www.indiskretionehrensache.de/wp-content/uploads/republica-licht.jpg" width="500" height="375" /></a></p>
<p>Noch dazu zu diesem Preis: Eine dreitägige Konferenz mit einem derartigen Angebot für 210 Euro &#8211; das ist ein schöner Witz. Und wer gar nicht zahlen mag oder kann, dem bleibt eine Acht-Stunden-Schicht als Helfer: Dafür gibt es eine Karte als Entlohnung.</p>
<p>Und bei all dem wird es in der Station nie seelenlos &#8211; im Gegenteil. War die re:publica einst ein Klassentreffen bei dessen ersten Ausgaben sich jene trafen, die gegenseitig ihre Blogs lasen, so ist sie nun ein rauschendes Schulfest, ein orgiastisches Umarmen, Highfiven und Winken und Reden.</p>
<p>Diese Herzlichkeit verleitete schon in der Vergangenheit manchen Journalisten dazu, die Konferenz abzuwerten als einen Versammlung der Unwichtigen, die sich einreden, wichtig zu sein. <a href="http://www.indiskretionehrensache.de/2011/04/re-publica-11-vorempfunden/" target="_blank">So vorhersehbar waren die Attacken, dass die Berichterstattung treffsicher vorempfindbar war.</a> Das hat sich geändert. Auch, weil viel mehr Journalisten tatsächlich an der Konferenz teilnehmen, statt nur über sie zu schreiben.<span id="more-10865"></span></p>
<p>Natürlich gibt es immer noch eine erstaunlich schwurbelige Berichte (<a href="http://typoblog.de/republica-13-tag-2/" target="_blank">das Typoblog hat da was zusammengetragen</a>). So nahm das ARD Morgenmagazin &#8220;Europas größte Internet-Messe&#8221; (die Ausstellung des Internet ist ja einer der Höhepunkte) zum Anlass einen erschreckend schlechten Bericht über Berliner Startups zu fabrizieren. Der Branchendienst Meedia hingegen fabuliert sich wild etwas zurecht von sozialer Benachteiligung und der Pflicht, die re:publica durch Deutschland wandern zu lassen.</p>
<blockquote class="twitter-tweet" lang="de"><p>Liebe Verlage, besucht die <a href="https://twitter.com/search/%23republica">#republica</a> und startet den Dialog. Der erste Tag war für mich lehrreicher als jeder Zeitungskongress. <a href="https://twitter.com/search/%23rp13">#rp13</a></p>
<p>— Oliver Horst (@Prawit) <a href="https://twitter.com/Prawit/status/331675412746862592">7. Mai 2013</a></p></blockquote>
<p>&nbsp;</p>
<p>Jener Bericht (da Meedia an die Verlagsgruppe Handelsblatt verkauft wurde, kann ich den Dienst leider nicht mehr verlinken &#8211; <a href="http://www.indiskretionehrensache.de/2012/06/leistungsschutzrecht-2/" target="_blank">Gründe lesen Sie hier</a>) kramte auch das Argument der Filter-Bubble wieder hervor, das der re:publica immer anhaftete.</p>
<p><iframe src="http://pictures.lytro.com/tknuewer/pictures/633681/embed" height="415" width="400" allowfullscreen="" frameborder="0" scrolling="no"></iframe></p>
<p>Doch nichts könnte ferner der Wahrheit liegen. Solche eine Blasenbildung würde ja bedeuten, die Teilnehmer ließen nur eine Art von Information an sich heran. Das ist Unfug. Über Datenschutz wurde genauso diskutiert wie über die Vorzüge frei verfügbarer Daten, über politischen Aktivismus in Afrika genauso wie über Stricken in Großstädten, Cory Doctorow giftete gegen Apple, trotzdem lieferte der Hersteller zwei Drittel der im Wlan angemeldeten Geräte.</p>
<p>Das einzige, was die Re:publicaner eint, ist die Meinung, dass dieses Internet wichtig ist. Wer daraus eine Filter Bubble formt, kann sie auch beim Ärztekongress ausmachen, weil dort alle Teilnehmer sicher sind, dass Gesundheit wichtig ist.</p>
<p><a href="http://www.indiskretionehrensache.de/wp-content/uploads/republica-innovation-lougne.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-10877" alt="republica innovation lougne" src="http://www.indiskretionehrensache.de/wp-content/uploads/republica-innovation-lougne.jpg" width="500" height="375" /></a></p>
<p>Wie vielschichtig die Konferenz geworden ist, zeigt auch der Auftritt von Daimler-Chef Dieter Zetsche. Man kann sich ausmalen, dass die Konzernkommunikatoren vorher schwitzige Hände bekamen: Würde Zetsche überhaupt jemand interessieren? Würde in einem Aufwallen von Kapitalismus-Kritik in der Fragerunde gewütet?</p>
<p><a href="http://www.indiskretionehrensache.de/wp-content/uploads/republica-stage.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-10876" alt="republica stage" src="http://www.indiskretionehrensache.de/wp-content/uploads/republica-stage.jpg" width="500" height="375" /></a></p>
<p>Die Sorgen waren unbegründet. Der große Saal war voll, Zetsche machte eine hervorragende Figur. Wer sich für Mobilitätstechnik interessiert, bekam eine Menge Futter, gepaart mit Unterhaltung. Ohne Zurückhaltung machte sich Zetsche über Googles selbstfahrendes Auto lustig, attackierte das Car Sharing-System DriveNow als Kopie des Daimler-Systems Car2Go (<a href="http://www.indiskretionehrensache.de/2012/09/car2go-drivenow/" target="_blank">dass letzteres kundenfreundlicher ist, würde ich persönlich ja gern mal mit ihm diskutieren</a>). Dieser Auftritt könnte re:publica-Historie geschrieben haben. Denn so manches Großunternehmen dürfte sich nun überlegen ebenfalls auf diese Art in Kontakt mit digitalen Multiplikatoren zu treten.</p>
<p>Das bedeutet übrigens nicht, dass die Besucher handzahm geworden sind. Bei der Diskussion über Netzinfrastruktur gab es bissige Fragen gegen den hilflosen Vertreter der Deutschen Telekom, dem für Regulierungsfragen zuständigen Jan Krancke. Als er gar behauptete, noch transparenter als sein Unternehmen könne man nicht auftreten, toste lautes Gelächter durch den Raum. Ohnehin darf man ahnen, dass die Telekom noch nicht recht ahnt, was noch auf sie zukommen könnte an Gegensturm.</p>
<p>Während Krancke hohle Worthülsen lieferte wie &#8220;Wir stehen für ein offenes Internet&#8221; oder &#8220;Das Internet ist erwachsen geworden&#8221;, brachte Zetsche Sätze fürs Manager-Poesiealbum:</p>
<p><em style="font-size: 13px;">&#8220;Wenn es Veränderungen gibt, es ist klug, Teil der Veränderung zu sein.&#8221;</em></p>
<p><em>&#8220;Wenn es Daimler in 126 Jahren noch geben soll, dürfen wir Dinge nicht mehr so wie bisher machen.&#8221;</em></p>
<p><a href="http://www.indiskretionehrensache.de/wp-content/uploads/republica-drauen1.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-10884" alt="republica drauen" src="http://www.indiskretionehrensache.de/wp-content/uploads/republica-drauen1.jpg" width="500" height="375" /></a></p>
<p>Konstante Veränderung. Das ist ja auch etwas, was die re:publica erlebt. In ihren sieben Jahren stand sie nie still, sie kennt keine Ruhe. Und so gibt es auch nach dieser Ausgabe Punkte, an denen das Team weiter schrauben wird.</p>
<p>Aus meiner Sicht könnten das zum Beispiel sein:</p>
<ul>
<ul>
<li><span style="font-size: 13px;"><span style="font-size: 13px;"><span style="font-size: 13px;">Moderatoren: Sie waren das größte Manko der re:publica 2013. Bei zu vielen Podien gab es zu uninformierte und zu schlecht vorbereitete Gesprächsleiter. Natürlich organisieren sich viele der Diskussionen selbst &#8211; doch eine Art Qualitätsmanagement wäre schon nötig.</span></span></span></li>
<li><span style="font-size: 13px;"><span style="font-size: 13px;">Sprecher-Qualität: Natürlich lebt die re:publica davon, dass Menschen einfach mal zu machen, ein Thema einzureichen und sich dann hinzustellen und zu reden. Aber. Insbesondere unter jungen, deutschen Wissenschaftlern scheint es Defizite beim Aufbereiten ihres Feldes in Vortragsform zu geben. Ein typisches Beispiel war da ein Panel über Verschwörungstheorien: Die beiden Vortragenden schienen grob in der Lage, die Bilderberger oder Chem-Trails zu erklären. Gar nicht klappte es mit der Einordnung, die in der Fragerunde eingefordert wurde: Warum und wie verbreiten sich solche Theorien? Was kann man Verschwörungsgläubigen entgegnen? Keine Antwort. Schönster Satz: &#8220;Verschwörungstheorien zeichnen sich auch dadurch aus, dass häufig das Wort ,auch&#8217; verwendet wird.&#8221; Ich bin geneigt eine re:publica-Regel aufzustellen: &#8220;Wenn ein deutscher Wissenschaftler mit einem langen Ankündigungstext verspricht, ein grundlegendes Thema anhand von Beispielen zu erläutern, wird exakt das nicht passieren.&#8221; Vielleicht wäre es eine Idee, einige Monate vor der re:publica Rednerschulungen anzubieten?</span></span></li>
</ul>
</ul>
<blockquote class="twitter-tweet" lang="de"><p>Bitte geht doch nicht auf Bühnen, wenn ihr nicht wisst wie man einen Vortrag hält. Wahnsinn, wo dieses Selbstbewusstsein herkommt. <a href="https://twitter.com/search/%23rp13">#rp13</a></p>
<p>— Paul Fritze (@paulfritze) <a href="https://twitter.com/paulfritze/status/332138848115122177">8. Mai 2013</a></p></blockquote>
<p>&nbsp;</p>
<ul>
<li><span style="font-size: 13px;"><span style="font-size: 13px;"><span style="font-size: 13px;">Blogger: Über die Jahre entstand der Eindruck, die re:publica will sich vom Image einer &#8220;Blogger-Konferenz&#8221; befreien. Netzaktivistische Themen nahmen immer mehr Raum ein, die Podien mit expliziten Blog-Themen wurden verstärkt frequentiert von alten Säcken wie mir. Und ohnehin gab es solche Sessions immer seltener. In diesem Jahr hat sich das Bild gewandelt. Es gab wieder mehr Blogger-Debatten &#8211; und fast alle waren voll, egal ob dort Sport-, Mode- oder Wirtschaftsblogs Thema waren. Viel Jüngere waren dort zu sehen. Und einige Zuhörer meinten hinterher: Im kommenden Jahr müssen sich die Blogospheren auf den Podien begegnen, sollte der Modeautor (&#8220;Ich lass mich gern beschenken. Warum sollte ich schreiben, dass ich ein Stück umsonst bekommen habe?&#8221;) mit dem Lawblogger reden und die Feministinnenbloggerin mit dem Sportschreiber. Und, ja, ich glaub das werde ich mal als Thema einreichen. </span></span></span></li>
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</ul>
<p>Dies sind nur vier subjektive Einwürfe, noch getrieben von zuviel Club Mate und Flora Power. Selbst wenn das rp-Team ganz anders darüber denkt bin ich mir sicher, dass wir uns keine Sorgen um die re:publica machen müssen. Ganz einfach, weil ihre Ausrichter in den vergangenen sieben Jahren so verdammt viel richtig gemacht haben.</p>
<p>Und dafür auch in diesem Jahr: Danke!</p>
<div id="tweetbutton10865" class="tw_button" style="float:right;margin-left:10px;"><a href="http://twitter.com/share?url=http%3A%2F%2Fwww.indiskretionehrensache.de%2F2013%2F05%2Frepublica-2013-rp13%2F&amp;text=re%3Apublica%202013%3A%20Bunt%20und%20sch%C3%B6n&amp;related=&amp;lang=en&amp;count=horizontal&amp;counturl=http%3A%2F%2Fwww.indiskretionehrensache.de%2F2013%2F05%2Frepublica-2013-rp13%2F" class="twitter-share-button"  style="width:55px;height:22px;background:transparent url('http://www.indiskretionehrensache.de/wp-content/plugins/wp-tweet-button/tweetn.png') no-repeat  0 0;text-align:left;text-indent:-9999px;display:block;">Tweet</a></div><div class='yarpp-related-rss'>
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		<title>Das Digitale Quartett #31: Live von der re:publica #rp13</title>
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		<pubDate>Tue, 07 May 2013 17:55:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Knüwer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Das Digitale Quartett]]></category>
		<category><![CDATA[Grimme Online Award]]></category>
		<category><![CDATA[Peter Kabel]]></category>
		<category><![CDATA[Re-Publica]]></category>
		<category><![CDATA[SWR]]></category>
		<category><![CDATA[Tatort]]></category>

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		<description><![CDATA[Die größte Überraschung der 2013er-Ausgabe der re:publica, der größten Digital-Konferenz des Landes: Es gibt Wlan. Mehr noch: Es gibt genügend Wlan um sogar einen Google Hangout zu übertragen. Somit wurde es kurzfristig doch noch möglich unser &#8220;Digitales Quartett live on stage&#8221; zu übertragen. Leider &#8211; das als Vorwarnung &#8211; war das Thema Sound sehr schwierig. [...]<div class='yarpp-related-rss'>

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				<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>Die größte Überraschung der 2013er-Ausgabe der re:publica, der größten Digital-Konferenz des Landes: Es gibt Wlan. Mehr noch: Es gibt genügend Wlan um sogar einen Google Hangout zu übertragen.</p>
<p>Somit wurde es kurzfristig doch noch möglich unser &#8220;Digitales Quartett live on stage&#8221; zu übertragen. Leider &#8211; das als Vorwarnung &#8211; war das Thema Sound sehr schwierig. Denn dieses Quartett richtete sich primär an das analoge Internet, also die Menschen im Saal. Zur Beruhigung: Es wird noch eine richtig gute Version von Seiten der re:publica geben &#8211; das wird aber noch ein wenig dauern.</p>
<p>Doch das Durchkämpfen, glaube ich, lohnt sich. Um der Bühne gerecht zu werden, luden wir Überraschungsgäste ein &#8211; jeder von uns drei Anwesenden überraschte einen der anderen mit einem ihm vorher nicht bekannten Interviewpartner.</p>
<p><a href="http://www.indiskretionehrensache.de/wp-content/uploads/20130508-083750.jpg"><img class="alignnone  wp-image-10867" alt="20130508-083750.jpg" src="http://www.indiskretionehrensache.de/wp-content/uploads/20130508-083750.jpg" width="500" height="373" /></a></p>
<p>So freuten wir uns sehr über:</p>
<p><a href="https://twitter.com/pkabel" target="_blank">Peter Kabel,</a> einst Gründer von Kabel New Media und heute Professor für Mediendesign, sprach mit Ulrike Langer über Design, die Digitalität seiner Studenten und Internet-Skepsis.</p>
<p><a href="https://twitter.com/guidobuelow" target="_blank">Guido Bülow,</a> Social Media Manager des SWR, unterhielt sich mit mir über das Tatort Plus-Projekt und twitternde Tatort-Kommissare.</p>
<p><a href="https://twitter.com/liverako" target="_blank">Vera Lisakowski</a>, Projektleiterin beim Grimme Online Award, lieferte mit Daniel Fiene Einblick in die Findung der Grimme-Preisträger.</p>
<p>Und natürlich bedanken wir uns beim analogen Internet im Saal für jede menge handgeschriebene Tweets.</p>
<p><iframe src="http://www.youtube.com/embed/oi4TQN8NFMA" height="281" width="500" allowfullscreen="" frameborder="0"></iframe></p>
<p>Nachtrag: Und hier ist nun die technisch erträglichere Version von der Bühnenkamera:</p>
<p><iframe width="500" height="281" src="http://www.youtube.com/embed/8D8g8Xol6bg" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<div id="tweetbutton10859" class="tw_button" style="float:right;margin-left:10px;"><a href="http://twitter.com/share?url=http%3A%2F%2Fwww.indiskretionehrensache.de%2F2013%2F05%2Fdas-digitale-quartett-re-publica-2013%2F&amp;text=Das%20Digitale%20Quartett%20%2331%3A%20Live%20von%20der%20re%3Apublica%20%23rp13&amp;related=&amp;lang=en&amp;count=horizontal&amp;counturl=http%3A%2F%2Fwww.indiskretionehrensache.de%2F2013%2F05%2Fdas-digitale-quartett-re-publica-2013%2F" class="twitter-share-button"  style="width:55px;height:22px;background:transparent url('http://www.indiskretionehrensache.de/wp-content/plugins/wp-tweet-button/tweetn.png') no-repeat  0 0;text-align:left;text-indent:-9999px;display:block;">Tweet</a></div><div class='yarpp-related-rss'>
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		<title>Huffington Post Deutschland &#8211; eine echte Chance</title>
		<link>http://www.indiskretionehrensache.de/2013/04/huffington-post-deutschland/</link>
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		<pubDate>Tue, 30 Apr 2013 16:23:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Knüwer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Burda]]></category>
		<category><![CDATA[Der Postillon]]></category>
		<category><![CDATA[Deutsche Wirtschaftsnachrichten]]></category>
		<category><![CDATA[DJV]]></category>
		<category><![CDATA[Huffington Post]]></category>
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		<category><![CDATA[Social Media]]></category>

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		<description><![CDATA[Deutschlands Medienjournalisten haben eine recht simple Sicht auf die Welt der Nichtmedienjournalisten. Sie lässt sich zusammenfassen mit den Worten: &#8220;Alles Idioten&#8221;. Nur so ist die Reaktion diverser Autoren und Medien auf die Meldung zu erklären, dass die Huffington Post nun endlich einen deutschen Partner gefunden hat: den Burda-Konzern. Es ist geradezu ermüdend, depremierend und ernüchternd, [...]<div class='yarpp-related-rss'>

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				<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>Deutschlands Medienjournalisten haben eine recht simple Sicht auf die Welt der Nichtmedienjournalisten. Sie lässt sich zusammenfassen mit den Worten: &#8220;Alles Idioten&#8221;. Nur so ist die Reaktion diverser Autoren und Medien auf die Meldung zu erklären, dass die <a href="http://www.huffingtonpost.com" target="_blank">Huffington Post</a> nun endlich einen deutschen Partner gefunden hat: den Burda-Konzern.</p>
<p>Es ist geradezu ermüdend, depremierend und ernüchternd, wie Autoren, die sich selbst der Tätigkeit des Journalismus zichtigen, platteste Vorurteile hervorkramen ohne auch nur 30 Sekunden darüber nachzudenken, ob sie selbst nicht mit ihrer ersten, blindwütigen Reaktion falsch liegen.</p>
<p><a href="http://www.indiskretionehrensache.de/wp-content/uploads/Schnappschuss-2013-04-30-17.55.37.png"><img class="alignnone  wp-image-10851" alt="Schnappschuss (2013-04-30 17.55.37)" src="http://www.indiskretionehrensache.de/wp-content/uploads/Schnappschuss-2013-04-30-17.55.37.png" width="500" height="387" /></a></p>
<p>Der erste Kritikpunkt ist die Blog-Sektion der Huffington Post, denn die Autoren dort werden nicht bezahlt. So schrieb der von mir sonst sehr geschätzte Wolfgang Michal bei Carta:</p>
<p><a href="http://carta.info/57207/deutsche-huffpost-sie-kommt-sie-kommt-nicht-sie-kommt/" target="_blank"><em>&#8220;Aber wo will die Redaktion 1000 Blogger hernehmen, die für lau </em>und<em> gleichzeitig für den Milliardär Burda arbeiten wollen?&#8221;</em></a></p>
<p><span style="font-size: 13px;">Natürlich erhitzte sich auch  der </span><span style="font-size: 13px;">DJV, jener Journalisten-Lobbyverband, der noch immer nicht aktiv für einen Online-Tarifvertrag kämpft: </span></p>
<p><a href="http://www.djv.de/startseite/service/blogs-und-intranet/djv-blog/blog/article/akzeptables-honorarmodell-dringend-noetig.html" target="_blank"><em>&#8220;Der DJV weist darauf hin, dass die Urheber in Deutschland Anspruch auf eine angemessene Vergütung haben. Auf einen vermuteten Werbeeffekt zu setzen als Rechtfertigung dafür, dass Journalisten für ihre Arbeit nicht angemessen bezahlt werden, ist inakzeptabel. Die Tomorrow Focus AG ist jetzt in der Pflicht.&#8221;</em></a></p>
<p>Nein ist sie nicht. Denn noch immer darf jeder, der es möchte, ohne Bezahlung schreiben. Und das tun auch viele, selbst wenn dies für DJV-Funktionäre nicht vorstellbar zu sein scheint.</p>
<p>Der Denkfehler hinter dem vorauseilenden Wehklagen ist die Vorstellung, dass Autoren, die in Blog-Software reinschreiben gleichzusetzen sind mit Bloggern wie <a href="http://www.spreeblick.de" target="_blank">Johnny Haeusler</a>, <a href="http://gutjahr.biz" target="_blank">Richard Gutjahr</a> oder <a href="http://www.diewunderbareweltderwirtschaft.de/" target="_blank">Egghat</a>. Statt eigene Präsenzen zu betreiben würden sie sich nun in ihrer unfassbaren Dummheit von der Huffington Post einsammeln lassen, scheint mancher zu glauben. Ganz ohne Honorierung. Ja, kann sie denn niemand vor sich selbst schützen?<span id="more-10845"></span></p>
<p>Diese Vorstellung ist natürlich Unsinn. Und auch die US-Autoren der HuffPo sind selbstverständlich keine ausgemachten Dummköpfe, die sich blind ausschlachten lassen. Arianna Huffington sammelt als Gratisautoren all jene ein, die nicht genug Stoff haben, für ein eigenes Blog, zu wenig Antrieb ein solches zu gründen, oder die in gegenseitiger Befruchtung von der Lesermasse der Plattform profitieren. Das wird ziemlich schnell klar, wenn man einfach mal einen Blick auf die Blogs des Reiche Huffington schaut.</p>
<p>Ein paar Beispiele:</p>
<ul>
<li><strong style="font-size: 13px;">Jamie-Lee Curtis: </strong><a style="font-size: 13px;" href="http://www.huffingtonpost.com/jamie-lee-curtis/" target="_blank">Keine zehn Artikel hat die Schauspielerin in 12 Monaten verfasst.</a><span style="font-size: 13px;"> Die aber sind so gut, dass ich liebend gern mehr von ihr lesen würde. Mal giftet sie über die </span><a style="font-size: 13px;" href="http://www.huffingtonpost.com/jamie-lee-curtis/and-the-oscar-goes-to-hell_b_2793392.html" target="_blank">&#8220;verstörende&#8221; Oscar-Show</a><span style="font-size: 13px;">, dann berichtet sie über die </span><a style="font-size: 13px;" href="http://www.huffingtonpost.com/jamie-lee-curtis/jason-collins-glenn-burke_b_3184379.html" target="_blank">Hauptfigur ihres neuesten Filmprojektes</a><span style="font-size: 13px;">. Warum tut sie das? Vielleicht macht es ihr einfach Spaß, eine andere Plattform hat sie nicht. Und dann ruft Arianna gelegentlich mal an und Jamie Lee schreibt. </span></li>
<li><strong style="font-size: 13px;">Marlo Thomas:</strong><span style="font-size: 13px;"> Schauspielerin war sie, vor allem aber verfasst sie Selbsthilfebücher mit fluffigen Titeln wie &#8220;Free to be you&#8221; oder &#8220;Thanks and Giving: All Year Long&#8221;. Im Gegensatz zu Curtis </span><a style="font-size: 13px;" href="http://www.huffingtonpost.com/marlo-thomas/" target="_blank">schreibt Thomas jede Menge,</a> <span style="font-size: 13px;">zum Beispiel &#8220;</span><a style="font-size: 13px;" href="http://www.huffingtonpost.com/marlo-thomas/great-sex-in-your-40s-50s-and-beyond_b_3178512.html" target="_blank">10 Tips for Great Sex in Your 40s, 50s and Beyond</a><span style="font-size: 13px;">&#8220;. Warum macht sie das? Ganz einfach: Die Huffington Post liefert ihr eine bestens besuchte, weil exzellent suchmaschinenorientierte Homepage. Wer nämlich auf www.marlothomas.com gehen möchte, wird weitergeleitet auf </span><a style="font-size: 13px;" href="http://www.huffingtonpost.com/marlothomas/" target="_blank">www.huffingtonpost.com/marlothomas</a><span style="font-size: 13px;">. Somit löst die HuffPo ein Problem, unter dem auch in Deutschland viele Buchautoren leiden: Ihre Verlage liefern bestenfalls simple Homepages von der Stange. Also müssten sie selbst Geld investieren, doch bleiben die Zugriffszahlen auf die so entstehenden Seiten gering. Ariannas Mitarbeiter bringen besonders für Autoren, die sich ohnehin an ein sehr breites Publikum richten, reichlich Leser mit, gepaart mit der SEO-Kompetenz des Unternehmens.  </span></li>
<li><strong style="font-size: 13px;">Courtney Scott:</strong><span style="font-size: 13px;"> Sie zeichnet als &#8220;Senior Editor&#8221; beim Discount-Reiseanbieter Travelocity. Sprich: Sie wird für&#8217;s Schreiben ihrer Artikel bezahlt. Von Travelocity. Die Artikel des Firmenblogs werden dann gern mal thematisch zweitverwertet in der Huffington Post. Zum Beispiel &#8220;Travelocity&#8217;s Top 10 Memorial Day Destinations 2013&#8243; </span><a style="font-size: 13px;" href="http://www.huffingtonpost.com/courtney-scott/memorial-day-weekend-travel-2013_b_3178419.html" target="_blank">hier</a><span style="font-size: 13px;"> und </span><a style="font-size: 13px;" href="http://www.travelocity.com/blog/top-10-memorial-day-bargain-beach-destinations/" target="_blank">hier</a><span style="font-size: 13px;">. Letztlich aber geht es darum, Travelocity als kompetenten Informationslieferanten für Reisethemen in den Köpfen der Leser zu verankern. Ob das Reiseunternehmen dafür Geld an die HuffPo zahlt ist eine offene Frage. </span></li>
</ul>
<p>Drei beliebige Autorinnen &#8211; keine von ihnen ist dumm, weil sie Texte für die Huffington Post liefert. Keine von ihnen würde wohl auch zusätzliche Entlohnung verlangen, denn sie erhalten entweder eine Gegenleistung oder haben diese gar nicht nötig.</p>
<p>Und wo sollen solche Schreiber in Deutschland herkommen? Einer der wichtigsten Hebel ist der Name des Konzerns: Burda. Über den Verleger, über Helmut Markwort und natürlich über das Klatschblatt &#8220;Bunte&#8221; verfügt das Unternehmen über beste, nutzbare Verbindungen. Freuen wir uns also über gelegentliche Ergüsse von Veronica Ferres, das Australien-Blog von Blacky Fuchsberger und die Ansichten von Integrations-Bambinist Bushido. Schon heute gibt es in Deutschland ja im Kleinen solche Ansätze. So verfasste Pierre Littbarski mal ein <a href="http://www.finnair.com/DE/DE/littis-comments" target="_blank">Blog für Finnair</a> und Oliver Kahn schreibt<a href="http://www.fanorakel.de/oliver-kahn-blog" target="_blank"> für sein eigenes Startup Fanorakel</a>.</p>
<p>Wer will das lesen? Jede Menge Leute, wenn ein Mechanismus dafür sorgt, dass sie die Artikel ihrer Lieblings-Promis finden. Denn schließlich lesen jede Woche eine ganze Menge Leute Publikationen wie &#8220;Bunte&#8221;, &#8220;Gala&#8221; oder &#8220;Die Aktuelle&#8221;. Ja, auch &#8220;Aktuelle&#8221;-Leser sind längst online, <a href="http://www.indiskretionehrensache.de/2013/01/10000-flies/" target="_blank">wie der Erfolg des Schlagerplaneten beweist</a> (es dürfte eine erhebliche Überschneidung zwischen Bumspresse-Käufern und Schlagerfreunden geben).</p>
<p>Der Schlagerplanet widerlegt auch die zweite These der HuffPo-Deutschland-Kritiker: Dass es keinen Bedarf an neuen Informationsangeboten in Deutschland gebe. Michal macht sich in seinen Carta-Artikel sogar über HuffPo-CEO Jimmy Maymann lustig, weil der sagt: <em>&#8220;Ich sehe uns nicht so sehr in Konkurrenz zu Bild, sondern mehr zu Stern, Focus oder Spiegel.“</em></p>
<p>Was gibt es da zu belächeln? Natürlich macht die Post kein Tiefst-Boulevard wie die Bild.de sondern jene Form von Online-Boulevardjournalismus wie sie Spiegel Online oder Focus Online pflegen. <a href="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/stern-de-anatomie-einer-attrappe/" target="_blank">Das potemkinsche Journalismus-Dorf Stern.de </a>zu überholen dürfte noch die einfachste Aufgabe sein.</p>
<p><span style="font-size: 13px;">Denn bisher beschränken sich die deutschen Nachrichtenseiten darauf, systematisch SEO-Maßnahmen voranzutreiben. Die Reichweite über eine strategische Herangehensweise im Social Web zu erweitern &#8211; diese Idee pflegen konzernunabhängige Angebot. </span></p>
<p><span style="font-size: 13px;">Zwei von diesen demonstrieren, was möglich ist. Obwohl Welt.de und Spiegel Online versuchen mit Satire-Seiten lustig zu sein, wurden sie vom großartigen </span><a style="font-size: 13px;" href="http://www.der-postillon.com/" target="_blank">Postillon</a><span style="font-size: 13px;"> locker überholt. Selbst der analogste Teil meines Freundeskreises reißt inzwischen regelmäßig Witze, die aus dem Hause Postillon kommen. Das unterstreichen auch die Top3 der gestern am meisten im Social Web herumgereichten Artikel (ermittelt von </span><a style="font-size: 13px;" href="http://www.10000flies.de/" target="_blank">10000 Flies</a><span style="font-size: 13px;">):</span></p>
<p><a href="http://www.indiskretionehrensache.de/wp-content/uploads/10000-flies-postillon.png"><img class="alignnone  wp-image-10847" alt="10000 flies postillon" src="http://www.indiskretionehrensache.de/wp-content/uploads/10000-flies-postillon.png" width="500" height="671" /></a></p>
<p>Das andere Beispiel sind die <a href="http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/" target="_blank">Deutschen Wirtschaftsnachrichten</a>. Politisch gesehen ist es eher fragwürdig, was dort zu finden ist. Doch merkwürdigerweise reichen nicht nur die Freunde rechtslastiger Verschwörungstheorien die aggressiv vorgetragenen Anti-Euro-Artikel herum. Auch bei Rivva tauchten Stücke aus den DWN auf, auf Facebook-Seiten von Personen aus dem Mittelstand beobachte ich reichlich Verlinkungen. Auch hier der Beleg via 10000 Flies &#8211; die meist sozialisierten Artikel der vergangen Woche:</p>
<p><a href="http://www.indiskretionehrensache.de/wp-content/uploads/10000-flies-wirtschaftsnachrichten.png"><img class="alignnone  wp-image-10848" alt="10000 flies wirtschaftsnachrichten" src="http://www.indiskretionehrensache.de/wp-content/uploads/10000-flies-wirtschaftsnachrichten.png" width="500" height="668" /></a></p>
<p>Ein steigender Prozentteil der Leser von Nachrichtenangeboten erreicht als Quereinsteiger einzelne Artikelseiten via Social Media. Wer dies realisiert und systematisch nutzt, kann Erfolg haben. <a href="http://www.indiskretionehrensache.de/2013/03/sxsw-buzzfeed/" target="_blank">Auf diesem Prinzip basiert auch das höchst erfolgreiche Buzzfeed. </a></p>
<p>Diesen Effekt zu nutzen, darüber müssen sich die Blogger der Huffington Post weniger Gedanken machen &#8211; denn es gibt ja noch die Redaktion. Maximal ein Dutzend Leute soll sie umfassen, berichten deutsche Medien. Auf den Nannen-Preis sollten die Mitarbeiter dabei nicht hoffen. Ihre vornehmliche Aufgabe wird es sein, Nachrichten aus anderen Quellen so aufzubereiten, dass sie im Social Web geteilt werden.</p>
<p>Ist das schmarotzerisch? Ja. Aber genauso schmarotzerisch agieren die allerallermeisten deutschen Nachrichtenangebote: Sie schreiben Agenturmaterial um, bedienen sich aus anderen Medien und dem Social Web. Ein einzelner Tweet des DJV reichte dem &#8220;Tagesspiegel&#8221; für die Story mit der Überschrift &#8220;DJV twittert gegen Huffington Post&#8221;, die Geschichte von Sueddeutsche.de zum deutschen HuffPo-Start enthält nicht eine frisch recherchierte Drittstimme &#8211; sie besteht allein aus DPA und Online-Recherche.</p>
<p>Natürlich hatte <a href="http://lumma.de/2013/04/05/huffpo-nicht-labern-machen/" target="_blank">Nico Lumma vollkommen Recht, als er vor einiger Zeit forderte, deutsche Medienhäuser sollten das Modell der Huffington Post selbst kopieren</a>. Doch ist ja genau das die Crux, die immer gleiche Crux: <a href="http://www.indiskretionehrensache.de/2013/01/strategie-fuer-verlage/" target="_blank">Die trägen, fetten Konzerne begreifen nicht, was nötig wäre.</a></p>
<p>Und deshalb hat Burda nach meiner Meinung das Richtige getan: Die Münchener haben sich einen Partner mit dem Know-how geholt, für dessen Aufbau sie selbst nicht klug genug waren. Deshalb glaube ich, dass die deutsche Huffington Post zu einem viel gelesenen Angebot und in der Folge profitablen Angebot werden kann. Dafür gibt es keine Garantie &#8211; aber eine echte Chance. Und das nicht, weil die HuffPo so gut ist &#8211; sondern weil die deutschen Medienhäuser mit ihrer Lethargie diese Chance eröffnen.</p>
<div id="tweetbutton10845" class="tw_button" style="float:right;margin-left:10px;"><a href="http://twitter.com/share?url=http%3A%2F%2Fwww.indiskretionehrensache.de%2F2013%2F04%2Fhuffington-post-deutschland%2F&amp;text=Huffington%20Post%20Deutschland%20%26%238211%3B%20eine%20echte%20Chance&amp;related=&amp;lang=en&amp;count=horizontal&amp;counturl=http%3A%2F%2Fwww.indiskretionehrensache.de%2F2013%2F04%2Fhuffington-post-deutschland%2F" class="twitter-share-button"  style="width:55px;height:22px;background:transparent url('http://www.indiskretionehrensache.de/wp-content/plugins/wp-tweet-button/tweetn.png') no-repeat  0 0;text-align:left;text-indent:-9999px;display:block;">Tweet</a></div><div class='yarpp-related-rss'>
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