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	<title>Indiskretion Ehrensache</title>
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	<description>Das Blog von Thomas Knüwer</description>
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		<title>MDR-Intendant Udo Reiter contra das eigene Produkt</title>
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		<pubDate>Sat, 13 Mar 2010 11:07:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Knüwer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[ARD]]></category>
		<category><![CDATA[Eurovison Song Contest]]></category>
		<category><![CDATA[MDR]]></category>
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		<description><![CDATA[Ist die ARD ein einziges Unternehmen? Schwierige Frage. Einerseits ist sei ein Verbund aus einzelnen Sende-Anstalten &#8211; andererseits brüstet sie sich mit spektakulären Verpflichtungen wie Harald Schmidt für das eine, große ARD-Programm.
Und deshalb ist die Frage auch nicht ganz einfach zu beantworten, ob Mitarbeiter der Anstalten eine Loyalitätspflicht gegenüber dem Konstrukt ARD haben.
Sicher aber ist: [...]


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			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>Ist die ARD ein einziges Unternehmen? Schwierige Frage. Einerseits ist sei ein Verbund aus einzelnen Sende-Anstalten &#8211; andererseits brüstet sie sich mit spektakulären Verpflichtungen wie Harald Schmidt für das eine, große ARD-Programm.</p>
<p>Und deshalb ist die Frage auch nicht ganz einfach zu beantworten, ob Mitarbeiter der Anstalten eine Loyalitätspflicht gegenüber dem Konstrukt ARD haben.</p>
<p>Sicher aber ist: Udo Reiter, Intendant des Mitteldeutschen Rundfunks scheint eine solche nur in Grenzen zu empfinden. Reiter <a href="http://twitter.com/mdrreiter/" target="_blank">twittert</a> &#8211; und das ist gut so (Bevor Diskussionen aufkommen: <a href="http://www.mdr.de/presse/unternehmen/6701511.html" target="_blank">Die Echtheit des Account ist vom MDR bestätigt</a>).</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-3119" title="eurovision song contest shutterstock" src="http://www.indiskretionehrensache.de/wp-content/uploads/eurovision-song-contest-shutterstock.jpg" alt="eurovision song contest shutterstock" width="500" height="334" />(Foto: <a href="http://www.shutterstock.com" target="_blank">Shutterstock</a>)</p>
<p>Sonderlich interessant ist es im Großen und Ganzen nicht, weshalb ihn nur magere 1560 Menschen mitlesen. Er kommt ein wenig&#8230; grantelig dahier. Heute morgen nun ist der Herr über das von Volksmusikanten und Heimatfilmen beherrschte Programm offensichtlich verknustert erwacht.</p>
<p>Grund ist der Sieg von Lena Meyer-Landrut bei &#8220;Unser Star für Oslo&#8221;, dem Vorentscheid zum Eurovision Song Contest. <a href="http://twitter.com/mdrreiter/status/10416161101" target="_blank">Reiter twitterte:</a><span id="more-3115"></span></p>
<p><em>&#8220;Singen kann sie nicht, aber ihr Großvater war deutscher Botschafter in Moskau: Andreas Meyer-Landrut. #usfo&#8221;</em></p>
<p>Hinterfragen wir zunächst die logische Ebene: Was hat die Gesangsqualität einer Frau mit dem Berufs ihres Opas zu tun? Wird sie dadurch ein besserer Mensch? Werden Kritiker dieses Blogs demnächst schreiben: &#8220;Knüwer ist zwar dumm wie Flipper, aber sein Großvater war Verkehrspolizist in Breslau?&#8221;</p>
<p>Vor allem aber geht es natürlich um die grundsätzliche Frage, ob der Intendant einer ARD-Anstalt ein Produkt aus dem Verbund öffentlich derart kritisieren darf. Erst recht, wenn diese Kritik nicht aufgehängt wird an der Qualität einer Sendung &#8211; sondern am eigenen Musikgeschmack.</p>


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		<title>Ein Angebot an Christoph Keese</title>
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		<pubDate>Fri, 12 Mar 2010 10:06:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Knüwer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Axel Springer Verlag]]></category>
		<category><![CDATA[Christoph Keese]]></category>
		<category><![CDATA[Leistungsschutzrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Onlinejournalismus]]></category>
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		<description><![CDATA[In dieser Woche legte der Axel Springer Verlag richtig gute Bilanzzahlen vor, also für die aktuelle Gesamtlage: Herzlichen Glückwunsch.
Vielleicht ist die vergleichsweise gute Lage ein wenig zu Kopf gestiegen. Oder es ist einfach das übliche, nah an der Demagogie befindliche Verdrehen der Realität, das aus den Worten von Springer-Außenminster Christoph Keese spricht. Zumindest, wenn das [...]


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			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>In dieser Woche legte der Axel Springer Verlag richtig gute <a href="http://www.handelsblatt.com/unternehmen/it-medien/medien-werbekrise-belastet-axel-springer;2543215" target="_blank">Bilanzzahlen</a> vor, also für die aktuelle Gesamtlage: Herzlichen Glückwunsch.</p>
<p>Vielleicht ist die vergleichsweise gute Lage ein wenig zu Kopf gestiegen. Oder es ist einfach das übliche, nah an der Demagogie befindliche Verdrehen der Realität, das aus den Worten von Springer-Außenminster Christoph Keese spricht. Zumindest, wenn das so stimmt, <a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Leistungsschutzrecht-Nicht-nur-Google-soll-zahlen-952766.html" target="_blank">was Heise von der Eröffnung der Medienrechtstage zu Köln berichtet</a> (gefunden bei <a href="http://www.turi2.de/2010/03/12/heute2-christoph-keese-gewerbliche-leser-kasse-bitten-8161270/" target="_blank">Turi2</a>). Anzuzweifeln ist das eher nicht, Keese belustigte realitätsnähere Medienmenschen ja auch schon durch <a href="http://www.indiskretionehrensache.de/2010/01/das-beschrankte-weltbild-der-deutschen-zeitungsverlage-am-beispiel-axel-springer/" target="_blank">absurde Vergleiche</a> und seine <a href="http://www.indiskretionehrensache.de/2009/12/verleger-vs-it-industrie-das-nachste-schlachtfeld-netz-neutralitat/" target="_blank">Forderung</a> nach einer Abgabe für beruflich genutzte Computer.</p>
<p>Die hat er nun erneuert. Die Begründung dazu ist herzlich lustig: <em>&#8220;Das Netz quillt über mit Informationen – wir organisieren die Rangreihenfolge. Das ist die Leistung, die wir bringen.&#8221;</em></p>
<p><em><img class="alignnone size-full wp-image-3112" title="hot deals ahead c feverpitch" src="http://www.indiskretionehrensache.de/wp-content/uploads/hot-deals-ahead-c-feverpitch.jpg" alt="hot deals ahead c feverpitch" width="500" height="332" />(Copyright: <a href="http://www.shutterstock.com" target="_blank">Shutterstock</a></em><em>)<br />
</em></p>
<p>Nun, dann schauen wir uns die Rangreihenfolge doch einmal an, in diesen Sekunden, da ich dies tippe. Da meint Welt Online, die wichtigste Meldung der Welt sei, dass die FDP Kritik an Guido Westerwelle &#8220;Diffamierung&#8221; nennt. Derzeit also, in diesen Sekunden, gibt es auf der Welt nichts Wichtigeres als PR einer Partei. Es muss ein ruhiger Tag sein. Daneben bekomme ich mitgeteilt, dass ein Aldi-Bruder laut &#8220;Forbes&#8221;-Liste nicht mehr so reich ist wie zuvor &#8211; eine Meldung von gestern. Oder ich darf mir das Auslaufen eines Kreuzfahrtschiffes anschauen &#8211; inszenierte Unternehmens-PR.</p>
<p>Meine persönliche Rangreihenfolge der Nachrichten sieht anders aus.<span id="more-3108"></span></p>
<p>Keine einzige Seite bildet sie komplett ab, nicht einmal das von mir hoch geschätzte <a href="http://www.rivva.de" target="_blank">Rivva</a>. Wenn uns die Idee des Long Tail eines gelehrt hat, dann doch dass wir ganz individuelle Interessen haben, die teilweise hoch speziell sind. Nur ganz, ganz wenige Nachrichten einen uns. Die verkündete und absehbare Meinung der FDP gehört nicht dazu. Die Rangreihenfolge der Online-Nachrichtenflut ordnen für mich spezialisierte Dienste und meine Kontakte. Twitter ist für mich wichtiger als jede News-Seite.</p>
<p>Denn die Redaktionen der Republik haben ja kein Interesse daran, tatsächlich die Rangreihenfolge der Nachrichten abzubilden &#8211; es wäre für sie in Sachen Abrufzahlen kontraproduktiv. Nein, Online-Redaktionen gewichten die Meldungen besonders stark, die in einem bestimmten Moment besonders hohe Abrufzahlen erreichen. Somit erhalte ich nur dann einen ordentlichen Überblick über die Nachrichtenlage, wenn ich viel klicke oder besonders häufig auf der Seite zu Gast bin. Das ist für die Redaktion wünschenswert, für den Leser extrem ineffizient.</p>
<p><a href="http://www.digitalnext.de/social-media-und-warum-es-genutzt-wird/" target="_blank">Deshalb ist Social Media so wichtig geworden im Nachrichtengeschäf</a>t. Der gaga erscheinende Satz &#8220;Wenn eine Nachricht für mich wichtig ist, wird sie mich finden&#8221; ist wahr. Deshalb verschiebt Facebook im angelsächsischen Bereich inzwischen mehr Leser zu Nachrichten als Google. Klassische Medienhäuser könnten in diesem Bereich mitspielen. Rivva ist ein Beispiel dafür, wie dies ginge. Doch dafür müssten sie endlich lernen, sich und andere zu verlinken. 12 Jahre nach dem Durchbruch des Web im Massenmarkt negieren die meisten Verlage das grundlegende Funktionsprinzip dieser Technik weiterhin.</p>
<p>Eine ähnliche Realitätsfremde demonstriert Keese, wenn er behauptet, Unternehmern würden für die Nutzung von Axel-Springer-Angeboten schon zahlen, irgendwie. <em>&#8220;Dass Unternehmer nein sagen und trotzdem das Angebot nutzen, kann ich mir einfach nicht vorstellen&#8221;</em>. Nein? Ich bin Unternehmer und ich würde das Angebot ablehnen. Unternehmer zahlen ungern, das sollten Verlage ganz gut kennen: Die Klagen freier Journalisten über die Zahlungsmoral von Medienhäusern ist Legion. Glaubt Keese tatsächlich, die Aldi-Gründer hätten es bis zur &#8220;Forbes&#8221;-Liste geschafft, weil sie Angebote freizügig angenommen hätten?</p>
<p>Christoph Keese glaubt anscheinend an das Gute im Unternehmer und das wollen wir ihm nicht nehmen. Schließen wir uns ihm an, das Gute gilt es zu fördern. Und deshalb mache ich ein Gegenangebot. Ich selbst bin bei drei Internet-Seiten beteiligt. Diesem Blog hier, der Wein-/Reise-/Gourmet-Seite <a href="http://www.gotorio.de" target="_blank">Gotorio</a> und dem Mobile-App-Blog <a href="http://www.mind-the-app.de/" target="_blank">Mind the App</a>. Na ja, und mein <a href="http://twitter.com/tknuewer" target="_blank">Twitter-Account </a>wird ja von manchem Medium als Blog bezeichnet. Mein<a href="http://twitter.com/kpunktnull" target="_blank"> Unternehmens-Twitter-Account</a> ordnet noch dazu Nachrichten aus dem Bereich Social Media. Und <a href="http://twitter.com/twetttorio" target="_blank">Twetttorio</a> gibt handverlesene Produkttipps. Das ist alles Arbeit, da sind keine Agenturmeldungen oder Artikel aus problematischeren Quellen wie Aktiencheck dabei, was diese Angebote von Welt.de unterscheidet.</p>
<p>Diese Seiten werden auch von Mitarbeiter der Axel Springer AG besucht, dass lässt sich leicht erkennen. Und deshalb bin ich mir sicher, dass der Verlag es nicht ablehnen wird, für jeden seiner Mitarbeiter 0,1 Cent monatlich für jeden seiner 10.000 Mitarbeiter zahlen. An mich. Für die guten Seiten. Dass Christoph Keese da nein sagt, seine Mitarbeiter aber weiterhin diese Dienste nutzen lässt, das kann ich mir einfach nicht vorstellen.</p>


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		<title>Wahnsinn und Einfalt beim &#8220;Tagesspiegel&#8221;</title>
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		<pubDate>Thu, 11 Mar 2010 14:04:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Knüwer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Computerspiele]]></category>
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		<description><![CDATA[Gestern hatte ich einen diskussionsfreudigen Abend. Der Kölner Bundestagsabgeordnete Martin Dörmann (SPD, auf dem Foto) und der Landtagsparlamentarier Marc Jan Eumann hatten zu einem Gesprächsabend über Internet, Politik und Wirtschaft geladen.

(Foto: Mario Sixtus)
Es war eine recht lebhafte Diskussion zu einem breiten Spektrum. Sensationell Neues kam nicht dabei herum, außer der Erkenntnis, dass die Politik langsam [...]


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			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>Gestern hatte ich einen diskussionsfreudigen Abend. Der Kölner Bundestagsabgeordnete Martin Dörmann (SPD, auf dem Foto) und der Landtagsparlamentarier Marc Jan Eumann hatten zu einem Gesprächsabend über Internet, Politik und Wirtschaft geladen.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-3093" title="Martin_Doerrmann" src="http://www.indiskretionehrensache.de/wp-content/uploads/Martin_Doerrmann.jpg" alt="Martin_Doerrmann" width="450" height="300" /></p>
<p><em>(Foto: Mario Sixtus)</em></p>
<p>Es war eine recht lebhafte Diskussion zu einem breiten Spektrum. Sensationell Neues kam nicht dabei herum, außer der Erkenntnis, dass die Politik langsam aufwacht in Sachen Internet. Zum Holpern und Stolpern in diesem Bereich empfehle ich auch den <a href="http://www.politik-digital.de/regierungskommunikation-bundesministerien-umfrage-tools-epartizipation" target="_blank">heutigen Artikel aus Politik Digital. </a></p>
<p>Neben mir saß ein Vertreter des Zeitungsverleger-Verbandes. Ich hatte mit ihm ein, sagen wir, hartes Gespräch. Es ging um Zeitungen und Blogs und Qualitätsjournalismus. Während er die Lage recht rosig für die Zeitungen sah und gen Blog eine eher negative Meinung hegt, klagte ich über den mangelnde Zeitungsqualität und das fehlende Geschäftsmodell. Einig wurden wir uns nicht.</p>
<p><a href="http://gotorio.squarespace.com/start/2010/3/11/der-merian-ein-magazin-dem-wir-nicht-mehr-vertrauen.html" target="_blank">Wie gerne hätte ich ihm die Geschichte des aktuellen &#8220;Merian&#8221; erzählt. </a></p>
<p>Oder ihm jenen Kommentar aus dem &#8220;Tagesspiegel&#8221; gereicht, der ein Musterbeispiel dafür liefert, wie sehr die Grundqualität von Tageszeitungen gesunken ist. <a href="http://www.tagesspiegel.de/meinung/kommentare/Winnenden-Amoklauf;art141,3053761" target="_blank">Zum Jahrestag von Winnenden konstruiert sich der Leitende Redakteur Meinung des &#8220;Tagesspiegels&#8221;, Malte Lehming, eine &#8220;Killerspiel-Lobby&#8221;</a> &#8211; gerade so, als hätten Killerspiel-Hersteller einen glänzenden Leumund in der Öffentlichkeit. Wobei ja hinzugefügt werden muss, dass es in Deutschland ja keine Videospiele zu kaufen gibt. Es gibt nur Killerspiele, vielleicht ist das ein Marktversagen. Oder so.</p>
<p>&#8220;Tim war auch ein Fan von interaktiven gewaltlastigen Computerspielen. Dennoch war der erste Reflex nach der Tat: Bloß kein Verbot dieser Spiele!&#8221;, steht da. Gerade so, als seien die Heerscharen aufgelaufen, um die deutsche Videospielindustrie (die ja durchaus vorhanden ist und somit ein paar Arbeitsplätze schafft) vor dem wütenden Mob zu retten.</p>
<p>Blicken wir also mal zurück. Mit Hilfe der &#8220;Süddeutschen Zeitung&#8221;, die eines übermäßigen Hangs zur Killerspiel- oder Internet-Liebe unverdächtig sein dürfte.<span id="more-3084"></span></p>
<p><a href="http://www.sueddeutsche.de/panorama/799/461425/text/" target="_blank">In einem ausgewogenen Bericht schrieb sie am 12. März 2009:</a></p>
<p><em>&#8220;Es werden auch gängige Vorurteile bedient: Freunde hatte er offenbar nur wenige, einige sollen angegeben haben, dass Tim K. sie zu Videoabenden einlud und Horrofilme vorführte. Er soll ein Fan von Rockmusik gewesen sein und auch Videospiele wie &#8220;Counter Strike&#8221; gezockt haben. Man gewinnt den Eindruck, dass sich dieses Profil auf viele Amokläufer anwenden lässt: einsam, Computerspieler, Fan von Rockmusik&#8230;<br />
Dass Tim K. allerdings Zugang zu einer Waffe und diese offenbar auch seinen Freunden bereits gezeigt hatte, wäre laut (Kriminalpsychologe) Hoffmann eher ein Merkmal, ihn als potentiellen Täter zu identifizieren. Auch das Mobbing der Mitschüler oder eine mögliche Identifizierung mit anderen Amokläufern wären Indikatoren. Das von Hoffmann entwickelte &#8220;Dynamische Risiko-Analyse-System&#8221; würde eher nach diesen Dingen fragen als nach dem Konsum von Videospielen.&#8221;</em></p>
<p>Dem &#8220;Tagesspiegel&#8221; aber fällt in der Bewältigung der schrecklichen Tat kein Kommentar ein, der Mobbing an Schulen thematisiert oder eine Verschärfung des Waffenrechts. Nein, es sind natürlich Killerspiele, die all das auslösen. Das hat das Niveau von Boulevardjournalismus. Das Stück Platt-Journalismus ist unreflektiert, unkreativ und zeugt von einer eindimensionalen Weltsicht. &#8220;Wir sind wahnsinnig vorsichtig, wenn es um unsere Kinder geht&#8221;, schreibt Lehming auch &#8211; und vielleicht ist er der lebende Beweis dafür. Schließlich könnte man meinen, er halte es für möglich, Winnenden sei ohne das Mobbing der Mitschüler und den lockeren Umgang mit Schusswaffen im Haus des Täters ebenfalls passiert.</p>
<p>Es gab mal eine Zeit, da bezichtigte man die Berliner Lokalzeitung &#8220;Tagesspiegel&#8221; der Recherche. Also, so ganz allgemein. Das kann man ihm angesichts solcher Artikel heute wohl nicht mehr vorwerfen.</p>


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		<title>Viel Glück, Starting6</title>
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		<pubDate>Thu, 11 Mar 2010 11:20:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Knüwer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Eishockey]]></category>
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		<description><![CDATA[All das wird ständig geschrieben: Medienwandel, jeder kann Journalist werden, eine Seite aufmachen undsoweiterundsoweiter. Viel zu selten aber schaut man einfach mal auf das, was tatsächlich passiert.
Zum Beispiel in Kaufbeuren und Bietigheim-Bissingen. Diese zwei Orte eint neben dem Nicht-Metropolen-Sein vor allem eins: Eishockey. In Bietigheim spielen die Steelers, in Kaufbeuren der ruhmreiche ESV. Manuel Ort [...]


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			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>All das wird ständig geschrieben: Medienwandel, jeder kann Journalist werden, eine Seite aufmachen undsoweiterundsoweiter. Viel zu selten aber schaut man einfach mal auf das, was tatsächlich passiert.</p>
<p>Zum Beispiel in Kaufbeuren und Bietigheim-Bissingen. Diese zwei Orte eint neben dem Nicht-Metropolen-Sein vor allem eins: Eishockey. In Bietigheim spielen die <a href="http://www.steelers.de/" target="_blank">Steelers</a>, in Kaufbeuren der ruhmreiche <a href="http://www.esvk.de/" target="_blank">ESV</a>. Manuel Ort und Dominik Sander sind die jeweiligen Autoren der Vereins-Liveticker, die beiden kennen sich vom chatten, wie mir Sander gerade erzählte. Beide sind große Freunde des höchst unterhaltsamen Livetickers des aus Fußballmagazins <a href="http://www.11freunde.de/" target="_blank">&#8220;11 Freunde&#8221;</a>. &#8220;So etwas wie 11 Freunde fehlt im Eishockey&#8221;, schildert Sander das Fazit der Chats.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-3088" title="starting6 logo" src="http://www.indiskretionehrensache.de/wp-content/uploads/starting6-logo.jpg" alt="starting6 logo" width="371" height="97" /></p>
<p>Also machten sie einfach mal.<span id="more-3086"></span></p>
<p><a href="http://www.starting6.de/" target="_blank">Seit Mitte Februar ist Starting6 am Netz.</a> Eine Seite, die appetitlich und professionell daher kommt. Eine News-Seite soll es nicht sein, &#8220;warum sollen wir das schreiben, was die Vereine sowieso an jeder Ecke rauspusten?&#8221; Eher ein Blog, &#8220;aber die Leute kommentieren  noch nicht so häufig&#8221;. 300 Seitenabrufe am Tag sind in der Tat überschaubar &#8211; aber das Projekt ist noch jung. Eine <a href="http://www.facebook.com/pages/STARTING6/275483046922" target="_blank">Facebook-Fanseite</a> habe übrigens erheblich für Aufschwung gesorgt.</p>
<p>Das Potenzial für mehr ist da. Eishockey ist trotz aller aktuellen wirtschaftlichen Probleme ein Sport mit erheblichen Zuschauerzahlen. Doch der allmächtige Fußball erschlägt in Deutschland halt alles und so ist die Berichterstattung der klassischen Medien seit Jahren rückläufig (was sich dann in minderkompetenter ARD- und ZDF-Kommentierung der Spiele bei Olympia manifestierte). Das wichtigste Fachblatt, die &#8220;Eishockey News&#8221;, ist leider noch schlimmer in der Vergangenheit verhaftet als der &#8220;Kicker&#8221;. Das eröffnet Räume für wendige, neue Konkurrenten.</p>
<p>Deshalb ist Starting6 ein spannendes Projekt, das ich den Lesern hier ans Herz legen möchte.</p>
<p><em>(Disclosure: Ich bin beratend für die Deutsche Eishockey Liga tätig.)</em></p>
<p><em>Nachtrag: Huch, Wordpress hat den Link verschluckt &#8211; er ist jetzt eingebaut. Sorry dafür und vielen Dank für die Hinweise!</em></p>


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		<title>Das Universum der Dinge</title>
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		<pubDate>Wed, 10 Mar 2010 15:14:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Knüwer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Erst schien das Internet alles gleich zu machen, global, uniform. Mit einem Mal bekamen wir exotische Produkte ins Haus geliefert, Optik wurde unwichtiger, denn eine E-Mail sieht irgendwie immer gleich aus, HTML hat seine gestalterischen Grenzen und Musik verwandelte sich in Cover-lose Dateien. Dann stellte das Internet die Verbindung her zwischen uns Individuen. Brachte uns in [...]


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			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>Erst schien das Internet alles gleich zu machen, global, uniform. Mit einem Mal bekamen wir exotische Produkte ins Haus geliefert, Optik wurde unwichtiger, denn eine E-Mail sieht irgendwie immer gleich aus, HTML hat seine gestalterischen Grenzen und Musik verwandelte sich in Cover-lose Dateien. Dann stellte das Internet die Verbindung her zwischen uns Individuen. Brachte uns in Kontakt mit Menschen. Und nun könnte der logische, nächste Schritt folgen: die individualisierte Verbindung zwischen Gegenständen.</p>
<p>Erste Schritte gibt es seit zwei Jahren. Auf der Picnic 2008 zeigte Tikitag, eine Tochter von Alcatel Lucent, Funkchips für jedermann: Der Nutzer programmiert einen RFID-Aufkleber mit einer Funktion, die über ein Lesegerät erkannt wird. Aus Tikitag ist <a href="http://www.touchatag.com/" target="_blank">Touchatag</a> geworden &#8211; aber nie so recht aus den Startblöcken gekommen. Ähnlich funkioniert die Klein-Version des <a href="http://www.nabaztag.com/" target="_blank">Nabaztag</a>, eines Plastikhasen, der über Wlan Daten aus dem Internet abgreift und vorträgt. Ein Massenmarkt-Erfolg ist auch er nicht.</p>
<p><img class="alignright size-full wp-image-3080" title="stickybits2" src="http://www.indiskretionehrensache.de/wp-content/uploads/stickybits2.jpg" alt="stickybits2" width="268" height="255" />In den USA gibt es nun die nächste Variante. Diesmal wird es sogar noch komplizierter &#8211; und hässlicher. Individuelle Barcodes sollen nun vorgegebene Funktionen auslösen, berichtet <a href="http://techcrunch.com/2010/03/08/stickybits-barcodes-message-boards/" target="_blank">Techcrunch</a>. Das zugehörige Unternehmen heißt <a href="http://stickybits.com/" target="_blank">Stickybits</a> und konterkariert die Unansehnlichkeit der Schwarz-Weiß-Striche mit Manga-Comic-Ästhetik. Als Lesegerät dient schlicht ein Smartphone.</p>
<p>Eines allerdings unterscheidet Barcodes von RFID-Chips:<span id="more-3071"></span> Die Informationen, die mit einem Barcode verknüpft sind, liegen nicht beim Code selbst, sondern in einer Datenbank. Und deshalb muss der Code nicht geändert werden, ändern sich die Daten. Das macht Stickybits zu einer interessanten Idee. Denn nun können Nutzer einen Code immer wieder neue anreichern mit Inhalten. Und: Ein Barcode hat verschiedene Ebenen der Information. Somit lässt er sich im Fall einer Grußkarte individuell auf eine Ausgabe herunterbrechen, andererseits kann er einen Schokoriegel oder ein Waschmittel generell kennzeichnen.</p>
<p>So schlägt Stickybits vor, Käufer einer Frühtücksflocke könnten ihre Lieblingsrezepte mit dem Barcode verbinden &#8211; es entstünde eine sich selbst erweiternde Rezeptdatenbank. Für Marketing-Leute ist das höchst spannend. Mit einem Mal verschmelzen gewöhnliche Konsumprodukte mit dem Web. Optisch gleich aussehende Verpackungen dagegen könnten mit unterschiedlichen Inhalten verknüpft werden &#8211; und bekämen aus Sicht der Kunden einen individuellen Wert. Was entstünde wohl für eine Hysterie, würde der Barcode einer limitierte Zahl von Coke-Dosen beim Einscannen ein exklusives Video von Tokio Hotel abspielen?</p>
<p>Im Extremfall braucht dieses Prinzip dann aber nicht einmal mehr handfeste Güter &#8211; virtuelle reichen. Nehmen wir nur<a href="http://www.mind-the-app.de/2010/02/foursquare-gowalla-mytown-tagcrumbs-wo-bist-du-und-wenn-da-wieviele/" target="_blank"> Gowalla, einen jener gerade gehypten, ortsbasierten Dienste.</a> Per Handy verraten die Nutzer ihrem Freundeskreis ihren Aufenthaltsort. An den jeweiligen Orten können sie virtuelle Gegenstände in Comic-Optik finden, tauschen oder liegen lassen. Derzeit sind die nicht individualisiert. Doch was wäre, wenn sie sich zurückführen ließen auf ihre Ex-Besitzer? Und der erste Gowalla-Nutzer, der sich in einem Laden des Kooperationspartners anmeldet einen virtuellen Robbie-Williams-Gegenstand erhielte? Würde er den wieder tauschen wollen?</p>
<p>Wir Menschen neigen dazu, auch langweiligsten Gegenständen Eigenschaften zuzusprechen. Wir benennen unsere Autos, schreien unsere Computer an, streicheln Kuscheltiere. Es scheint, das digitale Marketing hat eine Möglichkeit gefunden, daraus Kapital zu schlagen.</p>


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		<title>The geek is now damned cool</title>
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		<pubDate>Mon, 08 Mar 2010 16:28:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Knüwer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[So, jetzt haben wir sie endlich. Die Web-2.0-Social-Media-Hymne zum mitgröhlen. Sie kommt von den Pantless Knights und heißt &#8220;The New Dork&#8221;:

(Gefunden bei Mashable)


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			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>So, jetzt haben wir sie endlich. Die Web-2.0-Social-Media-Hymne zum mitgröhlen. Sie kommt von den <a href="http://www.youtube.com/user/pantlessknights" target="_blank">Pantless Knights</a> und heißt &#8220;The New Dork&#8221;:<br />
<object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="480" height="295" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/exmwSxv7XJI&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;color1=0x234900&amp;color2=0x4e9e00" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="480" height="295" src="http://www.youtube.com/v/exmwSxv7XJI&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;color1=0x234900&amp;color2=0x4e9e00" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>(Gefunden bei <a href="http://mashable.com/2010/03/08/social-media-dorks/" target="_blank">Mashable</a>)</p>


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		<title>Social Media und Hotels: das Musterbeispiel &#8220;Roger Smith&#8221;</title>
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		<pubDate>Mon, 08 Mar 2010 12:47:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Knüwer</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Corporate Blogs]]></category>
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		<description><![CDATA[Als Selbstständiger versuche ich effizient zu arbeiten. Time is money und so. In einem Punkt mag und will ich das aber nicht: Hotelbuchungen.
Es ist keine Überraschung, dass ich eine Schwäche für schöne Hotels und Restaurants habe, spätestens seit Gotorio. Es erregt in mir immer ein wenig Mitleid, berichten Freunde mit Arbeitsverträgen in großen Unternehmen von ihren [...]


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			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>Als Selbstständiger versuche ich effizient zu arbeiten. Time is money und so. In einem Punkt mag und will ich das aber nicht: Hotelbuchungen.</p>
<p>Es ist keine Überraschung, dass ich eine Schwäche für schöne Hotels und Restaurants habe, spätestens seit <a href="http://gotorio.squarespace.com/" target="_blank">Gotorio</a>. Es erregt in mir immer ein wenig Mitleid, berichten Freunde mit Arbeitsverträgen in großen Unternehmen von ihren Reisen, bei denen sie in den üblichen Ketten-Hotels absteigen &#8211; weil es dort eine Corporate Rate gibt. Die Zimmer dort sehen immer gleich aus, der Service ist immer gleich mittelmäßig ist und das Wlan kostet Apothekenpreise. Also, wenn die Apotheke auf dem Mond stünde.</p>
<p>Es hat sich in der Hotellerie durch Firmenkunden ein unschönes Gleichgewicht ergeben. Einerseits sinken die Zimmerpreise im Wettbewerb &#8211; andererseits wird dies bei den Nebenkosten wieder reingeholt. Internet-Zugang, Frühstück, Parken &#8211; all das wird immer teurer. Doch den Entscheidern in Großunternehmen ist das egal: Sie schauen einfach nur auf den Grundpreis. Meistens, jedenfalls. Dass es so gekommen ist, ist aus Sicht der Hotelketten verständlich: Für sie sind solche Großkunden eben der Brot-und-Butter-Verdienst, genauso wie Gruppenreisen, für die das gleiche Spiel gilt.</p>
<p>So ist der Hotelmarkt ist auf dem besten Weg zum Long Tail: Einerseits die Kettenhäuser für die Masse, andererseits ein langer Schwanz von kleineren Hotels für spezielle Interessen. Doch wie kann ein solches Haus konkurrieren mit den Großen?</p>
<p>Ein Musterbeispiel liefert das &#8220;Roger Smith Hotel&#8221; in New York &#8211; mit Hilfe von Social Media.</p>
<p>Wie man auf der <a href="http://www.rogersmith.com/" target="_blank">Homepage</a> sieht, ist das Hotel eines von vielen in der Stadt, die sich einen einigermaßen modernen Anstrich geben, deren Zimmer aber eher klassisch-amerikanisch gestaltet sind. Oder etwas treffender: leicht angemufft, stilistisch gesehen. Trotzdem kann es innerhalb der Woche Preise von 279 Dollar für ein Doppelzimmer aufrufen. Sicher, New York ist nicht billig. Doch das ist ein durchaus ansehnlicher Preis.</p>
<p>Trotzdem ist es das Stammhaus einer Klientel, die gemeinhin als kniepig gilt: die Internet-Branche. Wie das geht, zeigt das Beispiel von Social-Media-Berater, Blogger und <a href="http://bit.ly/bN2unP" target="_blank">Buchautor</a> Chris Brogan. Gleich zwei seiner Kontakte empfahlen ihm das Hotel, auf seine Anfrage meldete sich der New Media Manager und <a href="http://www.chrisbrogan.com/cafe-shaped-business-the-roger-smith-hotel/" target="_blank">bietet ihm die Blogger-Winterrate von 125 Dollar an</a>. Und weil Brogan kein Unbekannter ist, organisiert das Hotel gleich noch ein Tweetup (also ein Treffen mit allen, die ihn kennenlernen möchten, ausgerufen allein via Twitter).</p>
<p>Ergebnis: Brogan ist platt. Und dreht gleich noch ein Video in seinem Zimmer:<br />
<object id="viddler" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="437" height="337" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="flashvars" value="fake=1" /><param name="src" value="http://www.viddler.com/player/64da0b90/" /><param name="name" value="viddler" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed id="viddler" type="application/x-shockwave-flash" width="437" height="337" src="http://www.viddler.com/player/64da0b90/" name="viddler" flashvars="fake=1" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always"></embed></object></p>
<p>Die Geschichte dieser Social-Media-Fokussierung beginnt, so geht die Geschichte, mit Brian Simpson. Der hält während seiner Chemotherapie im Kampf gegen Krebs Kontakt zur Außenwelt via Twitter. Anschließend startet er beim &#8220;Roger Smith&#8221; als Chef-Einkäufer für Essen und Getränke.<span id="more-3055"></span></p>
<p>Simpson liefert ein Musterbeispiel dafür, wie man ein Unternehmen im Bereich Social Media platziert. Er sucht nicht sofort umsatzgierig nach wirtschaftlichen Chancen sondern verdrahtet sich mit Menschen, die seine Interessen teilen<a href="http://www.techipedia.com/2010/roger-smith-hotel-nyc/?utm_campaign=Feed:+techipedia+(Techipedia:+Tamar+Weinberg+on+Social+Media+Marketing+Strategy)&amp;utm_medium=twitter&amp;utm_source=twitterfeed" target="_blank">. Erst im zweiten Schritt forscht er nach Möglichkeiten, dies für das Hotel in Buchungen umzusetzen</a>. <em>&#8220;There are lots of people coming to town for whom we&#8217;re part of their online lives, we&#8217;re part of their streams on Twitter, on Facebook, so we&#8217;re the people they end up thinking about&#8221;</em>, sagt New-Media-Manager Adam Wallace im Interview mit <a href="http://econsultancy.com/blog/4586-q-a-the-marketing-duo-behind-new-york-s-social-media-hotel-3" target="_blank">Econsultancy</a>.</p>
<p>Genau dies ist eine unterschätzte Wirkung von Social Media &#8211; die eine wissenschaftliche Untersuchung wert wäre. Wie verändert sich die Wahrnehmung einer Marke, wenn sie im täglichen Web-Nachrichtenstrom unter all den Menschen auftaucht, die uns etwas bedeuten? Kann das folgenlos bleiben? Ich glaube nicht. Marken rücken so emotional weitaus näher an ihre Käufer als je zuvor.</p>
<p>Das &#8220;Roger Smith&#8221; nutzt alle Kanäle: <a href="http://rogersmithlife.com/" target="_blank">Blog</a>, <a href="http://www.facebook.com/rogersmithhotel?ref=ts" target="_blank">Facebook</a> (man beachte die hohe Aktivität der Fans), <a href="http://twitter.com/rshotel" target="_blank">Twitter</a>, <a href="http://www.flickr.com/photos/rogersmithhotel" target="_blank">Flickr</a>, <a href="http://www.youtube.com/user/rogersmithnews" target="_blank">Youtube</a>, sogar ungewöhnlichere Dienste wie <a href="http://12seconds.tv/channel/rogersmithhotel" target="_blank">12Seconds</a>. Bei Facebook und Twitter gibt es regelmäßig Sonderrabatte. Inzwischen spricht das Hotel systematisch Köpfe aus der Web-Szene an um sie als Gäste zu gewinnen. Wohlwissend, dass sie positiv über ihre Kanäle berichten werden, wenn ihnen das Haus gefällt. Zusätzlich gibt es regelmäßig Events für die Web-Szene. Und was dann dabei herauskommt, zeigt dieses Video:</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="480" height="295" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/0C7amoTxrk4&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;color1=0x234900&amp;color2=0x4e9e00" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="480" height="295" src="http://www.youtube.com/v/0C7amoTxrk4&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;color1=0x234900&amp;color2=0x4e9e00" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>Vor anstehenden Ereignissen nimmt das Hotel-Team außerdem den Kontakt zu Besuchern dieser Events auf:<br />
<em>&#8220;The second week of September is </em><a style="color: #0060ff;" title="craft beer week" href="http://www.AmericanCraftBeerWeek.org"><em>Craft Beer Week</em></a><em> in New York, so I spent this week going through their Twitter page. I made sure I followed those followers and started talking about the week. We&#8217;re going to have a beer dinner. We&#8217;re really immersing ourselves into their culture, which is what we did with the social media culture. The idea is not to just use the tools; not to have a Twitter account and a Facebook fan page, but to really get connected with the people who use these tools every day.&#8221;</em></p>
<p>Die New Yorker sind ein Vorzeigebeispiel &#8211; aber nicht allein. Seit den Weihnachtstagen in Melbourne ist mein <a href="http://gotorio.squarespace.com/start/2010/1/20/the-cullen-melbourne-hoteliers-schaut-auf-dieses-haus.html" target="_blank">neues Lieblingshotel &#8220;The Cullen&#8221;</a> &#8211; das auf <a href="http://www.facebook.com/TheCullenHotel" target="_blank">Facebook</a> absolut musterhaft agiert. Ohne kommunikative Maßnahmen denkt die &#8220;<a href="http://www.motel-one.com/" target="_blank">Motel One</a>&#8220;-Kette mit ihrem Gratis-Wlan in der Lounge in eine ähnliche Richtung. Der Großteil der Branche aber hält sich zurück. Was erstaunlich ist bei einem Geschäft, das zu einem großen Teil von der Sympathie seiner Kunden lebt. Hotels hätten eine gewaltige Chance, sich abzusetzen und sich ein Stück aus dem Kampf um den günstigsten Preis zu verabschieden. Vielleicht nicht bei jenen Großkunden &#8211; aber eben bei Einzelreisenden,</p>
<p>Alles Spielerei? Anscheinend nicht. <a href="http://econsultancy.com/blog/4586-q-a-the-marketing-duo-behind-new-york-s-social-media-hotel-3" target="_blank">Simpson berichtet von einem monatlichen Report über die Wirksamkeit der Aktivitäten. </a>Dank der Web-Promotions lässt sich nachhalten, wie viele Gäste über diesen Weg gebucht haben. Und dann gibt es noch anektdotische Demonstrationen der Wirksamkeit, wie diese:</p>
<p><em>&#8220;&#8230;I just got this message a few minutes ago &#8211; a Girls in Tech Group is meeting tonight and wants to know if we can set aside space for 20 people at 8:00. Those 20 girls have a million bars they could go to in Manhattan. We know we didn&#8217;t connect with every one of them. But somewhere we connected with someone who connected with someone who referred them to us. That&#8217;s what it&#8217;s about: getting people in the door.&#8221;</em></p>


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		<title>Die Deutsche Telekom und ihr Problem mit den Kunden</title>
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		<pubDate>Fri, 05 Mar 2010 10:00:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Knüwer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Social Media handelt von Kommunikation. Und die mag die Telekom auch weiterhin nicht aufnehmen. Der Twitter-Account spricht explizit von &#8220;Neuigkeiten aus der Branche und dem Unternehmen&#8221;. Warum sollte ich mir die von Seiten eines nicht neutralen Unternehmens zukommen lassen?
Die Telekom wird erst dann bei Social Media Wirkung erzielen, wenn sie erkennt, dass sie EIN Unternehmen [...]


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			<content:encoded><![CDATA[<p></p><div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">Social Media handelt von Kommunikation. Und die mag die Telekom auch weiterhin nicht aufnehmen. Der Twitter-Account spricht explizit von &#8220;Neuigkeiten aus der Branche und dem Unternehmen&#8221;. Warum sollte ich mir die von Seiten eines nicht neutralen Unternehmens zukommen lassen?</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">Die Telekom wird erst dann bei Social Media Wirkung erzielen, wenn sie erkennt, dass sie EIN Unternehmen ist. Dem Kunden nämlich ist es völlig egal, ob Twitter nur von der Kommunikationsabteilung betrieben wird, die T-Mobile-Hotline von T-Mobile-Customer-Care und die T-Shops von freien Unternehmern. Er will mit der Telekom sprechen. Mit Recht. Mit der hat er einen Vertrag. Doch die gesamte Konstruktion des Konzerns ist darauf ausgelegt, den Kunden in einen Dienstleistungsdschungel zu schicken, damit er sich dort verirrt und bitteschön die Klappe hält.</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">Und das weiß inzwischen auch jeder. Warum sollte ich über Twitter Kontakt aufnehmen, wenn ich weiß, dass die netten Menschen auf der Pressestelle keinen Techniker losschicken können?</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">Anderswo geht das übrigens, siehe Comcast Cares. Ein Konzern, der 34 Mrd. Dollar umsetzt und mit einer 11-Mann-Abteilung so etwas schafft.</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">Dazu aber muss man willig sein zur Dienstleistung. Dieser Wille ist für Kunden nicht erkennbar.</div>
<p>Sie können einem fast leid tun, die Mitarbeiter der Telekom-Kommunikationsabteilung. Da sitzen sie auf der Cebit und <a href="http://cebit2010blog.telekom.com/" target="_blank">bloggen</a> darüber &#8211; und kaum jemand interessiert das. Das gleiche betrifft ihren <a href="http://twitter.com/deutschetelekom" target="_blank">Twitter-Account:</a> 1086 Follower &#8211; traurig. Oder ein<a href="http://itunes.apple.com/de/app/jobs-more/id355347701?mt=8" target="_blank">e Iphone-App </a>der Personalabteilung.</p>
<p><a href="http://cebit2010blog.telekom.com/2010/03/04/plakatkampagne-fuer-web-2-0-coole-idee/" target="_blank">Auf der Cebit haben sie nun mit Bloggern darüber gesprochen</a>, warum das so ist. Fast schon verzweifelt heulen sie auf: Was sollen wir tun? Eine Plakataktion?</p>
<p>Schöne Idee &#8211; wird aber wenig ändern.</p>
<p>Die mangelnde Begeisterung, sich mit der Deutschen Telekom zu vernetzen liegt in der Strategie des Unternehmens begründet, die McKinsey wohl so umschreiben würde: Rin inne Kartoffeln, raus ausse Kartoffeln. Mal nur das große T, dann wieder T-Mobile, T-Systems, T-Oderkaffee. <a href="http://www.handelsblatt.com/unternehmen/it-medien/neue-strategie-telekom-setzt-in-deutschland-auf-internet-dienste;2538747" target="_blank">Nun wieder T.</a></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-3044" title="Telekom Logo" src="http://www.indiskretionehrensache.de/wp-content/uploads/Telekom-Logo.jpg" alt="Telekom Logo" width="450" height="300" /><em>(Foto: Deutsche Telekom)</em></p>
<p>Für diesen Irrsinn haben die beteiligten Entscheider sicher gute Erklärungen. Dass sich Kunden so leichter ansprechen lassen. Das Unternehmen strukturierter sei. Oder die T-Shops, die ja von selbstständigen Betreibern geleitet werden: Aus Sicht des Unternehmens mit Sicherheit kostengünstiger. Für die Kunden ein deutlicher Nachteil in der Dienstleistungsqualität.</p>
<p>Und dieses Unternemen möchte mit mir jetzt auch noch nett schwätzen? Warum sollte ich das wollen? Allein schon die Erläuterung des Twitter-Accounts zeigt doch, dass es auch hier wieder nicht um Kunden geht:<span id="more-3039"></span></p>
<p><em>&#8220;Hier twittern Andreas Kadelke und Mark Nierwetberg für die Pressestelle der Deutschen Telekom Infos aus dem Unternehmen und der Branche.&#8221;</em></p>
<p>Wer an Nachrichten über die Telekom-Branche interessiert ist, findet sie an jeder Ecke. Und wer den Unterschied zwischen dem Telekom-Twittern und dem bei <a href="http://twitter.com/vodafone_De" target="_blank">Vodafone</a> ausmachen will, muss sich nur den Anteil der Replys (also der direkten Ansprache anderer Nutzer) anschauen und deren Inhalt. Vodafone ist bereits viel stärker mit der aktiven Kundenbetreuung vertraut, die Selbstbeschreibung schränkt die möglichen Inhalte nicht ein. Telekom-Kunden dagegen ahnen schon: Da schreib ich mit der Pressestelle und es passiert nichts.</p>
<p>Sicherlich werden die Vertreter der Deutschen Telekom wieder ihr Lieblings-Lied anstimmen: &#8220;Der Konzern ist groß und bürokratisch und das geht alles nicht so schnell&#8221;.</p>
<p>Das stimmt. Nur: Es muss die Kunden nicht interessieren.</p>
<p>Mitleid oder Geld &#8211; es gibt nur eines. Zumindest so lange, wie der einzige Kontakt mit der Deutschen Telekom und ihren T-Wasweißichs im Austausch von Geld für Dienstleistungen besteht &#8211; oder in Störungsmeldungen. Letztere führen in vielen Fällen den Kunden in die Option der Zwangseinweisung in die Nervenheilanstalt. Besonders bemerkenswert ist es, wenn man eine Service-Hotline anruft und eine automatische Stimme verkündet, die Leitungen seien überlastet, man möge später noch einmal anrufen. Das ist vergleichbar mit dem Ladenbesitzer, der für sein Mittagsschläfchen die Kunden rausscheucht mit einem lauten: &#8220;Leckt mich am Arsch&#8221;.</p>
<p>Dabei geht es auch anders. Comcast ist mit 35 Mrd. Dollar Umsatz auch nicht gerade klein, erledigt aber ein 24/7 Social-Media-Listening mit elf Mitarbeitern. Das löst nicht alle Probleme, bei weitem nicht. Es erreicht aber jene unzufriedenen Kunden, die besonders kommunikativ sind. &#8220;Twitter hat unsere Unternehmenskultur verändert&#8221;, sagte CEO Brian Roberts.<br />
<object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="480" height="295" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/5q4n9iA2JG4&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;color1=0x234900&amp;color2=0x4e9e00" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="480" height="295" src="http://www.youtube.com/v/5q4n9iA2JG4&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;color1=0x234900&amp;color2=0x4e9e00" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>Es geht also. Aber man muss nicht nur die Kommunikation mit dem Kunden aufnehmen. Man muss jenen, die mit den Kunden reden auch die Freiheit geben, Aktionen in Gang zu setzen. Dazu müssen sie einen Blick werfen können in das vorhandene CRM-System eines Unternehmens. Doch das kann nur der erste Schritt sein. Langfristig, <a href="http://themenriff.de/2010/03/04/der-grosse-graben/" target="_blank">das führt lesenswert Martina Pickhardt aus,</a> muss Social Media Teil der Kundendatenbank von Unternehmen werden.</p>
<p>Bis dahin ist es ein weiter Weg. Erst einmal müssen sich Unternehmen an den Bereich Social Media herantasten. Müssen eine Strategie entwickeln, das reden neu erlernen. Müssen erkennen, dass in diesem Feld Social Media die meisten nicht auf sie gewartet haben. Ihnen oft mit Skepsis begegnen. Sie müssen sich Vertrauen erst erarbeiten. Und Menschen, die das mitlesen, was sie so von sich geben.</p>
<p>Deren Zahl, übrigens, lässt sich dramatisch erhöhen, weist ein Unternehmen auf seiner Homepage auf Social-Media-Aktivitäten hin. Was weder die Telekom noch Vodafone tun. Aber wahrscheinlich ist dafür wieder eine andere Abteilung zuständig.</p>


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		<title>Tirili &#8211; Zeit für Geschichten aus der Parallelwelt</title>
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		<pubDate>Thu, 04 Mar 2010 17:08:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Knüwer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Peter Stawowy]]></category>
		<category><![CDATA[Tirili]]></category>

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		<description><![CDATA[Alles begann mit der Idee von Peter Stawowy. Er ist Medienberater in Dresden, Ex-Chefredakteur des Schülermagazins &#8220;Der Spiesser&#8221; und einst mein Lieblings-Mitmoderator beim Uni-Radio Münster. Ob es nicht ein Magazin geben sollte, ein gedrucktes, fragte er mich vor einiger Zeit, das sich mit dem Internet beschäftigt. Aber eben nicht mit der technischen Seite, kein neues [...]


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			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>Alles begann mit der Idee von Peter Stawowy. Er ist <a href="https://www.xing.com/profile/Peter_Stawowy" target="_blank">Medienberater</a> in Dresden, Ex-Chefredakteur des Schülermagazins &#8220;<a href="http://www.spiesser.de/" target="_blank">Der Spiesser</a>&#8221; und einst mein Lieblings-Mitmoderator beim Uni-Radio Münster. Ob es nicht ein Magazin geben sollte, ein gedrucktes, fragte er mich vor einiger Zeit, das sich mit dem Internet beschäftigt. Aber eben nicht mit der technischen Seite, kein neues &#8220;t3n&#8221;, keine &#8220;Computer Bild&#8221;. Nein, die menschliche Seite sollte im Vordergrund stehen. Die spannenden Geschichten, die erst durch das Netz möglich werden. Arbeitstitel: &#8220;Tirili &#8211; Geschichten aus der Parallelwelt&#8221;.</p>
<p>Inzwischen läuft eine Diskussion mit dem Ziel, solch ein Magazin zu konkretisieren. Sie soll offen geführt werden, wer ein Buzzword reinhauen will, könnte von einer Art Open-Source-Herangehensweise sprechen. Sie findet einerseits<a href="http://tirili.posterous.com/" target="_blank"> in einem Posterous-Blog </a>statt,<a href="http://www.facebook.com/group.php?gid=356185185394&amp;ref=ts" target="_blank"> andererseits bei Facebook</a>.</p>
<p>Und hiermit sei darauf gehofft, dass sich auch die Leser und Medieninteressierten hier daran beteiligen.</p>


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		<title>Medienkonzerne, der 2008er Jahrgang</title>
		<link>http://www.indiskretionehrensache.de/2010/03/medienkonzerne-2008/</link>
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		<pubDate>Thu, 04 Mar 2010 15:10:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Knüwer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Holtzbrinck]]></category>
		<category><![CDATA[Waz]]></category>

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		<description><![CDATA[Medienunternehmen fordern redaktionell gern Transparenz &#8211; bleiben die aber selbst meist schuldig. Zumindest, wenn es um ihre Wirtschaftsdaten geht. Veröffentlichen müssen sie, doch so mancher schiebt das möglichst weit nach hinten und stellt dann in aller Stille seine Bilanz beim Bundesanzeiger ein. Der allerdings hat eine schlichte, funktionale Web-Seite, bei der jeder Medienjournalist eigentlich mal [...]


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			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>Medienunternehmen fordern redaktionell gern Transparenz &#8211; bleiben die aber selbst meist schuldig. Zumindest, wenn es um ihre Wirtschaftsdaten geht. Veröffentlichen müssen sie, doch so mancher schiebt das möglichst weit nach hinten und stellt dann in aller Stille seine Bilanz beim Bundesanzeiger ein. Der allerdings hat eine schlichte, funktionale Web-Seite, bei der jeder Medienjournalist eigentlich mal gelegentlich vorbeischauen sollte.</p>
<p>So findet sich dort seit vorgestern die Bilanz des Waz-Konzerns. <a href="https://www.ebundesanzeiger.de/ebanzwww/wexsservlet?session.sessionid=35c8d1e73e0c392146c8c05a22bb4be3&amp;page.navid=detailsearchlisttodetailsearchdetail&amp;fts_search_list.selected=55a8facbd9b25a11&amp;fts_search_list.destHistoryId=5" target="_blank">Die Bilanz von 2008, wohlgemerkt</a>. Kerndaten: 1,255 Mrd. Euro Umsatz, 11 Mill. Euro Verlust. Unschön. Noch unschöner, dass schon die Bilanz des Vorjahres nur doch Verkäufe über Wasser gehalten wurden. So heißt es:</p>
<p><em>&#8220;Der deutliche Rückgang des Konzernjahresergebnisses von + 199,9 Mio. € auf &#8211; 11,1 Mio. € ist im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass dem im Vorjahr realisierten hohen Veräußerungsgewinn aus dem Verkauf einer Beteiligung im Geschäftjahr kein Äquivalent gegenüber stand.&#8221;</em></p>
<p>Andererseits werden die im Jahr 2009 abgebauten Mitarbeiter zu Wutanfällen neigen, wenn sie lesen, dass ihr Abschied vorhersehbar war:<span id="more-3025"></span><br />
<em>&#8220;Die WAZ Mediengruppe sieht sich im Geschäftsjahr 2008 wie auch im Vorjahr einer übersichtlichen Risikolage gegenüber. Nennenswerte Risiken bestehen zum aktuellen Zeitpunkt nicht.&#8221;</em></p>
<p>Und da hier bei der Indiskretion das Interesse am Bereich Online sicher hoch ist, überlasse ich mal die blumigen Ausführungen für diesen Bereich der Kommentierung durch die Leser:</p>
<p><em>&#8220;Marktchancen werden auch in dem weiteren Ausbau des Online-Portals „DerWesten.de&#8221; über die Landesgrenzen von NRW hinaus gesehen. Die Weiterentwicklung bestehender Bereiche und die Erschließung neuer Geschäftsfelder auf dem Gebiet der Neuen Medien werden auch aus der Kooperation mit einem anderen Verlag erwartet. Daneben werden die mit Partnern betriebenen Onlineportale des Anzeigennetzwerks „markt.grup-pe.de&#8221; laufend an aktuellen Markttrends ausgerichtet.</em></p>
<p><em>Zur Steigerung der werberelevanten Zugriffszahlen wird „DerWesten.de&#8221; auf der größten sozialen Netzwerkplattform „Facebook&#8221; vertreten sein, auch wird es eine Zusammenarbeit mit der internationalen Fotoplattform „seen.by&#8221; geben. Neben weiteren Kooperationen sind verstärkt eigene lokale Videobeiträge geplant. Zudem strebt die WAZ Mediengruppe an, ihr Online-Angebot mit Videobeiträgen des Zweiten Deutschen Fernsehens (ZDF) weiter auszubauen. Auch der regionale Fernsehsender NRW.TV wird Beiträge des Mainzer Senders ausstrahlen können.&#8221;</em></p>
<p>Ja, sogar eine Facebook-Fanseite findet Eingang in den Geschäftsbericht eines Milliarden-Konzerns. So kann man auch mit kleinen Sachen, großen Leuten Freude machen.</p>
<p>Wer an anderen Medienunternehmen Interesse hat, findet im Ebundesanzeiger übrigens auch die Information, dass Dieter von Holtzbrinck 35 Millionen in seine <a href="https://www.ebundesanzeiger.de/ebanzwww/wexsservlet?session.sessionid=35c8d1e73e0c392146c8c05a22bb4be3&amp;page.navid=detailsearchlisttodetailsearchdetail&amp;fts_search_list.selected=0131cc642bc9a007&amp;fts_search_list.destHistoryId=6" target="_blank">Stiftung</a> gesteckt hat. Oder dass sein Bruder Stefan mit seinem <a href="https://www.ebundesanzeiger.de/ebanzwww/wexsservlet?session.sessionid=35c8d1e73e0c392146c8c05a22bb4be3&amp;page.navid=detailsearchlisttodetailsearchdetail&amp;fts_search_list.selected=884d26afc09b73fa&amp;fts_search_list.destHistoryId=10" target="_blank">Konzern</a> 2008 bei einem Umsatz von 2,58 Mrd. Euro ein operatives Ergebnis von 130 Millionen erzielt hat. Bei Lokalverlagen muss man manchmal ein wenig graben, bis man die richtige Gesellschaft findet &#8211; aber es lohnt sich. Schade, dass Medienjournalisten so selten diese Gelegenheit nutzen.</p>


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