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Tun Sie mir einen Gefallen?

Vielleicht gehören Sie zu jenen Menschen, die das Glück haben, in den kommenden Wochen und Monaten auf einen der drei deutschen „Internet-Minister“ zu treffen. Also Wirtschaftsministerin Brigitte Zypries, Innenminister Thomas de Maizière oder Infrastrukturminister Alexander Dobrindt, die ja alle irgendwie mit Digitalisierung zu schaffen haben.

Oder treffen Sie gar auf die Kanzlerin?

Noch besser.

Ach was. Vielleicht treffen Sie irgendein Mitglied der aktuellen Regierung oder des aktuellen Bundestages, das reicht auch schon.

Diese Person, egal ob Kanzlerin, Kaiser oder Königin, sprechen Sie mal auf den Breitbandausbau in Deutschland und die Deutsche Telekom an. Wie es denn so stehe um diese unabdingbare Nervenbahn des digitalen Wirtschaftsstandortes, könnten Sie beispielsweise fragen.

Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass dann eine der üblichen Regierungs-PR-Floskeln folgt wie jene von Alexander Dobrindt, dass Deutschland bis 2025 ein „konvergentes Gigabitnet“ bekommen soll.

Wenn es zu diesem Moment kommt, dann hauen sie jener Person so hart auf die Schulter, dass es ihr schmerzt. Ja, auch Angela Merkel oder Brigitte Zypries, es gehört zur Gleichberechtigung, für Unsinn geschlechtsneutral vom Wähler bestraft zu werden. Und dann sagen Sie im höflichen Fall „Ach kommen Sie, das glauben Sie doch selbst nicht“ oder für Freunde ruppigerer Herangehensweise „Hey, verarschen können Sie andere.“

Denn nach dem, was ich vor wenigen Minuten von der Deutschen Telekom erfuhr, sind solche Aussagen von Gigabitnetzen mit „Wolkenkuckucksheim“ noch geschönt beschrieben.

Deutschland – die Breitband-Diaspora

Schon heute hängt Deutschland ja meilenweit zurück in Sachen Internetzugang – und das war noch nie anders. Bei den Ländern mit dem schnellsten Zugang reicht es gerade mal für Platz 25 – eine Schande und ein veritables Problem für den Wirtschaftsstandort.

Solche Zahlen machen zum Beispiel alle Babbelei von Industrie 4.0 (was im Rest der Welt einfach Smart Factory heißt) obsolet: Ein Maschinenbauer ohne superschnelle Datenleitung wird halt die Maschinen seiner Abnehmer nicht online warten können.

Nun bin ich seit langen Jahren Kunde der Deutschten Telekom und das durchaus bewusst: Ich kann wenig über den Service klagen. Selbst die Techniker, die ins Haus kommen (die sind natürlich keine Angestellten der Telekom, sondern freie Mitarbeiter) waren immer weitestgehend pünktlich und immer freundlich.

Seit Anfang des Jahres regen sich bei mir allerdings Zweifel. Denn jenen Vorwurf, dass deutsche Zugangsanbieter weniger Geschwindigkeit ausliefern als vertraglich zugesichert, kann ich nur unterschreiben: Seit Jahresanfang zickt auch unser Anschluss erheblich, Zitter-Fernsehen und aus dem Wlan-Netz geworfene Geräte inklusive. Doch die Telekom konnte auf Anfrage keinen Fehler ausmachen.

Wenige Wochen später ein überraschendes Schreiben, dass mir schreienderweise eine bessere Welt versprach:

„Entscheiden Sie sich jetzt für den Anschluss der Zukunft. Ihr Handeln ist erforderlich – sonst müssen wir Ihren jetzigen Anschluss leider bald kündigen.“

Denn, das ist bekannt, die Deutsche Telekom stellt ihr gesamtes Netz bis 2018 auf IP-Telefonie um. Dafür sind technische Umstellungen nötig und die Telekom macht ihren Kunden diese richtige und logische Umstellung mit warmen Worten schmackhaft:

„Wir bauen das Telekommunikationsnetz der Zukunft und eröffnen Ihnen immer neue Möglichkeiten: Daten würden künftig noch schneller übertragen. Fernsehprogramme laufen in HD-Qualität. Anschlüsse verfügen über mehrere Telefonnummern und schaffen die Voraussetzung für bessere Sprachqualität beim Telefonieren.“

Tja. All das ist – eine Lüge.

Telekom-Anschluss der Zukunft: langsamer als vorher

Denn bisher liefert mir die Telekom magere 25 Mbit aus. Das ist traurig wenig, doch als wir vor über 10 Jahren unsere Wohnung bezogen, bot kein Anbieter mehr. Und dann gewöhnt man sich halt irgendwie dran, hat auch keine Lust zu wechseln und die Telekom hat während des vergangenen Jahrzehnts auch nichts an dieser Geschwindigkeit geändert.

Wohlgemerkt: Wir reden hier nicht über das angeblich so unterversorgte Land. Wir reden über Düsseldorf, eine mit wohlhabenden Menschen recht gut gesegnete Stadt von überdurchschnittlicher Bedeutung für die Wirtschaft. Und wir reden über ein Straße, die auf der einen Seite grenzt an eine Gegend mit deutlich überdurchschnittlichen Einkommen und auf der anderen Seite von einer Gegend die gerade turbogentrifiziert wird.

Und selbst hier, wo eine hohe Zahlungsbereitschaft und -fähigkeit für flotte Datenleitungen zu vermuten ist, erfolgt innerhalb eines Jahrzehntes keine Erhöhung der Internetgeschwindigkeit über die Marke der Erbärmlichkeit hinaus.

Nun aber wird es besser, behauptet die Deutsche Telekom. Denn der „Anschluss der Zukunft“ kommt.

Oder?

Oder es kommt ganz anders. Denn die Telekom versteht unter dem „Anschluss der Zukunft“ keine erhöhte Geschwindigkeit – sondern eine signifikant NIEDRIGERE.

Die sehr nette und sehr höfliche Mitarbeiterin am Telefon war selbst „geschockt“. Durch die Umstellung auf IP-Telefonie wird es der Deutschen Telekom nämlich nicht mehr möglich sein, unserem Haus eine VDSL-Anbindung zu gewähren. Somit sinkt die maximale Geschwindigkeit von derzeit 25 Mbit auf 16 Mbit.

Unter dem „Anschluss der Zukunft“ versteht die Deutsche Telekom also surfen mit einem Drittel weniger Geschwindigkeit. Und diskutieren will sie darüber auch nicht: Unter dem schmucken Werbevideo zum Thema sind die Kommentare deaktiviert – der Konzern wird wissen, warum.

Nun ist die Deutsche Telekom ja nicht irgendwer. Sie ist ein Teil-Staatskonzern und der Marktführer in Deutschland. Immer wieder fällt sie dabei auf, ihre Interesse weit vor die Interessen des Wirtschaftsstandortes stellt.

Nehmen wir nur den Kampf von CEO Timothes Höttges gegen die Netzneutralität. Und als Startups dagegen protestierten, hieß es lapidar, sie könnten ja schnellere Zugänge gegen Anteile bekommen. Wohlgemerkt: Dann beteiligte sich an ihnen ein Staatskonzern, dessen Venture-Abteilung seit langen Jahren nichts auf die Kette bekommt.

Und ganz nebenbei wird dann viel Geld versenkt in Totgeburten wie den Messenger immmr (Fun Fact: Dessen Kampagnenhashtag #sayitwithimmmr wurde im Jahr 2017 auf Twitter bisher von exakt keiner Einzelperson außerhalb der mit immmr verbundenen Personen verwendet – scheint ja voll steil zu gehen das Teil).

Fragt man bei kundigen Menschen nach, zeichnet sich ein größeres Bild ab. Die Telekom-Lobbyisten vertreten gegenüber Politik und Medien nämlich die Ansicht, man müsse nur ein wenig warten – auf 5G. Jener neue Mobilfunkstandard mache einen großflächigen Breitbandausbau unnötig, weil ja dann alle ihre Daten aus dem Mobilfunknetz bezögen. Möglicherweise beginnt der Rollout im Jahr 2020, doch derzeit sind nicht einmal die finalen Absprachen getroffen, wie der Standard denn aussehen wird. Ob der dann auch durch eine deutsche Altbauwand dringt ist völlig offen.

Politikern und Journalisten ist aber eingetrichtert worden, sich auf 5G zu konzentrieren. Sprich: Die Zukunft des Wirtschaftsstandortes hängt an einem Luftschloss, für das es nicht mal einen finalen Bauplan gibt. Und wenn wir uns an die Probleme beim Start von LTE erinnern, dann wäre es eine leicht zu gewinnende Wette zu sagen: Selbst BER wird früher ans Netz gehen als 5 G. Trotzdem folgen selbst Branchen-Reporter dieser Kommunikationslinie der Telekom, genauso wie sie auf Wunsch der Telekom den CEO nicht mehr Timotheus Höttges nennen, sondern Tim.

Stück für Stück zeigt sich, dass die Deutsche Telekom in ihrem aktuellen Vorgehen ein Krebsgeschwür im Hirn des Wirtschaftsstandortes Deutschland darstellt.

Und deshalb: Wenn Sie einem jener Politiker begegnen und dieser Ihnen die Lüge von den Anschlüssen der Zukunft an die Backe nageln möchte, lachen Sie diesen Volksvertreter einfach aus und verwehren Sie sich dagegen, derart angelogen zu werden.

Nachtrag vom 25.5.17: Zum zweiten Mal schreibe ich kritisch über die Deutsche Telekom und zum zweiten Mal setzt der gleiche Effekt ein. Hier laufen Kommentatoren auf, die eindeutig Stellung für die Telekom beziehen. Anscheinend gibt es Foren, in denen sich Mitarbeiter zu solchen Solidaraktionen formieren. Es ist natürlich schön, dass der Konzern so treue Lohnempfänger hat. Andererseits stellt sich die Frage, ob es Social Media Guidelines bei der Deutschen Telekom gibt. Wenn ja, und wenn diese sauber formuliert sind, dürften die hier Kommentierenden eindeutig dagegen verstoßen. 

Nachtrag vom 31.5.17: Einige Kommentatoren behaupten, mein Fall sei ein Einzelfall. Tja, vielleicht auch nicht. Denn auch im Münsteraner Hafen – immerhin eine wichtige Ansiedlungsstätte für liquide Kreativunternehmen – sinkt die Bandbreite sogar von 50MB auf 16:


Kommentare


mkzero 24. Mai 2017 um 13:03

Selbst wenn man auf 5G warten wuerde, ist diese Aussage, dass es ein Ersatz fuer Glasfaser waere einfach nur unverschaemt. Aber das kennt die Telekom ja – Anschluss wegen „Wartung“ abschalten und fuer die 6 Wochen bis zur Reaktivierung einen kostenpflichtigen Surfstick mit 10GB volumen fuer 60 euro anbieten. Wer glaubt, dass die Kosten fuer deutsche Datentarife mit 5G besser werden glaubt sicher auch, dass die aktuellen Preise und Geschwindigkeiten irgendeine Berechtigung haetten…

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-1 24. Mai 2017 um 15:04

Bei uns haben die 2013 nen Kooperationsvertrag mit der Telekom beschlossen, für besseres Internet und Medien und so. [1]
Dann hat man einfach die Kabel von Unitymedia abgeklemmt, alle Bewohner durften sich bei der Telekom oder Unterhändlern nen anderen Vertrag holen.
Tolles Internet gibt’s natürlich nicht: bei Unitymedia hätten wir locker 200 Mbit haben können, jetzt sind’s halt nur 16 Mbit \o/
[1] https://www.lbg-online.de/presse/aktuelle-berichte/newsdetail/artikel/210/lbg-unterzeichnet-kooperation-mit-der-telekom/

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dot tilde dot 24. Mai 2017 um 15:33

bei mir ist es die ip-telefonie, die mich ob meiner anschlusskündiging durch die telekom beunruhigt. nach den peinlichen ausfällen einiger hunderttausend anschlüsse letzens trauere och jetzt schon diesem für mich zentralen feature pots über kupferkabel hinterher.

.~.

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Falk D. 24. Mai 2017 um 15:47

Die größere Lüge ist eigentlich die, dass der Kunde durch die „Digitalisierung“ oder „das Netz der Zukunft“ Vorteile erhielte bzw. im Falle ISDN die, dass eine Digitalisierung stattfände.
ISDN ist bereits ein digitales Netz in ternärer Darstellung. Das ISDN-Netz hatte eine Verfügbarkeit von 99,9% (ein Tag Ausfall alle 3 Jahre) in Deutschland. VoIP von der Telekom liegt bei 96% (etwa eine Woche Ausfall pro Jahr).
HD-Voice ist eine Marke für die Nutzung des Codec G.722. Das konnte ISDN auch, vor allem auch zu Mobilfunknetzen und Analogen Anschlüssen. Es hieß nur etwas spröde 7kHz Fernsprechen. In sofern gibt man ein extrem zuverlässiges System mit einer auf dieses angepassten Infrastruktur auf um diese Infrastruktur für einen Dienst zu nutzen, der bei der Anlage der Hardware gar nicht existierte, statt mit einer Glasfaser eine Struktur zu schaffen, deren Nutzungsspektrum tatsächlich kaum begrenzt ist. Oder wie die Telekom es nennt: „Endlich.“

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Peter Rodewald 24. Mai 2017 um 17:16

Bei uns gibt es nur 384 KB/s für 34,95 € und bis 2020 ändert das nichts .

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Moritz J. 24. Mai 2017 um 17:43

Populistisches Gerede ohne technisches Know-How, um Reichweite zu generieren. Fazit: Viel geschrieben, ohne auf den Punkt zu kommen – Bildniveau. Kein (!) technischer Hintergrund wird erläutert. Welche technische Plattform wird verwendet? Wie sehen die allgemeinen technischen Ressourcen vor Ort aus? Bringt aber auch nichts, dies jemandem zu erklären, der die Zusammenhänge nicht versteht.

Viele Grüße

HINWEIS VON THOMAS KNÜWER: Dieser Kommentar wurde aus dem Konzernnetz der Deutschen Telekom (nicht dem Kundennetz) gepostet.

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Thomas Knüwer 24. Mai 2017 um 17:51

@Moritz: Welche technischen Hintergründe sind denn nötig um zu verstehen, warum im Jahr 2017 eine innerstädtische Besserverdienenden-Nachbarschaft von der Telekom mit einem Drittel weniger Bandbreite versorgt wird als zuvor?

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Ralph 15. Juni 2017 um 10:52

Was interessiert mich die dahinter liegende Technik?
Die Geschwindigkeit sinkt! PUNKT

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Ramona 13. Juli 2018 um 13:10

Mein Beilied.

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Ramona 13. Juli 2018 um 13:15

Die Autorin betrachtet die Auswirkungen, die leider so sehr viele Menschen UND Unternehmen betreffen. Für den Hintergrund sollte die Telekom sorgen, die ja das Netz der Zukunft baut. Selbst die Mitarbeiter an den Telekom-Telefonen wissen nicht, wie der Rückbau technisch funktioniert und warum das passiert.

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Drosselkom 11. September 2018 um 14:53

Das beweisst gutes technisches know how – 1 Punkt für Herrn Knüwer

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Simon S 24. Mai 2017 um 21:11

Dieser Report ist dermaßen Unsachlich und wurde von jemandem verfasst der, aus persönlichen Eindrücken Rückschlüsse und eigenen Erfahrungen auf den Ausbau und die Netzstruktur in ganz Deutschland schließt. Denn die Wahrheit ist doch, dass die Leute hierzulande immer nach mehr Bandbreite schreinen ohne sich im klaren darüber zu sein was ein FTTH Ausbau kostet. Der große Teil der Bevölkerung wäre eben nicht bereit für einen 250MBIT/S Anschluss auch das nötige Kleingeld auszugeben. Daher ist der Ausbau der Telekom mit Vectoring genau der richtige Schritt. Und nur weil dein Wohngebiet erst auf IP umgestellt wird, bevor der Ausbau kommt muss man nicht so eine Welle schieben. Zumal du kein fundiertes Wissen darüber hast, weshalb bei dir noch nicht ausgebaut wird. Es gibt extrem viele Auflagen und Dinge die geklärt werden müssen, da kann das nun mal dauern. Generell baut die Telekom nämlich das Netz der Zukunft und das ist einfach aus IP Basis nur sollte allen Beteiligten klar sein ,dass das nicht von heute auf morgen geht UND auch sicherlich hier und da mit Komplikationen verbunden ist.

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Thomas Knüwer 25. Mai 2017 um 7:49

@Simon: Da Sie zu den Menschen gehören, die hier offensichtlich nicht regelmäßig mitlesen, ein Hinweis: Ich war 14 Jahre lang Journalist beim Handelsblatt und habe unter anderem auch über die Telekom-Branche geschrieben. Aus dieser Zeit sind etliche Kontakte erhalten geblieben, weshalb ich hier nicht rumfantasiere. In meiner Beratungstätigkeit war ich außerdem ebenfalls schon für einen der großen Telco-Konzerne tätig.

Woher nehmen Sie die Behauptung, die Menschen wären nicht bereit zu zahlen? Ich glaube, das ist ein Irrglauben, der sich in der Telekom-Industrie festgesetzt hat (der Sie vermutlich auch angehören – und anscheinend auf Seiten der Deutschen Telekom). Tatsächlich gibt es um mich herum jede Menge Menschen, die bereit wären MEHR für einen Anschluss zu zahlen, wenn der a) mit höherer Geschwindigkeit verbunden wäre und b) Service böte.

Stattdessen liefern sie sich eine Preisschlacht, weil sie sich nicht vorstellen können, dass es anders geht.

Am Ende aber zählt ohnehin nur eines: Nach über 10 Jahren gelingt es der Deutschen Telekom nicht, die Breitbandgeschwindigkeit in einem Besserverdienendenvierten zu erhöhen – sie ist gezwungen diese zu senken. Die Gründe sind vollkommen egal, es ist eine Bankrotterklärung. Denn keine Kunde muss Verständnis haben, Kunden geben immer nur eines: Geld ODER Mitleid.

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Michael S 26. Mai 2017 um 0:19

„Nicht bereit mehr zu zahlen“? Dazu ein Kommentar von mir: In 2003 hab ich in Neu-Anspach bei Usingen rund 2500 Euro im Monat für 2.3 Mbit synchron bezahlt. Selbst für 10k Euro im Monat wäre nichts schnelleres zu bekommen gewesen. Die Alternative war (kein Witz!) 2Mbit über Glasfaser bei rund 18k Anschlussgebühren und rund 2300 Euro/monatlich (also langsamer und teurer). Und ja: Geld spielte (damals) in der Tat keine Rolle, da wir ein Dutzend Server in-house ans Netz bringen mussten. Selbst 2-4x SDSL über Multiplexer konnte (oder wollte) die Telekom nicht anbieten.

Selbst heute (14 Jahre später) ist dort bei 16 Mbit Ende der Fahnenstange, sofern man nicht einem (vom Autor genannten) Altvertrag über 25Mbit hat, aus dem einen die Telekom wiederum rauskegeln will.

Ich lebe heute in Kolumbien und hab 30 Mbit down, 10 Mbit up für rund 90 Euro im Monat mit Flatrate und fester IP im Office. Daheim LTE mit so viel Volumen, dass es fast eine Flatrate ist – für rund 95 Euro/monatlich im Rahmen eines Firmen-Mobilvertrages (2x Handy, einmal LTE Basis-Station). 200 Mbit (Glasfaser) würden mich rund 600 Euro im Monat kosten – sofern ich sie heute noch brauchen würde.

In Kolumbien geht das! In der Bananenrepublik Deutschland ist sowas – eben *wegen* – der Telekom halt nicht zu machen. Das ist schon ein Armutszeugnis und da können sich die Telekom-Trolle hier nicht rausreden – egal wie sie sich winden.

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Markus Eyrich 25. Mai 2017 um 9:42

Noch nie so viel Schwachsinn gelesen. Natürlich sind die Kunden bereit zu zahlen. Der Tiefbau als Argument das dieser zu teuer sei, diese Story ist mittlerweile auch uralt. Trenching und Co machen es billig. Warum man hier nicht wie in anderen Ländern einfach teilweise oberirdisch vorgeht ist mir ein Rätsel und genau diese Verweigerung ist doch der Grund warum wir mittlerweile Jahre hinter diversen anderen Ländern liegen. Wenn ich im Kreise der Verwandten, Bekannten und Kollegen über das Thema Internet rede kommt immer das gleiche heraus, jeder wäre dazu bereit Geld in die Hand zu nehmen und etwas mehr zu zahlen nur um endlich einen schnellen Internetanschluss zu bekommen, das sind also 100% Ja-Stimmen, ohne jetzt die Anzahl der Leute genau zu kennen. Und wie schon geschrieben, von mir aus kann gerne mit Vectoring gearbeitet werden, aber dann müssen so schwachsinnige Klauseln wie das 7 Jahre kein Ausbau in einem Fördergebiet stattfinden darf erst einmal begraben werden.

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Ramona 13. Juli 2018 um 13:17

Hmm, nur wenige Meter Richtung Ortsmitte in meinem Wohnort haben die Leute bis zu 100 Mbit. Und mein NAchbar, der am gleichen Verteiler häöngt, bekommt über 1&1 wenigstens 25 Mbit. Bin gerade dabei, hierfür Licht ins Dunkel zu bringen. ABer man schibet die Verantwortung hin und her, das wird noich spannend.

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mangus003 24. Mai 2017 um 21:46

Ich habe Ihren Artikel neutral gelesen und muss zugeben, dass einige Punkte wohl zutreffend sind. Es wird aber auch viel pauschalisiert und nur sehr oberflächlich betrachtet.
Zunächst ist dieses ‚Downgrade‘ bei Ihrem Anschluss technisch bedingt und wird meines Wissens im Laufe der All-IP Umstellung ebenfalls umgestellt. (Ich möchte gar nicht all zu weit in’s Detail gehen, aber es hat mit dieser weißen Kästen zu tun, die überall in der Gegend stehen)
Ein zukünftig nicht wachsendes Datenvolumen in Mobilfunktarifen halte ich schlichtweg für absurd, da bereits die ersten Weichen gestellt wurden um die Limits aufzuheben (StreamOn bei der Telekom, Unendlich surfen bei O2). Diese Grenzen, sowohl beim Datenvolumen als auch bei den Preisen, ist teilweise auch die Bundesnetzagentur schuld, die (berechtigterweise) um den Wettbewerb aufrecht zu erhalten große Netzanbieter reguliert.
Kurzum finde ich Ihren Artikel, wie eingangs erwähnt, oberflächlich und tatsächlich auch leicht hetzerisch. Mir fehlen Quellenangaben, untermauerte Argumente und konstruktive Kritik.

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Thomas Knüwer 25. Mai 2017 um 7:55

@Mangus003: Auch bei Ihnen vermute ich angesichts des Wanderungswegs, dass Sie Mitarbeiter der Deutschen Telekom sind. Das könnten Sie aus Fairnessgründen öffentlich machen.

1. Einem Kunden kann es vollkommen egal sein, warum ein Unternehmen eine Leistung nicht mehr bieten kann. Es bleibt der Fakt: In mehr als 10 Jahren gelingt es der Deutschen Telekom nicht, in einem innerstädtischen Besserverdienendenviertel die Breitbandleistung zu erhöhen – sie ist sogar gezwungen, diese zu senken. Dieser Fakt ist eine Bankrotterklärung.

2. Irgendwann könnte es wieder hochgehen? Weiß nur keiner, wird dem Kunden nicht gesagt. Folge: Der Kunde geht.

3. Ich habe nicht geschrieben, dass das Datenvolumen in Mobiltarifen nicht wächst. Nur weiß derzeit keiner, wann und um wieviel. Und deshalb ist es fahrlässig, daran die Zukunft des Wirtschaftsstandortes zu koppeln.

4. Über die Preise im Mobilfunk habe ich überhaupt nichts geschrieben.

5. Bei den fehlenden Quellenangaben muss ich eines hinzufügen: Ich war 14 Jahre lang Journalist beim Handelsblatt und habe unter anderem über die Telekombranche geschrieben – da gibt es noch ein paar Kontakte. In meiner Beratungstätigkeit habe ich außerdem für einen der großen Telco-Anbieter gearbeitet. Sprich: Ich fantasiere das nicht herbei.

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Patrick Hentschke 25. Mai 2017 um 10:59

Ich halte es für schwachsinnig, jeden der etwas kritischer an Ihren Kommentar herangeht, eine Mitarbeit bei der Telekom zu unterstellen, nur um ihn schon einmal im Vorfeld als weniger glaubwürdig dastehen zu lassen.
Das zeugt nicht von Glaubwürdigkeit Ihrerseits und wo die Person arbeitet, können Sie nicht wissen und selbst wenn Sie es täte, könnte sie immer noch eine eigene Meinung vertreten, wie Ihre so sehr geschätzten, nicht namentlich genannten, Kontakte.
Ich arbeite NICHT bei der Telekom sondern bei einem IT Dienstleister für mittelständige Unternehmen. – Einem IT-Systemhaus also.
Nur weil bei Ihnen die Bandbreite so nicht aufrechterhalten werden konnte, bedeutet das nicht, dass das bei jedem der Fall ist.
Ich wohne in einem mickrigen Dorf, welches ländlicher nicht liegen könnte und wir bekommen schwarz auf weiß am 12. Juni 100 mbit/s geschaltet.
Wie mein Vorredner schon sagte, kommt es oft nicht auf die Einwohnerzahl an, oder ob diese Zahlungswillig wäre, sondern auch auf die Infrastruktur und Politik der Kommunen.
Unser Bürgermeister hat sich eine nicht allzu lange Zeit etwas dahintergehängt, damit etwas getan wird und das hat sich ausgezahlt.
Viele denken, dass die Wahl eines Bürgermeisters o. Ä. keinen großen Einfluss aus sie hat, aber gerade was solche, speziell auf die Fläche bezogenen, Entscheidungen angeht, hat der Bürgermeister recht viel Macht, die er nur nutzen muss.
Dass die Telekom mit Absicht Ihren Anschluss verschlechtert, halte ich für Schwachsinn und aus Ihrer Frustration heraus geschrieben. Das Downgrade ist technisch bedingt und mit vielen Vorteilen verbunden, die (gerade für Unternehmen, die Ihnen ja so wichtig sind!) größtenteils höhergewichtig sind, als die paar mbit/s, die verloren gehen. Darüber hinaus, wird das bei Ihnen, was das downgrade angeht, eher ein Einzelfall sein.

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Thomas Knüwer 25. Mai 2017 um 18:37

@Patrick Hentschke: Ich bezeichne hier nicht jeden als Telekom-Mitarbeiter der pro Telekom argumentiert. Allerdings sind etliche Kommentare nicht online gegangen, die nur aus Beschimpfungen bestanden (das ist hier immer so) und einige davon waren als Mitarbeiter der Telekom identifizierbar.

In Sachen Vorteile: Die Telekom konnte mir keine vermitteln. Denn ihre Kommunikation konzentriert sich auf schnellere Daten und HD-TV. Klar, ich kann jetzt in besserer Sprachqualität telefonieren. Aber ich kenne kaum noch jemand, der über die Festnetzleitung telefoniert. Auf unserem Anschluss ruft nur noch ein älteres Familienmitglied und etliche Callcenter an.

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Peter 25. Mai 2017 um 9:33

Januar 2017. Der Stadtteil, Kernstadt, ist glasfaseriesiert.
Telekom Mitarbeiter klingeln an der Haustur und wollen mit einen VDSL-Anschluss verkaufen.
Ich bestelle dann im April 2017 nach Klärung der techn. Voraussetzungen einen 100/40 VDSL-Anschluss zusätzlich zum bestehenden unitymedia-Kabel-anschluss, mit dem ich derzeit nicht zufrieden bin.
Nach 1 Woche kommt dann die Absage, VDSL ist nun doch nicht in dieser Strasse verfügbar. In der Verfügbarkeitsprüfung ist es nun auch nicht mehr auswählbar.
Auf Nachfrage kann mir niemand bei der Telekom sagen, warum.
Die Stadtwerke planen ebenfalls in der Strasse keinen Glasfaserausbau.
Muss ich beim alten Unitymedia-anschluss auf Docsis 2 Protokoll aber mit echtem IP4 bleiben.
Ein Update auf schnelles Docsis 3 Protokoll wurde zu einem dual-Stack lite ipv4/ipv6 Anschluss führen, der so einige Probleme mit diversen IoT Devices und Gameconsolen führt. Von der Verfügbarkeit von reinen Docsis3 Kabelmodems abgesehen.
Und nein. Eine Fritzbox reicht nicht. Die scheitert bei unseren Geräten kläglich. Erst ein wesentlich besserer Asus-Router kann alle Pakete korrekt im Netzwerk routen.

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Markus Eyrich 25. Mai 2017 um 9:33

Und selbst wenn die Telekom mal in der Lage ist, schnelles Internet anzubieten, wie hier in einem kleinen Dorf bei Aschaffenburg geschehen (Wir haben jetzt seit 3 Jahren VDSL 50 wo vorher nur DSL 1000 war) dann wird es über so schwachsinnige Fördergelder und Kampagnen gemacht. Dazu eine mir vollkommen unverständliche Rahmenbedingung: In einem Fördergebiet (also wie bei uns) darf !!! 7 Jahre !!! kein weiterer Ausbau stattfinden. Technologisch wäre hier ohne Probleme nun Vectoring und Co. mit 100mbt möglich, aber sie machen es nicht, weil Sie laut dieser Förderrichtlinie 7 Jahre warten müssen. Was ist das für ein ausgemachter Schwachsinn ? Auch hier sind Kunden die für 100mbit gerne noch etwas an Gebühren drauflegen würden….

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T. Busse 25. Mai 2017 um 10:44

Hallo Herr Knüwer

Gleich vorweg. Nein ich bin kein Telekom Mitarbeiter und noch nicht mal Kunde, wie sie ja leicht daran sehen können wo meine Domain gehostet wird.
Ich habe durchaus großes Verständnis für ihren Unmut das ihr Abschluss zu langsam ist und sogar noch temporär reduziert werden wird. Doch im Gegensatz zu ihnen konnte ich die letzten zehn Jahre nicht mit 25 Mbit surfen sondern gerade mal sieben. Dies soll sich in den nächsten Wochen Dank Vectoring ändern und ich kann 100 Mbit bekommen.
Es ist natürlich ein Unding, dass ein Stadtteil voller Besserverdiener nicht von der Telekom bevorzugt wird und diese sich um einen schnellen Zugang für alle bemüht. Btw die „besseren“ Stadtteile meiner benachbarten Großstadt sind schon seit ein paar Jahren mit Vectoring oder gar Glasfaser versorgt.
Aufgrund ihres journalistischen und Telekommunikation bezogenen Hintergrundwissens ist ihnen ja mit Sicherheit nicht entgangen, dass die Telekom erst seit ein paar Monaten von Vermittlungsstellen aus Vectoring einsetzen darf nachdem ihr dieses von der Bundesnetzagentur untersagt war. Ich vermute, da sie ja auch kein genaues Wissen rund um ihre Umstellung preisgegeben haben, das die Bandbreitereduzierung eben mit dieser jetzt kommenden Aufrüstung einhergeht.
Ich bin mit ihnen völlig dacor das dies ärgerlich ist aber: Einzelschicksal!
Millionen profitieren zur Zeit bin massiven Netzausbau der Telekom und auch anderer Telekommunikationsunternehmen und der kann naturgemäß nicht überall gleichzeitig stattfinden. Ich konnte/musste auch 10 Jahre warten.

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Thomas Knüwer 25. Mai 2017 um 18:34

@T. Busse: Nur damit wir in einem klar sind: Ich will gar keine Bevorzugung von Besserverdiende – ich bin nur eiskalter BWLer. Und aus dieser Sicht heraus bietet der Ausbau in einer Nachbarschaft wie meiner den Vorteil, dass er marktwirtschaftlich Erfolg versprechend ist.

In Sachen Vectoring: Das ist für mich ein Desaster. Denn nun setzt man auf die alte Kupfertechnik, statt in Glasfaser zu investieren – auch dies ein Lobbyerfolg der Telekom.

Es ist vollkommen egal, aus welchem Grund die Breitbandreduzierung erfolgt. Fakt ist: Sie erfolgt. Es gibt ja auch keine Ankündigung, dass sich das irgendwann ändert. Und so gibt es auf mich als bloggendes Einzelschicksal viele mehr in der Nachbarschaft, die mit den Achseln zucken und zu einem anderen Unternehmen wechseln.

Sie – und die anderen Rechtfertiger hier – meucheln also nur den Boten der Inkompetenz.

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Falk D. 25. Mai 2017 um 13:22

Ich will noch mal bei den von „Moritz J.“ erwähnten „Ressourcen vor Ort“ einhaken: Der Telekom wurde eine komplette Infrastruktur und ein Kundenstamm – nennen wir es mal- geschenkt.

Während z.B. in Schweden in den 90ern die FTTH tatsächlich bis auf die letzte Insel gelegt wurde, klammerte sich die Telekom an der Doppelader fest und vernachlässigte bereits Stadtränder bei der Breitbandversorgung.
Diese Entscheidung pro Kupfer hat immer noch ein Geschmäckle, aber wenn ich die Lebensdauer der Leitungen in Frankreich zugrunde lege, müsste dieser Akt der Vetternwirtschaft normalerweise zumindest zu 50% rausgewachsen sein.
Hierzulande gibt es aber durchaus noch bleigemuffte Guttapercha-Abzweiger mit Siemens-Halske-Logo unter den Gehwegplatten. Obwohl bis in die Nuller-Jahre mit Blanko-Baugenehmigung und eigenem Bautrupp ausgestattet, hatte die Telekom eine sehr geringe Investitionsneigung. Da wurden lieber Immobilien-Gutachten solange neu ausgeschrieben, bis die Ergebnisse keine straf- und Aktien-rechtlichen Haftungsfolgen mehr erwarten ließen.

Die DTAG fällt immer wieder als Rüpel oder Hochnase auf, wenn es darum geht die Durchsetzung von Standards zu verhindern oder den Datenfluss im Internet zu blockieren. Welcher Möchtegern-Tier-1-Provider ist nur restricted am DECIX? (Hinweis: Level3 und Colt sind es nicht.)

Zum Thema Netz der Zukunft erinnere ich mich noch prima an einen Digitalisierungs-Workshop, bei dem man einem Lebensmittel-Einzelhandels-Filialisten mit 300 Filialen, dem die Telekom angesichts der Fax-Zuverlässigkeit der VoIP-Implementation der Telekom allen ernstes die Briefpost empfohlen wurde.
Es gibt keine T.38-Implementation bei der Telekom -wäre ja auch teuer – und bei Provider-Übergängen zerfetzt die nicht mehr deaktivierbare Echounterdrückung das Fax. Die Telekom sitzt das Problem einfach aus und den Kunden präsentiert man Aussagen, die wie das Marketing-Gewäsch „Netz der Zukunft“ (mit einem 40 Jahre alten Codec) oder „HD-Voice“ (weniger HD als ISDN) eine Beleidigung an den Intellekt darstellen. Der größte Klops ist noch „Wir haben damit sehr gute Erfahrungen gemacht.“, wenn das Kind im Brunnen ist und der Kunde quasi sein eigenen VoIP-Netz hochziehen muss.

(Ich arbeite zur Zeit als Dienstleister für einen Mitbewerber im Datacenter-Bereich.)

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Reiner Gothe 25. Mai 2017 um 13:39

Ich frage mich manchmal, was dieses Gekeife soll. Wo sind eigentlich die anderen Telekommunikationsunternehmen und Internetunternehmen bezüglich des Ausbaus. Ach na klar, wer durch ewiges Benachteiligungsgeheule endlich ein Stück vom Kuchen nach der Liberalisierung des Kommunikationsmarktes abbekommen hat und heute für 4,95 EUR eine Flatrate anbietet, der hat natürlich selber kein Geld übrig, selber was ordentliches auf die Beine zu stellen. Von Nichts kommt auch Nichts. Also, der Staat sollte mal lieber darauf achten, dass die Gewinne der Unternehmen nicht in die ewig offenen Mäuler der Aktionäre gesteckt werden, sondern in die Aufgabe des Breidbandausbaus. Aber so ist das wenn man staatliche Obligenheiten privatisiert. Danke

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Thomas Knüwer 25. Mai 2017 um 18:40

@Reiner Grothe: Wie Sie dem Artikel sicher entnehmen, kritisiere ich den Standort insgesamt und damit alle Telekom-Unternehmen. Allerdings habe ich noch von keinem gehört (und wenn man mit digital beruflich beschäftigt ist, redet mal viel über das Thema), das einem Kunden weniger Bandbreite anbietet als ein Jahrzehnt zuvor.

Die Aktionärsklage ist jetzt nicht so meins, ich bin da eiskalter BWLer. Allerdings können wir durchaus eine Position finden: Ich halte Telekom-Konzerne für schlecht gemanagt und für abgekoppelt von der Lebenswirklichkeit ihrer Kunden.

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Basti 25. Mai 2017 um 14:22

Artikel wurde mir von Google empfohlen, drum bin ich hier gelandet. Gekündigt hat die Telekom Entertain ISDN-Anschluss vor gut einem Jahr. Zu Vodafone gewechselt. Schau ich in die Fritte, verwenden die für Telefonie/Fax G.711 Kodierung. Funktioniert eigentlich ganz gut, gelegentlich SIP-Fehler. Ich dachte, ich würde ISDN mehr vermissen, tue ich nicht. Nur das Internet lahmt, seit wenigstens August gibt’s Koppelpunkt Überlastung. Da ist von VDSL dann nichts zu merken, geht in den Abendstunden runter auf 2Mbit/s oder so.

Möglich, das wegen geänderter Trennungsbedingungen bei IP-Migration statt VDSL nur noch DSL verfügbar. Oder wegen Beschaltungsgrad vor Ort, Verdienst spielt keine Rolle. Vielleicht ist aber auch nur eine Vermarktungssperre wegen Linecardwechsel oder BNG-Migration drin, frag doch noch mal wem vom TH Team @Thomas Knüwer.

Besser geförderter VDSL Ausbau als auf SchneckenDSL hocken bleiben @Markus Eyrich, selbst wenn jetzt sieben Jahre Sperre. Ohne Förderung würde wahrscheinlich wegen Unwirtschaftlichkeit niemand ausbauen.

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Barny 25. Mai 2017 um 15:29

Ich bin mit der Telekom vor Gericht, weil sie mir nicht aus dem Vertrag raus nehmen wollen. Da ich betrogen wurde ich sollte Glasfaser bekommen haben aber nicht bekommen.

Antworten

B.jost 25. Mai 2017 um 22:26

Da ich seit längerem für die deutsche glasfaser arbeite,kann ich über diese ganzen diskussionen nur schmunzeln…. Ftth bieten wir o h n e verlegungskosten für unter vierzig euro monatlich an. 200.000 er leitung konstant im up und download.
Noch fragen?

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Bonsaix 26. Mai 2017 um 2:52

25/16 MBit/s – das ist ja ein Traum, bei uns muss man mit der Telekom mit 4 MBit/s auskommen und so wie es aussieht wird sich in in den nächsten paar Jahren nicht viel ändern

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Marko 26. Mai 2017 um 9:01

Wer meckert sollte sich vorher informieren.
Schon mal was von Hybrid gehört? Damit bekommt mann durchaus weit über 50.000
Und sollte mann wirklich meckern wenn mann mehr hat als der Durchschnitt? Warum soll die Telekom da bauen wo es gut geht. Telekom baut sehr viel dort wo es notwendig ist und eben nicht an ihrem Anschluss.

MfG Marko

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Thomas Knüwer 26. Mai 2017 um 15:48

@Marko: Tja, hat die nette Dame nicht angeboten – in Sachen Personalschulung scheint es ebenfalls Ausbaubedarf zu geben.

Hätte aber auch nichts geholfen. Denn Hybrid erfordert ja eine stabile LTE-Verbindung am Router. Und die gibt es in unserer Wohnung, obwohl sie kein Altbau ist, nicht. So ist das halt in einem Land, in dem Wände nicht aus Pappe gebaut werden wie in den USA oder in UK.

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Barnick 26. Mai 2017 um 10:24

Sehr geehrter Herr Knüwer, sie sprechen mir aus der Seele. Wir bemühen uns( wohnen in Berlin ) seit 7 Jahren um eine schnellere Leitung . Wir durften eine Wunschanfrage stellen.Armes Deutschland

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Beobachter 26. Mai 2017 um 14:12

Zunächst einmal ist das hier, vor allem einschließlich der Kommentare, ein sehr anschauliches Beispiel dafür, wie es um die Kommunikationsfähigkeit von Konzernen und da ganz besonders von Otto Normalmitarbeiter steht. Wohlgemerkt: Nicht nur bei der DTAG.

Hier ist nun anscheinend das passiert, was diese Sure aus dem Wikipedia-Artikel über VDSL beschreibt:

>>> Im Rahmen des Ausbaus wurden nicht alle Kabelverzweiger überbaut, von denen in größeren Städten mehrere tausend existieren. Eine gewisse Zahl an Kabelverzweigern, die nicht überbaut wurden, werden über sogenannte „Querkabel“, das heißt herkömmliche Kupferkabelbündel von meist wenigen hundert Meter Länge, an die neuen DSLAMs angebunden. Kunden, die an diese nicht überbauten Kabelverzweiger angeschlossen sind, können damit in der Regel auch die neuen Hochgeschwindigkeitsanschlüsse erhalten, wenngleich sich durch die Querkabelverbindung auch die Entfernung und damit die gesamte Kabellänge zum DSLAM erhöht, was sich negativ auf die erzielbare Maximalgeschwindigkeit auswirken kann. <<<

… und sich in diesem Fall wohl richtig böse auswirkt: Leitungsdämpfung für das bereits anderweitig geschaltet gewesene VDSL2 jetzt zu hoch, nur noch ADSL2+ möglich. Da ist der Telekom-Mitarbeiter natürlich „schockiert“, denn im Sinne des Erfinders ist das freilich nicht.

Hat seine Ursache auch nicht in der Umstellung auf VoIP. Die ist vielmehr auch nur eine Folge des „Ausbaus“, der darin besteht, neue Outdoor-DSLAMs (die grauen Schränke mit der Übertragungstechnik) aufzubauen, von denen kein Kupfer mehr in die Vermittlungsstellen geht und damit natürlich auch keine Analogtelefonie und kein ISDN mehr möglich sind. (Es gibt sowieso nichts mehr dafür. Wirklich: Die Hersteller haben das Zeug bereits abgekündigt, da ist es mit Ersatzteilen usw. schon vorbei.)

Was das Stichwort Zahlungsbereitschaft betrifft: Ich hatte mir vor einiger Zeit mal interessehalber angeschaut, wie es in verschiedenen Ländern mit den Preisen für FTTH-Anschlüsse (in Marketing-Babysprache: „Gigabit-Anschlüsse“) aussieht. Die kosten überall doppelt so viel wie VDSL. Wie vielen Leuten ist es das wirklich wert?

In der Praxis habe ich hier 50 Mbit/s aus einem VDSL, das mit Staatsknete aufgebaut wurde und bei dem, wie hier auch schon von anderen Kommentatoren geschildert, für sieben Jahre kein Vectoring eingeschaltet werden darf. Bis dahin gibt es (und jetzt werde ich mal verbal brutal: aus Gründen der neoliberalen Ideologie) halt keine 100 oder 200 Mbit/s.

Ohne jenes Förderprogramm (mit dickem Werbeaufkleber des staatlichen Geldgebers an den Outdoor-DSLAMs) hätte es hier auch jetzt noch und in Zukunft nichts weiter als 3 Mbit/s aus der Vermittlungsstelle gegeben, mal abgesehen vom reichlich doppelten aus UMTS. VDSL mit Eigenmitteln auszubauen wäre in der Provinz komplett unwirtschaftlich, da braucht man sich nichts vorzumachen. Und FTTH: Wer soll das bezahlen, wer hat soviel Geld …

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Rouven Kasten 26. Mai 2017 um 23:39

Bei uns im Sportverein hat man uns nun auch den Anschluss seitens der Telekom zum Ende August 2017 gekündigt. Da man ab August auf IP-Technik umstellt. Aktuelle Situation: Wir haben einen Anschluss mit bis zu 16.000 MBit, davon kommen aber nur (Duisburger Süden, 1300m vom letzten Port/Router) 4000 MBit an, von denen man effektiv 2000-3000 MBit nutzen (Youtube schon grenzwertig) kann. Wir dürfen, wenn wir wollen auch auf den tollen neuen DeutschlandLA(h)M IP Tarif umstellen wenn wir möchten. Aber auch dann laut Hotline kein VDSL sondern weiterhin max. 16.000 MBit wie oben beschrieben. Man möchte wirklich heulen. Mit etwas Glück bekommen wir einen Hybridanschluss (DSL + LTE) für den wir aber dann noch eine Außenantenne setzen müssen da dicke Betonwand, denn den 399€ teuren Router kann man ja nicht ins Freie stellen. Die Kosten dafür müssen wir leider selber tragen. Hoffentlich aber da wir als Verein ein Geschäfts- und kein Privatkunde sind, bisher konnte ich den Hybrid nämlich für Geschäftskunden nicht finden. Back to the 90ies!

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Moon 3. Juni 2017 um 8:08

Welcher Hirni kam eigentlich auf die Idee 5G als die Lösung zu verkaufen? Was soll ich mit nem Shared Medium, wo sich alle die Bandbreite teilen müssen, was die Telekomiker dann wieder als Vorwand nutzt, mittels Zero-Rating den Wettbewerb zu verzerren und Kunden und Anbieter abzuzocken.

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Tim 3. Juni 2017 um 13:37

@ Thomas Knüwer

Ein Maschinenbauer ohne superschnelle Datenleitung wird halt die Maschinen seiner Abnehmer nicht online warten können.

Äh … Schon mal mit Industrieunternehmen zu tun gehabt?
Woher stammt bloß die alberne Annahme, die deutsche Industrie brauche „superschnelle Datenleitungen“? Aus der Industrie sicher nicht. Dort stören ganz andere Nachlässigkeiten der Politik.

Der Verbandsslogan (mehr ist es nicht) „Industrie 4.0“ ist in vielen Produktionsstätten ohne großes Brimborium seit langem Realität. Wenn in Vorträgen auf Industrieforen die 3-5 bekannten Internethansel die typische Breitbandforderung vorbringen, können Ingenieure nur etwas genervt lächeln.

Merke: Wir haben nicht mehr 1995, und Industrieingenieure sind keine Idioten.

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Thomas Knüwer 3. Juni 2017 um 18:48

@Tim: Dann versuchen Sie mal globale Onlinewartung von Maschinen mit ner 16 Mbit-Leitung – viel Spaß.

Industrie 4.0 ist ein schönes Beispiel für das in Deutschland dominierende Blendwerk. Es handelt sich hier um einen PR-Begriff, der für ein Forschungsprojekt erfunden wurde. Und nun sonnen sich viele darin, Industrie 4.0 zu machen – weil dieser Begriff so wunderbar unscharf ist.

Tatsächlich ist Deutschland im Bereich Smart Factory keineswegs so weit, wie es gerne wäre – gerade im Mittelstand. Dass Fachkräfte fehlen ist nichts Neues. Doch nach einer Studie von von Crisp Research besitzen 50% der befragten Mittelständler keine Digitalstrategie. Dies kann ich aus unserer Beratungspraxis bei kpunktnull nur bestätigen.

Ich empfehle zur Lektüre das Buch „Deutschland 4.0“ von Tobias Kollmann & Holger Schmidt, dass dieses Thema intensiver angeht.

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Jupp Posipal 14. Juni 2017 um 18:26

Ja der Begriff „deutschen TK-Diaspora“ trifft uneingeschränkt zu. Ob ausreichende Mindestbandbreite, angemessener Kundenservice, dauerhaftfunktionierende TK-Netzknoten, Netzbasisqualität, klare Zuständigkeiten -unter den TK-Anbietern-, akzeptable Mobilfunkabdeckung GSM-UMTS-LTE, generelle Wettbewerbsangebotsalternativen, bzw. Kosten-Nutzen-Relation bei Standardentgelten, BGB-feste Kundenrechte, usw. ,usw.. In keinem dieser (und noch anderer) TK-Teilfelder werden im europäischen Vergleich noch Spitzenpositionen eingenommen. Der Trend zum Dritte-Welt-Status beim 4.Produktionsfaktor „Kommunikationsgrundlagen/Vernetzung“ wird mit der aktuellen Parteiendemokratur nicht aufzuhalten sein!
Regierungsvertreter, aber auch fachlich zuständige Abgeordnete (man müsste, man sollte, man könnte; oder man sei zuversichtlich…) drücken sich seit 1998 (TK-Liberalisierung) vor weiteren klaren und nachhaltigen regulatorisch verbindlichen TK-Grundsatzentscheidungen mit transparenter Umsetzung selbst wolkig formulierten Regulierungsvorgaben bzw. TK-Versorgungsziele (z.B. BK Merkel vor inzwischen zehn Jahren; ->bis 2018 (!) sind alle Haushalte -exklusiv- mit min. 50 MBit/s erschlossen bzw. anschließbar).
Anstelle bundesweit regionalisierter (z.B. auf Stadt oder RP-Ebene) TK-Infrastrukturauschreibungen (-> z.B. mit späterer Universaldienstumlageabrechnung bei nicht kostendeckender Refinanzierung durch alle dort lokal anbietenden TK-Unternehmen) wurde die Telekom politisch geschützt; (jetzt mit Netzneutralitätsausnahmeabsichten); damit diese ihre VSDL- und Vector-Technologie weiterhin „rechtlosen“ Kunden mit lausigen Anschlussmindestbandbreiten überteuert andrehen kann.
Statt über Google, Facebook und Amazon (als Netznutzungsschmarotzer) zu schimpfen, wurde es von den TK-Anbietern mit Milliardenumsätzen (!) versäumt, den eigenen Laden (im internationalen Internetzeitalter) wettbewerbsrelevant auf Vordermann zu bringen. Leider sind die alternativen Festnetzanbieter auch nicht viel besser; konnten aber durch ihre lamentierende Regulierungsjuristen (und eine unfähige Fachpresse) viel zu lange von den eigentlichen Knackpunkten ablenken. Infrastruktur-Joint-Ventures oder Ausbaugenossenschaften hätte ja vielleicht das eigene Geschäftsführergehalt gefährdet.

Nach eingestrichene UMTS-Versteigerungsmilliarden (bei wolkigen Erschließungsversprechen der Mobilnetzbetreiber und politisch unterwürfigen Landesbestätigung (Digitale Dividende I) hinsichtlich flächendeckend „erreichter“ Mindestbandbreite (min . 2MBit/s im ganzen Land); wurden unsere Kids sowie unbedarfte Kunden über ungerechtfertigt in Rechnung gestellte Mobilfunkmehrwertdienste (Tel-Nr. /SMS-Ziele mit 22 ..; SDS-Info-Dienste etc., via Kleinbeträge = gewerbsmäßiger Betrug) nahezu wehrlos regelrecht abgezockt und ausgenommen. Anstelle eines 5. politisch postulierten Mobilfunkbetreiber (vgl. QUAM- und Mobilcom-Mitsteigerung bei UMTS) haben wir in der BRD, nach dem Verkauf von ePlus an Tefonica, nur noch drei physische Oligopolisten. Durch politisch zu verantwortende Frequenzversteigerungen nur flächendeckend im Bundesmaßstab, anstelle regionalisierter Mitsteigerungsmöglichkeiten, können die drei Oligopolisten (z.B. im Vergleich zu Mobilfunk FLAT-Rates in Frankreich) unverschämte Entgeltpauschale einstreichen, weil zusätzlich u.a. die permanente Verwendung ausländischer SIM-Karten für Nutzer mit Wohnsitz in Deutschland weiterhin unterminiert wird. Obwohl die länderübergreifende Rooming-Verrechnung marginal reduziert wurde, sind EU-Urlaubstarife, oder geschäftlich weltweites Rooming physisch durch nichts gerechtfertigt.
Über die Verteilung weiterer Milliardenerlöse aus zweiten Frequenzversteigerung (Digitale Dividende II) und DVB-T2-Frequenzzusagen in Länderhoheit (mit einer Zwangsverschrottung für alle Bürger mit DVB-T ALT-Equipment) haben sich die Landesregierungen die jeweils erforderliche Bundesratszustimmung zu entscheidenden TKG-Novellierungsinhalten (im Sinne der Telekom und des Bundes als deren Hauptaktionär) abkaufen lassen.
Jetzt müssen es die Bürgermeister unter aufwendiger sowie „undurchsichtigen“ marginalen EU-Glasfasernetzuschüssen selbst richten, damit in lokal bestehenden Gewerbegebieten nicht weitere kleinere oder mittlere Unternehmen bzw. der Mittelstand endgültig abhaut. Welcher Neubürger oder Investor zieht den in Areale mit einer partiellen Mindestbandbreite unter 100 Mbit/s? Warum gehen 2017 allerdings die meisten EU-Gelder denn nach Bayern?
Halt Klientel-Politik wie inzwischen überall!!!

Nachdem formale Telefoniebetriebsvorgaben für das VoIP-Zeitalter regulatorisch-politisch heruntergewirtschaftet (fehlende Betriebsnormierungen -> Quantisierungsdefekte; Netzstörungen durch partiell ansteigende Stromausfälle, Identitätsdiebstahl durch Rufnummernklau, völlig unklare TK-Anbieterzuständigkeiten bzw. TK-Produktverantwortungen, Nicht- oder Fehlereichbarkeiten, etc., etc.) wurden, wird die viel zu träge Bevölkerung (einschließlich Industrierepräsentanten als essentielle TK-Nutzer, beispielsweise für ihre Kundenkontakte) erst dann erst wach, wenn entweder der eigene Betrieb abgebrannt ist (zuzüglich Arbeitsplatzreduzierung wegen Produktionsverhinderung), oder private Notfallopfer/Unfallpatienten sterben mussten; weil weder das Telefon, die Brandmeldeanlage oder das Mobilfunknetz funktioniert (Notruf 110/112), weil in hiervon betroffenen Stadtteilen für mehrere Minute die öffentliche Stromversorgung (für sämtliche nicht USV-versorgten oder nicht versorgbaren -!- TK-Netzkomponenten im betrieblichen Hintergrund; ->IP-Vernetzung, Übertragung, Mobilfunkzelle, usw.) ausgefallen ist.

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Sacha Gortchakoff 29. August 2017 um 21:04

Hoch interessant !
Warum ich gerade auf Ihre Seite stieß: ich möchte wissen, welche Technologie das Rennen machen wird: TV-Kabel oder DSL ? (die gehören ja auch immer unterschidlichen UNternehmen, richtig ? also entweder TV- oder Telko-Konzernen — wobei Vodafone jetzt Kabeldeutschland besitzt, jedoch…keine eigenen DSL-Leitungen ? die mieten alle bei der Telekom, richtig ? )

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Axel 7. September 2017 um 2:56

Wir (kleines IT-Unternehmen in der Eifeler Provinz) hatten diese Woche auch viel Spaß. Erst war der Strom weg (kein Datenverlust dank USV, aber halt 2 Stunden Däumchen drehen), dann Internet. Heute morgen plötzlich weg, bis jetzt nicht wieder da. Angeblich angekündigte Wartungsarbeiten zur Umstellung auf BNG (die Ankündigung ist jedenfalls nie angekommen), die bis 14:30 erledigt sein sollten. Diagnose der Telekom: Vermutlich wollen die Router nicht BNG sprechen. Der Chef ist total geladen und tanzt wie Rumpelstilzchen durch’s Büro.

Die Telefonanlage läuft übrigens schon seit der Umstellung von DSL auf VDSL über einen Drittanbieter, da die Telekom angeblich VDSL und Anlagenanschluss nicht unter einen Hut bringen kann.

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JensBausS 13. September 2017 um 1:11

Ich habe gerade Post von der Telekom geöffnet und bin völlig schockiert! Die Telekom hat mich vor vollendete Tatsachen gestellt: „…Sie wohnen in einem Gebiet, in dem wir unser Netz derzeit nicht für hohe Bandbreiten ausbauen können. An Ihrem Wohnort muss die Telekom ihre bestehende VDSL-Technik entfernen.“ Wir schreiben das Jahr 2017 und die Telekom baut ihr Netz ersatzlos zurück???!!! Seit 2 Jahre habe ich IP-Telefonie und Entertain-TV mit einem VDSL25 Anschluss. Jetzt soll ich auf 16MBit/s gedrosselt werden?! Das muss ich erst mal verdauen.

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Thomas Knüwer 13. September 2017 um 10:28

@JensBauS: Würden Sie uns verraten, wo das ist? Fände ich sehr spannend…

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Wal 9. März 2018 um 14:19

Vor 2 Tagen kam der Brief bei meinen Eltern in Erlenbach am Main an. Zum Glück sind wir aber gut vom Energieversorger ausgebaut und es ist sogar FTTH möglich. Was mich aber interessiert, am Telefon wurde mir mitgeteilt, das nur ein Anbieter schnelles Internet laut Regulierungsbehörde anbieten darf und da die Telekom bei der Neuverteilung nicht berücksichtigt wurde, sie VDSL nicht mehr anbieten könne.
Stimmt das ?

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Ramona 13. Juli 2018 um 13:30

Genauso hier im Bayerwald.

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Schega Manfred 26. Oktober 2017 um 18:11

Ich dachte tatsächlich, dass die Mitarbeiter im Kundencenter und Technikbereich der Telekom nur überarbeitet und minderbemittelt sind. Jetzt muss ich feststellen, dass der Netzbetrug Methode hat. Wer legt diesen Betrügern das Handwerk, dass Sie gerade besudeln? Bei mir bringen die nicht einmal eine Schaltung ins Internet hin. Ich werde zu einem anderen Anbieter gehen müssen. Hat jemand zufällig einen Link der zu einer Presseadresse führt, die Meldungen für öffentliche Artikel über diesen Umstand Kundenbetruges durch die Telekom benötigen?

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Peters, Klaus-Dieter 19. November 2017 um 15:04

Hallo Herr Knüwer,

wir haben Ihren Beitrag gelesen und müssen Ihnen in allen Punkten recht geben. Der Anbieter Telekom wünscht, dass der Kunde die Telefonie über das IP abwickelt. Dabei verliert der Kunde an Bandbreite ( reine DSL Nutzung). In Ihrem Beispiel bleiben 16 Mbit/s , bei uns wären das nur ca. 0,47 Mbit/s. Und das für’s gleiche Geld. Der Anbieter erspart sich selbst Kosten für den Betrieb der Teilnehmeranschaltung im Amt(Strom- u. Wartungskosten) und der Kunde braucht dagegen einen Router, der IP telefonie unterstützt, der dem Kunden einen zusätzlichen Kostenpunkt von 4,95€( Routermieter/monatlich) bringt. Das ist ein schlechter Deal und überhaupt kein Weg der in die Zukunft weist. Dem Kunden erwachsen Kosten für eine schlechtere Leistung, dieses findet man so doch nur in Betrugsfällen- aber nicht bei redlichen Verträgen. Das Korpus delicti ist das Kabelnetz. Wird dieses nicht auf einem LWL Status erweitert, kann die Bandbreite für den Nutzer nicht verbessert werden. der Standpunkt der telekom“Wir warten ab und kassieren, aber wir vergraben doch kein Geld beim Kabelneubau“. Und daher ist auf lange Sicht für Kunden im ländlichen Raum keine Besserung zu erwarten. Es wird zwar behauptet, dass in den LWL Kabelausbau investiert wird, aber es geschieht in Wirklichkeit nicht. Es ist doch nicht soviel Geld da, um dieses Projekt umzusetzen. Stattdessen wird das Volk hingehalten und schamlos belogen.

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BitH 22. Dezember 2017 um 11:34

Vorweg : Ich bin nicht von der TELEKOM und auch kein Kunde dort.
Im größeren Nachbardorf hat die DTAG schon vor mehreren Jahren ausgebaut, die umliegenden kleineren Dörfer schlicht aus Kostengründen (wir sprechen allein von der Erschließung) ignoriert.
Da die TELEKOM jedoch Fördergelder haben wollte, waren auch anderen Anbietern die Hände gebunden. Dem Gemeindebürgermeister kam das nicht ganz ungelegen, so hatte doch das Gewerbegebiet des großen Dorfes ein wirtschaftlichen Vorteil.
Dass ein Anbieter, der fast eine vierte Million investiert einen Gebietsschutz möchte, ist jedem halbwegs mit einem Taschenrechner ausgestattetem angehendem BWL’er klar.
Dem Bürger, der auch gerne mehr Geld ausgeben würde, sollte nur auch klar sein, das die Bundesnetzagentur die verbeamteten Finger auf den Preisen hat und so ist die Marktwirtschaft an dieser Stelle schlichtweg ausgehebelt.
Was dadurch dem wirtschaftlich schlechter gestellten Bürger ein Segen ist, stellt der weitaus größeren Bevölkerungsgruppe Probleme quasi gebührenfrei vor die Haustür.
Kurzum : Bei uns hat die Sperre einer der kleineren Lokalanbieter ausgesessen, hat zeitnah Bürgerversammlungen nebst Erhebungen durchgeführt und nach rund 6 Monaten Bauzeit trennen mich noch rund 6 Wochen und knapp 100m Kupferlitze von meinen 100Mbit/s.
Die letzte Meile gehört zwar noch immer der DTAG, aber das ist schlicht politisches aber auch wirtschaftlich nachvollziehbare Kalkül und eventuell in den nächsten Jahren politisch angreifbar.
Wollen wir Zustände wie in Fernost, wo sich jeder seine eigene Leitung bis zum Verteiler zieht?
Wohl eher nicht.
Wenn die letzte Meile künftig von einem unabhängigen Unternehmen gebaut und vermietet würde oder gleich direkt vom Bauherren, dann dürften sich die aktuellen Probleme in 50-100 Jahren herausgewachsen haben.
Bis dahin sind wir aber sowieso alle verstrahlt – entweder militärisch unfreiwillig oder zivil freiwillig.

In diesem Sinne,
Ein IT-Berater, der bis 2022 beim konventionellen ISDN bleibt!

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Christoph Kleinknecht 5. Januar 2018 um 10:31

Wer 16 Mbit zur Verfügung hat kann sich glücklich schätzen ;-}.
Uns wurde jetzt ISDN gekündigt (Versatel/1und1 behauptet, die Telekom hätte die letzte Meile gekündigt…) und das bei einem Anschluss mit 2,3MBit/400kBit, real irgendwo um 1,7MBit/150-250KBit – kaum Aussicht auf Besserung (s.u.), außer jemand hat 160.000 Euro übrig für eine Glasfaserleitung – das war ein ernsthaftes Angebot der Telekom auf Nachfrage. Ich konnte nicht mal drüber lachen.
Versprochen wird mehr nach der Umstellung. Real habe ich in unserem Gebäude schon 2 Anschlüsse auf IP umstellen müssen:
Einer ging hoch von 3,5Mbit/200kBit auf 6Mbit/400kBit.
Der Zweite dümpelt immer noch bei ca. 2Mbit/300kBit rum – real oft weniger.
Es bleibt spannend!!! Ob man in 10 Jahren noch weiß was die Telekom war?!?!?

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Links am Sonntag – 015 – teebeuteltier.org 21. Januar 2018 um 8:56

[…] Die gute alte Telekom. Die Deutsche Telekom und ihre dreiste Lüge vom „Anschluss der Zukunft“ […]

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Philipp Bachmann 15. Februar 2018 um 21:28

Mein nun schon ca. 1 Jahr währender Versuch, als Geschäftskunde im modernsten Netz der Deutschen Telekom, nämlich FTTH / GPON die VoIP-Entsprechung eines Anlagenanschlusses, nämlich den beworbenen DeutschlandLan IP SIP-Trunk, zu beauftragen, zeigen zu meinem Bedauern, dass Herr Knüwer nur allzu recht hat. Dort, wo FTTH / GPON ausgebaut ist, baut die Deutsche Telekom kein FTTB / VDSL Vectoring aus und vernachlässigt auch die bestehende Kupferinfrastruktur, die sie in unserem Falle wegen der Nähe zur Ortsvermittlungsstelle auch ganz traditionell upgraden könnte, ohne Multifunktionsgehäuse zu bauen. Ich wundere mich schon, dass eine eingemessene Telekom-Glasfaser, die in unserem Keller liegt, nicht genutzt werden kann, weil die Deutsche Telekom offenbar kein Geld damit verdienen möchte. Auch wenn perspektivisch Kupfer nicht dieselben Reserven bietet wie eine Glasfaser, so ist dort erstens in BNG-ausgebauten Bereichen o. g. Produkt überhaupt verfügbar – und zweitens ist Kupfer reguliert, was für die Kundinnen und Kunden bedeutet, dass sie aus einem viel grösseren Angebot wählen können, solage sie nicht IPTV beziehen möchten. Es ist doch klar: Nur die Aufnahme von Breitbandversorgung in die Grundversorgungsverpflichtung wird helfen, dass in der Fläche ausgebaut werden wird, und wie früher werden dann natürlich die „Städter“ etwas mehr bezahlen müssen, damit Breitband nicht nur in der Stadt verfügbar ist. Gleichzeitig muss sich m. E. die öffentliche Hand finanziell am Ausbau beteiligen, und zwar sowohl in der Stadt als auch auf dem Land, damit die Anbieter überhaupt verpflichtet werden können, ihre neue Infrastruktur regulieren zu lassen, also z. B. dazu gezwungen werden, Bitstrom-Vorleistungen anzubieten.

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Thomas 4. März 2018 um 9:34

Helmut schmidt hatte schon Gesetz auf den Weg gebracht,
in den 70er Jahren.Flächendeckender Ausbau Glasfaser.
Wurde dann Von Helmut Kohl wieder gekippt.

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Kai 12. März 2018 um 11:10

Hier in Deutschland ist die Shareholder-Value-Scheiße dermaßen bei den Grundversorgern drin, dass die Preise hauptsächlich der Befriedigung der Anteilseigner dienen und die Leistung immer erbärmlicher wird. Das gilt neben der Telekom auch bei den Stromversorgern, und teilweise bei der Bahn. Telekom ist seit knapp 2 Jahren so dreist und sagte uns 50 Mbit Hybrid zu, statt der Regulären 25 Mbit – gegen Aufpreis natürlich. Seit dem liefern sie gerade einmal 8-19 Mbit und sagen mir dreist: Warum beschweren Sie sich. In den AGB steht „bis zu“ und Ihre Grundversorgung über DSL sind 6Mbit und da reicht 1 Kbit über 6 Mbit um den Vertrag zu erfüllen! – Das liebe Kunden da draussen ist genau das, was die Telekom macht. Frech abzocken an allen Fronten und den Mittelfinger zeigen.

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dornbusch 12. Mai 2018 um 20:53

es ist zum Kotzen ,da bezahlt man teures geld und bekommt keine leistung,bin jahrelang bei O2 und hatte dort noch letztes jahr ca ein Download von 1400 Kbits,jetzt bekomme ich nicht mehr wie ca 175–bis 320 Kbits,auf nachfrage hies es telekom hat die Leitung halbiert und mann kann nichts machen, der seitenaufbau bei ebay oder yahoo dauert manschmal ca 2.3 min,und ein video clip geht nicht ohne unterbrechung.,versprochene leistung bis 8000 er leitung

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Shadow 2. Juni 2018 um 0:48

Hahaha Witz komm raus ….. wir leben hier in meiner Gegend in der absoluten STEINZEIT ….. ohne IP MAXIMAL 3 Mbit möglich! Mit bis zu 16 … real 10Mbit!

Deutschland ist was Netzgeschwindigkeit (sowohl Fest als auch Mobil) angeht sowas von armselig, da fehlen einem schlicht die Worte …. da ist das fernste Hinterland inmitten Afrikas besser angebunden.
Und unsere sogenannten Politiker kannste in der Beziehung alle in die Tonne kloppen – ahnungslose Stümper mit grosser Klappe und nix dahinter …. abef Hauptsache die Diäten werden mal wieder erhöht.
Ich kann echt mal wieder nicht so viel essen, wie ich kübeln könnte.

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Mario 27. Juni 2018 um 14:39

Herr Knüwer, verstehen Sie mich nicht falsch, aber das ist „Jammern auf hohem Niveau“ 😉

Ich wohne in einer ländlichen Gegend wo die Telekom eine 2000er Leitung als Maximum anbietet, aber für die 16.000er bezahlt werden „muss“. Das führt soweit das Wettbewerber ein Paralleles Glasfasernetz bauen was dann über den Telekom Verteilerkasten wieder angeschlossen wird. Dadurch sind dann Locker 100.000er Verbindungen möglich. Das klingt soweit alles Super. JEDOCH wird es dann spaßig wenn man bei einem Umzug seinen „schnelleren“ Anbieter behalten will, die Telekom jedoch eben diesem sagt „Neeee is nicht. wir schalten keinen Anschluss frei, Vorzugsrecht der Telekom“.
Grund: Telekom will ein paar Freie „Leitungen“ in der Gegend haben, damit sich ein „Potenzieller Kunde“ dann bei der Telekom einen entsprechenden 16.000 Tarif sichert.

nach einem längeren Telefonat mit der Telekom kam dann sogar raus das in der ganzen Straße nicht ein einziger Telekom-Kunde oder aber Nutzer des Telekom Netzes vorhanden ist, weil eben alle beim Wettbewerber sind…

Lustig wird es dann , wenn sogar die Telekom hotline empfiehlt die Bundesnetzagentur als Schlichtungsstelle einzuschalten.

Reaktion von meinem „Wettbewerber“ war dann das es einen Trick gibt wie die Telekom dann doch wieder eine Lösung schafft.

Es gibt einen Telefon Tarif über Telekom mit einer Mintestvertragslaufzeit von 7 Tagen. Danach kann man täglich kündigen. Diese neu geschaffene Telefonleitung ins Haus, kann dann von dem Wettbewerber genutzt werden da der Prüfaufwand ein anderer ist und kein Techniker der Telekom vorbeikommen muss…
So und nun sitz ich hier… vor inzwischen 12 Tagen wurde über Telekom ein Anschluss geordert und es gibt noch kein Feedback wann das Telefon freigeschaltet wird. zum Glück gibt es ja Internet via 4G Netz von der Telekom damit man wenigstens arbeiten kann und ist insgesamt 8 Wochen ohne DSL…
die Differenz zwischen Wartezeit bei der Telekom und den gesamten 8 Wochen, ist übrigens dem selbigen Magenta Riesen geschuldet, der es nicht schaffte ein schnelleres Feedback an den Wettbewerber zu liefern.
gruss

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Peter B. 10. Juli 2018 um 4:23

Über ein Jahr nach dem letzten Kommentar mal ein Update zum Thema Digitalisierung. In der Thüringer Topstadt Jena ist es nicht möglich einen VDSL Anschluss zu bekommen…
Ein Wechsel von DSL 6.000 (ja das gibt es echt noch) auf einen 1&1 50.000er ist gescheitert, aufgrund eines Leitungsmangels. Wir leben hier nicht am Ortsrand, nein in der City und warten nun seit April auf den tollen 16.000er Anschluss… Willkommen im digitalen Zeitalter

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Ramona 13. Juli 2018 um 13:03

Ich bin ebenfalls kein Einzelfall! Das Prozedere ist traurige Normalität. Die Bundesnetzagentur wird sich in Verbraucherfragen nicht einmischen, heißt es von der Pressestelle.
Der schwarze Peter wird weitergeschoben vom Netzbetreiber zur Telekom bis zur BNA. Wir drehen uns im Kreis. Als Internetdienstleister kann ich meine Videos zeitweise schon nicht mehr ruckelfrei ansehen. Statt zurück in die Zukunft schweben wir vorwärts in die Vergangenheit. Leute, holt eure Buschtrommeln aus dem Keller. Und falls ihr dort ein verstaubtes Modem findet: Nicht wegwerfen, könnte man vielleicht nochmal brauchen.

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Peter E. aus Berlin 15. Juli 2018 um 19:17

Mehr als eine Lüge – Die letzte Meile gehört der Telekom – Neue Sendebelegung im TV-Bereich ohne Ende – Drosselung der Sendeleistung – Qualitätsprobleme im TV-Bereich ständig – WLAN-Geschwindigkeit – Wann handelt die Regierung endlich!!!!!!!!!

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Katharina 3. August 2018 um 11:29

Bestandskunden werden bei der Telekom ja auch wirklich nicht gut behandelt. Wenn man den Vertrag verlängern möchte zahlt man mehr für das Gerät sowie aber auch den Vertrag als wenn ich ihn neu abschließen würde. Nummermitnahme geht dann auch nicht. Also zahlt man weiter mehr oder sucht sich dauerhaft einen günstigeren Anbieter.
Einfach erschreckend.

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Josef S aus Salzkotten 28. August 2018 um 10:23

Bei uns im ostwestfälischem Dorf läuft gerade eine Abfrage der deutschen Glasfaser (DG ) zum Ausbau in Glasfaser FTTH.
Anschlusskosten Null Euro und 400 Mbit für 49.99 Euro.
Und es gibt einige unverbesserliche die meinen *Das brauchen wir im Dorf nicht*.
Selbst entlegende Strassen sollen an das FTTH angeschlossen werden.
Die Telekom hat es verschlafen hier aktiv zu werden.
Neubaugebiete bekommen max 16.000
Wir hoffen das es klappt und 40% der Haushalte sich für DG entscheiden.

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Gertrud Thea Frey/Bitte siezen Sie mich. 2. September 2018 um 17:12

Vielen Dank Herr Knüwer, auch bin demnächst Telekom-Kundin. Und überlege, ob ich den Auftrag wieder kündige. Ihre Aussagen verstärken meine Überlegungen

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Hans-Josef hartmann 11. September 2018 um 10:50

Einzelfall, dass ich nicht lache. Unser Anschluss mit derzeit 2 MBit/s wird nun auch „modernisiert“. Wir verlieren unseren ISDN Anschluss. Anschließend müssen wir mit den 2 MBit/s telefonieren und surfen. Ort: ländliches Gebiet zwischen Essen und Wuppertal.

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T-Offline 7. Oktober 2018 um 18:18

Das ist mal ein schöner Bericht. Im Endeffekt spiegelt es, wie Geld in Deutschland verschwendet wird. Ich habe zwei Beispiele aus Münster und Korschenbroich. In den besagten Strassen ist Internet über Unitymedia mit einer Bandbreite von 400mbit verfügbar. Hier werden die Anwohner massiv angegangen sich für Glasfaser zu entscheiden, obwohl gar keine Investition notwendig wäre. Hier wird aber davon ausgegangen, dass man Kunden abwerben kann. Also wird investiert. In Gebieten, wo die Telekom ein Monopol hat und es keine Alternative gibt, wird hingegen alles beim „Alten“ gelassen. Ist ja auch nicht notwendig, wenn der Kunde keine Alternative hat. So ist das eben, wenn man „Basisinfrastruktur“ an private Unternehmen gibt.

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King George 12. November 2018 um 12:54

Mein Schreiben an die Telekom GmbH:

Mit Angebotsschreiben vom 04. Oktober 2018 und dem Kündigungsschreiben vom 19. Oktober 2018 hat mir die Telekom GmbH einen DSL-Breitbandanschluss
von bis zu „16MBit/s im Download und bis zu 2,4 MBit/s im Upload“ angeboten.

Am 10. November 2018 habe ich mit der Telekom GmbH telefonisch Kotakt aufgenommen und dieses Angebot als Auftrag bestellt. Direkt im Anschluss habe
ich von der Telekom GmbH per e-mail eine Auftragsbestätigung mit dem Hinweis
erhalten, dass ein Internetzugang mit reduzierter Geschwindigkeit mit mir vereinbart worden wäre.

Auszug aus der Auftragsbestätigung:
Wie vereinbart, stellen wir Ihnen den Zugang aus technischen Gründen mit einer reduzierten Geschwindigkeit bereit. Die minimale Geschwindigkeit beträgt 2,048 MBit/s im Download und 0,288 MBit/s im Upload.
Die maximale Geschwindigkeit beträgt 6,016 MBit/s im Download und 2,4 MBit/s im Upload. Die normalerweise zur Verfügung stehende Geschwindigkeit beträgt 3,8 MBit/s im Download und 0,7 MBit/s im Upload. Voraussetzung ist ein Router bzw. Modem geeignet für die ADSL-Schnittstelle der Telekom.

Unglaublich mit welcher perfiden Selbstverständlichkeit die Telekom GmbH dem Kunden unterstellt mit diesem die obige Vereinbarung abgestimmt zu haben, solche Machenschaften sind kriminell.

Mit dieser Schrottinternetgeschwindigkeit durch die Telekom GmbH bin ich seit Jahren geschlagen. Dazu benötige ich von der Telekom GmbH kein erlogenes Angebot, das sowieso nicht stimmt. Von mir erfolgte eine Angebotsanfrage bei der Telekom GmbH jedenfalls nicht. Lassen Sie alles beim Alten und bei ISDN, einen sinnvollen Nutzen durch den hoch gepriesenen IP-Anschluss gibt es nicht. Der
MagentaZuhause S Tarif mit der erlogenen Surfgeschwindigkeit kann, im Gegensatz zu den blumigen Versprechungen der Telekom GmbH, eben nicht genossen werden.

Zu meiner Entlastung die verlogene und kriminelle Auftragsbestätigung der Telekom GmbH vom 10. November 2018 an die Telekom GmbH zurück.

In umgehender Erwartung einer angebotskonformen Auftragsbestätigung, dazu ist die Telekom GmbH verpflichtet.

Anlage: Telekom GmbH Auftragsbestätigung vom 10. November 2018

King George

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Indovini 19. November 2018 um 9:02

Herr Knüwer, ich komme aus der IT-Branche und bin seit mehr als 24 Jahren darin tätig. Vor 24 Jahren begannen wir mit einem Modem zu surfen, da kündigte die Telekom ISDN als das schnellste Netz an. In den USA wurde das System schon gar nicht mehr angepackt, weil es viel zu langsam war. In Deutschland wurde es aber richtig ausgebaut von der Telekom und vermarktet, bis dann irgendwann (A)DSL entdeckt wurde. Wir hatten schon damals nicht verstanden, warum man auf so eine schwache Technik überhaupt noch setzt. Mein Mann hatte als Kommunikationstechniker sehr wohl auch technisch Ahnung!!
In den vergangenen 20 Jahren haben wir im Bereich Hessen/Rheinland-Pfalz und auch in NRW immer wieder Probleme damit gehabt, dass es Straßenzüge oder auch einzelne Häuser gab, die schlichtweg gar kein Internet hatten und die Telekom auch mitgeteilt hat, dass es hier keines gibt. Wir reden hier von Orten mit bis zu 19.000 Einwohner und mehr. Es geht mir auch überhaupt nicht um Besserverdienende oder den unteren Mittelstand. Es war für alle eine Katastrophe!!!
Als wir vor gut 8 Jahren nach Koblenz gezogen sind, konnten wir uns nur nach Wohnungen umschauen, wo ein genügend schnelles Internet zur Verfügung stand. Es war gruselig, wie viele Wohnungen wir ablehnen mussten, weil wir dort hätten nicht mehr arbeiten können. Koblenz hat rund 125.000 Einwohner. Wir sind dann in ein Haus gezogen, wo wir zuvor geprüft hatten, wie schnell die Leitung war. Wir waren ein 16.000er T-DSL gewöhnt und die neue Wohnung bot dies (technisch) gesehen. Als wir dann umgezogen waren, bot uns die Telekom aber nur ein 6.000er an, weil im Haus bereits im Erdgeschoss ein Nachbar schon 16.000 hatte und für uns unterm Dach soviel nicht mehr lieferbar ist. Das war im Jahr 2011 innerhalb eines Hauses. Obwohl uns die Telekom nicht mehr diese Geschwindigkeit bieten konnte mussten wir der Telekom einen Abschlag zahlen um aus dem Vertrag raus zukommen.
Mittlerweile wohnen wir in NRW in einer Stadt von rund 270.000 Einwohner und auch hier gibt es Wohnungen und Straßenbereiche die nicht alle schnelles Internet geliefert bekommen.

Alles im allen warten wir nun seit mehr 24 Jahren darauf, dass in der Fläche ein schnelleres Internet angeboten wird und das ist Fakt! Ich brauche kein technisches Verständnis um beurteilen zu können, dass wir in einem so hoch entwickelten Land wie Deutschland weit hinten stehen. Wie viele Jahre glauben denn die fachkundigen Personen, die hier Ihre Meinung kund tun, dass es braucht, bis Glasfaserkabel überall gelegt sind und bis die Regulierungsbehörde in die Puschen gekommen ist?
Nun in 24 Jahren lege ich auch keinen Wert mehr auf schnelles Internet. Da setzte ich andere Prioritäten 😉

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Justor 22. November 2018 um 13:23

Das alles ist kein Einzelfall, ich kann sie beruhigen. Es gibt Orte sogar in Berlin, wo von 50,100 Mbit auf einmal nur noch 16mbit angeboten werden, und ein paar Aufgänge weiter wieder 50 Mbit.

Die Telekom macht es sich einfach und holt sich halt Steuergelder vom Staat. Die Kontrolle der Netzagentur ist eher ein Witz…
Aber alles für die Zukunft, nicht wahr?

Wie sagte Merkel so schön: Win-Win für uns.

Wer etwas über den Tellerand schaut, sieht was damit gemeint ist.
Einen schönen Tag wünsche ich, für die jenigen, die immer noch behaupten das Telekom keine kuriose Sachen macht, dem ist nicht mehr zu helfen. In Berlin weniger als 100mbit für eine Hauptstadt, zeigt schon das Arumutzeugnis…

Das betrifft ja nicht nur Telekom… Vodafone hat die gleichen Probleme, wo sie sogar Kunden veräppeln, indem Sie Unwahrheiten sagen und versprechen nicht halten können. Am Wochenende haben Menschen dann mal Modem Geschwindigkeiten, die nicht mehr zu ertragen sind.
Ich hatte das seit 2014 durch, das Problem bis heute nicht beseitig und bin mit einer Sonderkündigung zu Telekom.

Dass ganze 5G -, Digitalisierung wird Deutschland noch sehr doll schädigen, in Sachen Ruf und Wirtschaft in der Außenpolitik. 20 Jahre später halt die gleiche Leier gesagt, keiner hätte es gewusst. Das nur weil inkompetente Behörden und Politik zu schauen und nicht handeln. Doch was ist eine Meinung schon wert eines Bürgers, gell?

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Anton 7. Dezember 2018 um 12:59

Guten Tag,
es ist wirklich beschämend. Ich bin Eigentümerin ein Gewerbegrundstückes in Dresden in unmittelbarer Nähe zur Innenstadt und vermiete an ca. 15 Unternehmen. An unserem Grundstück liegt nur eine 16 Mbit-Leitung an. Ein Ausbau ist seitens der Telekom nicht geplant. Da die umliegenden Grundstücke (diese sind ca. 200 Meter von meinem Gewerbehof entfernt) bereits mit Glasfaser versorgt sind, stellte ich eine Anfrage an die Telekom. Antwort: "Leider ist Ihr Standort nicht im Ausbauplan für Gewerbegebiete enthalten. Es gibt eventuell die Möglichkeit den Ausbau über Mehr Breitband für Mich (MBfM) – der individuelle Glasfaseranschluss zu veranlassen." Laut Internet-Seiten der Telekom müsste ich dann mit Kosten von ca. 15.000 € rechnen. Das ist sehr geschäftsschädigend.
Wer hat sich schon erfolgreich beschwert? An wen kann man sich wenden? Gibt es Muster-Beschwerdeschreiben?
Viele Grüße aus Dresden.

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