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Auch weiterhin muss niemand unbedingt wissen, was ein Weblog ist. Aber es hilft, sich nicht lächerlich zu machen. Heute morgen finde ich eine äußerst befremdliche E-Mail in meinem Postkasten. Sie kommt vom Seminarportal, einem nur bedingt hübschen Portal, auf dem Seminaranbieter um Weiterbildungswillige buhlen können.

Nun ist Lutz Lochner, der Macher dieses Portals, zwar in der Lage, eine handwerklich eher biedere Internet-Seite ins Netz zu hebeln – doch was das so auf sich hat mit Weblogs, Kommentaren und Links, das hat er nicht so richtig begriffen:

„Sehr geehrte Damen und Herren,
beim surfen im Internet habe ich einige weiterführende Links auf Ihrer Seite http://www.cio-weblog.de/ gefunden.

Wäre es eventuell möglich mit Seminarportal.de mit in Ihr Linkverzeichnis aufgenommen zu werden?

Mit freundlichen Grüßen“

Also: Die ist nicht das CIO-Weblog, das hier ist das CIO-Weblog. Der CIO-Blogger Wolfgang Müller kommentiert hier aber gelegentlich. Das bedeutet aber nicht, dass er der Autor/Besitzer von Indiskretion Ehrensache ist, oder dass Indiskretion Ehrensache den Allmachtsanspruch hätte, über alle Weblogs Deutschlands zu herrschen. Und: Die Aufnahme in eine Linkliste ist eine Frage des persönlichen Geschmacks. Wer sich so anbiedert, fängt sich höchstens einen Lacher. Bestimmt aber keinen Link.

Und bevor wir das nächste Mal wildfremde Menschen anbetteln, gucken wir uns ein wenig genauer an, was die so machen, ja?


Kommentare


Klaus Eck 8. Februar 2006 um 13:03

Das ging mir nicht viel anders. Ich habe ebenfalls diese Spam-E-Mail erhalten. Dadurch will wohl jemand seinen Google Page Rang erhöhen… Besonders erfolgreich dürfte diese Herangehensweise sicherlich nicht sein.

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Christoph Maier 8. Februar 2006 um 13:13

Auch hier ist die Link-mich-Mail eingetroffen. Wird wahrscheinlich mit einem Standardangebot beantwortet :o)

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breezer 8. Februar 2006 um 13:50

Interessant. Diese abgeschmackte Anbiederungsmasche war alles? Nicht einmal Bestechungsgeld angeboten? 😉 Da empfehle ich, ein Marketingseminar ins Programm aufzunehmen und gut zuzuhören, was der Profi da empfiehlt.
Übrigens wird es so auch nicht besser funktionieren.

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Jenny 8. Februar 2006 um 13:59

wenigstens sind die noch so nett und fragen – bei mir stellen die spammer ihren mist immer gleich in form von trackbacks ein 🙁

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bittersweet choc 8. Februar 2006 um 14:14

ich finde, lutz lochner machts richtig: man sollte nie nichts unversucht lassen. allzu oft klappts auch mit strohdummheit.

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CIO-Blogger 8. Februar 2006 um 14:27

Der Trick ist aber doch nicht schlecht, um den Bekanntheitsgrad des CIO-Weblogs zu steigern. Oder? Ich habe diese Spam-Mail auf jeden Fall nicht bekommen und Besitzansprüche auf „Indiskretion Ehrensache“ hege ich auch nicht. Sehr geehrter Herr Lochner, machen Sie nur weiter so.

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Das CIO Weblog 8. Februar 2006 um 15:31

Lutz Lochner (Foto) ist nicht nur im TeamArbeit für Deutschland aktiv, sondern auch sonst recht rührig. In einem Interview sagte der gelernte Betriebswirt und Firmengründer von seminarportal.de kürzlich zum Thema, welche Eigenschaften für einen Grü…

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Patrick Breitenbach 8. Februar 2006 um 23:07

Ebenfalls Post bekommen. Versuch macht kluch!

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Jonas 9. Februar 2006 um 3:04

Es hat auch Vorteile, kein A-list Blog zu betreiben, ich kriege nur normalen Spam, den mein Gmail artig wegfiltert.

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Joachim Graf 9. Februar 2006 um 10:32

Bei uns ist das Ding wenigstens im Spamfilter hängen geblieben

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che2001 12. Februar 2006 um 1:02

Allmachtsanspruch-geil! Oh St.Thomas, allmächtiger Überblogger, wir verneigen uns usw. ect.pp. und überhaupt *prust*, kultistan, ansonsten muss ich dem Kollegen Graf zustimmen: Bei mir auch. Aber ansonsten zu und zu schön!

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Andreas Wiedow 16. Februar 2006 um 7:43

Einen einzigen, aus meiner Sicht sinnvollen Kommentar habe ich hier gelesen . . . den von Jenny.

Bei allen anderen frage ich mich, ob Lutz Lochner ein paar Agents Provocateur engagiert hat. Das würde für sein Marketing sprechen, oder nicht ?

Interessant finde ich auch, dass manche sich augenscheinlich die Mühe machen, Ihren Spamfilter nach Nachrichten von Seminarportal zu durchforsten . . . wer nimmt sich soviel Zeit, ausser es geht um sein eigenes Business ?

Be that as it may . . . jedenfalls finde ich die Performance von Seminarportal zumindest auf Alexa und Netcraft ganz ansehnlich. Vermute mal, dass ich da mit meiner Meinung alleine dastehe, oder ?

Happy Thursday,
Andreas Wiedow

Btw . . . vielleicht isses aber auch ganz anders und hinter einigen Fakes verbergen sich sogenannte Wettbewerber von Billigportalen, denen gerade die Felle wegschwimmen . . . who knows . . . do you ?

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