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Sport und Social Media: New Jersey Devils starten War Room

Ein bedeutender Part von Social Media besteht darin, einfach mal etwas zu wagen. Angesichts der Innovationsgeschwindigkeit in Digitalien entstehen viele Ideen erst während der Nutzung dieser Plattformen. Die Art, wie Twitter heute genutzt wird, wurde von den Gründern nicht so erwartet, Facebook war einst eine Studentenplattform und Flickr keine Fotocommunity.

Einigermaßen auf der Höhe der Zeit zu bleiben und gleichzeitig das Tagesgeschäft – also die digitale Konversation über das eigene Unternehmen – zu verfolgen ist nicht gerade einfach. Erst recht, wenn über die eigene Marke viel geredet wird, so wie es bei Sportclubs der Fall ist. Wie weit da inzwischen die digitale Spaltung zwischen Deutschland und dem Rest der Welt voranschreitet, das zeigt das Video unten. Der FC Schalke will mit dem ganze Zeugs nichts zu tun haben, während sein Maestro Felix Magath eine sehr klug geführt Facebook-Page sein eigen nennt – und so 138.000 Menschen erreicht. Möglicherweise ist Magaths Seite sogar die deutsche Facebook-Seit mit der höchsten Kommentar-Intensität.

Die USA sind derweil deutlich weiter. Die New Jersey Devils (für die Nicht-Sportler unter uns: ein Eishockey-Team aus der NHL) eröffneten in der vergangenen Woche eine Art Social-Media-War-Room (der Anglizismus sei mir in Anlehnung an die großartige und unbedingt sehenswerte Polit-Dokumentation „The War Room“ erlaubt). Dort wird ständig beobachtet, was über die Devils geredet wird, hier werden Reaktionen geplant und Ideen entwickelt.

Vielleicht ist dies ein wenig zu monströs und groß. Andererseits dürften sich die Investitionen in Grenzen halten – und einen Versucht ist es allemal wert. Schließlich lässt sich damit sogar Geld verdienen, wie die New York Jets mit ihrer Iphone-App demonstrieren.

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