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„Um eine Ordnung installieren zu können, muss die alte Ordnung zerstört werden. 

Müssen die Hüter der alten Ordnung beseitigt werden. 

Mit dem heutigen Wissen über die gelernte sozialistische Kanzlerin hätte das knappe Wahlergebnis von 2005 überprüft werden müssen.“

„Bzgl. Black Lives Matter ist dringende Aufklärung der Schlafmichels nötig.“

„Merkel wird uns nur noch den Rest geben, bevor sie sich verabschiedet. Ich hoffe nur, dass sie die letzten Jahre nicht mehr zur Ruhe kommt, denn das hat sie einfach nicht verdient. Jeden Tag soll sie an ihre Untaten, an die vielen Toten, Vergewaltigten, die auf ihr Konto gehen erinnert werden.“

„Wetten ,das Deutschland im Jahre 2020,also mit Regierungsverantwortung von Rot/Grün/Schwarz
auch Stalin ,Pol Pot , Pinochet und die gesamte Creme de la Creme des internationalen Schlächterladens aufgenommen hätte . Die hätten nur Asyl plärren müssen und schon ist das Ding gelaufen , gerne Eintritt gewährt!
Man kann in diesem Lande sich schon gar nicht mehr Fremdschämen ,man kann nur noch k….en .“

„Der ungenierte Versuch von Medien, Staat und Kirchen, die Bürger für blöd zu verkaufen, ist nur ein Ausdruck dafür, dass die Bürger unbedeutend geworden sind. (Linke) Netzwerke bestimmen über die Themen, die Sprache, die Deutung und die Teilhabe an den Institutionen und der Öffentlichkeit exklusiv. Nur zur Finanzierung der Netzwerke und ihrer Begünstigten sind die, denen dieses Land eigentlich gehört, noch nützlich.“

Sind diese Kommentare Hass?

Das darf jeder für sich entscheiden. Doch wenn wir derzeit über das Schüren von Hass reden, dann sind es solche Inhalte, die den größten Teil der demokratiegefährdenden Äußerungen ausmachen, die sich im Social Web finden.

Die rechtsauslegenden Kommentatoren sehen Deutschland als Fast- oder Ganz-Diktatur unter der Fuchtel von Angela Merkel, der Bürger hat nichts mehr zu sagen und wird überrollt von gewaltbereiten Menschen aus anderen Ländern. Alternativ wird eine „Ökodiktatur“ errichtet oder der Marxismus zur Staatslehre erklärt. Und natürlich wird ständig mit dem Moment gedroht, da die Bürger „die Sache“ in die Hand nehmen und per Umsturz zurückkehren zu dem, was eigentlich nie so detailliert erklärt wird, mich aber zwischen den Zeilen aber an Deutschland nach 1933 erinnert.

Wir alle kennen diese Kommentare und Postings. Justitiabel ist das Wenigste davon, es bewegt sich in einer Grauzone.

Das stößt derzeit vielen, um Haltung bemühten Unternehmen angeblich sauer auf. Angestachelt von der Kampagne #Stophateforprofit üben sie Druck auf Werbetreibende aus. Diese sollen ihre Werbeausgaben bei Facebook einstellen und so Facebook zu mehr Maßnahmen im Kampf gegen Hass im Netz drängen.

Vorgestern bloggte ich meine Zweifel ob dieses Vorgehens und bezeichnete dies als „Bluewashing“, weil die beteiligten Unternehmen sich in einer Zeit, da sie ohnehin wenig werben, als Saubermänner gerieren.

Heute bestätigt mich Volkswagen in genau dieser Meinung. Deren Marketingchef Jochen Sengpiehl, ohnehin ein Mann donnernder und immer unterhaltsamer Worte, kündigte via LinkedIn an, ebenfalls keine Werbungim Größten der Social Networks mehr zu schalten.

Eine Konzernsprecherin ergänzte gegenüber „Horizont“ sogar, dass auch Postings gestoppt würden und der Kundendienst heruntergefahren wird. Natürlich unterlässt auch VW es, dies auf seiner Facebook-Präsenz zu kommunizieren.

Für mich ist dies Bluewashing in Reinkultur. Denn blicken Sie noch einmal auf die Kommentare oben.

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Ziemlich heftige Äußerungen, oder?

Tja, dies ist das Umfeld, in dem Volkswagen weiterhin wirbt.

Klar, damit sind die Wolfsburger nicht die einzigen, auch BMW ist dabei:

Das heißt nicht, dass die beiden Autobauer (BMW hat sich dem Facebook-Boykott übrigens nicht angeschlossen) diese Umfelder explizit unterstützen. Doch im Fall von VW muss sich das Unternehmen fragen lassen, ob im Rahmen des Anti-Hass-Purpose-Marketing mal mit der betreuenden Mediaagentur eine Liste mit Seiten erstellt wurden, auf denen die eigene Werbung nicht erscheinen soll – das ist nämlich Onlinewerbe-Alltag.

Und wenn so eine Liste erstellt wurde wäre es natürlich sehr interessant zu erfahren, nach welchen Kriterien gearbeitet wurde.

Bis dahin aber deucht mich, dass gerade VW, das Unternehmen, das jüngst durch eine rassistisches Video in die Schlagzeilen geriet, ein gutes Beispiel für Bluewashing ist.


Kommentare


Siegfried 3. Juli 2020 um 6:31

Hmmm, vielleicht sollten wir mal wieder runter kommen. Diese etwas übertriebene Aufregungskultur ist auch nicht gut. Man gewöhnt sich dran und stumpft ab.
Unter den obigen Zitaten sind zwei "Hasskommentare". Also solche, die strafrechtlich relevant sein dürften:
1. "Müssen die Hüter der alten Ordnung beseitigt werden."
2. "Jeden Tag soll sie an ihre Untaten, an die vielen Toten, Vergewaltigten, die auf ihr Konto gehen erinnert werden."
Die Erste kann als Aufruf zur Gewalt resp. als Anstiftung zum Mord interpretiert werden. Das sollte sehr wohl strafrechtlich relevant sein. Die Zweite ist einfach eine falsche Anschuldigung. Dürfte ebenfalls strafrechtlich relevant sein. Die anderen Aussagen eher nicht. Sie sind zwar falsch, aber noch im Rahmen dessen, was man sagen darf. Anstatt sich im Grunde den gleichen Beissreflex anzugewöhnen wie die Rechtsterroristen sollten die Demokraten lieber bei den Tatsachen bleiben. 2 von 7 Kommentare sind zu beanstanden. Eine Firma wie VW tut gut daran, ihre Zusammenarbeit mit solch einer Plattform zu überdenken. Aber dies gleich zu verlangen halte ich in diesem Fall für übertrieben. Ein Verbleib gleich als Bluewashing zu bezeichnen halte ich hier deshalb ebenfalls für übertrieben.
Aber es ist gut, dass darüber diskutiert wird. Einfach unter den teppich kehrenist keine Lösung.

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