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Das Digitale Quartett #55: Online-Petitionen und die Affaire Lanz

Soll noch mal einer sagen, es existiere unter einem substanziellen Teil der deutschen Journalisten nicht ein Grundhass gegen das Internet. So absehbar wie das Sabbern eines Bassets beim Anblick eines Steaks, so logisch war die Reaktion auf jene Online-Petition, die sich für eine Ablösung von Markus Lanz im Reiche des ZDF einsetzte.

En detail wäre ich darauf vielleicht hier noch einmal eingegangen – wenn nicht der geschätzte Stefan Niggemeier das viel besser aufgeschrieben hätte, als ich es könnte. 

Dabei gibt es leider einen Schaden, der mehr als kollateral ist: Onlinepetitionen insgesamt werden abgewertet. „Gut so“, mag mancher rufen, der dieses Instrument ohnehin nur als Scheinwaffe einer auf dem Sofa abhängenden Digitalkclique ansieht. Andererseits haben die Onlinepetitionen im Rahmen des Bundestages einige Themen erst in die breite Öffentlichkeit getragen.

Darauf reagieren die angestammten Institutionen mit Verachtung. Die Zeichner der Petition gegen Internet-Sperren mussten sich einst gefallen lassen, von Volksvertretern wie Karl-Theodor zu Guttenberg und Ursula von der Leyen in die Nähe von Kinderpornofreunden gerückt zu werden.

Im Digitalen Quartett sprachen wir über Petitionen, Lanz und das öffentlich-rechtliche System:

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