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Gestern machte über Twitter und Blogs ein sehr kluger Artikel die Runde. Er stammt vom geschätzten Spiegel-Online-Kollegen Christan Stöcker und ist überschrieben mit: „Die Generation C64 schlägt zurück„.

Gut, die Überschrift vergessen wir mal, die ist nicht so glücklich. Der Rest des Stücks umschreibt aber sehr gut, wie sich ein erheblicher Teil der Gesellschaft fühlt. Diejenigen, die Technik nicht als Feind, sondern als Chance begreifen. Die innovationsfreudig sind, kommunikativ und weltoffen. Und die sich nun ob dieser Tugenden, und gemeinhin werden diese Eigenschaften als Tugenden begriffen, aufs Übelste beschimpft, beleidigt und in eine Außenseiterrolle gedrängt fühlen. Gern darf da nochmal darauf hingewiesen werden, dass Wirtschaftsminister zu Guttenberg die Unterzeichner der Online-Petition, eines demokratischen Instrumentes, in die Nähe von Pädophilen rückte.

Was Stöcker gestern beschrieb, bekommt heute eine neue Brisanz. Denn nachdem der Versuch Internetsperren über das Scheinargument der Kinderpornobekämpfung zu errichten sich in Richtung PR-Gau entwickelt, steht nun die nächste Stufe an – eingeleitet von Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble. Vielleicht werden die Lehrbücher der Polit-PR einmal Wolfgang Schäubles Vorgehen in diesen Monaten erwähnen – als Beispiel, wie man es nicht macht.

Dazu bedarf es zunächst einer langen Volte. Schon seit längerem ist bekannt, dass Schäubles Gedankengut mitgeprägt wird durch Otto Depenheuer, Juraprofessor zu Köln. Dessen Werk „Selbsbhauptung des Rechtsstaats“ hat Schäuble 2007 im Interview mit der „Zeit“ den Kollegen dort zur Lektüre empfohlen. Und wer würde sich der Empfehlung eines Innenministers verschließen?

Mit Gunter Hofmann hat sich einer der erfahrensten „Zeit“ler ans Lesen gemacht. Auszüge aus seiner Rezension:

„In eine geradezu paranoid anmutende, extrem hermetische Gedankenwelt sieht man sich versetzt…

Jener Zusammenprall der Kulturen, der Samuel Huntington zufolge droht, er findet aus Sicht des Autors längst statt. Mitten im »Zeitalter des Terrorismus« befänden wir uns, seien mit der »Realität eines weltweiten Bürgerkriegs konfrontiert«…

So vollkommen dichotomisch ist dieses Weltbild, dass nur noch Freund oder Feind übrig bleiben: Hier der Westen, dort der islamische Terror…

»Verfassungspatriotisch gestimmte Bürger allein«, die den Staat im Konfliktfall »im Stich lassen«, hülfen nicht weiter, argumentiert Depenheuer. Man muss den Staat auf Krieg umrüsten. Die Feinde kommen nicht mehr von außen, sie kommen von innen. Der harmlose Nachbar von nebenan kann es sein. Alles potenzielle Schläfer, alles Verdächtige…

Guantánamo, so Depenheuer, sei eine »verfassungstheoretisch mögliche Antwort im Kampf der rechtsstaatlichen Zivilisation gegen die Barbarei des Terrorismus«…“

Motto: Wer den Rechtsstaat bewahren will, muss jenseits davon operieren. Man könnte es einen Sieg des Terrorismus nennen. Dass alles Fassade ist, diese rechtsstaatlichen Standards, das soll ja bewiesen werden. Dies ist die wahre Kapitulation, sie ist der rechte Skandal…“

Die „Zeit“ ist in ihrem vernichtenden Urteil nicht allein. Der „Tagesspiegel“ schreibt von einer „Werbeschrift für ein rechtsfreies „Feindstrafrecht“ mit dem irreführenden Titel „Die Selbstbehauptung des Rechtsstaats““. Die „NZZ“ schreibt, Depenheuers Buch sei „von pathetischen Suggestionen und markigen Sentenzen eines pointierten Antiliberalismus im Geiste Carl Schmitts nicht frei, sondern voll.“ Zu einem Unionspapier, das auf Depenheuers Gedanken basiert, schrieb die „Financial Times Deutschland“ am 23.5.2008 (nicht frei online), es gehöre in den „Papierkorb und nicht ins nächste Wahlprogramm“.

Wer solch krude Thesen wie die von Depenheuer empfiehlt – und dies nicht scherzhaft tut -, der muss das Internet hassen mit all seinen Freiheiten und Liberalitäten. Und natürlich kann er es in der Meinung, den Staat schützen zu müssen, nicht zulassen, dass jedermann diese Freiheiten ausnutzen darf. Denn jedermann ist der Feind.

Der erste Versuch, diese Freiheiten durch die kalte Küche zu beschneiden, ging schief. Die scheinbar narrensichere Idee, den Kampf gegen Kinderpornographie vorzuschieben, droht zu scheitern. Die Zahl der Menschen, die sich mit Namen im Rahmen der Online-Petition gegen die Internet-Sperren richten, geht gen 110.000. Das lässt sich nicht einfach wegwischen.

Nun folgt die nächste Eskalationsstufe. Und man darf nun auch davon sprechen. Denn es fällt schwer, an einen Zufall zu glauben, wenn die wütenden Reaktionen gegen die Internet-Sperre so eng zusammenfallen mit dem Programm Innere Sicherheit, dass Schäuble heute im bei der Innenministerkonferenz vorstellen wird, wie unser Kollege Peter Müller vorab erfuhr.

Nach den Kinderpornos müssen nun Terroristen herhalten. Und die Jugendlichen. Und gemeuchelte Greise. Oder wie es in einer Vorabmeldung der Nachrichtenagentur AFP heißt:

„Die Jugendgewalt ist nach Einschätzung der Innenbehörden neben dem Terrorismus und der Internet-Kriminalität eines der zentralen Sicherheitsprobleme in Deutschland…

Vielmehr sei zu befürchten, dass ältere Menschen zunehmend Opfer von Gewalt würden. Der Anteil nichtdeutscher Jugendlicher und Heranwachsender an den Gewalttätern sei hoch.“

Und was braucht es zur Bekämpfung? Peter Müller zitiert das Programm:
„Insbesondere die Nutzung moderner Informations- und Kommunikationstechnik erfordert entsprechende gesetzliche Ermächtigungsgrundlagen…

Notwendig sind Befugnisse für verdeckte Eingriffe in informationstechnische Systeme, die Anpassung der Möglichkeiten der Telekommunikationsüberwachung und Maßnahmen nach G 10 im Rahmen der vom Bundesverfassungsgericht gezogenen Grenzen.“

G 10 wird das Gesetz zur Beschränkung des Brief-, Post – und Fernmeldegeheimnisses abgekürzt.

Lassen wir es uns auf der Zunge zergehen: Da soll die Telekommunikation verdeckt überwacht werden wegen Terrorismusgefahr. Oder auch wegen simplen Verbrechern. Alles eins, geht es nach Wolfgang Schäuble. Denn es heißt auch, schön simpel erklärt für die politische Generation Web 0.0:

„Angriffe auf die Integrität und Sicherheit von Datensystemen bergen in unserer modernen Informationsgesellschaft ein hohes Gefahrenpotenzial. Kriminelle können mit einem Mausklick Tausende schädigen.“

Ja, wie jetzt? Es geht also um Betrüger? Schon sie rechtfertigen eine massive Aufweichung rechtsstaatlicher Kriterien? Ja, meint das Schäuble-Papier:

„Eine zunehmende Bedeutung haben internetgebundene Angriffe auf Rechnersysteme von Wirtschaftsunternehmen und Regierungsstellen…

Deutsche Firmen stellen auf Grund der hohen Innovationskraft ein überdurchschnittlich attraktives Ziel für fremde Nachrichtendienste dar.“

Was wird da alles in einen Topf geworfen? Kampf gegen Terror, Kriminalität und deren Prävention, die anscheinend nicht Firmen leisten sollen – sondern der Staat.

Gut möglich, dass die Wirtschaft von dieser Vorstellung mäßig begeistert ist. Denn wieso sollte der Staat mehr Kompetenz im – ohne Frage wichtigen – Kampf gegen Wirtschaftskriminalität und -spionage entwickeln, als ihre spezialisierten Dienstleister? Jener deutsche Staat, der es in einem Treppenwitz von Projekt seit über zehn Jahren nicht schafft, einen digitalen Polizeifunk zu errichten?

Das Mischmasch der Argumente ist bizarr, so wie diese Äußerungen:

„Beispielsweise werden Terroristen in Ausbildungslagern systematisch im Umgang mit moderner Informationstechnik und konspirativer Kommunikation geschult.“

Wahrscheinlich benutzen die sogar Facebook, wird irgendwann ein Politiker einwerfen. Denn für deutsche Volksvertreter ist ja sogar das Einstellen wackeliger Videos bei Youtube ein Zeichen von „Professionalisierung“ der Terroristen.

BND-Präsident Ernst Uhrlau warnt dann auch schon mal davor, dass die Terrorgefahr vor den Wahlen steige.

Das Dumme ist nur: Terrorkampf allein wird nicht reichen, um die von Schäuble gewünschten Überwachungsmethoden zu erreichen. Denn – und das darf nie vergessen werden – es gibt keine steigende Zahl von Terroranschlägen in Deutschland: Es gibt gar keine Terroranschläge in Deutschland. Der letzte, durch eine ausländische Institution beeinflusste Terroranschlag dürfte vor 17 Jahren stattgefunden haben.

Die Angst der Bürger ist deshalb, sagen wir, gering. Das ist dumm aus Sicht des Innenministeriums. Also muss sie gesteigert werden. So wird das Bild an die Wand gemalt von jugendlichen Egoshooter-Spielern die sich an das Jagen von greisen Rentnern machen, angefeuert durch den Glauben an den Islam.

All das ist krude und hätte vor 10 Jahren doch noch funktioniert. Denn die meisten Menschen sind eben nur flüchtige Nachrichtenkonsumenten. Serviert man ihnen all diese Szenarien häppchenweise, verteilt über Wochen, dann wären sie einst der politischen Line gefolgt.

Heute sieht das anders aus – und da kommt das Internet ins Spiel. Heute schnappen sich wenige, politisch hoch interessierte Bürger all die Aussagen und paaren sie mit Hintergrundinformationen, setzen sie in zeitliche Zusammenhänge, kommentieren all das und schließlich vernetzen sie sich. Und dabei nehmen sie mehr Menschen mit, als ein Wolfgang Schäuble oder eine Ursula von der Leyen sich das vorstellen.

So wird die neue Eskalationsstufe jene Entwicklung, die Christan Stöcker in seinem Generation-C64-Artikel beschreibt beschleunigen. Es entsteht eine gewaltige Kluft zwischen den Herschenden und den Sich-Beherrscht-Fühlenden. Das kann und wird auf Dauer nicht gut gehen. Macht die Regierung auf ihrem Kurs weiter, wird etwas passieren. Ob es der völlige Zusammenbruch der Wahlbeteiligung ist, die Gründung einer oder mehrer neuer Parteien, eine Bewegung außerhalb des Parlaments – ich weiß es nicht. Doch das es so bleibt, wie es heute ist, kann ich nicht glauben. Es sei denn, die Volksvertreter begreifen endlich, dass sie das Volk vertreten sollen – und nicht bekämpfen.


Kommentare


Jürgen M. Beith 3. Juni 2009 um 15:47

Ja, wie irre ist denn Herr Otto Depenheuer?? Da fällt mir ein: \“Er war Jurist und auch sonst von mäßigem Verstande.\“

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Ring2 3. Juni 2009 um 16:07

Fein

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Hendric 3. Juni 2009 um 16:08

\“Und es gab noch nie nach Ende des Zweiten Weltkriegs einen solchen, durch eine ausländische Organisation geplanten Anschlag.\“

In diesem Punkt möchte ich widersprechen. Das Olympia-Attentat und der Anschlag auf die Discothek La Belle wurden beide von ausländischen Organisationen bzw Staaten geplant.

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Andreas Fink 3. Juni 2009 um 16:08

Sehr guter Artikel. Herr Schäuble hat vergessen was ein Rechtsstaat ist.

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Thomas Knüwer 3. Juni 2009 um 16:11

@Hendric: Sie haben vollkommen Recht. Ich habe diese Passage korrigiert. Danke für den Hinweis.

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Stephan Dörner 3. Juni 2009 um 16:14

Lassen wir mal das ohne Frage merkwürdige Weltbild des Herrn Schäuble beiseite – diese Frage ist dann doch etwas naiv:

\“Denn wieso sollte der Staat mehr Kompetenz im – ohne Frage wichtigen – Kampf gegen Wirtschaftskriminalität und -spionage entwickeln, als ihre spezialisierten Dienstleister?\“

Weil wir in einem Rechtsstaat mit Gewaltmonopol leben. Weil die Exekutive durch Legislative und Judikative kontrolliert werden, private Dienstleister aber nicht.

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Matt 3. Juni 2009 um 16:14

Leider weiß man nach der völligen Inkompetenzerklärung der Entscheidungsträger nicht mehr welche der Gewohnheitsparteien man noch wählen soll. Und schon garnicht in das Unparlament von Europa.

Ich wähne die Piratenpartei als Gewinner.

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Stephan Dörner 3. Juni 2009 um 16:15

Sorry, ich habe den Satz falsch gelesen. Mehr Kompetenzen \“entwickeln\“, ich las \“haben\“. Das ist natürlich ein entscheidender Unterschied.

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Lukas 3. Juni 2009 um 16:18

Immerhin wissen wir jetzt, was Schäuble eigentlich in den letzten Monaten gemacht hat, als die von ihm vorgeschickte Familienministerin medial geschlachtet wurde …

Mit der Aussage \“Und es gab noch nie nach Ende des Zweiten Weltkriegs einen solchen, durch eine ausländische Organisation geplanten Anschlag.\“ wäre ich allerdings vorsichtig – mir fiel zumindest spontan noch das hier ein: http://www.tagesspiegel.de/berlin/Polizei-Justiz-La-Belle-Anschlag-Libyen-Schoeneberg;art126,2668280

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Lukas 3. Juni 2009 um 16:19

Hrrrm. Zu lange zum Googeln und Kommentieren gebraucht … 😉

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Carsten 3. Juni 2009 um 16:21

Hendric kommentiert:
\“Und es gab noch nie nach Ende des Zweiten Weltkriegs einen solchen, durch eine ausländische Organisation geplanten Anschlag.\“

In diesem Punkt möchte ich widersprechen. Das Olympia-Attentat und der Anschlag auf die Discothek La Belle wurden beide von ausländischen Organisationen bzw Staaten geplant.
Hendric | 03.06.2009 – 16:08

Da hat Hendric allerdings Recht. Aber warum sich ein Innenminister auf solche Theorien einlässt, ist mir ein Rätsel, wo sind denn seine Berater? Oder sind die auch so verblendet?

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winni 3. Juni 2009 um 16:32

Ich würde Stefan Dörner in diesem Punkt zustimmen, es ist durchaus Staatsaufgabe, Sicherheitsaufgaben zu übernehmen, wenn nicht gar eine seiner zentralsten Aufgaben.

Problematisch in der Debatte ist jedoch (und hierin besteht meiner Auffassung nach der wesentliche Unterschied), dass die Liberalen Vordenker dieses Gewaltmonopols niemals Sicherheit im Widerspruch zu bürgerlichen Freiheitsrechten, sondern Sicherheit zum Schutz bürgerlicher Freiheitsrechte im Sinn hatten.

Ein Grundrecht auf Sicherheit – wie es in Kreisen Depenheuer und Schäubles immer weider postuliert wird – gibt es nicht, aber es ist zentrale Aufgabe des Staates die Grundrechte zu schützen und deren Sicherheit zu gewährleisten. Hier findet eine wesentliche Umdeutung der Begriffe statt.

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MenschZwoNull 3. Juni 2009 um 16:44

Ganz großartiger Artikel! Gefällt mir wirklich sehr gut (keine Ironie!)!
Gebookmarked und verbreitet…

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Jan 3. Juni 2009 um 16:47

Ich halte Wolfgang Schäuble schon seit längerem nicht mehr für fähig seit Amt zu erfüllen. Ganz nüchtern betrachtet ist er Paranoid. Ist es nicht schon lange an der Zeit seinen Rücktritt zu fordern?
Wir lange wird es dauern den Schaden zu reparieren, den er der Demokratie und den Bürgerrechten bereits zugefügt hat?

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Markus 3. Juni 2009 um 17:02

\“Angriffe auf die Integrität und Sicherheit von Datensystemen bergen in unserer modernen Informationsgesellschaft ein hohes Gefahrenpotenzial. Kriminelle können mit einem Mausklick Tausende schädigen.\“

Leute, die das könnten, benutzen sicherlich keine Maus 😉

Den \“Eliten\“ weltweit geht der Hintern auf Grundeis. Das Internet entwickelt sich langsam aber sicher zu einer Bedrohung der eingeschliffenen Hierarchien. Ich empfehle an dieser Stelle mal allen Lesern den Film \“Us Now\“ (http://vimeo.com/4489849)

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Wilhelm Ruprecht Frieling 3. Juni 2009 um 17:14

Früher hieß es »Wehret den Anfängen«, leider sind wir inzwischen unbemerkt längst darüber hinweg regiert worden!

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bittner 3. Juni 2009 um 17:34

Déformation professionelle? In Ihrem prima Beitrag, lieber, Herr Knüwer, hat sich ein \’Depenbrock\‘ versteckt.

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Stephan Eisvogel 3. Juni 2009 um 17:54

Nicht zu früh freuen. Die Informationselite mag sich gegen die Beherrschungsversuche der \“Web 0.0\“ Politiker (wie erzürnend treffend formuliert!) nun professionalisieren und gemeinsam organisieren. Sicher wird es in Zukunft noch sehr viel mehr solche Petitionen geben, die auch nicht mehr einfach weggewischt werden können, soviel steht fest. Ich sehe jedoch leider auch ein Ende der Fahnenstange, wenn alle \“Informationseliten\“ eingesammelt sind. Was tun mit den 80% übrigen Deutschen (eine geschätzte und rein fiktive Zahl), denen entweder alles egal ist, die Law&Order Burschen sind, oder als brave Parteizinnsoldaten auftreten? Nachdem wir uns der \“von der Laiens\“ entledigt haben, braucht ein Staat mit mündigen Bürgern auch die Aufklärung von nicht so mündigen Bürgern und eine Elite in der Regierung. Und zwar eine moralische Elite, eine wirtschaftspolitische Elite, eine wissenschaftliche Elite. Von mir aus gerne zum 10-fachen Salär! Leider sehe ich nicht, wie unsere aktuelle repräsentative Demokratie dies mit ihren Ochsentour-Parteien leisten soll.

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Daniel 3. Juni 2009 um 17:55

Sehr schöner Artikel!

Kann dem Schluss nur zustimmen: Diese Herrschaften irren sich, wenn sie meinen, die freiheitliche demokratische Grundordung ungehindert über Bord werfen zu können.

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Thomas Knüwer 3. Juni 2009 um 18:04

@bittner Muss es wohl gewesen sein – oder erkältungsbedingte Gedankenverschleierung. Danke für den Hinweis.

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Thomas 3. Juni 2009 um 18:17

Auf den Wahlzetteln zur Europawahl findet sich, sogar in Bayern ;-), ganz unten die Piratenpartei. Kann nur empfehlen sich deren Argumente und Positionen auf www.wahl-o-mat.de mal anzusehen …

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piercyha 3. Juni 2009 um 18:18

Wer nicht den Links des SPON Artikels gefolgt ist, bitte unbedingt dieses Video ansehen. Hier sind sie, unsere Web 0.0 Politiker.
http://de.sevenload.com/videos/SyMWUPh-Kinder-fragen-Politiker-nach-dem-internet
Anschließen raten, in welchem Jahrtausend die Aufnahme gemacht worden ist. Die Lösung gibts (vermutlich) hier:
http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,491415,00.html

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Malte 3. Juni 2009 um 18:20

Ich würde da jetzt gern etwas hinzufügen, aber mir bleibt nur, mich zu bedanken.

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Thomas 3. Juni 2009 um 18:26

Gut finde ich in diesem Zusammenhang den Hinweis auf das mir bislang nicht näher bekannte Buch \“Selbsbhauptung des Rechtsstaats\“. Denn ich stelle mir immer die Frage warum machen die, insbesondere Schäuble so etwas?

Und im übrigen gehöre ich auch zu all jenen, die weder Angst vorm Islam und schon gar nicht vor Terrorismus haben. Das ist völlig absurd. Jugendgewalt, ob nun steigend oder nicht, halte ich allerdings schon für ein Problem, das hat aber soziale Ursachen und muss entsprechend bekämpft werden und nicht sicherheitspolitisch.

Das man mit dem was die Regierung tut, nicht einverstanden ist, ist ja fast normal. Aber die große Koalition macht eines nach dem anderen falsch. Man könnte sagen, wir bräuchtenen einen Regierungswechsel, aber da die SPD nicht mit den Roten zusammenarbeiten will, und auch die FDP eher zur CDU tendiert, sehe ich schwarz. Im wahrsten Sinne des Wortes.

Und wenn das so kommt, wird alles noch viel viel schlimmer, egal ob die Verschleppung eines unausweichlichen wirtschaftlichen Systemwechsels oder eben wie hier angsprochen die Eingriffe in Freiheitsrechte.

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Thomas 3. Juni 2009 um 18:33

\“Ich halte Wolfgang Schäuble schon seit längerem nicht mehr für fähig seit Amt zu erfüllen. Ganz nüchtern betrachtet ist er Paranoid.\“

Ich möchte nicht, persönlich werden, aber ist das ein Wunder? Das jemand, der selbst einst Opfer einer Gewalttat wurde, dann darin aufgeht überall Unsicherheiten abzuschaffen und sich in solche Paranoia verstrickt. Sowas muss doch wirklich mal offen angesprochen werden.

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Dierk 3. Juni 2009 um 18:36

\’Ermächtigungsgrundlagen\‘, das ist doch sicher falsch, das haben die doch nicht wirklich geschrieben? Das muss doch \’Ermächtigungsgesetz\‘ heißen, oder?

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Tim 3. Juni 2009 um 18:46

der spiegel-artikel drückt aus, was viele denken, spricht aber einen wichtigen fakt nicht an:
weite teile der medien sind ebenfalls nicht in dieser \“generation C64\“, soviel selbstkritik hätte ich mir schon gewünscht.
gerade spon ist auf den kritikzug eher aufgesprungen, statt ihn anzuführen…

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Valmont 3. Juni 2009 um 18:48

Stephan Eisvogel schrieb:
\“Nachdem wir uns der \“von der Laiens\“ entledigt haben, braucht ein Staat mit mündigen Bürgern auch die Aufklärung von nicht so mündigen Bürgern und eine Elite in der Regierung. Und zwar eine moralische Elite, eine wirtschaftspolitische Elite, eine wissenschaftliche Elite. Von mir aus gerne zum 10-fachen Salär! Leider sehe ich nicht, wie unsere aktuelle repräsentative Demokratie dies mit ihren Ochsentour-Parteien leisten soll.\“
Stephan Eisvogel | 03.06.2009 – 17:54

Um die Diskussion an dieser Stelle aufzugreifen und mit einem Gedanken in eine etwas andere Richtung zu lenken…

….dann muss eben eine neue Partei her – und zwar eine, bei der die entsprechenden Ressorts mit fähigen Menschen, Experten, oder wie auch immer man sie nennen will, besetzt sind und die keiner veralteten Linke-/Rechte-/Mitte-/Schrägobenunten-Richtung angehört und sich in selbige drängen lässt, sondern sich mit klaren Positionen ein Profil erschafft, das sich von der jetzigen Parteienlandschaft deutlich unterscheidet und absetzt.

Allein das Wort \“Elite\“ gefällt mir hierbei überhaupt nicht, weil Elite eine negative Konnotation anhaftet – es klingt arrogant und impliziert Hierarchiedenken (Wir da oben, ihr da unten). Wer oder was zählt dazu? Top-Manager und Finanzjongleure, von denen viele in der Finanzkrise ihr \“Können\“ unter Beweis gestellt haben? Oder ein Herr Schäuble, der es bis zum Bundesinnenminister gebracht hat?

Ich will nicht kleinkariert erscheinen, mich an diesem Begriff aufzuhalten, wollte das nur zu bedenken geben, denn diese Denke von der Elite, ist gerade jene, die heutzutage vielen Menschen aus sozial-schwächerem Umfeld den Weg in eine bessere Zukunft versperrt, weil ihnen nicht die Möglichkeit gegeben wird, weiter- bzw. hochzukommen und ihre Leistung in dieser Gesellschaft unter Beweis zu stellen. Der \“elitäre Zirkel\“ hat sein eigenes Netzwerk aus dem er rekrutiert und seine eigenen Spielregeln.

Man könnte es auch so schreiben:
>Was gebraucht wird, sind fähige Menschen mit Kompetenz, Ehrgeiz und Herzblut, egal aus welchem Umfeld.< Wie man diese nennt, ist sekundär. Und: Man muss nicht zur Elite gehören, um moralisch zu handeln und zu denken und Kenntnisse von Wirtschaftspolitik zu haben! Hiermit fordere ich die Generation C64 dazu auf, Verantwortung in dieser Gesellschaft zu übernehmen und nach Lösungen aus der derzeitigen, schwierigen und unbefriedigenden Lage zu suchen. Das geht nur gemeinschaftlich und mit starkem Willen etwas zu verändern. Es lebe die Demokratie! 😉

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andi 3. Juni 2009 um 18:58

Heute schrieb Michael Jäger ein wirklich gutes Posting:
http://www.michaeljaeger.tv/ich-hatte-keinen-c64-und-trotzdem.html/comment-page-1#comment-215

Und darin an unsere Politiker:

Sie haben keine Ahnung, was diese Massnahmen für Auswirkungen haben! Hängen Sie nicht 99 Unschuldige, um den Schuldigen auf gar keinen Fall zu verpassen. Das ist undemokratisch, unsozial, unliberal und unökonomisch!

Die Selbstregulierung des Netzes hat schon lange, bevor diejenigen Damen und Herren aufgetaucht sind, die es jetzt regulieren wollen, begonnen. Seit Jahren schon werden von den Providern in aller Regel Inhalte aus dem Netz genommen, wenn die Provider darauf hingewisen werde, wie sich kürzlich herausstellte, innerhalb von Stunden.

Nutzen Sie die Fähigkeiten und Kenntnisse der jungen Menschen, die sich mit dem Internet, seinen sich ständig verändernden Gegebenheiten auskennen, um Dinge wie illegale Inhalte zu löschen. Arbeiten Sie mit den Menschen zusammen, die tagtäglich ehrenamtlich nach illegalen Inhalten suchen und diese melden. Verfolgen Sie die Täter, treiben Sie kein böses Spiel mit den Opfern, indem Sie die Themen Kinderpornographie und Internetzensur verquicken!

Seien Sie ehrlich zu sich selbst, geben Sie zu, dass Sie Angst vor dem Ihnen fremden Medium Internet haben, weil Sie es nicht verstehen, und weil es auch ihre Fehltritte speichert. Bilden Sie sich, machen sich mit dem Medium vertraut und wenn Sie nicht weiter wissen, fragen Sie jemanden, der sich damit auskennt.

Verteufeln Sie nicht, was Sie nicht verstehen und versuchen Sie nicht zu kontrollieren, was Sie nicht kontrollieren dürfen. Die Unverletzbarkeit des Brief – und Postgeheimnisses, der ungehinderte Zugang zu Informationen darf nicht eingeschränkt werden, eine Zensur darf nicht stattfinden.

Und das alles ist der Grund, warum ich die E-Petition von Franziska Heine unterstütze und mitgezeichnet habe.

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Steven 3. Juni 2009 um 19:05

Brilliant geschrieben und fasst all meine Befürtungen genau auf den Punkt zusammen.

Nur diese Internetausdrucker werden das hier nicht lesen… was bin ich froh das mein Blog auf einem ausländischen Ser ist.. ist zwar nur mein völlig langweiliges Onlinetagebuch .. aber ein SSchäuble (ich nennen Ihn auch Heidrich II. ) hat da nix zu suchen..

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Tim 3. Juni 2009 um 19:06

Für mich ist der letzte Anschlag erst 17 Jahre her:

http://de.wikipedia.org/wiki/Mykonos-Attentat

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Hoba 3. Juni 2009 um 19:16

Schäuble müsste dringend mal Psychologisch auf die Tauglichkeit als Innenminister untersucht werden. Das meine ich absolut ernst.

Denn er ist bekanntermaßen ein Attentatsopfer. Aus diesem Grund ist er vorbelastet. Ich meine selbst mit meinen Laien Psychologischen Kenntnissen erkennen zu können, dass Schäuble sich unbewusst mit diesen Maßnahmen selbst nochmal vor einem Attenttat schützen will.

Denn alle seine Maßnahmen haben immer diesen ach so heimtückischen und versteckt operierenden Touch.

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Freddy Rebstock 3. Juni 2009 um 19:25

Lang schlägt der nicht mehr zu – dieser Mielke auf Rädern.

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Chat Atkins 3. Juni 2009 um 19:25

Vergiss bitte nicht diese ultragefährliche \“Sauerland-Gruppe\“ und ihre Fässer randvoll mit Blondierungsmittel, das aber Schäubles BND dann glücklicherweise noch rechtzeitig ausgetauscht hat – oder so …

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Quirl 3. Juni 2009 um 19:27

Na da wird es doch Zeit, dass der Verfassungsschutz mal wieder ein Loch in irgendeine Mauer sprengt, um die Terrorgefahr für die \“noch mündigen Bürger\“ fühlbar zu machen.

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bombjack 3. Juni 2009 um 19:29

[…]Der erste Versuch, diese Freiheiten durch die kalte Küche zu beschneiden, ging schief. Die scheinbar narrensichere Idee, den Kampf gegen Kinderpornographie vorzuschieben, droht zu scheitern. […]

Stimmt nicht…..das ist der zweite Versuch, denn der erste kam von einem Herren mit dem Namen Büssow vgl. http://odem.org/informationsfreiheit/o-ton–wieviel-und-was.html

bombjack

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Waldschratt 3. Juni 2009 um 19:30

Ein hervorragender Artikel!

… und eine Randbemerkung: Was trennt einen \“Guantanamo\“ – Befürworter in \“deutschen\“ Sicherheitsfragen eigentlich noch von \“Schutzhaftlagern\“ ala Buchenwald (http://www.buchenwald.de/index.php?p=startseite)??

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Karl 3. Juni 2009 um 19:59

\“Ich halte Wolfgang Schäuble schon seit längerem nicht mehr für fähig seit Amt zu erfüllen. Ganz nüchtern betrachtet ist er Paranoid.\“

Jup.

Ich würde mal ganz frech eine PTBS (http://de.wikipedia.org/wiki/Posttraumatische_Belastungsstörung) unterstellen, die evtl. schon in eine APE (http://de.wikipedia.org/wiki/Andauernde_Persönlichkeitsänderung_nach_Extrembelastung) übergegangen ist…

Leyenhafte Grüße,

Der Westentaschenpsychologe

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Aufgewacht 3. Juni 2009 um 22:26

Guter Artikel und es gibt mittlerweile mehr davon im Internet.
Aber das allein wird nicht reichen.
Laut „Umfragen“ gehen fast 35% der Bürger nicht zur Wahl, oder sind unentschlossen.
Ich kann nur ALLE dazu auffordern: GEHT WÄHLEN!
Denn in der Vergangenheit gab es immer nur zwei Parteien, die Politik gemacht haben:
CDU und/oder SPD.
Es wird allerhöchste Zeit für einen Wechsel!

In mehreren Foren/Blogs taucht immer wieder die Frage auf, warum machen die das, unsere Grundrechte mit Füssen treten ?
Das es nicht um KiPo oder Terrorismus geht dürfte klar sein.
Schaut Euch die Entwicklung an: Finanzkrise, Arbeitslosigkeit, Wegbruch des Mittelstandes…. Und das nächste i-Tüpfelchen wird der Staatsbankrott sein.
Der Staat rüstet auf gegen seine Bürger, weil er Angst hat vor Unruhen, Bürgerrevolten.
Deshalb Bundeswehr im Inneren, und die Totalüberwachung.

Bürger sei wachsam und geh wählen. Verpassen wir ihnen bei der nächsten Wahl einen Denkzettel !

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bee 3. Juni 2009 um 23:44

Hervorragend formuliert.

Aber ein „Denkzettel“ wird nicht helfen – der Deutsche neigt dazu, beim Versagen des politischen Mainstream radikal zu wählen, und mit Radikalität verteidigt man nicht das Grundgesetz. Eher hebelt man es noch schneller aus. Wir haben keine Zeit mehr, um abzuwarten, bis die neuen Kräfte eine Rolle einnehmen können, wie sie Bündnis 90/Die Grünen nach ihrem Einzug in den Bundestag entwickelt haben: als politische Alternative, die nicht nur partikulare Interessen vertritt, sondern auch fähig ist, politische Zusammenhänge als Ganzes zu gestalten.

Seit 1989 hat der Begriff „Bürgerrechtsbewegung“ einen revolutionären Klang bekommen. Wer für Bürgerrechte eintritt, kann auch Systeme zu Fall bringen. Wenn es einen Wechsel geben muss, dann einen Paradigmenwechsel; Politik darf keine Angelegenheit von und Beschäftigungstherapie für Verwaltungsjuristen bleiben, sie muss auf die Straße. Der Bürger ist gefragt. Der Staat sind wir. Opposition ist keine Option; demokratische Teilhabe schon.

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__JAN 4. Juni 2009 um 1:44

Chat Atkins kommentiert:
Vergiss bitte nicht diese ultragefährliche \“Sauerland-Gruppe\“ und ihre Fässer randvoll mit Blondierungsmittel, das aber Schäubles BND dann glücklicherweise noch rechtzeitig ausgetauscht hat – oder so …
Chat Atkins | 03.06.2009 – 19:25

Zu den sog. Sauerlandbombern bitte unbedingt diese [http://wirres.net/article/articleview/5197/1/6/] Sendung (lief im DLF) anhören, falls noch nicht geschehen. Toll aufgearbeitete Recherche!

M.E. leider auch ein Lehrstück dafür, wie ein Klima der Angst genutzt werden kann, um Gesetze einzuführen, die für \“Sicherheit\“ die Freiheit opfern.

Ist gar keine Bedrohung vorhanden, die ein solches Vorgehen legitimiert, schauen wir beim letzten US-Präsidenten nach und bedienen uns der erprobten \“threat inflation\“. Was der George kann, kann der Wolfgang schon lange..

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Sven 4. Juni 2009 um 8:47

Danke für den artikel.

Antworten

Cocker Spaniel 4. Juni 2009 um 8:55

Herr Schäuble und seine geschätzten Berater werden wohl zuviel eines gewissen Getränkes mit Cola konsumiert haben………der Anteil von bewusstseinsvernebelnden Substanzen soll ja darin riesig sein ^^

Antworten

Sven 4. Juni 2009 um 9:32

Zu deinem letzten Absatz: Dein Wort in aller Götter Ohren!

Antworten

Avanti Dilettanti 4. Juni 2009 um 9:50

Sehr geehrter Herr Thomas Knüwer,
zu diesem Artikel spreche ich Ihnen meinen Dank aus. Bitte überzeugen Sie die Redaktion, dass der Artikel in die Printausgabe übernommmen wird, denn auch hinter dem Handelsblatt steckt oft ein kluger Kopf, der Nahrung braucht. 😉

Antworten

Sebastian 4. Juni 2009 um 10:00

Danke Thomas. Es ist wichtig, dass \“alte\“ Medien den Aufschrei nicht nur begleiten, sondern den Regierenden klarmachen, dass es \“Stimmen aus dem Internet\“ nicht gibt. Dass das Plebs nicht einverstanden ist, wenn die eigentlich gewählten Vertreter ihre eigene Agenda fahren.

Antworten

Eisofen 4. Juni 2009 um 10:25

Vielen Dank für den sehr guten Artikel.

Nur habe ich die Befürchtung das es nichts bringen wird. Wie man ja auch bei der Petition gesehen hat, ist die ignoranz unserer Volks\’vertreter\‘ sehr hoch. Aus meiner Sicht wird es nach der Wahl noch schlimmer kommen als wir es uns momentan vorstellen. Normalerweise bin ich nicht so ein schwarzmaler, die Vergangenheit hat aber gezeigt das es immer schlimmer kam.

Antworten

Eisofen 4. Juni 2009 um 10:49

Noch vergessen: Ich finde es schon befremdlich, das ein Minister der \’Generation C64\‘ sich öffentlich dazu hinreissen lässt, mittlw. 110.000 Bürger in die nähe von Pädophilen zu rücken UND damit auch indirekt die mittel einer Demokratie, hier das Petionsrecht, zu kritisieren.
Aber vieleicht handhabt er das ja wie sein direkter Vorgänger und hat Leute die für ihn das Internet bedienen?

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Chat Atkins 4. Juni 2009 um 10:59

@ _Jan: Markworts Focus ist bei seiner wöchentlichen BND-Hofberichterstattung aus dem Sauerland-Gruppen-Gerichtssaal mangels Masse längst bei hochbedeutenden Blickkontakten angelangt, die diese \’Terroristen\‘ in Anwesenheit aufmerksamer \’Wachtmeister\‘ untereinander frecherweise ausgetauscht haben sollen. Das alles ist im Grunde purer Slapstick, was dort abgeht. Aber kein Medium schreibt, dass der Popanz nackt ist …

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Hendrik 4. Juni 2009 um 11:47

Danke für den großartigen Artikel.
Mir fehlt eingentlich nur ein Verweis:
\“…Ob es der völlige Zusammenbruch der Wahlbeteiligung ist, die Gründung einer oder mehrer neuer Parteien..\“
Die gibt es schon seit fast 3 Jahren.
Nennt sich Piratenpartei und tritt sowohl zur Europawahl als auch bei der Bundestagswahl in einigen Bundesländern an.

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Axel 4. Juni 2009 um 12:33

Ich muss sagen, wenn ich höre, welche Personen in diesem Staat an der Gesetzgebung beteiligt sind, kriege ich richtig Angst. Angst vor der Zukunft.
Denn was scheinbar dem Schutze des Volkes dienen soll, wird benutzt, um Selbiges zu überwachen.
Wir sind das Volk, und das Volk ist der Feind – zumindest, wenn es nach Menschen wie Schäuble und Depenheuer geht.
Jeder Mensch, der dem Terrorismusgeschwätz glauben schenkt, jeder, der gerne ein bisschen Freiheit für ein bisschen Sicherheit hingibt, weil er ja eh nix zu verbergen hat, JEDER, der jetzt nicht aufsteht um sich zu wehren wird irgendwann in ein paar Jahren in Orwells Horrorvision aufwachen und merken, das es dann zu spät ist.
\“Angst essen Freiheit auf…\“

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Piraten-Wähler 4. Juni 2009 um 16:26

Die einzigen Kriminellen, die ich wahrnehme, sind Datenhändler wie Spammer, etc. – und die werden von der Politik der Großen Koalition (CDU und SPD) GESCHÜTZT. Der Datenschutzgipfel, der Bestimmungen enthält, die schon seit über einem Jahrzehnt hergeschoben werden, findet noch immer nicht statt ! Man solle nicht überstürtzt handeln, es sei eine wohl überlegte Entscheidung – aber innerhalb von 2 Monaten eine Zensur mit aller Gewalt durchboxen wollen ist okay ? Alles klar: Meine Lieblingsbegründung zu der Verschiebung des Datenschutzgipfels: Man wolle die Wirtschaft damit nicht zusätzlich in Zeiten der Krise belasten; super ! Habt ein Herz für Datenhändler !

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Florian Dömges 4. Juni 2009 um 16:47

Einfach ein guter Artikel. Danke.

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Markus 4. Juni 2009 um 17:27

Der Artikel ist super – danke – spannend zu lesen, wie fast immer!

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WasAnderes 4. Juni 2009 um 19:00

Zeit für mindestens EINE neue Partei, die Bürgerrechte, Freiheit und soziale Gerechtigkeit an oberster Stelle im Programm hat.

JETZT!

Schäuble-Muntefering-SpaßGuido-(die Grünen haben doch schon gar kein Gesicht mehr): WEG DAMIT…

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Mark 4. Juni 2009 um 19:07

Auch ich möchte mich für diesen Artikel bei Ihnen bedanken, da er genau das ausdrückt, was ich schon lange denke! Und ich bin sehr froh darüber, das die vielen Kommentare zu Ihrem Artikel zeigen, das dieses Land anscheinend doch noch kein \“Rudel ferngelenkter\“ ist.

Leider werden immer wieder schlechte Zeiten in diesem Lande genutzt, um schon lange geplante Gesetze durchzubringen oder Entscheidungen zu treffen, wie unsere traurige Geschichte es Anfang des letzten Jahrhunderts bewies.
Ich hoffe, das die heutigen Möglichkeiten zu kommunizieren genau der Entscheidende Punkt sind, warum diese Rechnung nicht aufgeht…

Vielleicht ist auch genau das, was unserer Regierung Angst macht. Denn die Technik und somit auch die Kommunikation hat sich in den letzten Jahren so rasant entwickelt, aber leider die Herren Politiker nicht!

Zu Herrn Schäuble kann ich nur sagen, das ich Ihn schon sehr lange für einen der gefährlichsten deutschen Politiker halte, der meines Erachtens Mitglied einer seiner Gesinnung nach zu linken Partei ist.

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Jan 4. Juni 2009 um 19:47

Sind wir doch mal ganz ehrlich und nennen das Kind beim Namen (solange man das noch ungestraft darf):

Unser Staat wird nicht von Terroristen bedroht. Unser Staat wird von innen von Faschisten bedroht.

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Andi 4. Juni 2009 um 22:32

Ich danke Ihren unendlich für diesen Artikel. Ich habe selten einen so guten Text gelesen. Er trifft es auf dem Punkt und ist am Puls der Zeit.

Es wird Zeit diesen geisteskranken Innenminister loszuwerden. Der hat sie nicht mehr alle beisamen.

Ich pfeife auf die Terrorgefahr. Selbst wen sie real WÄRE, würde ich damit Leben. Lieber in Freiheit sterben, als in einem Überwachungsstaat auf sein Ende zu warten.
Man lebt nur einmal. Angst kann ich nicht gebrauchen.

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Lawlita 4. Juni 2009 um 23:59

Bzgl. Depenheuer gibt es einen hervorragenden Radio-Beitrag:

http://www.freie-radios.net/portal/content.php?id=26263

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wvs 5. Juni 2009 um 2:19

Wenn alle hier Lesenden – die ja zu Recht überwiegend positive Rückmeldung geben – wenigstens ein- oder zwei Nicht-Internet-Nutzer in ihrer Umgebung ansprechen:
Solche, bei denen die Möglichkeit einer Meinungsänderung wahrscheinlich erscheint, dann wäre doch für die kommenden Wahlen – Europa und Bundestag, Kommunalwahlen in manchen Ländern – schon etwas gewonnen.
 

Gerade Europa ist deshalb von Bedeutung, weil dort (auch) \“Internet-Gesetze\“ verabschiedet werden die hier \’bindend\‘ sind [http://www.blackouteurope.eu/] und die nur durch Wahl der \“richtigen\“ EU-Parlamentarier verhindert werden können:
Die erste Attacke wurde Anfang Mai – hier weitgehend unbemerkt(!) – abgewehrt. Aber im Herbst steht eine neue Runde an …. es gilt daher selbst zu wählen (Entscheidungshilfe \“wahl-o-mat\“!) und viele Menschen in der eigenen Umgebung zu mobilisieren.

Wenn die \“Mit-Zeichner\“ sich überwiegend gegen die etablierten Parteien entscheiden wird das in Politik umgesetzt – was bei der Petition, die sicher wichtig & richtig war, trotz der großen Zahl der Teilnehmenden nicht unbedingt zwangsläufig ist ….
 

Ich habe mein gesamtes bisheriges Leben (60+) \’frei\‘ von fremden Zwängen gelebt und mir manchmal eine \’blutige Nase\‘ geholt damit es so blieb. Jetzt hoffe ich auf die Unterstützung durch \’die Jüngeren\‘, die durch ihre Aktivitäten sich selbst schützen und dazu beitragen können den Rechtsstaat & das Grundgesetz zu erhalten. Mit entsprechenden Mehrheiten ließen sich sogar die bisherigen Einschränkungen rückgängig machen ….

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Astrid 5. Juni 2009 um 9:10

Die Piratenpartei hat in Bezug auf Internetnutzung ein sehr gutes Programm – nur leider nicht annähernd Chancen die 5%-Hürde zu knacken. Jede Stimme an sie wäre zwar ein \“Zeichen\“, mehr aber nicht.

Ich habe mich entschlossen, meine Sitmme den \“Freien Wählern\“ zu geben, sie sind genau das, was oben gefordert wird. Nicht rechtsmittelinksschrägoben, sondern sachorientiert. Auf Kommunalebene sind sie sehr bekannt, in Bayern lehren sie die CSU das Fürchten, und zur Europawahl treten sie das erste Mal an. 5% sind auf jeden Fall drin. Lasst uns unsere Stimmen bündeln und die Republik verändern!

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dw 5. Juni 2009 um 9:54

In Schweden stehen die Piraten in den Umfragen als drittstärkste Partei bei 8% – und könnten damit ins EU-Parlament einziehen. Über deutsche Unterstützung freuen sie sichb estimmt 😉

http://www.taz.de/1/politik/europa/artikel/1/piraten-werden-ins-eu-parlament-einziehen/

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Robert 5. Juni 2009 um 11:56

@Astrid
Mit den FW wäre ich vorsichtig, die verfolgen im Prinzip die gleichen Ziele wie CDU/FDP

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Ekki 5. Juni 2009 um 14:28

Marvelous! Ich wähl jetzt…Die Piraten

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LX 5. Juni 2009 um 18:06

Ein wesentliches Problem besteht mitunter darin, dass nichtstaatliche Organisationen wie der CCC das Internet und die Methoden vermeintlicher Terroristen zur verschlüsselten Kommunikation wesentlich besser kennen als selbst die bestbezahltesten Berater der politischen Elite und für diese damit suspekt erscheinen müsssen – denn warum sammelt jemand ohne Hintergedanken derartiges Wissen an?

Und da die politische Elite den Generalverdacht als angenehmen Kontrapunkt zur Unschuldsvermutung zu empfinden scheint, ist der Konflikt vorprogrammiert.

Die Politik der Spät-68er hat jetzt noch Zeit zum umdenken, bevor sie sich selbst zur Obsolenz verdammt. Die \“Generation C64\“ wird früher oder später einen gesellschaftlichen Umschwung herbeiführen – ob dieser die ältere Generation mitnimmt oder wegschwemmt, wird sich erweisen.

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Tristan 5. Juni 2009 um 18:35

Manchmal habe ich den Verdacht, dass der Sicherheitswahn Herrn Schäubles und die Ablehnung von freien unkontrollierbaren Medien, daher rührt, dass ihm 1990 selbst etwas widerfahren ist. Vielleicht fürchtet er deshalb alles, was er nicht kontrollieren kann?

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Jeeves 5. Juni 2009 um 19:33

Heute schnappen sich wenige, politisch hoch interessierte Bürger all die Aussagen und paaren sie mit Hintergrundinformationen, setzen sie in zeitliche Zusammenhänge, kommentieren all das und schließlich vernetzen sie sich. Und dabei nehmen sie mehr Menschen mit, als ein Wolfgang Schäuble oder eine Ursula von der Leyen sich das vorstellen.

UND DAS IST GUT SO.

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meistermochi 5. Juni 2009 um 20:48

diese ganze postmoderne-sci-fi-cyberpunk-scheiße wird wahr werden und dann werden sich einige noch umgucken.

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sri junior 5. Juni 2009 um 21:56

na ja, was den schäuble betrifft und das, was ihn karmisch 1990 wieder eingeholt hat.. je nach dem, wo die nervenleitung in der wirbelsäule durch querschnitt gelähmt ist, funktioniert das eine oder andere darunter auch nicht mehr richtig. beine bewegen, hüfte bewegen, schniedelwutz bewegen. und wenn bei einem unbestritten machtgeilen manne nur noch die macht aber nicht mehr die geilheit zum abreagieren seiner körperlichen und geistigen spannungen zur verfügung \’stehen\‘, verwandelt sich die nicht abreagierte spannung in gewaltphantasien und paranoia. so ein mann kann im wahrsten sinne des wortes nicht mehr seinen mann stehen und ist aufgrund seiner verfassung (nicht der, die er ändern will) eine wirklich äußerst große gefahr. wie funktioniert das eigentlich mit amtsenthebungsverfahren? zum rücktritt auffordern hilt ja nicht viel, zum rückrollen wohl auch nicht. *kicher* aber im ernst, wie sehr haben dort oben so viele einen an der waffel, daß sie nicht sehen, daß der einen an der waffel hat?

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sri junior 5. Juni 2009 um 21:58

bzw. nicht offen sagen, daß eben jener entwaffelt werden müßte?

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El Barto 6. Juni 2009 um 20:43

Müssen denn solche Leute, die ein so wichtiges Amt ausführen, wie z.B. ein Herr Schäuble, nicht von Zeit zu Zeit auch mal psychologisch untersucht werden?
Das ist doch in vielen anderen Berufen auch so.
Wo kann man das mal beantragen – kennt sich da jemand aus?

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El Barto 6. Juni 2009 um 21:11

Die Demokratie wird nicht von den Wählern gefährdet, sondern von den Nichtwählern!

Jeder sollte mal unter http://www.wahl-o-mat.de für sich selbst testen, welche der 32 aufgestellten Parteien überhaupt wählbar ist. Meine Wahlentscheidung stand schon fest – und der Wahl-O-Mat hat sie dann doch beeinflusst bzw, geändert. Es lohnt sich, mal zu schauen, was die einzelnen Parteien mit Europa und mit UNS wirklich vorhaben. – Und gebt eure Stimme ja nicht einer extremistischen oder einer der grossen und etablierten Parteien.

ABER GEHT WÄHLEN!!!

Jede Partei bekommt pro abgegebener Stimme Geld. Aber auch Nichtwähler bringen den Parteien noch Geld ein. Wer also aus reinem Protest oder aus Faulheit gar nicht wählt, verschwendet Steuergelder und erliegt dabei noch dem Irrglauben, er hätte mit seiner Protestaktion der Bundespolitik sämtliche politischen Bemerkungen mitgeteilt, die er in den vergangenen vier Jahren im Privatumfeld oder am Stammtisch geäußert hat. Nichtwählen ist kein Protest und birgt Gefahren!

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Nils 6. Juni 2009 um 23:09

\“Hoba kommentiert:
Schäuble müsste dringend mal Psychologisch auf die Tauglichkeit als Innenminister untersucht werden. Das meine ich absolut ernst.\“

\“Müssen denn solche Leute, die ein so wichtiges Amt ausführen, wie z.B. ein Herr Schäuble, nicht von Zeit zu Zeit auch mal psychologisch untersucht werden?
Das ist doch in vielen anderen Berufen auch so.
Wo kann man das mal beantragen – kennt sich da jemand aus?\“

Kann man da nicht eine Petition einreichen? Es gäbe sicherlich eine ganze Menge Mitzeichner.

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El Barto 7. Juni 2009 um 4:40

Könnte man bestimmt, müsste nur korrekt und nicht beleidigend formuliert werden. Das Korrekte würde ich ja noch hinbekommen – aber ich würde bestimmt beleidigend werden …

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Nils 7. Juni 2009 um 12:12

Also gut, Leute, lasst uns mal Nägel mit Köpfen machen in dieser Sache:
Wer sich imstande sieht, eine juristisch einwandfreie Formulierung zu finden, wie man eine solche Petition gestalten könnte, der möge diese hier bitte posten.
Ich stelle mich gerne als Petent zur Verfügung.
Es muss etwas geschehen, verfassungsschädliche Personen wie Dr. Wolfgang Schäuble, die unsere Freiheit gefährden, müssen aus hohen Ämtern entfernt werden!

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Nils 7. Juni 2009 um 12:17

Ach ja:
Bitte nicht vergessen, heute unbedingt eure Stimme abzugeben!
Bis 18 Uhr habt ihr noch Zeit!

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pocoos 7. Juni 2009 um 20:57

Hervorragender Text. Danke dafür. Auch meine Meinung: Schäuble ist krank. Eine Petition, die seinen Rücktritt fordert, würde ich sofort mitzeichnen. Gibts eigentlich einen Satz von Frau Merkel zur Aktion Kipo und zu den weiteren Vorhaben von Herrn Schäuble ? Ist das alles von ihr abgesegnet ?

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sri junior 8. Juni 2009 um 23:35

Hallo Nils, du wolltest petieren? Nachfolgend mein Vorschlag:

Text der Petition

Der Bundestag bzw. die zuständige Instanz möge eine amtsärztliche psychologische Eignungsprüfung für Herrn Bundesinnenminister Dr. Wolfgang Schäuble wegen potenzieller Unzurechnungsfähigkeit einleiten.

Begründung

Herr Dr. Schäuble hat im Jahre 1990 ein schreckliches Attentat erleiden müssen. Bei diesem Anschlag auf seinen Leib und sein Leben wurde seine Wirbelsäule derart verletzt, daß Herr Dr. Schäuble nunmehr ab dem 3. Brustwirbel querschnittsgelähmt ist und zur Fortbewegung auf einen Rollstuhl angewiesen ist. Die Lähmung ab dem 3. Brustwirbel zieht nach sich, daß sämtliche willkürliche Bewegungen von Körperteilen, deren Innervierung aus dem Bereich des 4. Brustwirbel oder den abwärts darunter gelegenen Wirbeln stammt, nicht mehr möglich ist. Zudem ist auch die Sexualfunktion eines derart verletzten Menschen ist in den allermeisten Fällen unterbunden. Männer, die ihre sexuellen Aggressionen nicht mehr körperlich abreagieren können, neigen zu Gewaltphantasien und Paranoia. Der Petent ist der Ansicht, daß die hohe Wahrscheinlichkeit einer solchen psychischen Erkrankung Herrn Dr. Schäubles, der ja Bundesinnenminister ist mit der damit einhergehenden immenschen Verantwortlichkeit für das Wohl und Weh vieler Menschen, eine amtsärztliche Untersuchung der psychischen Tauglichkeit des Ministers erfordert.

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Silv 16. Juni 2009 um 22:30

Ein sehr guter Artikel, und eine klare Analyse der Motivationen von Schäuble + Co.

Ich möchte allerdings noch auf weiteres in der cruden Vorstellungswelt des H.Schäuble hinweisen.
Wie man http://www.zeit.de/2006/10/Verdonk und identischen Verlautbarungen konnte man entnehmen das :

Der deutsche Innenminister Wolfgang Schäuble nannte Rita Verdonks Integrationspolitik letzte Woche in Brüssel bei einem Innenministertreffen »vorbildlich«. Verdonks hohe Anforderungen an Einwanderer seien »im Prinzip, was wir auch in Deutschland verwirklichen wollen«.

Vielleicht sollte man dazu anmerken das Rita Verdonk inzwischen nicht nur nicht mehr der Regierung angehört, sondern das sogar ihre extrem Rechtsgerichtete Partei Sie rausgeworfen hat!

Neben vielen kontroversen Einschätzungen kann man die \“Verfassungstreue\“ dieser \“vorbildlichen\“ Politikerin an folgendem Erkennen:

Am 12. Dezember 2006 löste Verdonk erneut eine Regierungskrise aus: das neu gewählte Parlament sprach ihr das Misstrauen aus, da sie sich geweigert hatte, einen Parlamentsbeschluss zu akzeptieren, der sie anwies, rechtskräftig abgelehnte Asylbewerber vorerst nicht mehr auszuweisen.

Eines ist sicherlich beiden gemeinsam, sie empfinden Gesetze und Verfassungen als überflüssiges Beiwerk – als etwas was man als \“Mächtiger\“ ganz im Stile von Carl Schmitt mit einem \“überstaatlichen Notstand\“ schlicht und einfach beiseite schieben kann!

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paul yang 21. Oktober 2009 um 8:53

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Das Digitale Quartett #55: Online-Petitionen und die Affaire Lanz 27. Januar 2014 um 19:12

[…] Darauf reagieren die angestammten Institutionen mit Verachtung. Die Zeichner der Petition gegen Internet-Sperren mussten sich einst gefallen lassen, von Volksvertretern wie Karl-Theodor zu Guttenberg und Ursula von der Leyen in die Nähe von Kinderpornofreunden gerückt zu werden. […]

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