“FAZ” und “Süddeutsche” gestehen: Unsere Artikel sind nicht lesenswert

by Thomas Knüwer on 24. Mai 2012

Heute geistert eine Klage der “Frankfurter Allgemeinen” und der “Süddeutschen Zeitung” durch die Mediendienste. Sie richtet sich gegen den Dienst Echobot, der mir zuvor noch nie bewusst begegnet ist.

Die Verlage werfen dem Dienst einerseits vor, ihre Logos ungerechtfertigterweise zu nutzen – was im Gesamtkontext lächerlich ist. Vor allem aber behaupten sie allen Ernstes, Echobot mache den Besuch ihrer Online-Auftritte unnötig.

Was tut Echobot? Eigentlich nichts Ungewöhnliches. Der Dienst sammelt aus dem Netz Artikel zu einem gewünschten Thema. Diese werden kurz angerissen und verlinkt – als so eine Art Google News als PDF. Das sieht dann so aus:

Klickt man auf “Zum Artikel” landet man auf der entsprechenden Seite, zum Beispiel Meedia im unteren Fall.

Tja, und das soll Menschen davon abhalten auf FAZ.de oder Sueddeutsche.de zu gehen? Eine ähnliche Argumentation sehen wir ja auch bei Axel-Springer Chef-Lobbyist Christoph Keese, geht es um Google News.

Wir sollten uns dafür einfach mal bedanken. Denn ausnahmsweise sind die Verlage einfach mal ehrlich. Sie erkennen an, wie schlecht ihre Online-Auftritte sind. Denn wenn es reicht, mit diesen Winz-Passagen meinen Nachrichtenhunger zu stillen, dann ist dieser entweder sehr, sehr klein (was er nicht ist) – oder die angebotenen Artikel sind grauenhaft schlecht.

Mit ihrer Klage haben “FAZ” und “Süddeutsche Zeitung” uns einfach klar gesagt: Was sie im Internet veranstalten muss man wirklich nicht lesen.

Danke dafür.

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