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Und hier für das erste Quartal die neuen Auflagenveränderungen der deutschen Tageszeitungen im Jahresvergleich und allein bezogen auf den ganz harten Verkauf – also Abo und Kiosk. Erschreckend ist dabei wie steil die Kiosk-Verkäufe nach unten gehen. Früher galt dies als Frühindikator für Abos: Erst kauf der Leser gelegentlich, dann eben regelmäßig.

FAZ:
Abo: -1,09%
EV: -4,92%
Gesamt: -1,7%

Süddeutsche Zeitung:
Abo: -2,19%
EV: -1,98%
Gesamt: -2,1%
Angesichts der Pläne einer Samstagszeitung interessant: Die „Süddeutsche“ am Samstag erlebte einen Kioskeinbruch von 5,45%, verkauft aber über 110.000 Exemplare.

Welt/Welt Kompakt:
Abo: -2,1%
EV: -12,19%
Gesamt: -4,6%

Frankfurter Rundschau:
Abo: -11,26%
EV: -3,0%
Gesamt: -9,7%

Handelsblatt:
Abo: -5,64%
EV: -17,87%
Gesamt: -6,8%
Dies ist auch das Fazit nach einem Jahr der neuen Chefredaktion.

FTD:
Abo: -4,75%
EV: -4,88%
Gesamt: -4,8%

Hamburger Abendblatt:
Abo: -4,74%
EV: -13,47%
Gesamt: -7,4%
In den vergangenen zwei Jahren unter Chefredakteur Claus Strunz:
Abo: -7,33%
EV: -18,88%
Gesamt: -9,7%
Damit steht das „Abendblatt“ stellvertretend für viele Lokalzeitungen. Meedia hat deren Verfall aufgelistet, bezieht sich aber auf die klassische Definition der verkauften Auflage, die sich von Seiten der Verlage ein wenig schönen lässt.

Insgesamt bleibt es dabei: Der Absturz der deutschen Tageszeitungen nimmt stetig an Fahrt auf.

Nachtrag: Die „Taz“ ist mir durchgegangen – sorry. Hier die Zahlen:
Abo: -0,11%
EV: -5,35%
Gesamt: -0,8%

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