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Über eine Stunde standen wir Schlange: Warten auf Al Gore. Der Ex-Vizepräsident gastierte auf der SXSW, der größten Digital-Konferenz der Welt in Austin, für ein Kamingespräch mit Walt Mossberg, dem Technik-Korrespondenten des „Wall Street Journal“. Rappelvoll war der Saal, in den angeblich 5000 Menschen passen.

gore saal

Die Wartezeit haben Herr Fiene und ich ja für eine kleine Albernheit genutzt.

Hat sich das Ausharren gelohnt? Ja. Denn zumindest ich hatte noch nie etwas von Ziegen gehört, die dank Implementierung von Spinnen-DNA Spinnenseite mit ihrer Milch ausscheiden. Oder von Schweizer Kühen, die dank Chip Landwirten eine SMS senden, wenn sie gattungsbereit sind. Das ist keine Zukunftsmusik – sondern heute schon Realität. Weshalb Gores neues Buch „The Future“ bei mir auf der Leseliste landete (und ich mich auch nochmal an meine Begegnung mit ihm erinnerte).

Der schönste Dialog zwischen Gore und Mossberg war gleichzeitig der beste Wortwechsel der SXSW. Mossberg sprach Gore auf dessen TV-Sender Current-TV an. Diesen hat Gore verkauft an Al-Jazeera, also einen Sender, der praktisch von der Regierung eines Ölstaats kontrolliert wird. Wie geht das mit Gores Förderung von Demokratie und Unterstützung erneuerbarer Energien zusammen?

Gore redete sich heraus mit der journalistischen Qualität Al-Jazeeras. Und er konterte:

Gore: „Walt, Sie arbeiten schließlich auch noch für Rupert Murdoch.“

Mossberg: „Der ist aber nicht im Ölgeschäft.“

Gore: „Ich würde aber auch nicht sagen, dass er im Journalismus-Geschäft ist.“


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