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Es war nie schön, dieses Internet. Seine Anfänge aus bernsteinfarbener, grüner oder hellgrauer Schrift auf schwarzem Grund schon gar nicht. Die ersten Browser schufen Abhilfe, brachten Farben und Grafiken und Bilder. Doch sie waren eben hineingezwängt in das starre Konstrukt namens HTML. Schön war das nicht.

„Form follows function“ heißt der alte Designerspruch und im WWW traf er voll zu. Die Optik hatte gar keine andere Chance als sich dem anzupassen, was Programmiersprachenprogrammierer vorgaben. Stück für Stück änderte sich das, doch Flash oder Java ermöglichten zwar mehr – doch waren sie nicht ganz so leicht zu nutzen und auch nicht auf allen Endgeräten problemlos darstellbar. Hinzu kam die Bandbreite. Tröpfelnd nur rückten die krätschenden Modems der späten 90er und frühen 0er Bilderstrecken heraus. Und weil wir Menschen nun mal ungeduldige Babyeichhörnchen sind, sprangen wir ab, brauchte eine Seite zu lang. Das wussten ihre Betreiber weshalb sie auf hoch auflösende Bilder und Videos verzichteten.

Doch seit diesen Zeiten hat sich viel verändert. HTML5 sorgt für mehr Freiheit, die Bandbreite ist angeschwollen, selbst mobil können heute schon Videos betrachtet werden und mit dem kommenden Mobilfunktstandard LTE wird sich die digitale Welt ohnehin noch einmal komplett verändern.

Den meisten Web-Seiten ist das aber nicht recht anzumerken, erst recht nicht im Nachrichtenbereich. Nehmen wir nur einmal die Präsentation von Bildern auf Spiegel Online:

Das ist kein winziges Bild. Aber es füllt eben nur geschätzt die Hälfte des Bildschirms aus. Wer näher reinzoomt stellt fest: Das Foto wird schwammig-pixelig. Das fällt unter „Gehtsoschön“. Aber es ist noch weit überdurchschnittlich. Der Alltag sieht so aus wie bei den „Westfälischen Nachrichten„:

Hier werden sogar exklusive, selbst geschossene Bilder in Gehtso-Auflösung auf gerade mal einem Viertel der verfügbaren Fläche präsentiert.

Dabei geht es auch anders, das beweist seit Jahren The Big Picture des „Boston Globe“ (siehe oben). Aus Zusammenstellungen aktueller Fotos ist eine weltweit bekannte Seite geworden, aus dem Nebenprojekt eines einzelnen Redakteurs ein kleines Profit Center. Wer hier in ein Bild reinzommt stellt fest: Es geht – und es sieht toll aus.

Doch selbst The Big Picture wird uns schon bald klein und pisselig erscheinen. Denn die Optik des Web wird sich maßgeblich in Richtung Bild verändern. Schuld daran werden drei Unternehmen sein: Pinterest, Facebook und Apple.

Pinterest, jenes wild wachsende Startup, hat das Thema Fotos ganz neu auf die Bühne gebracht. Es ist ja überhaupt nicht neu, dass Menschen bei einem Medienprodukt zuerst auf die Bilder achten. Das müssten vor allem Print-Verlage wissen – denn dies ist eine Binsenweisheit des Blattmachens: Schaffe dem Leser Orientierung durch ein klares Aufmacherbild, verwirre ihn nicht mit dem Verstreuen von Winzfotos (nun hat Pinterest kein Aufmacherbild – aber auch praktisch keinen Text, weshalb die eigentlich strenge Optik kein Problem ist).

Manchmal aber werden selbst solche Selbstverständlichkeiten vergessen. Pinterest macht uns klar, wie gern wir Menschen auf Bilder starren. Ich könnte mir gut vorstellen, dass auch bei Facebook einige Köpfe auf Tische knallten, als man die Pinterest-Zahlen sah. Denn tatsächlich war der Zuckerberg-Seilschaft ein Fehler zum zweiten Mal passiert. Schon einmal unterschätzten sie Fotos, wie David Kirkpatrick in seinem lesenswerten „Der Facebook Effekt“ beschreibt: 2005, als der Dienst nur Studenten offen stand, war nur ein Profilfoto erlaubt. Die Nutzer wechselten dies aber ständig und verwendeten die Funktion als Stimmungs-Bild. Dies sahen Zuckerbergs Mitarbeiter als Signal, dass die Studierenden mehr Fotos hochladen wollten – der Chef selbst war skeptisch:

„A lengthy debate ensued about the wisdom of Facebook getting into the photo-hosting and storage business… And Zuckerberg worried that to tinker with Facebook’s simplicity was risky when the service was growing so rapidly just as it was. But finally (Sean) Parker and others convinced him it was worth a try…“

Dabei entwickelte das Team eine Funktion, die von vielen anderen digitalen Foto-Anbietern kopiert werden sollte: das Taggen von Personen auf einem Bild. Was dann am Start-Tag von Facebook Photos passierte, erinnert an Pinterest. Denn auch damals zeigte sich, dass Frauen vielleicht bildorientierter denken als Männer:

„The first image was a cartoon of a cat. They looked at each other worriedly. Then in a minute or so they started seeing photos of girls – girls in groups, girls at parties, girls shooting photos of other girls. And these photos were being tagged! The girls just kept coming. For every screenful of shots of girls there were only a few photos of guys. Girls were celebrating their friendships. There was no limit to how many photos people could upload, and girls were putting up tons of them.“

Facebook hätte also schon früher das tun können, was der Dienst nun mit Wucht durchzieht: seine Verbilderung. Der erste Schritt war die Timeline mit ihrem dominanten Coverbild. Den nächsten, logischen Schritt hat das Social Network nun auch vollzogen: Nutzerfotos werden künftig in voller Auflösung und (fast) bildschirmfüllend gezeigt.

Dies ist umso wichtiger im Angesicht des neuen iPad. Dessen Display hat eine faszinierende Klarheit und Präzision, es ist eine tragbare Lightbox, die selbst aus mittelmäßigen Schnappschüssen wunderschöne Hingucker macht. Wer sich aber damit in eine der Bilderstrecken der Nachrichtenseiten zoomt, dem kommt es vor als sei er in den matschigen Anfängen der Handy-Fotografie gelandet.

Schon bald werden sich deshalb alle Arten von Internet-Auftritten verändern. Bildstrecken werden höher aufgelöst sein, große Bilder werden häufiger zu finden sein – auch auf Unternehmens-Homepages. Ein Beispiel, wie das aussehen könnte, liefert das Gastronomie-Projekt Pure aus Berlin:

Somit stehen Unternehmen aber gleichzeitig vor einem Spreizschritt: einerseits müssen sie relevante Textinhalte liefern, um bei Google gut platziert zu sein – andererseits mehr Fotos liefern, um nicht altbacken zu wirken. Diesen Widerspruch aufzulösen wird für Web-Designer eine spannende Herausforderung.


Kommentare


Pinterest oder wie das Web immer bunter wird | benutzerfreun.de 23. März 2012 um 18:07

[…] Knüwer, den ich sonst sehr schätze, ist begeistert (Pinterest und Facebook: Unser Internet soll schöner werden). Damit, dass Facebook das verpennt hat, stimme ich überein. Aber bei den weiteren Punkten bin ich […]

Antworten

Tom 24. März 2012 um 9:55

Nichts für ungut, aber: Bilder? Wirklich?
Klicki-Bunti saves the quality?

Nehmen wir zum Beispiel das hier geliebte „pure-berlin.com“. Das ist das hässlichste Ding, dass mir in letzter Zeit untergekommen ist. Was soll das? Ohne JavaScript geht erstmal gar nichts. Die Seite selbst hat absolut Null Informationswert. Jeder zweite Link zerstört das gesamte Design und man landet auf einer völlig anderen Seite mit invertierten Farben, ohne Menü, um wieder zurückzukommen.
Hinzu kommt, dass dies eine deutsche Seite ist, für deutsche Kunden, die komplett auf – auch noch relativ kompliziertem – Englisch daherkommt. Dafür sind die Title-Tags auf Deutsch beschriftet: klickt man auf „Contact“ landet man auf einer Seite mit der Überschrift „Stammtisch“.
Den Informationsinhalt muss man auch mit der Lupe suchen. Riesige Bilder mit 1-2 Sätzen, die nichts als Marketinggeblubber enthalten. Ich frage mich aktuell immer noch, was diese Leute eigentlich tun. Ist das jetzt ein Bistro, verkaufen die T-Shirts oder machen die Webdesign? Ich weiß es nicht, aber ich hoffe ernsthaft, dass es nicht letzteres ist.

Aber zurück zum Internet.

Mal abgesehen davon, dass uns die Einführung von Tablets und Smartphones wieder in die Zeit der ersten Pentium-Rechner mit ihren bescheidenen Möglichkeiten katapultiert hat, halte ich nichts von „Webseiten“ und der Auffassung, welche hinter dem Begriff steht.

Ich bin Webprogrammierer. Wir schreiben „Webanwendungen“ – keine „Webseiten“. Das Web hat keine „Seite“ – wir sind keine Zeitung. Dass man bei der Übersetzung von „web site“ aus dem Englischen ein deutsches „e“ hineingeschmuggelt hat, war mit Sicherheit der erste Fehler.

Designer und Marketingidioten sind meine Nemesis.

Designer die sich außer Stande sehen, die schlichte Schönheit einer gut gestalteten Suchoberfläche zu erkennen oder partout darauf bestehen, die ihre Oberflächen in Photoshop (einem Programm mit fester Seitenbreite) entwerfen und die fordern, dass Anwendungen trotzdem auch in alten IEs exakt so aussehen müssen wie in modernen Browsern.
Man „designt“ keine Steuerelemente. Eine Schaltfläche ist eine Schaltfläche ist eine Schaltfläche. Als Nutzer erwarte ich, dass sie überall gleich aussieht. Wie ich das von allen anderen Anwendungen gewohnt bin. Ich möchte sie benutzen können können und es ist mir dabei herzlich egal, ob die Ecken 45° abgerundet sind und der Knopf einen Schatten hat.

Marketingabteilungen, die nicht verstehen, dass der Kunde auf der 1. Seite keine großflächigen Abbildungen von geistig gestört / debil grinsenden, übereuphorischen „Models“ sehen will, sondern das Produkt im Mittelpunkt stehen sollte. Die nicht einsehen, dass es ihr Fehler ist, wenn wegen dem x-ten halblegalen Nutzerüberwachungstool mit Keylogger, den man dringend braucht, die ganze Webseite down ist: schon wieder.
Ernsthaft: diese Werbetools sind Spielzeuge für Mädchen! Wenn man ernsthaft was über Usability erfahren will, ist der schnellste und sicherste Weg, den Papa von Gert, unserem Hausmeister, vor den Browser zu setzen und zu sagen: „zeig uns mal wie du bei uns ein passendes Produkt findest und das bestellst“. Wo Gert’s Papa aussteigt, steigt der Kunde garantiert auch aus. Und um das zu merken brauche ich keine teure Überwachung.

Immer wenn mal wieder dank Design und Marketing nichts mehr geht, weise ich gern darauf hin, dass ich mit Bildern nichts zu tun habe und auch nichts zu tun haben will.

Ich sage auch gern, was gutes Design ist. Ein Suchformular zum Beispiel ist eine weiße Seite mit der Überschrift „Suche“, einem Suchfeld und dem Cursor, der an der richtigen Stelle blinkt. Das ist wahre Ästhetik. Da soll nichts zappeln, blinken und ich möchte auch kein großflächiges Bild einer Sushi-Box im Hintergrund, dass ich je nach Endgerät und Fenstergröße über JavaScript und Ajax automatisch austauschen muss, damit es auf den Bildschirm passt.

Wenn das Netz wirklich hässlich ist, dann fangen wir bei indiskretionehrensache.de an: das ist ein Blog. Der Inhalt steht im Vordergrund. Tut er das? Nein: auf meinem 16:9 Bildschirm sehe ich einen schmalen Streifen in der Mitte mit einspaltigem Text in viel zu kleiner Schrift, wobei der Text für 1 einzige Spalte auch schon wieder zu breit ist.
Links und rechts meilenweit weiße Wüste. Selbst die Sahara hat ein paar Steine: indiskretionehrensache.de hat Leere.
Links und rechts flankieren völlig überflüssige Seitenleisten den Text, die ihm zusätzlich seines Platzes berauben, den Lesefluss stören und völlig uninteressante, nutzlose Pseudoinformationen preisgeben. Sie sind so uninteressant, dass ich bis ich gerade nachschauen musste, was da eigentlich steht. Wissen Sie es? (Nicht schummeln!)
Die Suchleiste: zentrale Funktion eines Blogs, fristet ein einsames Dasein als lieblos gestaltetes Element, auf dem eine englische Beschriftung erklärt, warum es keinen „Suche“-Button zum Abschicken gibt, anstatt einfach einen einzufügen.

Überhaupt is language an Problemchen. Yes, der Text ist auf German, aber die Control Elements are all beschriftet in the Queen’s English. Das könnte besser sein.

Über allem hovert drohend das giftgrüne Logo in „Times New Roman“ als Schriftart. Warum nicht gleich Comic Sans?

Und ich frage mich: was wollen wir wirklich? Ein Internet, dass ausschaut wie eine Zeitung mit Videos, Fotos und Spielereien. Oder ein Internet, dass uns einen Dienst erbringt, dass uns nützliche Anwendungen liefert, die man tatsächlich benutzen kann. Ohne die Gesichter des Vorstands oder Grinsemodels auf der „Seite 1“? Ohne „Landing Pages“ und „Kampagnen“?
Wir sollten aufhören zu versuchen, dass Internet wie eine Zeitung zu behandeln. Es ist eine Anwendungsoberfläche. Wer denkt, es sei die Fortsetzung von Print mit anderen Mitteln, der hat schon verloren.

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florian reisinger 24. März 2012 um 18:10

@Tom
Vielen Dank für deinen Kommentar. Es gibt also scheinbar doch noch klar denkende Menschen, die sich professionell mit dem Medium Internet auseinandersetzen.

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Der Ruhrpilot | Ruhrbarone 25. März 2012 um 10:25

[…] HTML5:  Unser Internet soll schöner werden…Indiskretion Ehrensache […]

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besseres Internet 25. März 2012 um 18:50

@Tom: Danke für den Kommentar.

Wir haben Netscape anstatt Mosaic genutzt, weil es Webseiten_Texte schon anzeigte, während noch die Bilder geladen wurden.
Schlanke nutzbare Seiten werden auch am Handy in EDGE-Gebieten aufgerufen. HTML könnte in Einzelheiten aber auch besser sein und Nutzern helfen, Texte und Bilder besser darzustellen. Bilder müsste man skalieren oder sinnvoll (am Tablett oder Phone) auf Bildschirmbreite bringen oder in klein Anzeigen, im Hintergrund dann zu Ende laden (Jpeg2000 ?) und durch Tippen screenfüllend anzeigen. Ob das angedachte picture-Element das liefert, weiss ich nicht. google, firefox und alle anderen haben nicht das geringste Interesse scheint mir. Die surfen selber alle nur mit einer Auflösung. Interessant wäre mal, wie viele User den Reader-Mode am Desktop-Safari benutzen.

Content to the user ist die einzige Mission. Die alten Schriftsetzer-Regeln sind psychovisuelle Tuning-Maßnahmen damit der Text von Sherlock Holmes bei Gaslampen im Halbdunkel mit schlechtem Toner auf halbgrauem Zeitungspapier gut lesbar bleibt. Schriftsatz ist Formel 1 mit der Zielfunktion, möglichst schnell (also auch ohne Störungen) die Buchstaben ins Gehirn zu bringen. Schnickschnack stört da eher. Neulich gabs Studien, das Schnickschnack-Lehrbücher keinen zusätzlichen Lernerfolg erbringen, und die oft dafür vermutlich bezahlten hunderttausenden Dollar also wirklos bleiben.
Besser aufgelöste Bilder sind ja nichts schlimmes. Das ein graustufen-Kindle die Bilder aus dem buch oder Digital-Zeitung auf den HDTV oder digitalen Bilderrahmen oder im Zug nur auf das Farbhandy „beamen“ kann, sollte klar sein.

Wer keinen Content hat, muss natürlich irgendwie verschleiern und aufblähen wie man es im TV und Talkrunden oft sehen kann. Die meisten Bosse benutzen ihre Website gar nicht selber. Das Thema gabs aber vor 10 Jahren schon bevor der neue Markt platzte. Da wusste auch jeder, das die meisten Programmierer in ihrem Onlineshop keine drei Produkte bestellt bekämen.
Die nächste Webseite ist einen Klick weit weg stimmt natürlich nicht, wenn man die Substitute nicht kennt. Leider gibts keine Firefox-Plugins dafür. Und Monopolisten werden ihr Fehlverhalten unbrauchbarer und für EDGE überfetteter Webseiten nicht korrigieren.

PHPler oder andere Interessengruppen könnten jährlich überarbeitete Mindest-Standards festlegen und Webseiten anhand dieser Kriterien öffentlich outen bzw. anhand diverser Dimensionen (am besten prozentual) einstufen. Mit Barrierefreiheit könnte man sofort beginnen. Für Sourcecode gibts ja teilweise Fehlerdichte-Statistiken als US-Staatsfinanzierte 1-2jährliche Studien. PHPler, Behinderte und Usability-Interessierte Bürger könnten ihre Konkurrenten, Behindertenfeindliche Websites und besonders dümmlich „programmierten“ Websites per Firefox-Plugin testen, outen und verpetzen. Dafür braucht man keine Steuergelder sondern nur Meinungsfreiheit.

Am Handy ist man Handycapped… – man ist eingeschränkt (Display-Größe, Bedienung, Handschuhe, …). Daraufhin (Tablett mit begrenzter Tippgeschwindigkeit, 40″-SmartTV mit Fernsteuerung, Handy) sollte man aufgrund der hohen Kaufkraft und angeblich hohen Werbe-Konversion aber auch optimieren.
Man sieht auch hin und wieder löbliche Beispiele. Aber das setzt sich leider nicht durch und nimmt zu sondern bleiben leider Einzelfälle.

Man muss nicht notwendig mehr Fotos bieten aber diese können und sollten durchaus besser aufgelöst sein. Evtl. ist das der Durchbruch für jpeg2000. Man muss ja einkalkulieren das viele Webseiten auf 40″-SmarTVs oder Retina-Ipads angezeigt werden. In beiden Fällen spricht nichts dagegen, die halbe Seite für Text zu nutzen wie Spalten in der Zeitung die man herunterliest um nicht wie in Büchern wie am Tennisplatz mit den Augen ständig links-rechts springen zu müssen und auf der anderen Hälfte einfach Bilder und/oder Erklärungen oder Zusatzinfos oder wie in Ecoute/Ecos/Spotlight Übersetzungen untereinander packt wo durchaus auch Werbung vorkommen könnte. Durch Antippen kriegt man die Bilder dann in größer. Ohne Zillionen für Reader-Apps ausgeben zu müssen.
Die Fotografen und Fotodienste müssen umlernen, bessere Bilder zu liefern. Das dürfte aber schnell passieren. Als das Ipad3 vorgestellt wurde, wurde auf die 4mal so hohe Auflösung hingewiesen und wie schon bei Konsolenspielen ist die Programm-Engine maximal der RAM-Speicher und der Rest sind dann Bilder, Videos, Töne, Texturen usw. die abgespielt oder zusammengesetzt werden und die CD/DVD/BluRay füllen. Texte sind schmalbandig, den Rest wie Bilder, Interviews, Videos,… kann man dankenswerterweise optionalisieren ob man ihn herunterladen und ansehen will. Da hat man es besser als bei den Spielen oder grafiklastigen Apps wo gerne Wired mit ein paar hundert MB benannt wird. Freemium-Kunden kriegen kleine Bilder und mpeg1-Videos vom Parteitag, Pay-Kunden oder Print-Abonnenten die großen Bilder und ultra-quad-hd-8k-Videos vom Parteitag oder Interview oder Besuch an irgendeinem Messestand der Cebit… .

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Thomas Knüwer 26. März 2012 um 4:30

@Tom: Ich fasse Ihre Argumente mal kurz zusammen: Sie sind Profi und es muss so laufen, wie Sie es sagen, denn Sie sind Profi.

Doof nur: Im Verlauf der Weltenzeit lief es ganz häufig nicht so, wie die Profis wollen.

Weder habe ich hier geschrieben, dies sei ein Qualitätsgewinn, noch trete ich für Klickibunti ein. Klickibunti haben wir jetzt quer über das Netz. Für Sie aber sind großformatige Fotos schon Klickibunti, selbst wenn sie wie im Fall von Facebook schwarz hinterlegt werden? Nö. Das ist für mich das Gegenteil

Und dass Sie dieses Blog nicht schön finden – stimmt. Es soll vor allem leicht lesbar werden. Höchst humoristisch aber wird es, wenn Sie nun auch Times New Roman verteufeln. Wieviele Schriften wollen die Profis denn noch hässlich finden? Ich sag mal so: Erst wenn die letzte Schrift als hässlich abgetan wird, werdet ihr merken, dass man irgendeine dann doch braucht.

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Facebook: Neue Nutzungsbedingungen ohne Zustimmung der Mitglieder 27. März 2012 um 17:27

[…] Indiskretion Ehrensache: Pinterest und Facebook: Unser Internet soll schöner werden Sebastian Fiebiger: Ich will gar nicht in die Datenschutzdiskussion einsteigen. Da liegt bei den meisten US-Internet-Riesen Einiges im Argen. […]

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Futurebiz Review 11 | 2012 | Futurebiz 2. April 2012 um 8:18

[…] kauft hunderte IBM-Patente Heise-Online Pinterest und Facebook: Unser Internet soll schöner werden Indiskretionsehrensache Google-Gegner: “Such-Markt ist zerstört” Meedia Rowan Barnett […]

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Matthias 11. April 2012 um 9:20

Ich muss Tom da als „webdesigner“ aber auch „conversion rate optimierer“ und „SEO“ recht geben. Ich kann weniger erkennen, dass er klickibunti an sich schlecht macht, als vielmehr den schlechten geziehlten einsatz.

Natürlich sind Fotos wichtig. Natürlich übertragen Fotos in kurzer Form mehr Information als ein Text, jedoch besteht eine Website nunmal aus mehr als nur einer kurzen reinen Information. Erst in dem Zusammenspiel aus Foto/Bild, Text, Gestaltung und Technik wird eine gute Website wirklich gut. Dabei gilt auch heute noch: form follows function. Ein Blog, der hauptsächlich informieren will in Textform benötigt eben KEINE großen Bilder. Eine Website die Produkte verkaufen möchte jedoch schon. Aber neben allen Bildern benötigt eine Website die etwas verkaufen will aber auch andere Sachen. Sie muss verständlich sein ( nicht nur deutsch und richtig geschrieben sondern eben auch verständlich wie man sie bedient), Sie muss relevante Informationen in kurzer Zeit transportieren und Sie muss schnell laden (!!!). Würde man versuchen teure Produkte in einem Design wie das von diesem Blog hier zu verkaufen, würde man schnell merken, dass das nicht geht. Würde man versuchen die selben Produkte im Facebook Stil zu verkaufen, würde man schnell merken, dass es nicht geht.

Jede Website hat ein spezifisches Ziel, welches Sie eben durch Ihr Design auch ausdrücken sollte. Man kann hier also nicht allgemein für Fotos plädieren, da dies eben nicht immer angepasst ist.

Dazu unterstütze ich Tom in der Aussage über richtige Programmierung: Steuerelemente müssen gut erkennbar sein und so funktionieren wie erwartet. Eine einheitliche Sprache lässt jede Website besser aussehen. Ein klar erkennbarer Knopf (Button) sorgt dafür, dass dieser auch benutzt wird! Es hat schon seinen Grund, warum Facebook immer noch einen „einfachen“ gefällt-mir-button hat: weil man ihn als Button erkennt! Oder warum „kommentieren“ oder „gefällt mir“ in FB Beiträgen auch heute noch einfach nur blaue Schrift ist ( weil seit es das Internet gibt jeder Link nunmal Text UND blau ist).

Gerade wer sich mit dem Thema „Conversion Rate Optimierung“ auseinander setzt kennt diese Punkte und versteht viel besser, wie das Web (selbst heute noch) funktioniert. Davon auszugehen, dass nur weil FB oder sonstwer so Erfolg mit großen Bildern haben, es jeder machen muss ist einfach falsch. Sowie FB als auch G+ oder sonstige Dienste sind private Sites die einen anderen Zweck verfolgen. Daher (nochmal): form follows function =)

greetz

Matthias

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Matthias 11. April 2012 um 9:44

ah und noch eine kurze Anmerkung: Schön wäre es auch mit Kritik etwas offener umzugehen und sich nicht gleich angegriffen zu fühlen. Weder ist der Kommentar über die „Profis“ sinnvoll und zielführend noch der Kommentar zu der Schriftart. Hier hat Tom natürlich Recht. Auf einem deutschen Blog ist es unsinnig im Suchfeld etwas englisches stehen zu haben, vor allem wenn es ein Text ist der erklärt, warum es keinen Suchbutton gibt 😉 Da ist es ganz klar zielführender einfachen einen „Suche“ Button einzufügen. (Suche, nicht search)

Auch hat weder der englische Text im Suchfeld, noch manche der Menüleisten links/rechts etwas zu tun, mit dem Inhalt und dem Zweck dieses Blogs. Sich rauszureden mit „dies ist ein Blog“ ist einfach genauso also wenn man sagt „es regnet gerade, daher ist der Text englisch und die sinnlosen Menüpunkte sind vorhanden“.

Was die Profis angeht: Profi ist hier ein allgemeiner Begriff, der sich schön missbrauchen lässt. Mark Zuckerberg z.B. mag irgendwo für irgendwas ein Profi sein, aber ganz sicher NICHT für Conversion Optimierung und zielgerichtetes Website Design. Die „Profis“ die seit Jahren davon leben, Websites so zu designen, dass am besten verkauft wird oder am meisten erreicht wird, haben da durchaus schon klarere Vorstellungen.

Weil … egal was man tun kann technisch.. egal wie schnell das Internet wird … egal was in der Zukunft alles passiert gibt es bei allen Variablen eine einzige, aber wichtige Konstante:

Der Mensch!

und der ändert sich nicht. (nun ja fast nicht)

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