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Die verhinderten Terroranschläge von London liefern wieder einmal ein paar Sottisen für das Lehrbuch: Wie kommuniziere ich im Netz? Bei Spiegel Online ist die Welt manchmal sehr einfach. Da werden zum Beispiel in London 19 Leute festgenommen unter dem Verdacht, Flugzeuge in die Luft sprengen zu wollen. Was also titelt der „Spiegel“-Ableger heute morgen?

„Terroristen wollten bis zu 20 Passagierflugzeuge sprengen

Scotland Yard hat nach ersten Erkenntnissen in der Nacht die größte Terrorwelle seit dem 11. September 2001 vereitelt: Bis zu 20 Passagierflugzeuge sollten auf dem Weg von Großbritannien in die USA gesprengt werden. Zahlreiche Verdächtige wurden festgenommen.“

Tja, so ist das bei Spiegel Online. Wenn der Chefredakteur mitschreibt, wird sich bei so einer Terrorzelle doch bitteschön auch jeder in die Luft jagen, auch die höheren Chargen.

Wer sich nun an diesem Morgen informieren wollte, wie es mit seinen eigenen Flugplänen aussieht, der war erst mal völlig auf die Flughäfen angewiesen. British Airways wies lange nur auf eine seit Anfang Juli geltende Gepäck-Regel hin. Erst kurz vor Mittag folgte dann der Sicherheitshinweis.

Doch immerhin: Bei den Engländern gab es überhaupt Informationen. Lufthansa hat es bis jetzt nicht nötig, auf seinem Internetauftritt auf die Störungen hinzuweisen. Auch bei Easyjet, KLM, Air France, Ryanair – nix. So mancher Lufthansa-Passagier hat vielleicht durch die Nachrichten-SMS des Handelsblatts (ich schmier hier mal ein wenig Eigenlob rein) davon erfahren, dass bei der der Airline nichts mehr ging. Ob die Gesellschaften auf einen Absturz ihrer Maschinen kommunikativ ebenso desaströs präpariert sind?

Somit landeten dann alle Interessenten auf den Seiten der Flughäfen – und bei denen ging ob des Ansturms lange Zeit nichts mehr. Heathrow, Gatwick & Co. waren erst am frühen Nachmittag wieder voll erreichbar.

Doch auch in Sachen Weblogs scheint es mächtig zu rumoren. Anscheinend gibt es Kommentarspam-Attacken von Seiten Rechtsradikaler. Auch unser Dienstleister Blogg.de war lange Zeit nicht erreichbar. Beim Rebellblog berichtet Don Alphonso von einem Kommentat „mit Links zu, vorsichtig gesagt, islamkritischen Seiten, andere würden vielleicht eher von Aufstachelung zum Religionshass sprechen“.


Kommentare


varzil 11. August 2006 um 14:49

\“Voll erreichbar\“ ist relativ: für mich sieht das bei www.heathrowairport.com eher nach einer absoluten Notseite aus – zumindest vor 2 Jahren stand da ERHEBLICH mehr…

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Smonk 11. August 2006 um 15:30

Hallo, ich hatte diese Nacht ja eine E-Mail geschrieben wegen \“Kommentieren geht nicht\“. Liegt es vielleicht an diesem Kommentarspam, daß das Kommentieren nachts deaktiviert ist?

..Wenn dieser Kommentar erscheint, gehe ich mal davon aus, nur hätte ich dann einen Hinweis darüber nett gefunden.

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Smonk 11. August 2006 um 15:31

Habe massive Probleme beim Kommentieren, ist die Mail angekommen?

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Thomas Knüwer 11. August 2006 um 15:37

Die Mail ist leider nicht angekommen. Es gibt auch keine nächtliche Kommentarsperre von unserer Seite. Ich habe die Sache weitergegeben an unseren Dienstleister Blogg.de.

Danke für den Hinweis!

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Smonk 14. August 2006 um 3:45

Ups, Tut mir leid, wollte nicht doppelposten. Mein erster Beitrag war nur noch nicht zu sehen und habe aus Frust nochmal nen kürzeren probiert.
Danke für die Antwort, in der Mail schrieb ich das ich keine eindeutige Ursache bei mir feststellen kann (Browser, OS, etc.)
Eigenartig, daß es nur manchmal funktioniert…

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