Kognitive Dissonanz mit Gabor Steingart
20. Januar 2015
So sehen Geschäftsleute aus. Sagt Shutterstock. Und dann muss es doch wohl stimmen.
23. Januar 2015

SPD-Generalsekretärin Yasmin Fahimi und das Briefgeheimnis von Walter Freiwald

Die SPD steht unter Sigmar Gabriel für manches, nicht aber für einen unüberwachten Bürger. Vielmehr ist ja gerade Gabriel bekannt als langjähriger Verfechter der Totalüberwachung aller Deutschen via Vorratsdatenspeicherung.

Auch Generalsekretärin Yasmin Fahimi steht anscheinend für diese Haltung, dass jede Form von Kommunikation öffentlich gemacht werden muss – zum Beispiel ein Schreiben, das ein Bürger über das Kontaktformular der Partei-Homepage einsendet. Ob ein solches ebenso unter das Fernmeldegeheimnis fällt wie eine E-Mail dürfen Juristen klären. Der allgemeine, menschliche Sachverstand könnte einem klar denkenden Menschen einflüstern: irgendwie schon.

Fahimi sieht das anders. Als gestern „Ich bin ein Star…“-Teilnehmer Walter Freiwald erzählte, er habe sich einst bei der SPD als Bundespräsident beworben, ließ Fahimi flott die entsprechenden Daten – nach 3,5 Jahren selbstverständlich noch immer gespeichert – durchsuchen. Und so protzt sie dann heute auf ihrer Facebook-Seite mit Freiwalds Bewerbung (Retusche von mir).

fahimi freiwald

Mehr noch: Anscheinend hat die SPD den nicht retuschierten Screenshot an Medien gegeben. So wird er bei Web.de veröffentlicht, woraufhin wir sehen: Freiwald hat der Speicherung seiner Daten widersprochen.

Es ist die eine Sache, ob Fahimi nun um Klicks und Aufmerksamkeit so verzweifelt bemüht ist, dass sie dieses Thema aufgreift. Eine andere aber ist die Veröffentlichung eines Textes, der unter dem Gefühl einer gewissen Vertraulichkeit vor fast 4 Jahren verfasst und in dem der Speicherung der Daten aktiv widersprochen wurde.

Herzlich Willkommen bei der digital inkompetenten Überwachungspartei SPD.

Teile diesen Beitrag