Von Siemens bis zur Bundesbank: streng vertrauliche Dokument – für jedermann abrufbar

by Thomas Knüwer on 18. Dezember 2014

In Zeiten des Sony-Hack könnte man meinen, es bräuchte gehobenste Informatikkenntnisse, um an Geheimnisse von Firmen zu kommen. Dies wird auch glauben, wer häufiger mit Unternehmen und deren IT-Abteilungen zu tun hat. Oft genug sind die IT’ler nämlich der größte Innovationsbremser: Dies geht nicht und das, alles zu unsicher.

lupe istock mädchen

So geht es sicher auch zu bei

Der Haken: Vertrauliche Dokumente dieser Unternehmen sind frei im Netz herunterladbar. Zum Beispiel:

Klingt irre, ist aber so. Für Finanz- und ausgewählte Lokaljournalisten öffnet sich mit einem kleinen Google-Trick ein Schatzkästchen. Denn Google erlaubt es mit dem Befehl “filetype:” nach Dateisorten zu suchen. Und der handelsübliche Dokumentenstandard ist PDF. Dies muss man nur noch mit einer Suche paaren wie “zur internen Verwendung”. Also zum Beispiel “filetype:pdf “streng vertraulich””. Deutlich weniger Treffer, aber auch ein paar interessante, ergibt die Suche nach Powerpoint-Dateien.

Natürlich handelt es sich nicht um streng geheime Dokumente. Doch wer sich ein wenig durch das Angebot gräbt, der weiß schnell, warum die einzelnen Dokumente nicht für die komplette Öffentlichkeit bestimmt sind.

Dass im Jahr 2014 sich auf diesem simplen Weg noch immer so viele Dateien finden lassen zeigt, dass es noch ein weiter Weg ist, bis das Thema IT-Sicherheit Organisationen voll durchdrungen hat.

 

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