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Was Anthony Bourdain über den Print-Journalismus in Deutschland verrät

In dieser Woche seufzte ich tief, als ich ein richtig gutes Stück Journalismus konsumierte. Es hat eigentlich nichts mit der düsteren Situation der Print-Medien in Deutschland zu tun – und gerade deshalb so viel.

„Fast Company“ – ohnehin ein höchst lesenswertes Magazin (mit einem Tablet-Abo zum sehr attraktiven Preis) – portraitierte Anthony Bourdain. Bourdain war Koch mit Hang zu harten Drogen, der es sich um die Jahrtausendwende mit der Gastro-Szene verdarb, weil er in seinem Buch „Geständnisse eines Küchenchefs“ dreckige Geheimnisse verriet, zum Beispiel, dass man Montags in Restaurants nie Fisch essen sollte. Seit Jahren reist er essend um die Welt, seit einiger Zeit bei CNN. „Parts Unknown“ heißt seine fantastische Serie, die keine Reisereportage ist, sondern das Treffen von Menschen am Esstisch – und die andere Art der Aufarbeitung von Themen wie „Israel-Konflikt“ oder „Multi-Kulti“.

Anthony_Bourdain_Parts_Unknown_-_CNN_com

Zwei Aspekte in diesem Portrait schildern Journalismus so, wie er sein sollte. Einerseits sind da die Freiheiten, die CNN Bourdain gewährt. Denn dessen erste TV-Schritte erfolgten beim Food Network, das auf Koch- und Esssendungen fokussiert ist:

„But eventually, Bourdain started to feel that familiar pressure to dumb things down. „They were basically saying, ‚Let’s appeal to the masses,’ “ says Tenaglia. „ ’Let’s not go too deeply into the darker, more complex geopolitical social stories.’ “ Bourdain wasn’t happy, but with his contract about to expire and other options looking scarce, he was leaning toward renewing.

Then his agent got a phone call from CNN, which was exploring the idea of broadening beyond news and politics. „I thought [Bourdain’s work] was very much in the vein of what CNN stood for,“ says the network’s former managing editor, Mark Whitaker, a longtime Bourdain fan. „Because, in a sense, Tony Bourdain is like a foreign correspondent: He uncovers stories and takes you places that you haven’t seen before.“

Bourdain never expected to end up on a serious news network. „They called out of the blue, and our response was, really?“ he says with a laugh. „We had a great discussion. They said, ‚We want you to do what you want to do and be as smart as you can. Any place that you haven’t been able to go, we’d like to help. Congo? No problem.’ “ Bourdain was impressed, especially if CNN could facilitate shooting in the kinds of logistically difficult areas that he was itching to visit.

CNN has remained true to that initial pitch, Bourdain says, letting him map his own creative itinerary and providing assistance wherever possible. „They’ve been unfailingly cool,“ he says. „They’ve backed me up. I’ve never had an uncomfortable conversation with anyone at CNN.““

Qualität erkennen und ihrem Produzenten Freiheit schaffen – so funktionierten journalistische Medien schon immer am besten. Und das obwohl Bourdain alles andere als ein Weichspüler ist: Der Konsum überdurchschnittlicher Mengen Alkohol vor der Kamera ist Normalität in seinen Sendungen.

Die andere Seite ist Bourdain selbst. „Fast Company“ beschreibt ihn so:

„Bourdain is more than just Parts Unknown’s host, head writer, and executive producer; he is its creative engine, picking locations, teasing out themes, obsessing over narrative structure, and guiding its overall artistic vision. At one point while watching a meditative, beautifully shot Shanghai montage, he’s distracted by some incongruously funky background music. „I wish there was no bass,“ he says to Brigden and Andrukanis. „It shouldn’t be danceable. It should be wistful.“ It’s a small detail in a short segment from a single show, but it’s easy to see how that one tweak will transform the mood of the scene–and maybe even the whole episode.

That quest for excellence is a big part of what’s kept Bourdain excited about making a show with the same basic format for the past 14 years. He can be intense, but he constantly pushes the crew to reach toward the new. „We literally sit down and try to figure out, ‚What’s the most fucked-up thing we can do?’ “ he says, taking a swig from his industrial-size cup of light-and-sweet deli coffee. „ ’What haven’t we done that we can try?’ “

Another way Bourdain stays engaged is by constantly experimenting with technology. As equipment has improved over the years, the show has become more visually accomplished. In addition to high-end cameras like $16,000 Sony F3s with cinema-quality lenses and more modest equipment such as Canon 7Ds, the team now regularly uses GoPros, often in unexpected ways. In the Shanghai episode, they rigged up what they refer to as „shot cam,“ a GoPro attached to a shot glass that captures, to dizzying effect, the liquor’s-eye view during a night of revelry. They have used bags of risotto for makeshift tracking shots („risotto cam“) and turned a Hot Wheels track into a camera dolly. Bourdain is especially excited about the possibility of shooting an upcoming show entirely on iPhones.

Not all of these experiments pay off, and Bourdain is okay with that. The point is to resist the predictable, especially when it comes to TV’s ingrained conventions. „The only thing that makes me upset and, really, a dick is if something is fucking plodding and reasonable,“ he says, spitting out that last word with palpable revulsion. „It starts with an establishing shot, I go someplace, I meet somebody, I sit down, I eat, and I come to a conclusion: That kind of conventional thinking really upsets me. I would much rather see some incomprehensible, over-the-top, fucked-up thing, because at least you’re trying to do something awesome.““

Und hier seufzte ich tief. Denn ganz ähnlich ticken die besten Online-Journalisten, die ich kenne – und vor allem die besten Online-Chefs. Sie denken immer weiter, fordern Qualität ein, experimentieren. Warum man davon so wenig sieht? Weil die meisten von ihnen ständig gebremst werden, entweder durch Print-Chefs oder die kaufmännische Seite. Denn manches Experiment erfordert Personal, andere wieder Investment in Technik. Das Risiko des Scheiterns ist dabei ebenfalls hoch.

Das Ergebnis ist ein Klagelied, angestimmt durch den jährlichen Kongress des Zeitungsverlegerverbandes BDZV. “Wir brauchen mehr Ingenieure und Informatiker und weniger Lehrer”, zitiert Meedia Pietro Supino, den Kopf der Schweizer Tamedia. “Content ist King, aber Technologie ist Queen – und die Königin ist im Schach die stärkere Figur”, wird Ulrich Gathmann zitiert, der Geschäftsführer der Nordwest-Medien. Denn es fehlt ja nicht nur an guten Online-Chefredakteuren oder -Geschäftsführern: Auch Programmierer sind rar in deutschen Verlagen.

Dabei ist es ein nicht unmöglich, Techniker einzustellen. 12 Programmierer hat allein die Redaktion – DIE REDAKTION – der „Washington Post“ zur Verfügung. Das ist mehr, als die allermeisten deutschen Zeitungsverlage insgesamt in ihren Reihen haben.

Diese Situation ist überhaupt nicht neu. Vielmehr sieht es seit 10 Jahren exakt so aus. Weshalb viele gute und leidenschaftliche Online-Journalisten teilweise frustriert gekündigt haben (auch wenn das nach außen gar nicht so klar wurde).

Warum ist das so? Weil praktisch alle, der online etwas bewegen wollen, wissen: Medienunternehmen müssen sich verändern; Journalismus und Journalisten müssen sich verändern; das alte Geschäftsmodell wird schon bald nicht mehr funktionieren.

Damit aber sind sie eine Gefahr für den Status Quo in Chefredaktionen und Geschäftsführungen, eine Gefahr auch für den Status Quo in klassischen Redaktionen. Die Wahrung desselben nimmt aber schon fast götzenartigen Status ein, gerade in Tageszeitungsverlagen. Das demonstrierte beim BDZV-Kongress auch wieder einmal die Unguided Missile unter den Verlagsmanagern: Axels Springer-Chef Mathias Döpfner.

Er demonstrierte nicht nur ein sehr kurzes Gedächtnis, sondern auch ein tiefes Unverständnis von Technik. Das ist nichts Neues, Döpfern redet auf Podien seit Jahren gern vollkommenen Unsinn. Traurig nur, dass Mediendienste ihn deshalb immer noch anhimmeln und unhinterfragt seine absurden Thesen zititeren.

Diesmal ging es um einen feuchten Verlegertraum, der seit über 15 Jahren existiert: das „digitale Papier“. Schon in der New Economy gab es immer wieder die Behauptung, dünne, flexible Bildschirme würden einst das Trägermedium für Tageszeitungen werden. Dieses digitale Papier würde laut Döpfner das „intellektuelle Charisma“ von Zeitungen wahren. Artikel ließen sich sofort publizieren und trotzdem handelte es sich um ein abgeschlossenes Produkt.

Ähm, bitte? Das würde also bedeuten, dieses digitale Papier wäre online-fähig, hätte aber keinen Browser. Es bräuchte einen App-Store – oder der Leser benötigte für jede Zeitung ein eigenes Endgerät. Und vermutlich sprächen wir über einen E-Ink-Reader, denn LED-Displays sind noch recht weit von der Faltbarkeit entfernt. Und ebenso ist E-Ink weit von brillanter Farbwiedergabe oder der Möglichkeit entfernt, Videos zu zeigen.

Ach, wäre das schön. Dann würden die Zeitungen ihr digitales Papiergerät verkaufen und könnten weiterhin ganz entspannt mit all den Beschränkungen arbeiten, die ihnen das Papiergeschäft aufgenötigt hat. Der Leser würde das lieben. Nicht. Denn der Leser würde kaum begreifen, warum er ein solch beschränktes Endgerät zulegen soll, wenn multimediale Nachrichten aus der ganzen Welt auf seinem iPad landen.

Auch anderenorts ist zu sehen und zu spüren, dass auch nur homöopathische Veränderungen zu Abwehrhaltungen führen, die den Suppenkaspar als kühl überlegt handelnden Strategen erscheinen lassen.

Nehmen wir nur das absurde, Monate dauernde Hin und Her bis Stephan Plöchinger als Online-Chef auch Mitglied der Chefredaktion der „Süddeutschen Zeitung“ wurde. Nach Informationen des „Stern“ soll Plöchinger mit Kündigung gedroht haben, bis es endlich klappte.

Oder Wolfgang Büchner beim „Spiegel“. Er findet keine Akzeptanz, weil er nicht brav das tut, was die Totholz-Beschreiber (und in diesem konkreten Fall beschreibt der Begriff sehr gut die Geisteshaltung dieser Redaktion) seit Jahrzehnten erlebt haben: Blatt machen, schreiben – aber bitte schön nix mit Digital. Daran zerbricht derzeit der „Spiegel“, vielleicht aber retten die über 50-Jährigen Print-Redakteure so die Gewinnausschüttung der Mitarbeiter-KG bis in die Rente – und etwas anderes zählt bei ihnen anscheinend nicht.

Sind die Onliner dann vom Hof gejagt oder wegfrustriert, folgt selten etwas Gutes. Beispiel: „Stern“. Er besaß (oder besser besitzt noch bis Ende der Kündigungsfrist) mit Anita Zielina eine Online-Chefin mit höchster Kompetenz und einer gehörigen Menge positiver Energie. Ich kann mich an keinen Online-Chefredakteur und keine -Chefredakteurin in Deutschland erinnern, der oder die sich in nur zwei Jahren einen solchen Ruf erarbeitet hat. Die Meldung, dass sie gekündigt hatte, sorgte für eine Erschütterung unter den Digital-Medienmachern in Deutschland.

Denn jene Onliner mit Leidenschaft nehmen, ja sie reißen andere mit. Entsprechend löst ein solcher Abgang alles andere als Gleichgültigkeit aus. Auch hier gleichen sie Anthony Bourdain laut „Fast Company“:

„That attitude inspires a lot of loyalty. „He is fun, funny, smart, sardonic, and a pain in the fucking ass sometimes,“ says Lydia Tenaglia, who cofounded Zero Point Zero with her husband, Chris Collins. „But it’s a very collaborative process. He is challenging in all the best ways. He can outtalk, outwit, outhumor anybody who’s trying to argue with him, and sometimes that gets your ire up. But ultimately you take that ire and channel it into the show.“ Which is the whole point: Bourdain is determined to keep pressing ahead.“

Nun fällt der „Stern“ in seine Vergangenheit zurück: Es wurde offensichltich jemand gesucht, der nicht weiter aufmuckt, nichts verändert, erst recht nicht den Status Quo der Print-Redaktion. Seine Site soll er sauber so fahren, dass die Vorgaben der Anzeigenabteilung reingespielt werden. So wie der neue Stern.de-Chef Philipp Jessen, bisher verantwortlich für Gala.de. Durch innovative Formate oder das Einbringen in mediale Diskussionen ist er dort nicht wirklich auffällig geworden. Stattdessen war er einer der „Bravo“-Chefredakteure, die verhindert haben, dass das Blatt in der digitalen Lebenswirklichkeit der Zielgruppe ankommt.

Besonders lustig wird es am Baumwall dann auch mit dem neuen „Stern“-Geschäftsführer Soheil Dastyari. Der fordert von der Redaktion, digitaler zu denken – er selbst taucht digital aber nicht auf. Stattdessen sagt er laut „Clap“:

„„Meine Aufgabe ist im Grunde, mit Menschen, die kreativer sind als ich, über deren Ideen zu reden.“…

 In Diskussionen bildet Dastyari sich – häufige Berufskrankheit von Planern – oft ein zu wissen, was jemand als nächstes sagen wird.“

Viel Spaß bei diesen (Selbst-)Gesprächen.

Am liebsten hätten anscheinend auch die „Spiegel“-Redakteure eine solche Person, anders lässt sich ihr Wunsch nicht erklären, zwei digital-unaffine Printler in die Chefredaktion hieven zu wollen. Als externe Kandidaten werden „Zeit“-Chef Giovanni di Lorenzo (der seine Online-Redaktion nach Berlin fliehen ließ) gehandelt, außerdem der ausgewiesene Offliner Hans-Jürgen Jakobs vom „Handelsblatt“. Wenn man solche Redaktionen lässt, werden sie alles tun, um sich nicht verändern zu müssen.

Bei all dem geht völlig unter, dass wir hier über eine Notsituation reden. Allüberall in Deutschland werden massiv Stellen in Verlagen gekürzt. Und das wird nicht aufhören in den kommenden Monaten und Jahren. Was Medienblogs wie dieses hier seit langer Zeit prophezeiten, tritt nun ein. Schlicht und ergreifend.

Für die Onliner dürften die kommenden Monate ebenfalls unschön werden. Denn derzeit stürzen deren Werbeeinnahmen ab. So richtig publik wird das nicht, zu hören ist es aber aus vielen Verlagen. Es ist ein Zusammenfallen mehrerer Gründe. Einerseits gibt es weiterhin immer mehr Werbeflächen im Nachrichten-Netz, andererseits experimentieren mehr Unternehmen mit Facebook-Werbung, schließlich saugt Content Marketing Mediabudgets ab. In den Medienhäusern dürfte das als willkommene Gelegenheit angesehen werden, an der Kostenschraube der Online-Bereiche zu drehen. Erstes Anzeichen: Die „Nünberger Zeitung / Nürnberger Nachrichten“ drängen ihre winzige Online-Redaktion wieder aus dem Print-Tarifvertrag heraus.

Die Möglichkeiten, das zu tun, was nötig wäre, werden somit nicht größer – sondern geringer. Denn was nötig wäre, das beschreibt Wolfgang Blau, deutsche Digital-Strategie-Chef des „Guardian“ in einem Facebook-Eintrag:

„Look at your user data such as your panel-based socio-demographics, your readers‘ topical preferences, regional spread, session times, page views per visit, share of social referrals, direct entries or search entries, their user loyalty measured by frequency of visits per day, week or month, their different allocations of time budgets over the course of their day and then break those down by iOS-app, android-app and mobile browser, as well as by smartphone versus tablet.

What this will reveal for many news organisations is that within their non-print or non-broadcast publishing spheres there are vastly different reader groups and behaviours on apps vs. browser and on tablet vs. smartphone.

These diverse groups of readers/viewers/collaborators require much more nuanced editorial strategies than simply putting them all into the ‚digital bucket‘ that co-exists with your broadcast or ‚print ‚bucket‘. Yet, the latter is what happens if all you discuss is the relationship between ‚print and online‘.

As long as European newsrooms mostly focus on their internal relationships between ‚print and online‘ (as is the case at DER SPIEGEL, tragically so because this is about the only German publication left that is being noticed internationally these days) and spend another year on how to best calibrate workflows and relationships between print and online, they only become ever more vulnerable towards digital only competitors who in many cases have already embarked on diversified editorial strategies for their different digital audiences, readerships, viewerships, user groups or whatever else you want to call them.

And don’t think the Italian, French, Spanish or German language space would provide any protection from English speaking news organisations much longer. They (we) are already going after your readers and appearing ever more often in your readers‘ social media timelines while taking advantage of their own ever growing economies of scale.“

Wie recht er hat. Denn was wird denn derzeit als digitale Innovation gefeiert? Die Mobile App der „Stuttgarter Zeitung“, die vorhandene Artikel neu und ohne Ressort sortiert. Fast immer geht es nur darum, vorhandene Texte neu zu verpacken. Stattdessen wäre es nötig, Zielgruppen neu zu definieren und für sie spezifische Inhalte zu entwickeln.

Doch wer soll das tun? Es gibt kaum Digital-Köpfe mit ausreichend Freiraum und Finanzmitteln, die solche Konzepte entwickeln könnten. Die Redaktionskapazitäten sind in den allermeisten Häusern so eingedampft, dass mehr als der Standardbetrieb nicht realistisch ist. Und Programmierer, die neue Konzepte in Apps und Sites umwandeln gab es ohnehin kaum.

Wenn es überhaupt noch Hoffnung geben soll, dass müssen Online-Chefredakteure zu Chefredakteuren werden, Online-Geschäftsführer zu Geschäftsführern. Die Print-Leute müssten sich hinten anstellen, Zeitungen und Zeitschriften würden so das Ab-Fall-Produkt der journalistischen Produktion (und selbstverständlich geht es nicht um Müll, sondern um den Prozess der Inhalteerstellung, bei dem am Ende das gedruckte Produkt eben mit abfällt). Der einzige Verlag, der das so handhabt scheint im Moment Axel Springer mit der „Welt“ zu sein.

Anthony Bourdain muss sich mit so etwas nicht herumschlagen. Er ist sein eigener Herr, seine Marke hat so viel Strahlkraft, dass seine Fans mit ihm mitwandern würden. Und ohnehin ist er so multimedial unterwegs, dass CNN als Helfer in schwierigen Gebieten und als mutmaßlich gut zahlender Ankäufer der Sendungen eine wichtige Funktion hat.

Wir sind in Deutschland weit davon entfernt, dass Online-Journalisten en masse sich derart selbständig machen können. Doch gibt es immerhin erste Ansätze, rein werbefinanziert sein Online-Arbeiten zu bestreiten. Wer auf Dauer Journalist bleiben möchte, sollte diese sehr genau betrachten. Denn angesichts dessen, was ich in klassischen Medienhäusern in diesen Tagen abspielt, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass er oder sie diesen Weg selbst wird wählen müssen.

Nachtrag vom 1.10.14: Wolfgang Blau ist angesichts des Glaubens an digitales Papier so verwundert wie ich…

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