Die Frontal21-Show: Das Munkel-Geschäft der Lerchenberg-Lords

by Thomas Knüwer on 28. August 2014

Das ZDF zwingt mich zum Äußersten. Ich muss die Samwer-Brüder in Schutz nehmen.

Denen stehe ich höchst kritisch gegenüber. Sie kopieren hemmungslos Ideen anderer Unternehmer, sie benehmen sie gegenüber Mitarbeitern elendig schlecht, sie ziehen Investoren mit wenig Ahnung von digitalen Geschäften über den Tisch. Und meine Prognose für Zalando ist, dass zwei bis drei Jahre nach dem Börsengang Götterdämmerung angesagt ist.

samwer

Doch spulte Frontal21 in dieser Woche eine Dokumentation ab, die nicht nur unjournalistisch – weil vollständig voreingenommen – war, sondern an der sich auch sehr gut zeigen lässt, wie Fernsehmagazine im öffentlich-rechtlichen Programm Zuschauer manipulieren, wie sie die Wirtschaft dämonisieren und das nicht einmal auf eine handwerklich saubere Art und Weise.

Schauen wir uns also einmal jenen Frontal21-Beitrag en detail an. Und ich muss schon jetzt warnen: Das wird lang.

Also…

Der erste Satz lautet:

“Er ist einer der reichsten Deutschen – doch kaum bekannt.”

Man könnte auch sagen können, dass der Herr (Oliver Samwer) so viele Firmen gründet, wie kaum ein anderer. Doch Reichtum ist in vielen Teilen des deutschen Journalismus inzwischen zum Synonym für Anrüchigkeit geworden. Und natürlich muss hier Spannung erzeugt werden, deshalb wird behauptet, er sei kaum bekannt.

Nur, woran bemisst sich das kaum bekannte? Wer sich für Wirtschaft generell interessiert, der dürfte über die Samwers seit 15 Jahren immer wieder gestolpert sein. Da waren die Alando-Geschichten zur Jahrtausendwende, die Hintergrundstorys über Jamba und nun über Zalando. Da waren “Handelsblatt”-Titelgeschichten und welche im “Manager Magazin”. Und da waren Berichte über die Arbeitsbedingungen bei Zalando auf RTL. “Kaum bekannt” bemisst sich also an jemand, der kein Interesse an Wirtschaftsberichterstattung hat. Er ist anscheinend die Zielgruppe des Beitrags. Das hat auch einen Vorteil: Er wird das Folgende nicht hinterfragen.

“Seine Geschäfte jedoch kennen Millionen.”

Auch hier ist Wortwahl wichtig. “Seine Unternehmen kennen Millionen” ist neutral bis positiv. “Geschäft” aber, das steht im TV-Journalismus für “nicht koscher”.

Und damit klar wird, dass diese Geschäfte nicht sauber sein können, müssen welteroberische Ziele ausgegeben werden – selbst wenn sie nie ausgesprochen wurden und es keinen Beleg dafür gibt. Frontal21 beamt sich in das Hirn der Samwers:

“Die drei Samwer-Brüder haben eine Vision: die ganze Welt soll bei ihnen online shoppen.”

Wir sehen dann Menschen, von denen nicht erklärt wird, wer sie sind. Sie begegnen uns erst später wieder. Doch ob wir uns dann noch erinnern, wer was gesagt hat? Unwahrscheinlich. In diesen Satzfetzen wird der Grundton des Beitrags gelegt, durch das Weglassen der erklärenden Bauchbinden ist der Zuschauer gezwungen, sich unter die geistige Knute des Redakteurs zu begeben: Wir müssen dem Filmautor vertrauen, dass die Menschen, die da Böses sagen, die Kompetenz haben, dies zu tun.

“Die sind böse”, sagt afrikanischer Herr. Und ein Amerikaner wird übersetzt mit: “Ich hasse die Samwers, ich hoffe, dass sie kaputt gehen.”

Tatsächlich sagt er sogar, er hoffe “sie sterben”. Das aber darf man so nicht übersetzen. Den Todeswünsche würden den Zitierten unsympathisch und die Samwers sympathisch erscheinen lassen.

Nun muss das Produktionsteam aufgebaut werden. Zählte früher im Fernsehen Bescheidenheit, müssen sich Redakteure heute in die Heldenrolle werfen. Und das geht so:

“Als erstes Fernsehteam überhaupt, dürfen wir die Arbeit hier mit der Kamera begleiten. Die Samwers wollen die Einkaufswelt revolutionieren. Doch wie machen sie das? Und wie konnten sie so groß werden?”

Wir sehen Bilder einer Mitarbeiterversammlung, wir wissen nicht aus welchem Anlass. Durchs Bild streifendes Grünzeug vermittelt den Eindruck einer versteckten Kamera. Das Abfilmen floristischer Ornamente gehört, wie Stefan Niggemeier schon schön auflistete, zu den bevorzugten Stilmitteln bei Frontal21.

Ein Laser schreibt uns nun den Titel der Sendung:

“Die große Samwer-Show – die Milliardengeschäfte der Zalando-Boys”

Hier ist Show natürlich wichtig, Shows sind immer mehr Schein als Sein. Dass es schwierig ist, eine Show zu veranstalten, wenn man kaum bekannt ist – mit solchen logischen Korinthenausscheidereien dürfen sie Frontal21 nicht kommen. Geschäfte müssen natürlich Milliardenumfang haben, in einer Welt der Superlative dringt sonst nichts mehr durch. Derweil soll der Begriff Boys vielleicht Wild-West-Charakter vermitteln.

Wir sehen Oliver Samwer bei der World Retail Conference in Paris. Der Name der Konferenz wird nicht erwähnt. Denn im deutschen TV werden englische Begriffe eher gewählt, um mangelnde Seriosität anzudeuten. Hier aber darf nur einer nicht ernstzunehmend erscheinen: Samwer.

Nun muss klargemacht werden, wie mächtig er ist. Die wichtigsten Handelskonzerne der Welt seien anwesend und: “Sie fürchten um ihre Zukunft.” Samwer sei “ein Mann, der ihnen Angst macht”. Und er ist ein “vermeintlicher Prophet der neuen Welt”. Wie jetzt, vermeintlich? Er ist kein Prophet der neuen Welt? Weil diese neue Welt nicht exisitiert – und die klassischen Händler somit keine Angst haben müssen? Oder weil er gar nicht eine neue Welt prophezeit?

“Kennt er womöglich die Lösung für einbrechende Umsätze in der alten Welt des Einzelhandels?”

Wenn Samwer diese kennt, warum macht er dann Onlinehandel? Ach, schon wenige Minuten nach Beginn des Beitrags liegt die Logik weinend unter dem Sofakissen.

Doch weil Paris nicht genug ist, muss Samwer natürlich zum Bond-Bösewicht gemacht werden. Es folgt ein Satz, wie aus einer Satire:

“Mit seiner digitalen Revolution Made in Germany will er den ganzen Planeten bekehren.”

Ich nehme mal etwas vorweg: Man wird den Samwers im Folgenden vorwerfen, keine eigenen Ideen zu haben. Ist das dann eine Revolution aus Deutschland? Und ohnehin kann man den meisten Unternehmen der Samwers wenig Innovation vorwerfen. Zalando eine Revolution? Wohl eher nicht.

Offen ist auch die Frage: Wozu bekehren? Zum Onlinehandel doch wohl kaum, der lief auch ohne die Samwers glänzend, fragen Sie mal Jeff Bezos. Der nächste wirre Satz:

“Keiner verkauft die Mission besser als er und seine Brüder.”

Wenn jemand eine Mission hat, wer könnte die Mission besser verkaufen als er selbst? Die Logik hat gerade begonnen, sich die Fernbedienung auf den Schädel zu schlagen.

“Oliver Samwer ist der Frontmann des Trios. Sie dominieren das Internet-Geschäft in Deutschland seit Jahren.”

Frontal21 will eines nicht: Den Menschen Details nahe bringen. TV-Redakteure behaupten dann gern, das verwirre die Zuschauer nur. Das “Internet-Geschäft” ist ungefähr so konkret wie “was mit Medien”. Es umfasst Zugangsanbieter wie die Telekom, Suchmaschinen, Social Networks, Onlinehandel, Nachrichtenseiten. Würde man das aber erzählen, würden die flüchtigen Zuschauer der Redaktion die Welteroberungsvision nicht mehr abnehmen.

Blicken wir in die Vergangenheit der Samwers. “Ihre Eltern sind wohlhabend”, das darf erwähnt werden. Doch ist recherchiert worden, ob die per Strichzeichnung dargestellte Villa mit Pool der Realität entsprach?

Was nicht stimmt, sondern schlicht falsch ist:

“Nach 1er Abitur und Studium, bevorzugt an einer privaten Elite-Uni…”

Zwar hat Oliver Samwer an der privaten WHU studiert. Sein Bruder Marc jedoch studierte Jura an der Uni Köln, Alexander VWL und Politik in Oxford und Harvard.

Zeit für die nächste Visionsbehauptung:

“Sie wollen erfolgreiche Unternehmer werden – vielleicht sogar die reichsten Männer in Europa.”

Das Schöne am TV-Journalismus: Man kann das alles so behaupten und hinterher rechtfertigen, es müsse ja einfach und verständlich sein. Wenn ich also behaupte, die Frontal21-Redaktion hatte die Vision, den Samwers mal so richtig einen vor den Wagen zu kotzen, notfalls unter Vernachlässigung journalistischen Handwerks, dann mache ich nichts anderes, als Frontal21 selbst. Praktisch.

Was keineswegs fehlen darf, sind die schlimmsten Wortklischees. Auch sie werden verwendet, weil Zuschauer sie angeblich so einfach versteht. Wie also gründet Rocket Internet Firmen? Klar: “wie am Fließband”.

Bei der Verwirrung des Zuschauers im Ansinnen, ihm die These des Beitrags ins Hirn zu jagen, sind Vergleiche immer sehr schön. Nötig ist dabei ein zu Vergleichender, der bekannt ist. Ob dieser Vergleich völlig unsinnig ist – egal.

“Weltweit arbeiten 20.000 Beschäftigte für Rocket Internet – mehr als bei Karstadt.”

Karstadt beschäftigte im Juli 16.545 Mitarbeiter, ist also gar nicht sooo weit weg. Noch dazu ist Karstadt ein stationärer und allein in Deutschland tätiger Händler. Zum Vergleich: Die Metro Group beschäftigt 288.000 Menschen. Und der Vergleich zwischen ihr und einer Internet-Holding ist genauso wenig sinnvoll.

Natürlich hängen all die Mitarbeiter von Rocket Internet mit im Boot.

“Und wer bei Rocket arbeitet fühlt sich als etwas ganz besonderes.”

Richtig belegt werden muss das nicht. Der Rocket-Pressesprecher erläutert, dass junge Menschen heute nicht nur arbeiten wollen, sondern auch mit der Arbeit einen Sinn im Leben suchen, ja, die Welt ein wenig besser machen wollen. Das ist nicht neu und wird durch Studien durchaus belegt.

Selbstverständlich ist diese Haltung schwer nachvollziehbar für Frontal21. Wer Berichte wie diesen macht, kann nicht daran glauben, dass die Welt besser zu machen wäre:

“Reich und berühmt und dann auch noch Gutmensch sein wollen.”

Ja, wo kämen wir da hin, wenn es solche Leute gäbe. Wenn zum Beispiel Unternehmen für ihre Arbeiter Wohnungen errichteten, die besser und bezahlbarer sind als das, was der Markt hergibt. Ups. 

Zur Heroisierung des eigenen Schaffens haben sich Fernsehredakteure auch die Eigenart zugelegt, einen Pseudo-Blick hinter die Kulissen zu geben.

“Monate lang haben wir auf ein Fernsehinterview gedrängt. Schließlich stimmte Oliver Samwer zu – es ist das erste überhaupt.”

Nun ja, für das klassische Fernsehen, möchte man hinzufügen. Aber Details sind hier, wie oben beschrieben, nicht gefragt.

Hat man als TV-Journalist die Rolle des Bösen besetzt, darf eines nicht passieren: Er darf nicht ansatzweise sympathisch erscheinen. Keinesfalls darf er bodenständig oder bescheiden sein, denn er gibt sich nur so.

“Oliver Samwer gibt sich bodenständig und bescheiden”

Zack, schon wieder ein paar Minuten um. Zeit für die nächste Vision ohne Quellenangabe:

“Sein Ziel: 150.000 Menschen sollen für ihn arbeiten – weltweit.”

Nun geht es in die Etappe der Beteiligungen. Natürlich muss es ein Comic-Panzer sein, der angreift. Zitat:

“In Deutschland wollen sie mit dem Internet-Möbelhändler Home24 sogar Ikea angreifen – drunter machen sie es nicht.”

Nun wäre es gar nicht so vermessen zu sagen: Wir suchen uns ein großes Ziel.Nur vergisst das ZDF zu erwähnen, woher der Ikea-Angriff (so weit ich das recherchiert habe) stammt. Bei Home24 soll irgendwo ein Plakat hängen mit der Aufschrift “Kill Billy”. Billy. Regal. Sie verstehen.

Gegenüber der Huffington Post Deutschland sagte Home24-Chef Domenico Cipolla: „Ikea ist nicht unser Feind. Wir wollen niemanden killen. Viel wichtiger ist: Wir möchten uns weiter emanzipieren. Wir wollen die Marke Home24 noch bekannter machen.”

Das klingt schrecklich unspektakulär, wenn man Frontal21-Redakteur ist. Dann doch lieber die nächste Visions-Fata-Morgana:

“Wo immer sich im Internet Geld verdienen lässt, tauchen die Samwers auf. Ihr Ziel: Sie wollen so groß werden wie Facebook oder Google.”

Wir hören nun geheimnisvolle Musik. Sie ist das Gegengift zu Bildern und Szenen, die den Zuschauer vielleicht für den Bösen gewinnen könnten. In diesem Fall unterlegen sie Bilder der Samwer-Beteiligung Spaceways. Selbstverständlich ist dieses Unternehmen nicht innovativ oder kreativ, es tut nur so.

“Für unsere Kamera gibt man sich innovativ und kreativ.”

Wir sehen ein Brainstorming, das so bezeichnet aber nicht erklärt wird. Was interessant ist, da der Begriff Brainstorming anscheinend somit Allgemeingut ist, sogar für die Zuschauer des ZDF. Der Begriff Blogger wird es später nicht sein.

Ach ja, wie schnell zieht Rocket Internet wohl Firmen hoch? Klar: “In Rekordgeschwindigkeit”. Es gibt zwar niemand, der diese Rekorde misst oder auflistet, aber egal. Andere Medien beschreiben dies aus meiner Sicht besser. Zum Beispiel Bloomberg:

“Germany’s Rocket Internet is notorious for cloning hot American tech companies before they get a chance to expand overseas. The incubator, run by the Samwer brothers, has wound the model so tight that it just took a business idea from inception to a 15-person company with a product on the market in eight weeks.”

Die Geschäftsidee von Spaceways ist kopiert, sogar der optische Auftritt ist vergleichbar mit einem US-Konkurrenten. Das anzugreifen und zu kritisieren ist vollkommen richtig. Doch selbstverständlich darf selbst hier die Wahrheit nicht zu viel Raum bekommen:

“In den USA sind mobile Lagerboxen längst erfolgreich am Markt.”

Dazu der britische Tech-Dienst Red Ferret vor drei Monaten:

“Right now it’s obviously very early days for all these new services, and most of them are confined to one or two cities only (even though we’re starting to see international clones start up like LoveSpace in the UK), so there’s lots of consolidation and sweat to come before any of this happens, but the writing is on the wall.”

Early days – längst erfolgreich: Ich erkenne da eine gewisse Interpretationsdifferenz.

Nun treffen wir einen jener nicht genannten Menschen vom Anfang wieder. Es ist Joel Kaczmarek, der Herausgeber von Gründerszene. Der Name jedoch fällt nie, allein in der Bauchbinde taucht die Seite auf. Dass Kaczmarek ein Buch über die Samwers geschrieben hat, wird gar nicht erwähnt.

Kaczmarek sagt die klügsten Dinge in diesem ganzen Beitrag. Er charakterisiert Oliver Samwer auf eine klare, detaillierte Art, wie es Frontal21 sonst überhaupt nicht hinbekommt, er ist einer der Lichtblicke.

Leider muss auf Licht sofort Schatten folgen. Frontal21 erinnert an Alando, den ersten Coup der Samwers. Das Auktionshaus wurde 1999 an Ebay verkauft.

“Damit sind die Samwers auf einen Schlag um 43 Millionen reicher.”

Erstens waren es 43 Millionen Dollar, zweites handelte es sich um sechs Gründer, die möglicherweise alle Anteile hielten. Und schließlich waren auch Kapitalgeber an Bord. Marc Samwer sagte mir 2003 in einem Interview für das “Handelsblatt”: „Bei Alando haben wir mit Venture-Kapitalisten gearbeitet. Bei Jamba hielten wir es für klüger, an strategische Investoren heranzugehen.“ 

Sicherlich waren es Millionen, mit denen die drei Brüder aus dem Geschäft gingen. Doch die 43 Millionen sind eben falsch.

Wenn man aber so einmal mit dem Fabulieren angefangen hat, kann man gleich weitermachen:

“Das perfide: So ein Ideenklau ist auch noch völlig legal.”

Mensch. Ideen übernehmen, die nicht copyright-tauglich sind, darf man einfach so kopieren. Was daran perfide ist, darüber darf man nicht nachdenken.

“Oliver Samwer kann so sein Risiko minimieren: Er übernimmt einfach die Geschäftsmodelle, die sich schon bewährt haben.”

Auch hier ein kleiner Vorgriff: Wir werden bald hören, dass die Beteiligungen von Rocket Internet hohe Verlust schreiben. Funktioniert die Risikominimierung also nicht? Und wenn das Originalgeschäft und das kopierte auf dem gleichen Markt agieren, warum setzt sich die Kopie durch?

Solche Fragen stellt Frontal21 besser nicht. Die Logik sucht gerade nach dem Schlüssel zum Schrank mit der Jagdflinte.

Nun geht es ins Silicon Valley. Als vielleicht einziges öffentlich-rechtliches TV-Magazin glorifiziert Frontal21 die Gegend:

“In Kalifornien sitzen die wahren Internetgiganten.”

Beachten sie das “wahre”.

“Sie beschäftigen heute weltweit hunderttausende Mitarbeiter. Ihre Erfindungen veränderten die Welt. Apple mit dem iPhone oder Google mit der Suchmaschine. Im Silicon Valley zählen Ideen, Kreativität und Innovationen. Gründer werden gefeiert wie Helden.”

Wir lernen eine weitere Disziplin im TV-Berichtmachen kennen: Das Ignorieren der Historie von Zeugen der Anklage. Denn neben einer Techcrunch-Redakteurin serviert Frontal21 ausgerechnet Jason Calacanis als Ankläger der Kopierarbeit der Samwers. Jener Calacanis, der über Jahre hinweg Gast bei Leo Laports unabhängigem Webshow-Sender Twit (This Week in Tech) war und dann eine eigene Serie von “This Week in”-Shows startete, weshalb Laporte gegen den Kopierer giftete:

Ein Kopierer als Ankläger der Kopierer. Unterhaltsam.

Nun kommt der Herr, der zu Beginn der Sendung den Samwers den Tod wünschte. Ein “erfolgreiche Firmengründer aus New York”, genauer Neil Blumenthal, Gründer des Online-Brillenhändlers Warby Parker. Ohne Frage ein recht gefeierter Mann in den USA. Allein Warby Parker schreibt keine schwarzen Zahlen, dies jedoch wird den Samwers später angekreidet.

Ganz doof dran ist der TV-Redakteur, wenn er versucht Menschen zu finden, die den Bösen hautnah erlebt haben – doch die ihn gar nicht so böse finden. Dann muss er sich auf die Behauptung beschränken, die Leute hätten Angst:

“In Deutschland trauen sich nur wenige, offen über die Samwers zu reden.”

Ich persönlich kenne schon einige, die sehr offen reden. Sie würden das aber nicht vor einer Kamera tun. Dann gäbe es noch die Option, sie zu verfremden. Warum Frontal21 nicht eine Person getroffen hat, die hinter Milchglas und mit verfremdeter Stimme loslegen will ist mir rätselhaft.

Gut, einen haben sie ja: Ehssan Dariani, der “die erfolgreiche Plattform StudiVZ” gründete.

Doch. Echt jetzt. Erfolgreich. StudiVZ.

All das, was bei den Samwers böse ist, scheint bei Dariani hinnehmbar. Das Kopieren einer Geschäftsidee (der von Facebook), die Übernahme von Templates, das Verlustmachen.

Ganz verschweigt Frontal21 Dennis Bemman und Michael Brehm. Denn die haben StudiVZ ebenfalls mit gegründet.  Unerwähnt bleibt auch, dass Dariani eine Freundin berauscht auf einem Klo filmte und das Video auf Youtube stellte, zu einer Party Einladungen im Nazi-Stil verschickte oder zu Anschlägen auf den türkischen Premier Erdogan aufforderte.

Nun folgt der nächste Punkt, der von Seiten Frontal21 richtig dargestellt wird, und zurecht angeprangert wird. Die Härte von Oliver Samwer, mit jener Blitzkrieg-E-Mail im Fokus, die durch die Medien ihre Runde machte.  

Und nun erreicht der Beitrag seine besten Momente. Es geht um das Geschäftsgebaren der Rocket-Beteiligungen, um die fragwürdigen Methoden von Wimdu, türkischer Beteiligungen und vor allem dem Missbrauch von Hilfsorganisationen durch die afrikanische Beteiligung Jumia. Hier ist der Beitrag richtig guter Journalismus.

Wird das so bleiben? Kommt jetzt die radikale Kehrtwende zum Journalistenpreis?

Diese Hoffnung erledigt sich, sobal Ehssan Dariani durchs Bild läuft. Er darf sein seit Jahren vorgetragenes Lamento singen vom armen Gründer, der von den Samwers und Stefan von Holtzbrinck über den Tisch gezogen wurde. Die andere Seite schilderte 2009 das Magazin “Neon” so:

“Wenn man im Umfeld von Holtzbrinck fragt, was denn dieser Ehssan Dariani für einer sei, dann heißt es: schwieriges Thema. Ein Borderliner. Zu Meetings sei er regelmäßig zu spät gekommen, Mitarbeiter habe er herablassend behandelt. Als StudiVZ mal wegen Serverproblemen offline war, soll Dariani geschrien haben, er müsse aber einem Mädchen dringend eine Nachricht schicken. Dariani komme sich vor wie der deutsche Mark Zuckerberg, heißt es. Zuckerberg hatte mit nicht einmal zwanzig Jahren Facebook entwickelt, dessen Wert heute bis auf 15 Milliarden Dollar geschätzt wird. Zuckerberg ist noch immer Chef seines Unternehmens.”

Der Frontal21-Zuschauer erfährt nichts von Videos, Nazi-Einladungen oder den Datenschutzproblemen von StudiVZ. Er bekommt zu hören:

“Damals war Dariani ein Star der Szene. Sogar Facebook-Gründer Mark Zuckerberg wird auf ihn aufmerksam.”

Ja, so kann man das bezeichnen. Holger Schmidt beschrieb dies in seinem Blog für die “FAZ” marginal anders:

“Es ist Dezember 2006. StudiVZ steht zum Verkauf. Die Samwer-Brüder sind in ihrem Element: Sie verhandeln mit potentiellen Käufern – parallel, wie sie es gerne tun. Holtzbrinck, Springer und Facebook sind die Interessenten. Holtzbrinck und Springer bieten Geld, Facebook-Chef Mark Zuckerberg dagegen einen 5-Prozent-Anteil an seinem Unternehmen. Damals ist gerade die Yahoo-Offerte für Facebook über eine Milliarde Dollar bekannt geworden, was den 5-Prozent-Anteil mit 50 Millionen Dollar bewertet hätte. Auch weil StudiVZ-Gründer Ehssan Dariani darauf besteht, das gleiche Gehalt wie Zuckerberg zu beziehen, platzt der Deal.”

Wir sehen, Frontal21 erholt sich schnell von Ausflügen in den ernstzunehmenden Journalismus. Vielmehr beherrscht die Redaktion die volle Klaviatur der Medienmanipulation:

“Der deutsche Mark Zuckerberg – so lässt sich Oliver Samwer feiern.”

Ach? Tut er? Ist es nicht eher so, dass diese Begriff vom deutschen Zuckerberg die Titelschlagzeile einer “Handelsblatt”-Ausgabe ist? Wenn dem so ist, wäre es nicht perfide, jemanden zuzuschreiben, er lasse sich so feiern, nur weil er nicht versucht hat, gegen diese Schlagzeile vorzugehen? Und wie sollte er das auch, schließlich hätte er keine Handhabe.

Wenn ich nun über die Blog-Artikel schriebe, “Frontal21 – die Frontschweine des Fernsehjournalismus”, könnten wir direkt schreiben, “Frontal21 lässt sich feiern als die Frontschweine des TV-Journalismus”. Seriös wäre das nicht.

Doch seien wir nicht so düster, hauen wir lieber wieder ein Klischee raus:

“Sein Aufstieg scheint unaufhaltsam.”

Gern würde ich mal hören oder lesen: Sein Aufstieg scheint aufhaltbar. Wissen Sie wie viele Treffer Google für diese Begrifflichkeit auswirft? Null.

Was sie hier übrigens gerade lesen ist ein Blog.

“Das ist eine Bloggerin. Blogger schreiben und veröffentlichen Videos im Internet. Sie sind die neue Macht im Netz.”

Man kann diskutieren, ob man im Jahr 2014 den Begriff Blogger noch erklären muss. Die BBC, beispielsweise, tut dies nicht mehr. Was ich aber nicht glaube ist, dass Blogger im Internet (wo übrigens sonst) Videos schreiben.

Das mit der Macht hat mich dann aber verwirrt. Ich dachte die Samwers seien die neue Macht im Internet. Haben die jetzt die Blogger abgelöst? Oder umgekehrt? Oder haben die Frontaler im Gewirr der Superlative einfach die Übersicht verloren? Ach, komm, rhetorische Frage.

“Blogger sorgen dafür, dass Zalando-Produkte bei Google ganz weit oben stehen.”

Puh. Also. So einfach ist das nicht. Tiefer erklären dauert länger. Andererseits: Versteht ein Zuschauer das jetzt? Nein. Also hätte hier mehr Erklärung folgen müssen.

Interessant finde ich, dass Frontal21 eine Liste von “tausenden Webseitenbetreibern” anführt, die von Zalando mit Gutscheinen angefüttert worden sein sollen. Denn ich vermute – aber es ist nur eine Vermutung –, dass es sich hier um Webseiten handelt, aber nicht um die Zahl der Betreiber. Was merkwürdig ist: Es handelt sich hier um eine Tabelle. Warum erfahren wir keine genaue Zahl?

Was der Zuschauer nicht erfährt: Diese Bestechungsart ist nicht auf Zalando beschränkt. Tatsächlich gibt es leider, leider viele Unternehmen, die diese Unart pflegen.

Und es gibt viele Onlinehändler, Amazon, zum Beispiel, oder Otto. Der Onlinehandel verändert auch die Landschaft der stationären Händler. Doch diese breite Sicht ist nichts für Frontal21. Stattdessen versteigt sich das Magazin zu seiner wildesten These: Zalando ruiniert kleine Einzelhändler.

Wir treffen auf Maren von Holst, deren kleines Geschäft im Grindel-Viertel Pleite geht. Ihre These: “Die Kunden bestellen wahrscheinlich online”. 

Klingt logisch. Nur wage ich das in ihrem speziellen Fall zu bezweifeln. Denn ihr Geschäft hieß “Lüttes & Liebes”. Es handelte sich um eine typische Boutique, große Markennamen kann ich nicht entdecken. Der “Prinz” schrieb:

“Beide Inhaberinnen gestalten ihre Kleidung selbst: Maren Jecksties veredelt und benäht ihre Kollektion, Nina Neseni schneidert. Ob für den Eigengebrauch oder zum Verschenken: Freigeister finden hier immer Lüttes und Liebes.”

Der unterschiedliche Nachname dürfte auf einer zwischenzeitlichen Heirat beruhen. Auf jeden Fall klingt das nicht nach Produkten, die so leicht im Web zu bekommen wären. Der Foursquare-Ort des Geschäftes zählt nur fünf Checkins, erstaunlich wenig für einen so positionierten Laden in einer Medienstadt. War vielleicht der Online-Handel nicht das alleinige Problem von “Lüttes & Liebes”?

Nach den Tränen bei der Geschäftsaufgabe brauchen wir einen Helden. Einen Kämpfer. Damit die Zuschauer nicht selbst tränenüberströmt zu Bett gehen.

“Jimmy Blum organisiert den Widerstand gegen die Samwer-Offensive aus dem Netz.”

Ah! Widerstand! Bundesweit? Demos? Tausende auf der Straße? Nein. Nur im Grindelviertel, das sich verändert. Wie dieser Widerstand so richtig aussieht, erfahren wir nicht. Wir hören nur von Aufklebern mit der Aufschrit “Support your local dealer” (Englisch ist übrigens die language der locals in Hamburg), die Blum auf Zalando-Pakete klebt, die er für Nachbarn entgegennimmt. Das klingt nach überschaubarer Wehrhaftigkeit.

Zurück zu den Samwers.

“Den Aufstieg von Zalando hat der Steuerzahler mitfinanziert. Kaum eine Subventionsmöglichkeit bleibt ungenutzt. Der Staat gibt reichlich.”

Hier sind wir nun beim Traurigsten des Beitrags: der generellen Haltung der Redaktion gegenüber der Wirtschaft. Sie stellen den Staat (genauer die Bundesländer) als Volltrottel da, die sich abziehen lassen. So viel Arroganz muss man auch mal aufbringen.

Das trifft genauso auf den Bremer Wirtschaftsprofessor Rudolf Hickel zu. Er darf sagen, erst werde eine große Halle gebaut, “dann kommt sofort der Staat und sagt ihr kriegt Fördermittel. Das ist eine skrupellose Abstauberei von Subventionen.”

Und das merkt keiner? Nein, so doof sind die Behörden auch nicht.

Wofür also gibt es Subventionen? Für die Schaffung von Arbeitsplätzen. Denn in der Halle ist keine heiße Luft wie in gewissen TV-Beiträgen, sondern ein Logistikzentrum. In dem arbeiten Menschen. Dass diese Menschen bei Zalando oft nicht gut behandelt werden, kommt gar nicht zur Sprache. Vermutlich, weil dies vom bösen Privatsender RTL recherchiert worden war. 

Nun lässt sich darüber diskutieren, ob und wie stark Regionen die Ansiedlung von Unternehmen subventionieren sollten. Ob vielleicht einzelne Gegenden von Investoren gegeneinander ausgespielt werden. Ein Unternehmen derart zu diffamieren, weil es legale Subventionen annimmt, zeugt jedoch von einer massiv antikapitalistischen Grundhaltung.

Das trifft genauso auf die Ansiedlungspolitik der Samwers zu. Die versuchen über Grenzen hinweg Steuern zu vermeiden. Ist das moralisch? Eher nicht, erst recht, wenn man wie Oliver Samwer derart auf deutsche Tugenden pocht.

Allein, es ist schon der von Frontal21 bestellte Steuerexperte Lorenz Jarass der aus der Samwer-Tirade die Luft rauslässt. Er erklärt, dass “alle größeren, deutschen Firmen” eine Niederlassung im US-Staat Delaware hätten. Was bedeutet: In diesem Punkt sind die Samwers so böse wie Daimler oder Siemens. Diese Detailtiefe mochte die Redaktion jedoch nicht erreichen.

Interessanter ist die Situation in Luxemburg. Oliver Samwer erklärt die starke Präsenz der Rocket-Ableger damit, dass luxemburgisches Recht die Beteiligung von US-Investoren erleichtere. Jarass sagt, Verkäufe von Beteiligungen seien in Luxemburg steuerfrei. Nur fließt dieses Geld ja an die Rocket-Muttergesellschaft. Ob es dort versteuert werden muss, wäre recherchewürdig, wird aber leider nicht geklärt.

Stattdessen sehen wir das Soho House in Berlin. Was ist der Club in der Klischeekiste des deutschen Fernsehens? Klar: “eine noble Adresse in der Hauptstadt”. 

Dort treffen sich Investoren und Analysten. Wie ist so ein Treffen? Logisch: “exklusiv”.

Nun ist das ja so eine Sache mit den Finanzmarktgesetzen, weshalb Informationen häufig auch rechtlich nicht in die Öffentlichkeit dürfen. Deshalb wäre es eine unterdurchschnittlich gute Idee, Journalisten zuzulassen. Diese Erklärung aber würde es verhindern zu sagen:

“Wir sind nicht eingeladen.”

Hier also plant Oliver Samer, na, was? “Sein Meisterstück.”

Gemeint ist der Börsengang von Rocket. Dieser Punkt befremdet mich bei der Frontal21-Recherche. Sie fokussiert sich auf den IPO von Rocket, nicht den von Zalando. Tatsächlich aber dürfte letzterer weitaus wichtiger sein für die Samwers. Ein Investment-Vehikel findet nur selten Begeisterung bei Investoren, weshalb bei Rocket die Rede ist von einem Gang an den “Open Market”, den man im deutschen TV vielleicht auch mit seinem alten Namen “Freiverkehr” erwähnen könnte. Doch das klingt natürlich zu seriös.

Genauso wie zu viele Minuten ohne eine neue Vision:

Der Börsengang “soll noch mehr Millionen in die Kasse spülen. Das Imperium soll wachsen.”

 

Und nun folgen Momente, die unsere Freundin Logik nutzt, um bei Zalando Hanfseil zu ordern. Die Situation ist die: Der Börsengang soll Geld bringen. Doch die Beteiligungen schreiben, wie Frontal21 überrascht feststellt, rote Zahlen. Trotzdem:

“Angeblich ist Rocket Internet zwischen drei und fünf Milliarden Euro wert.”

Das stimmt natürlich nicht. Zu diesem Bewertungskurs haben sich jüngst neue Investoren beteiligt. Das Merkwürdige: Käme der Börsengang hätten mit einer Bewertung von 5 Milliarden Euro, wie sie Deutsche Startups sieht, hätten diese neuen Investoren recht wenig davon. Weshalb ich eher vermute: Zalando wird an die Börse gehen, Rocket derzeit nicht.

Immerhin hat Frontal21 erkannt, dass Rocket Internet mit der Veröffentlichung von Bilanzen im Bundesanzeiger zurückhängt. Allerdings sollte man erwähnen, dass dies keine Ausnahme ist in der deutschen Unternehmenslandschaft.

Dieser Zusatz ist aber dem Stolz vor der eigenen Rechercheleistung in Sachen Westwing gewichen.

“Im Geschäftsbericht des schwedischen Investors entdecken wir ganz aktuelle Zahlen.”

Sensationell. Schade nur, dass Exciting Commerce diese “ganz aktuellen Zahlen” schon vor drei Monaten hatte. So schwer zu finden waren sie auch nicht, angesichts einer Pressemitteilung aus dem Hause Westwing, die Anfang Mai herauskam.

Final holt Frontal21 noch jene hohe Vorabausschüttung an den European Founders Fund hervor, das andere Investmentvehikel der Samwers.  286 Millionen Euro., die Samwer rechtfertigt mit Anteilsumschichtungen. Leider versiegt auch hier der Recherchewille von Frontal21.

Enden wir lieber mit einem düsteren Fazit, nicht dass der Zuschauer noch glaubt, dies sei ein ausgewogener Beitrag:

“Seine digitale Revolution Made in Germany produziert weltweit Verlierer. Seine Brüder und er aber gewinnen immer.”

Und nur, um es noch einmal zu schreiben: Die Samwers sind nicht die guten. Doch trieft aus diesem Stück Fernsehen eine Voreingenommenheit und Wirtschaftsfeindlichkeit, die stellvertretend ist für vieles, was ich bei ARD und ZDF sehe. Selbst dubioseste Personen werden dazu Helden aufgebaut, nur weil es in die These passt. Diese generelle Herangehensweise kennt man sonst nur aus den übelsten Momenten des Privatfernsehens.

Hinzu kommt natürlich das, was Stefan Dörner drüben beim Wall Street Journal Deutschland schreibt:

“Auch ist auffällig, dass die ZDF-Reporter der Leistung, funktionierende Internet-Geschäftsmodelle in Deutschland aufzubauen, keinerlei Wertschätzung entgegenbringen. Natürlich sind die Rocket-Start-ups keine eigenen Ideen. Aber eine Idee ist der kleinste und meist einfachste Teil eines funktionierenden Unternehmens. Bei Ausführung und Umsetzung der Ideen – der Execution – konnten die Samwers sogar international Anerkennung finden. Und von ihren Methoden zum schnellen Aufbau von Unternehmen haben wiederum Gründer wie Investoren gelernt. Nicht wenige Gründer gehen mit dem Label „Ex-Rocket“ sogar regelrecht bei Medien und Investoren hausieren. Und mit Project A Ventures gibt es auch einen eigene Start-up-Schmiede, die von Ex-Rocket-Mitarbeitern aufgebaut wurde.

All das fehlt in der Reportage, bei der sich schnell das Gefühl einstellt, dass die Macher von vorne herein auf Skandalisierung aus waren, statt auf eine faire und ausgewogene Berichterstattung.” Und dies spielt sich nicht bei RTL II ab, sondern beim ZDF. Wenn die Mainzer dies als gute Qualität ansehen, darf man mit Fug und Recht sagen: Solch einen Sender brauchen wir nicht. Dafür haben wir die Privaten.

Nachtrag vom Rocket Internet-Sprecher:


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