Journalistischer Alltag wie er sein sollte (aber eben nicht ist)

by Thomas Knüwer on 12. Juli 2013

Der geschätzte Christian Jakubetz hat am Rand der Lokalradiotage ein Interview mit Harald Baumer geführt, dem Berlin-Korrespondenten der “Nürnberger Nachrichten”. Und nach diesem Interview möchte man die Geschäftsführung des Verlages geradezu anschreien, Baumer in die Zentrale zurückzuziehen. Um ihm Einfluss zu geben. Genug Macht zur Veränderung.

Denn die “Nürnberger Nachrichten” zählen im Internet zu jenen Lokalzeitungs-Auftritten die mit “strategisch verfehlt” noch gelobt sind. Sie sind der Marke Nordbayern.de untergeordnet, was für den Unkundigen schon merkwürdig wirkt. Die Startseite von Nordbayern.de sieht auf meinem Browser aktuell so aus:

nürnberger nachrichtenSelbst Verlagsvertreter bekommen ob dieses Bildes vielleicht Verständnis für den Einsatz von Adblockern. Klickt man die Unterseite der “Nürnberger Nachrichten” an, wird das Bild nur marginal besser:

nürnberger nachrichten 2So sieht keine zeitgemäße Nachrichtenseite aus.

Wie jedoch ein zeitgemäßer Hauptstadtkorrespondent denkt und arbeitet, das demonstriert eben Harald Baumer. Nach diesem Interview habe ich das Gefühl, er könnte seinem Arbeitgeber noch weit mehr helfen als mit Artikel aus der Bundespolitik. Vieles deckt sich mit dem, was ich auch sehe: Twitter ist ein unverzichtbares Rechercheinstrument, junge Journalisten sollten bloggen, neue Dienste gehören ausprobiert, gerade im Lokalbereich.

Doch hören Sie selbst – und folgen Sie Baumer außerdem auf Twitter:


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