Wie absurd schlecht Künstliche Intelligenz im Alltag funktioniert, zeigt Amazon. Dort ist aktuell die Nummer 2 der Verkaufscharts im Segment „Online-Marketing“ *trommelwirbel* „Kiss me in Winter“, eine (laut Eigenbeschreibung) „Sugar Coated Romance“ von „Laurie Gilmore“ – ja, das war jemand so mutig, seinen Künstlernamen aus der Serie „Gilmore Girls“ zu klauen. Wahrer Name der Autorin: Melissa McTernan.
Die Story von „Kiss me in Winter“:

Ich denke, wir sind uns zu 99,9 Prozent einig, dass „Kiss me in Winter“ in überbordendem Ausmaß nichts mit Online-Marketing zu tun hat.
Die Einordnung von Büchern in die unübersehbar große Zahl von Kategorien erfolgt per KI und kein Amazon-Mitarbeiter kann das ändern, keinen interessiert das, man kann sich auch nicht beschweren (ja, habe ich versucht). Unser Buch „20 Trends für 35“ war schon im Bereich Religionssoziologie vorne und auch schon mal bei Handarbeiten.
Nun kann man darüber lachen und sich sagen, dass dies nicht so wichtig wäre. Allein: Das ist es. Diese Einordnungen beeinflussen Käufe. Deshalb könnte mann irrigerweise glauben, dass Amazon ein gehobenes Interesse daran hat, dass eine solch alltägliche und basale Funktion irgendwie brauchbar ist.
Im vergangenen Jahr hat Amazon 130 Mrd.$ in KI-Infrastruktur investiert, dieses Jahr werden es 220 Mrd. Währenddessen kippte der Free Cash Flow, also das Geld, das zur Handlungsfähigkeit dient, von 7,7 Mrd. Plus 2025 auf aktuell erwartete Minus 11 Mrd. 2026. Sprich: Amazon muss Schulden aufnehmen, um KI zu bezahlen.
Eine KI, die nicht einmal piseligste Kleinigkeiten hinbekommt. Siehst Du, SO gut ist Artificial Intelligence heute – und deshalb ist all dies eine Massenpsychose.


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