Goldene #Blogger2014 – die Nominierten

by Thomas Knüwer on 11. Januar 2015

Kann ich mal nen Trommelwirbeln haben?

Ähm…. Danke.

goldener-blogger-klein-gifDenn nun ist sie da: die Nominerungsliste für die Goldenen #Blogger2014.

1924 Vorschläge haben Sie, liebe Leserinnen und Leser, eingereicht. Diese haben Franziska Bluhm, Daniel Fiene und ich durchgearbeitet und dann in jeder Rubrik vier Kandidaten nominiert.

Morgen, am Montag, dem 12. Januar, können Sie dann entscheiden, wer mit den Goldenen Blogger erhält. Denn wie immer findet die finale Abstimmung live in unserer großen Gala-Show statt (es sei denn, in einer der Rubriken greift die Franzikratie, das Recht der wichtigsten Dame in unserem Team, über einen Sieger zu entscheiden).

Diese Gala können Sie ab 20.30 auch hier im Blog verfolgen. Oder aber Sie kommen zu uns und sind live dabei in der Merzweckveranstaltungslocation Elementarteilchen auf der Ackerstraße 125 in Düsseldorf-Flingern.

So, aber nun – die Nominierten: [click to continue…]

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Disclosure: Opel

by Thomas Knüwer on 9. Januar 2015

Es ist ja immer so ein Kreuz mit der Transparenz, wenn man einerseits ein Blog schreibt und andererseits Unternehmen berät. Deshalb auch hier eine Information, die Anfang der Woche durch Mediendienste lief: kpunktnull arbeitet für Opel. Seit Oktober betreuen wir die Präsenzen der hoch gelobten Kampagne “Umparken im Kopf” auf Facebook und Twitter.

UIK Ärzte

Auch bei anderen Projekten werden wir beratend tätig sein, zum Beispiel bei der frisch gestarteten Kampagne für den neuen Corsa unter dem Titel “Das neue OH!”. Für diese produzierten wir zum Beispiel einen Blindtest. Wir stellten zwei erlkönigartig verkleidete Corsas in die Düsseldorfer Innenstadt und luden zufällige Passenten zum Blindtest.

Hier das Ergebnis:

Weiteres in den kommenden Wochen.

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Am Montag: Die Goldenen #Blogger2014

by Thomas Knüwer on 8. Januar 2015

1924.

goldener-blogger-klein-gifNe, nicht das Jahr.

1924 Vorschläge haben Sie, liebe Leserinnen und Leser, in diesem Jahr eingereicht für die Goldenen Blogger.

Zum neunten achten Mal werden Franziska Bluhm, Daniel Fiene und ich diese nicht ernstzunehmende aber selbstverständlich todernste Verleihung am kommenden Montag vornehmen. Und es ist schon ein wenig irre, wie sich das ganze im Lauf der Jahre verändert hat.

2007 beschlossen wir mit einem Tag Vorlauf statt einer Jahresrückblick-Talkshow eine Preisverleihung zu starten. Die wundervolle Frau Schnutinger zeichnete uns ad-hoc den Goldenen Blogger und mit in der Spitze 124 Zuschauern wurde Stefan Niggemeier “Blogger des Jahres”. Für mich bis heute bemerkenswert: Der Text des Jahres 2007 stammte von einem bis heute unbekannten Autor, der nur drei Artikel in seinem Blog veröffentlichte. Doch seine Stilkritik am Newsroom der “Welt” ist bis heute grandios zu lesen. 

Damals sendeten wir, wie auch ein Jahr später, noch auf Mogulus. Yep, kennt kaum noch einer, war aber einer der ersten Livestreaming-Dienste. Unser Studio war Daniels Wohnung, die Webcam war ans Bügelbrett geschraubt. Lukas Heinser wurde Blogger des Jahres 2008 und der damals als Text des Jahres ausgezeichnete Artikel, hat im Angesicht von Pegida auch heute noch Aktualität.

2009 waren wir schon größer:

Doch es war nicht nur deshalb ein besonderes Jahr. Denn Newcomer des Jahres wurde – entschieden durch Franzikratie – Kai Diekmann. Und er sandte ein aufwendiges Video, das (wie leider auch sein Blog) kurz darauf offline war.

diekmann blogger 2009

820 Zuschauer zählte damals Ustream, denn Mogulus war von uns gegangen.  Und sie wählten zum Beispiel Stefan Niggemeier zum besten Blogger, der besser twittern sollte. Es dauerte ein paar Jahre, bis diese Erkenntnis ihn dann auch erreichte.

Ein Jahr später freute sich Klatschkritik so sehr über ihre Auszeichnung als Newcomer des Jahres, dass sie uns in dieser Collage verewigte: [click to continue…]

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Goldene Blogger 2014 – die Vorauswahl

by Thomas Knüwer on 25. Dezember 2014

Alle Jahre wieder versammeln sich Franziska Bluhm, Daniel Fiene und ich vor einer Webcam um die Goldenen Blogger zu verleihen. Diese selbstverständlich unernst zu nehmende ernsthafte Belobigung der Blog-Leistungen des Jahres gehört für uns inzwischen zum festen Inventar der Jahreswend-Tage, allein schon, weil wir selbst so viele neue und spannende Blogs und Autoren entdecken dürfen.

Ausnahmsweise werden wir diesmal allerdings ins Neue Jahr wechseln: Am 12. Januar laden wir wieder in den Vintage-Mode-Laden die Event-Location Elementarteilchen auf der Düsseldorfer Ackerstraße. Der Eintritt ist frei!

Vorher aber bitten wir noch um Geistesarbeit. Bitte nennen Sie uns Ihr lobenswerten Blog-Leistungen des Jahres 2014!

Im Blog von Herrn Fiene können Sie bis Neujahr Vorschläge für die Nominierungen einreichen.

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Fröhliche Weihnachten!

by Thomas Knüwer on 24. Dezember 2014

Erdmöbel – Weihnachten from Viktor Schaider on Vimeo.

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Was für ein Jahr, dieses 2014. Für mich persönlich erschien es sehr, sehr lang, fast nicht enden wollend. Das lag vor allem am Arbeitspensum bei kpunktnull. Mit einem Mal sitzte da bei der Weihnachtsfeier, fünf Jahre nach Beginn der Selbständigkeit und hast nen Team von 9 festen Mitarbeitern. Schon irre.

shutterstock 2015

Dieses Jahr 2014 besprachen wir auch im Digitalen Quartett. Unsere Gäste waren Sascha Pallenberg, Gründer der Mobile Geeks, und Roman Weishäupl, Gründer des Mobile-Startups Twyxt und normalerweise  im Silicon Valley ansässig:

Wie immer freuen wir uns auf Fragen und Einwürfe über den Twitter-Hashtag #Quartett.

So.

Wie seit etlichen Jahren ist es aber nun Zeit für die glaskugeligen Kaffeesatzlesereien für das kommende Jahr. Doch wie gewohnt folgt vorher noch das Abrechnen mit den Prognosen für 2014.

Vor einem Jahr sah ich Folgendes auf uns zukommen:

1. Digitale Börseneuphorie: Treffer – wenn auch etwas anders als gedacht. In Deutschland ging wie erwartet Zalando an den Markt, genauso auch Rocket Internet. In den USA bewegten jedoch nicht Dropbox oder Box die Kurse, sondern Alibaba. Insgesamt aber waren Internet-IPO definitiv ein großes Thema.

2. Medienrummel um Roboter und Drohnen: Definitiv. Viel wurde gemacht aus jedem Kleinhubschrauber, der in der Lage war, fünf Federn zu transportieren. Und genauso gab es die ersten Spekulationen, ob Roboter uns nun die Arbeitsplätze wegnehmen. Folgerichtig dürfte es in diesen Feldern 2015 stiller werden.

3. Infrastruktur der Arbeit: Halb richtig. Die großen Anbieter haben auch deutsche Unternehmen weiter unterlaufen. Selbst in konservativen Großkonzernen tauchen Evernote oder Dropbox häufiger auf (und sei es als Anweisung der IT-Abteilung, sie nicht zu nutzen, was natürlich missachtet wird). Doch neue Ideen waren rar. Pie, zum Beispiel, ist eine interessante Idee, Kleingruppenchats zu führen. Slack ist in der gleichen Richtung unterwegs. All dies sind interessante Ansätze – doch eine richtige Welle war das in diesem Jahr nicht.

4. Hystiere um Google Glass: Ja, ne, eher nicht so. In der ersten Jahreshälfte gab es schon reichlich Medienwirbel. Doch weil Google die Weiterentwicklung seiner Brille noch vorantrieb, blieb es dann auch recht still. Noch immer ist sie nicht massenmarktreif und inzwischen darf man zweifeln, ob sie das jemals wird.

5. Digitale Werbung wird komplexer: Darf man durchaus so sagen. Die Rechenmodelle, mit denen die großen Mediaagenturen arbeiten, sind immer komplexer und versuchen Nutzer über Plattformen hinweg zu beobachten und zu verfolgen.

6. Social Media Relations: Treffer. Nur heißt das ganze jetzt Influencer Marketing und hat erst im letzten Quartal des Jahres so richtig zu grummeln begonnen – weshalb es nochmal auf der Agenda landet.

7. Überwachungsstaat statt Innovationsstandort: Ich schrieb vor einem Jahr: “Das netzpolitische Jahr 2014 wird definitiv kein langweiliges – aber vermutlich ein sehr trauriges.” Leider hatte ich recht. Derzeit gibt es zwei große Mühlsteine um den Hals des Wirtschaftsstandortes Deutschland, ihre Namen sind “Angela Merkel” und “Sigmar Gabriel”.

8. Blutiges Redaktionsjahr: Aber so was von. Zeitungen wurden übernommen und eingestellt, der “Stern” war in Aufruhr und der “Spiegel” ebenso. Nur bei der Prognose für die “Süddeutsche” lag ich daneben – ein Schlachtfest hat es dort nicht gegeben.

9. Die Huffington Post rollt nach vorn: Yep. Im November wieder ein neuer Rekord und bereits Platz 15 in der Liste der meistbesuchten Nachrichtenangebote laut IVW.

10. Das Ende des klassischen Fernsehens nimmt Formen an: Je nach Interpretation kann man das durchaus so sehen. Netflix startete in Deutschland und das Herannahen der Amerikaner löste eine Marketingkampagne der Konkurrenz aus. Vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen verdiente auch Sky Deutschland endlich Geld. Und erfolgreiche Serienformate aus dem Ausland waren ein riesiges Thema in den Medien – aber nicht in den Einschaltquoten. Was vermuten lässt, dass die Zuschauer das Original online gesehen haben.

Jetzt bin ich doch ein wenig platt. Denn so richtig daneben lag ich mit keinem der Punkte – ein ziemlich krasser Gegensatz zum Jahr 2012, beispielsweise. 

Aber nun: die glaskugeligen Kaffeesatzlesereien für 2015…

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“Serial”: Ein Blick in den Journalismus der Zukunft

by Thomas Knüwer on 21. Dezember 2014

Geht eine TV-Serie zu Ende oder in die Zwischenstaffel-Pause, stellt sich bei den meisten ihrer Zuschauer Traurigkeit ein. Sicher, auch Spannung, handelt es sich eben nur um eine Pause – aber eben auch Traurigkeit. Denn über Seh-Stunden hinweg bauen sie eine emotionale Bindung zu frei erfundenen Figuren auf, leiden und lieben mit ihnen.

Diese Traurigkeit empfinde ich auch gerade, nachdem ich eine Stunde lang mit Kopfhörern auf der Couch lag. Doch es geht nicht um ein Spiel der Throne, den Lord von Downton Abbey oder einen Drogen kochenden Chemielehrer – sondern um tief recherchierten Journalismus, der sich um einen Anfang-Dreißiger dreht, der seit 16 Jahren in einem Gefängnis sitzt. Grund: Ihm wird der Mord an seiner Freundin vorgeworfen.

serial 1

Medieninteressierte unter den Lesern wissen, worum es geht: “Serial”.

Doch wer sich nicht in der Medien-Filterblase bewegt, dem ist diese Podcast-Serie vielleicht allenfalls als Artikel im Feuilleton der einen oder anderen deutschen Zeitung begegnet.

Dabei ist “Serial” mehr als nur ein Podcast: Für mich ist der riesige Erfolg der Show auch ein Zeichen dafür, wie zeitgemäßer Journalismus sein muss, damit er seine Leser/Zuhörer/Zuschauer nicht nur bindet, sondern auch Zahlungsbereitschaft auslöst. Denn die zweite Staffel von “Serial” war nach einer Woche durch Spenden gesichert.  [click to continue…]

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In Zeiten des Sony-Hack könnte man meinen, es bräuchte gehobenste Informatikkenntnisse, um an Geheimnisse von Firmen zu kommen. Dies wird auch glauben, wer häufiger mit Unternehmen und deren IT-Abteilungen zu tun hat. Oft genug sind die IT’ler nämlich der größte Innovationsbremser: Dies geht nicht und das, alles zu unsicher.

lupe istock mädchen

So geht es sicher auch zu bei

Der Haken: Vertrauliche Dokumente dieser Unternehmen sind frei im Netz herunterladbar. Zum Beispiel:

Klingt irre, ist aber so. Für Finanz- und ausgewählte Lokaljournalisten öffnet sich mit einem kleinen Google-Trick ein Schatzkästchen. Denn Google erlaubt es mit dem Befehl “filetype:” nach Dateisorten zu suchen. Und der handelsübliche Dokumentenstandard ist PDF. Dies muss man nur noch mit einer Suche paaren wie “zur internen Verwendung”. Also zum Beispiel “filetype:pdf “streng vertraulich””. Deutlich weniger Treffer, aber auch ein paar interessante, ergibt die Suche nach Powerpoint-Dateien.

Natürlich handelt es sich nicht um streng geheime Dokumente. Doch wer sich ein wenig durch das Angebot gräbt, der weiß schnell, warum die einzelnen Dokumente nicht für die komplette Öffentlichkeit bestimmt sind.

Dass im Jahr 2014 sich auf diesem simplen Weg noch immer so viele Dateien finden lassen zeigt, dass es noch ein weiter Weg ist, bis das Thema IT-Sicherheit Organisationen voll durchdrungen hat.

 

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Derzeit erleben wir eine neue Wendung in der Diskussion um Journalismus und Medien. Und sie führt nach meiner Meinung in eine völlig falsche Richtung.

asterix graben kleinWolfgang Blau, der Direktor Digitalstrategie des “Guardian”, formulierte auf der Tagung “Besser Online” eine These, die vielen in der Medienwelt sehr zupass kommt: “Online – oder besser: digital – und Print gehören nicht zusammen”.

Fast schien eine Welle der Erleichterung durch Mediendeutschland zu schwappen, auf den Punkt gebracht durch den Branchendienst Meedia: “…eine bemerkenswerte Rede zum schwierigen Verhältnis von Online- und Printredaktionen gehalten. Tenor: Der integrierte Newsroom ist Geschichte.”

Nur: So hat Blau das gar nicht gesagt.

Vielmehr touchierte sein hörenswerter Vortrag die Möglichkeit, in den Newsrooms der Medienwelt Digital und Print ein Stück weit zu entflechten, weil die Print-Leute die Online-Entwicklung bremsten. So sei nach einer Zusammenlegung beispielsweise zu beobachten, dass die Leser im Durchschnitt langsam älter würden – einfach, weil sich die Berichterstattung verändere. Und dies geschehe durch ältere Print-Journalisten, die eben auch für eine ältere Zielgruppe arbeiteten.

Warum aber fanden sich – zumindest in meiner Filterblase – so viele, die genau diese Idee der Trennung erlösend finden? [click to continue…]

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Neulich, auf der Cebit

by Thomas Knüwer on 8. Dezember 2014

Dieser Zusammenschnitt verschiedener Cebit-Berichte ist auf vielen Ebenen großartig. Man nehme nur diese Zitate:

“Nicht die Hauptbetroffenen, die im Büro beschäftigt sind, nein, Männer entscheiden über den Einsatz von Bürotechnik in den Betrieben…”

“Autofahren via Satellit – hoffentlich wird da nicht zu kühn geträumt.”

Es ist ein Lehrstück für Technophobiker und “Erstmal abwarten”-Haltungsbesitzer, genauso aber für Journalisten, die glauben, so schnell werde sich eine Technik schon nicht durchsetzen (wenn sie das überhaupt tut):


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