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#roflcopter 2018: Bitte spenden Sie!

Der Himmel grau wie ein Osterei aus Beton, die Tropfen aus der Dachrinne spielen das Lied von der chinesischen Wasserfolter… Es gibt schönere Tage als heute.

Die Hoffnung ist groß, dass es in einem Monat, am 29. April, schöner sein wird, frühlingshafter, wärmer. Denn dann werden vier Blogger als Staffel zum fünften Mal während des Düsseldorf Marathons für einen guten Zweck durch die NRW-Landeshauptstadt asten.

Die Gründungsgeschichte unserer Bloggerstaffel #roflcopter ist gerade in diesen Tagen noch einmal schmunzeliger als in den Jahren zuvor, enthält sie doch den frisch geschassten „Handelsblatt“-Mitverleger Gabor Steingart.

Alles begann mit einer gegen mich verlorenen Wette meines Ex-Kollegen und Styleranking-Gründers Roland Schweins.

Wir wollen Ihr Geld!

Er wettete 2013, dass Steingart neuer Chefredakteur des „Spiegel“ würde. Doch nicht der bekam den Posten, sondern Wolfgang Büchner. Und so musste Roland damals Marathon-Staffel mit mir laufen. Damals kamen noch Stephan Dörner, heute Chefredakteur von „t3n“ und Christian Kirchner von „Capital“ dazu, es machte Spaß, wir machten weiter, im Wechsel machte uns „Wirtschaftswoche“-Redakteur und -Blogger Thorsten Firlus schneller.

Vor allem aber fanden sich über die Jahre hinweg brutto 185 Spender, die bislang 7585,50 Euro für verschiedene, gute Zwecke gaben – von der Flüchtlingshilfe bis zum Kinderhospiz. Unser Ziel dürfte damit in diesem Jahr klar sein: Wir wollen die 10.000 Euro-Marke knacken.

Deshalb: Bitte spenden Sie!

An wen geht das Geld diesmal?

An den Verein KRASS e.V.: Schwerkranke Kinder verbringen oft viele Wochen in der Klinik. Der Alltag verändert sich radikal – er wird oft hart und trist. KRASS geht jede Woche zu diesen Kids, schenkt ihnen Aufmerksamkeit und nimmt sie mit auf eine musikalische Reise. Gebraucht werden dafür etwa Blockflöten für die Kinder oder weitere Ausstattung für entsprechende Musikzimmer.

Der Verein wurde von der Düsseldorferin Claudia Seidensticker gegründet. Die Rheinische Post schrieb über sie:

„2008 sei die Idee entstanden, ein Kunstevent für Kinder zu organisieren. Ein großes Netzwerk hatte Seidensticker damals schon, zudem keine Scheu, um Geld oder ehrenamtliche Mitarbeit zu bitten. Deshalb wird diese erste Veranstaltung ein Erfolg. Rund 500 Kinder bemalen 1000 Leinwände, unterstützt von der Rheinbahn und von 150 Ehrenamtlern, unter ihnen viele Künstler. 5000 Euro kommen zusammen, zudem wird ein Weltrekord aufgestellt. Für die Düsseldorferin Grund genug, ihren Verein „Krass“ zu gründen, der mit den Mitteln der Kunst Kindern und Jugendlichen helfen möchte, sich selbstbewusst zu entwickeln. Allein in Düsseldorf „verkunstet“ der Verein, wie sie es ausdrückt, inzwischen rund 300 Kinder wöchentlich und ist längst zum Vollzeitberuf geworden.“

Wer ist diesmal am Start?

Natürlich Roland Schweins von Styleranking. Im vergangenen Jahr brach er mit einer Tradition: Er hatte vor dem Lauf richtig trainiert, was sich auf sein Körpervolumen sichtbar reduzierend ausgewirkt hatte. Der Rest des Jahres verlief… sagen wir… weniger diszipliniert. Weshalb der Düsseldorf Marathon 2018 für Roland wieder eine harte Herausforderung werden wird.

Christian Kirchner dagegen ist in den vergangenen Jahren zum erfahrenden Marathoni geworden, weshalb er vielleicht auch weniger bloggt – aber häufiger tweetet.

So richtig Speed machen wird der chronisch mit sich unzufriedene Thorsten Firlus, der in diesem Jahr vor einer besonderen Herausforderung steht: Er hat einen Starplatz beim Norseman bekommen, einen der härtesten und kältesten Triathlons der Welt – dem Endgegner für Thorstens inneren Schweinehund.

Dann bin da noch ich. Für mich wird das ein besonderer Tag werden. Denn mein letzter voller Marathon liegt anderthalb Jahre zurück. Damals, in Berlin, spürte ich irgendwann hinter Kilometer 30 einen starken Schmerz, der in den Wochen darauf zurückkam. Es folgte eine Hüftarthroskopie im vergangenen November und erst seit zwei Wochen darf ich langsam wieder trainieren. Das wird also ein etwas härterer Tag werden, höflich formuliert.

Dazu muss man für die Neulinge dieses Themas ergänzen, dass natürlich nicht jeder von uns am 29. April die 42,195 Kilometer Gesamtstrecke laufen wird. Vielmehr werden diese bei bei Marathon-Staffeln in vier Abschnitte mit festgelegten Wechselorten unterteilt. In diesem Jahr sind diese Einzelabschnitte ungefähr 11, 13, 8 und 9 Kilometer lang. Gerade der Düsseldorfer Marathon ist für Staffeln ein tolles Erlebnis. Die Wechselzonen liegen so nah beieinander, dass die Staffel ihre Läufer den ganzen Tag begleiten kann. Bei anderen Rennen trennen sich die vier Läufer am Morgen und sehen sich erst am Ziel wieder.

Ich persönlich finde solche Staffeln auch sehr viel schöner als Firmenläufe. Denn bei letzteren stürzt die Meute los, die Langsamen sehen nur noch den Staub der Schnellen. Ob dann jemand aufgibt, ist auch egal. Staffeln dagegen kicken gerade die weniger erfahrenen Läufer: Wenn jemand ausfällt, reißt die Staffel ab – das will niemand. Deshalb auch gibt es in jedem Jahr mindestens eine, diesmal sogar zwei Staffeln von kpunktnull.

Unabhängig von #roflcopter der Rat: Versuchen Sie es mal im Freundes- oder Kollegenkreis bei solch einer Marathonstaffeln. Auch würden wir uns freuen wie Bolle, gäbe es auch bei anderen Läufen mal eine Bloggerstaffel für einen guten Zweck.

Womit wir beim Thema wären:

Spenden Sie!

Spenden Sie!

Spenden Sie!

Für KRASS. Für die Kinder. Für ihr gutes Gewissen. Für’s Charma.

Das geht auch ganz einfach über Betterplace – dort bekommen Sie auch absolut zuverlässig zum Beginn des Jahres eine steuerabzugsfähige Spendenquittung.

Machen Sie mit?

Und sollten Sie am 29. April in Düsseldorf sein: Sie erkennen #roflcopter an den depperten Mützen. Gern nehmen wir dann auch Barspenden entgegen.

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