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Was ist Netzneutralität?

In den USA hat der Kampf um die Netzneutralität konkretere Formen angenommen als bisher in Deutschland. Doch keine Sorge: Auch wir werden wohl noch heftiger darüber debattieren.

oliver

Gestern Nacht hat John Oliver, der Nachfolger von Jon Stewart in der Late-Night-Schiene von HBO, gezeigt, wie man jedermann die Bedeutung dieses Themas nahe bringen kann. Sein 13-Minuten-Segment ist großer, ironischer TV-Journalismus. Wer das gesehen hat, wird für jene die passende Antwort haben, die auch in Deutschland behaupten, der Wegfall von Netzneutralität sorge dafür, dass irgendetwas besser werde. Tatsächlich werden wir beispielsweise eine Verteuerung des Gesundheitswesens erleben – denn dann müssten Krankenhäuser eben teurere Datenleitungen kaufen, um digitale Patienteninformationen zu transportieren. Was auch bedeutet: Der Wegfall von Netzneutralität kann sogar Leben gefährden.

Olivers Aufruf, sich an der Stimmensammlung der Ordnungsbehörde FCC zu beteiligten zeigte Wirkung: Die Seite ging in die Knie.

Gut so.

Wenn ihnen also nochmal jemand mit diesem Unsinn kommt, sei es Telekom-Lobbyist oder CDU-Politiker, dann geben Sie ihm die gleiche Antwort, die Oliver für den Telekom-Anwalt Georgte Foote bereit hält: Bullshit!

Ganz nebenbei: Wäre schön, wenn die auch von mir geschätzte „heute Show“ des ZDF, das deutsche Gegenstück zu Olivers Show, sich weniger in Fäkal-Beleidigungen ergehen und wieder mehr auf inhaltliche Recherche setzen würde. 

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