Klartext mit Professor Jarvis

by Thomas Knüwer on 22. Februar 2013

Die Berichterstattung vieler klassischer Medien über digitale Themen ist abgrundtief schlecht. Sie zielt auf sensationsheischende Angsterzeugung beim Konsumenten ab, Würde über Naturkatastrophen so berichtet wie über Technik-Themen, würde jede graue Wolke als Zeichen gewertet, dass die Maya doch richtig lagen.

Leider werden Kritiker dieser wenige seriösen Herangehensweise gern aus den Medien herausgehalten. Der Redakteur an sich will sich doch seine boulevardeske Hysterie-Story nicht kaputtreden lassen. Umso schöner ist es, wenn dann doch mal einer den Mund aufmacht und Klartext spricht. So geschehen bei der BBC in Gestalt des geschätzten Jeff Jarvis, Autor der empfehlenswerten Bücher “What would Google do?” und “Public Parts”, sowie Professor für Journalismus an der City University of New York.

Er explodierte angesichts der BBC-Spekulation, Facebook-Nutzerdaten seien gefährdet, weil eine geringe Zahl von Mitarbeiter des Netzwerks gehackt wurden. “Unverantwortlicher Journalismus” ist das für ihn und “Crap” – woraufhin der Moderator das Gespräch beendet.

Im immer sehr sehens- und hörenswerten Podcast “TWIG – This Week in Google” verrät Jarvis aber auch die Hintergründe. Dass er nämlich den verantwortlichen Redakteur zuvor seine Meinung gesagt habe und eigentlich nicht in die Sendung wollte – man lud ihn aber trotzdem ein. Ein schöner Einblick in die Welt des Journalismus gleich zu Beginn dieser TWIG-Ausgabe:



Previous post:

Next post: