Visit England: so geht Twitter für Unternehmen

by Thomas Knüwer on 25. Juni 2012

Das ist ja so eine Sache mit der Kommunikation auf Twitter. Viele Unternehmen in Deutschland tun sich schwer, weil sie schlicht versuchen den auf Facebook trainierten Stil auf Twitter zu übertragen. Nehmen wir nur die Sandwich-Kette Subway:

Nun antwortet Subway auch aktiv auf Anfragen was richtig und löblich ist. Doch wann immer das Franchise-Unternehmen selbst eine Konversation anzustoßen versucht, kommt so etwas dabei raus. Dies deckt sich eben mit Facebook. Auch dort beschränken sich viele Marken auf eine Art der Ansprache, die gemeinhin Kindergärtnerinnen mit ihren Schutzbefohlenen pflegen. Beispiel Bahlsen:

Das bedeutet nicht, dass dies komplett erfolglos ist. Die Hardcore-Fans werden solche eher dümmlichen Einträgen immer liken und Antworten darauf schreiben. Doch auch auf Facebook behaupte ich: Auf Dauer werden neue Nutzer – und somit potenzielle Hardcore-Fans-in-spe – eher abgestoßen. Wer will schon ständig auf Kinderniveau angesprochen werden?

Auf Twitter verschärft sich das Problem. Denn hier sind Debatten nicht mehr wirklich nachvollziehbar. Man hat das Gefühl, allein mit dem Unternehmen zu sein, während gleichzeitig viele weniger kundige Nutzer nicht um eine bestimmte Filterfunktionalität von Twitter wissen. Steht am Anfang einer Nachricht “@nutzername”, so wird diese Meldung nur jenen Followern angezeigt, die auch dem Adressaten des Textes, also @nutzername folgen.

Unternehmen müssen sich also umstellen. Wollen sie auf Twitter Marketing betreiben (und nicht Kundendienst wie es Telekom und Bahn sehr erfolgreich tun), müssen sie eine andere Ansprache finden – und die unterscheidet sich vielleicht auch maßgeblich vom Ton anderer Marketing-Maßnahmen. Wie das geht demonstrierte gestern, nach der Elfmeter-Niederlage Englands gegen Italien, die englische Tourismusfördergesellschaft Visit England:

Erfolg: 8144 Retweets und über 1000 Speicherungen als Favorit. So geht das mit Twitter-Marketing für Unternehmen.

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