Mit Preisen ist das ja so eine Sache. “Die braucht kein Mensch”, rufen die Skeptiker: “Nie gewinnen die, die es verdient hätten. Immer sind es nur die, die gute Verbindungen zur Jury haben.”
Das ist nicht ganz falsch. Es gibt Preise, bei der die Konstruktion durchsichtig ist – zum Beispiel die meisten, von Firmen gesponsorten Journalistenpreise. Und es gibt welche, bei denen die Auswahl der Sieger anrüchig wirkt.
Andererseits sorgen Preise, egal in welchem Gebiet, dafür, dass Außergewöhnliches weiter bekannt wird und alltägliche Qualität hervorgehoben wird. Manch gute Leistung bleibt oft unbeachtet, bis Experten sie mit einem Preis ehren. Das ist schade, denn gute Leistungen sollten von selbst zu finden sein – aber es war noch nie anders in der Geschichte der Menschheit.
Nun gibt es einen neuen Preis und aus den gerade genannten Gründen freut mich das. Er dreht sich um Webvideos und soll sich tatsächlich ausschließlich um Bewegtbildinhalte kümmern, die für das Internet produziert wurden. Hinter dem Projekt steckt Markus Hündgen, der Videopunk, den ich als Fachmann in diesem Feld sehr schätze.
Bis zum 1. Februar können nun Kandidaten vorgeschlagen werden, anschließend entscheidet eine Jury. Verliehen werden die Preise im wunderschönen Ambiente des Essener Astra-Theaters, einem alten Kino, am 20. Februar – gleichzeitig der zweite Tag es Videocamps.
Wenn Ihnen, lieber Leser, ein Onlinevideoformat auffällt, dass Sie für preiswürdig halten – dann springen Sie doch bitte rüber zur Homepage der Webvideotage und nominieren Sie dies.
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