Warum Sky in Deutschland nicht funktioniert

by Thomas Knüwer on 10. September 2010

Deutschlands Fußball zittert. Das mag niemand zugeben, aber zwei Menschen, deren Geschäft der Spitzen-Kick ist, sagten mir, es werde viel getuschelt. Darüber, was wäre wenn. Wenn Sky Pleite geht. Von heute auf morgen. Vielleicht gar am Jahresende.

Unmöglich wäre das nicht. Gerade war wieder eine Kapitalspritze von 340 Millionen Euro nötig, Gewinne in 2011 scheinen auch nicht erreichbar. Gleichzeitig – das ist eine subjektive Wahrnehmung – entscheiden sich immer mehr Menschen für T-Home Entertain oder andere digitale Bezahl-TV-Angebote. Und von der T-Plattform hat sich Sky im Streit um die Bundesliga zurückgezogen.

(Foto: Sky)

Pay-TV funktioniere in Deutschland nicht, meinen viele, weil es so viele Sender via Satellit oder Kabel gebe. Und das reiche den Menschen. Tatsächlich? Ist es allein die Quantität? Kaufen die Leute somit hierzulande auch weniger DVDs?

Nein.

Tatsächlich ist der Grund für das Scheitern von Sky profaner: Die Kunden sind und waren dem Unternehmen schon immer vollkommen egal. Seit Premiere-Zeiten bin ich immer mal wieder Abonnent. Und zufrieden war ich nie. Die Kommunikation mit den Abonnenten ist grausam, die Hotline unwissend und offensichtlich ohne Möglichkeit der Kulanz. Das zeigt sich auch in den Angeboten: Für einen normalen Menschen sind sie kaum durchschaubar. Tatsächlich sind sie aber noch intransparenter, als ich je dachte.

Das zeigt das Beispiel des geschätzten Kai Pahl, der mit seinem Blog Allesaußersport, feinste Werbung für Sky betrieb - und nun, verzeihen Sie die Sprache, die Schnauze voll hat. Und zwar gestrichen. Warum? Das lesen Sie bitte bei ihm nach.

Sky sollte erkennen, dass Kunden wertvoll sind. Nachdem diese schlichte Einsicht aber seit langen, langen Jahren auf sich warten lässt, ist mit ihrem Eintreffen wohl auch nicht mehr zu rechnen.


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