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	<title>Kommentare zu: Schirrmacher und Kreye, 0 oder 1, Kutsche oder Arbeitszosse</title>
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	<description>Das Blog von Thomas Knüwer</description>
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		<title>Von: klare soup</title>
		<link>http://www.indiskretionehrensache.de/2010/02/schirrmacher-kreye/comment-page-1/#comment-25180</link>
		<dc:creator>klare soup</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 06 Feb 2010 12:03:56 +0000</pubDate>
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		<description>&lt;strong&gt;Schirrmacher und Kreye, 0 oder 1, Kutsche oder Arbeitszosse...&lt;/strong&gt;

...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Schirrmacher und Kreye, 0 oder 1, Kutsche oder Arbeitszosse&#8230;</strong></p>
<p>&#8230;</p>
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	<item>
		<title>Von: Mirko Lange</title>
		<link>http://www.indiskretionehrensache.de/2010/02/schirrmacher-kreye/comment-page-1/#comment-25151</link>
		<dc:creator>Mirko Lange</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 04 Feb 2010 11:47:13 +0000</pubDate>
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		<description>Ach, vergessen: Was ich mit dem &quot;Sie konstruieren das &#039;0 oder 1&#039;&quot; meinte: Die Kritik am iPad bzw. die Hinweise auf mögliche Entwicklungen sind ja nicht richtig (=0) oder falsch (=1), wie Sie es hier ja auch darstellen. 

Es ist an ihnen etwas dran (= weder 0 noch 1). Und diese differenzierte Betrachtungsweise wäre (für mich) wünschenswert. Und das ist der Sinn einer Debatte. Auszutarieren, welcher Wert zwischen 0 und 1 &quot;der Wahrheit&quot; denn am nächsten kommt.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ach, vergessen: Was ich mit dem &#8220;Sie konstruieren das &#8217;0 oder 1&#8242;&#8221; meinte: Die Kritik am iPad bzw. die Hinweise auf mögliche Entwicklungen sind ja nicht richtig (=0) oder falsch (=1), wie Sie es hier ja auch darstellen. </p>
<p>Es ist an ihnen etwas dran (= weder 0 noch 1). Und diese differenzierte Betrachtungsweise wäre (für mich) wünschenswert. Und das ist der Sinn einer Debatte. Auszutarieren, welcher Wert zwischen 0 und 1 &#8220;der Wahrheit&#8221; denn am nächsten kommt.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Mirko Lange</title>
		<link>http://www.indiskretionehrensache.de/2010/02/schirrmacher-kreye/comment-page-1/#comment-25150</link>
		<dc:creator>Mirko Lange</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 04 Feb 2010 11:36:29 +0000</pubDate>
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		<description>Hallo Herr Knüwer,

Von Schirrmacher würde ich mich sowie distanzieren. Und was die Geräte angeht: Es wächst ja alles zusammen: Skype kommt auf den Fernseher, immer mehr Handys sind radiofähig. 

Trotzdem richtig: Jede Aktivität führen wir mit der angemessenen Technik durch. Umgedreht: Die angemessene Technik fördert die entsprechende Aktivität. Und das iPad ist (die erste) angemessene Technik für die Aktivität &quot;Internet-Fernsehen&quot;. Und aller Voraussicht nach, wird es auch einen ziemlich großen Erfolg haben. Auf jeden Fall bekommt &quot;Internet&quot; damit doch eine neue Komponente, oder nicht? 

Klar, der Rest ist Spekulation. Insbesondere ob das iPad tatsächlich das Ende des Desktop-PC (in privaten Haushalten) ist, wie viele sagen. Oder ob das iPad alternativ oder kumulativ zum PC genutzt wird; ob es also bei der Aktivität &quot;Internet-Fernsehen&quot; bleibt oder über andere Technologien ander Aktivitäten hinzukommen.

Wenn es nach Ihrer Ansicht hier überhaupt keine Gefahr gibt, dann brauchen wir die Debatte wirklich nicht führen. Aber ist das so? Ist das ausgeschlossen?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Herr Knüwer,</p>
<p>Von Schirrmacher würde ich mich sowie distanzieren. Und was die Geräte angeht: Es wächst ja alles zusammen: Skype kommt auf den Fernseher, immer mehr Handys sind radiofähig. </p>
<p>Trotzdem richtig: Jede Aktivität führen wir mit der angemessenen Technik durch. Umgedreht: Die angemessene Technik fördert die entsprechende Aktivität. Und das iPad ist (die erste) angemessene Technik für die Aktivität &#8220;Internet-Fernsehen&#8221;. Und aller Voraussicht nach, wird es auch einen ziemlich großen Erfolg haben. Auf jeden Fall bekommt &#8220;Internet&#8221; damit doch eine neue Komponente, oder nicht? </p>
<p>Klar, der Rest ist Spekulation. Insbesondere ob das iPad tatsächlich das Ende des Desktop-PC (in privaten Haushalten) ist, wie viele sagen. Oder ob das iPad alternativ oder kumulativ zum PC genutzt wird; ob es also bei der Aktivität &#8220;Internet-Fernsehen&#8221; bleibt oder über andere Technologien ander Aktivitäten hinzukommen.</p>
<p>Wenn es nach Ihrer Ansicht hier überhaupt keine Gefahr gibt, dann brauchen wir die Debatte wirklich nicht führen. Aber ist das so? Ist das ausgeschlossen?</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Detlef Borchers</title>
		<link>http://www.indiskretionehrensache.de/2010/02/schirrmacher-kreye/comment-page-1/#comment-25148</link>
		<dc:creator>Detlef Borchers</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 04 Feb 2010 10:42:54 +0000</pubDate>
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		<description>Ich sehe nicht ganz, wie die Bemerkungen zum iPad ein Buch verkaufen sollen. Das soll ohnehin sehr gut laufen und ist ein Zeichen dafür, wie verunsichert die &quot;höhere Bildungsschicht&quot; auf das Internet reagiert. 

Ich stimme zu, dass all die Spekulationen, wie das iPad den Verlagen helfen wird, in diesem Ankündigungsstadium albern sind. 

Zur Frage der Offenheit noch das von mir mehrfach angeführte Beispiel iPhone: die Firma Apple und ihre Juristen bekriegen hartnäckig alle Versuche von Herstellern, eine Tastatur für das iPhone anzubieten. Nach den juristischen Auseinandersetzungen gibt es jetzt zwar eine Tastatur, aber die ist so unglaublich schlecht (in eine besondere Anwendung tippen und dann kopieren), dass sie keinen Erfolg haben wird. 

Disclaimer noch, weil jemand meckerte: Ja, ich schreibe (u.a.) für die FAZ.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich sehe nicht ganz, wie die Bemerkungen zum iPad ein Buch verkaufen sollen. Das soll ohnehin sehr gut laufen und ist ein Zeichen dafür, wie verunsichert die &#8220;höhere Bildungsschicht&#8221; auf das Internet reagiert. </p>
<p>Ich stimme zu, dass all die Spekulationen, wie das iPad den Verlagen helfen wird, in diesem Ankündigungsstadium albern sind. </p>
<p>Zur Frage der Offenheit noch das von mir mehrfach angeführte Beispiel iPhone: die Firma Apple und ihre Juristen bekriegen hartnäckig alle Versuche von Herstellern, eine Tastatur für das iPhone anzubieten. Nach den juristischen Auseinandersetzungen gibt es jetzt zwar eine Tastatur, aber die ist so unglaublich schlecht (in eine besondere Anwendung tippen und dann kopieren), dass sie keinen Erfolg haben wird. </p>
<p>Disclaimer noch, weil jemand meckerte: Ja, ich schreibe (u.a.) für die FAZ.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Thomas Knüwer</title>
		<link>http://www.indiskretionehrensache.de/2010/02/schirrmacher-kreye/comment-page-1/#comment-25147</link>
		<dc:creator>Thomas Knüwer</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 04 Feb 2010 10:37:42 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.indiskretionehrensache.de/?p=2817#comment-25147</guid>
		<description>Herr Lange, ich sehe bei Schirrmacher nur 0 oder 1. Ein paar Zitate:

&lt;em&gt;&quot;Was Steve Jobs vorführte, war keine neue Technologie. Es war eine Reform der Bürokratie, nämlich jener verwaltungstechnischen und bürokratischen Systeme, die in Wahrheit den Kern des digitalen Zeitalters ausmachen...

Der iPad könnte eine Verwaltungsreform der digitalen Welt mit erheblichen Konsequenzen signalisieren...

Sollte der iPad evolutionär den Laptop ersetzen...

Wir haben diese Woche die kurze E-Mail zum langen Abschied vom World Wide Web, das wir kennen.&quot;
&lt;/em&gt;
All das ergibt nur einen Sinne, wenn das Ipad das dominierende Zugangsgerät zum Web wird und nicht eines unter vielen.

Und was die Aktivität betrifft: Wieviele Telefonate führen wir über den Fernseher und wieviele Radiosendungen hören wir über das Telefon? Jede Aktivität führen wir mit der angemessenen Technik durch - und das hat nichts mit dem Internet zu tun.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Herr Lange, ich sehe bei Schirrmacher nur 0 oder 1. Ein paar Zitate:</p>
<p><em>&#8220;Was Steve Jobs vorführte, war keine neue Technologie. Es war eine Reform der Bürokratie, nämlich jener verwaltungstechnischen und bürokratischen Systeme, die in Wahrheit den Kern des digitalen Zeitalters ausmachen&#8230;</p>
<p>Der iPad könnte eine Verwaltungsreform der digitalen Welt mit erheblichen Konsequenzen signalisieren&#8230;</p>
<p>Sollte der iPad evolutionär den Laptop ersetzen&#8230;</p>
<p>Wir haben diese Woche die kurze E-Mail zum langen Abschied vom World Wide Web, das wir kennen.&#8221;<br />
</em><br />
All das ergibt nur einen Sinne, wenn das Ipad das dominierende Zugangsgerät zum Web wird und nicht eines unter vielen.</p>
<p>Und was die Aktivität betrifft: Wieviele Telefonate führen wir über den Fernseher und wieviele Radiosendungen hören wir über das Telefon? Jede Aktivität führen wir mit der angemessenen Technik durch &#8211; und das hat nichts mit dem Internet zu tun.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Mirko Lange</title>
		<link>http://www.indiskretionehrensache.de/2010/02/schirrmacher-kreye/comment-page-1/#comment-25146</link>
		<dc:creator>Mirko Lange</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 04 Feb 2010 10:32:12 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.indiskretionehrensache.de/?p=2817#comment-25146</guid>
		<description>Hallo Richard, hallo Herr Knüwer,

wer sagt denn, das iPad sei böse? Das ist es nicht. Und wer sagt, das iPad wäre bald die einzige Möglichkeit ins Internet zu gehen? Erst Sie, geschätzter Herr Knüwer, konstruieren doch das &quot;0 oder 1&quot; . Wo in den Texten von Schirrmacher, Kantel oder Kreye steht denn etwas von dieser Polarität und Ausschließlichkeit? 

Es geht um Trends. Es geht um eine Debatte. Das iPad ist ein Debattenbeitrag. Die Debatte der letzten Monate war bestimmt durch das Web 2.0, durch das Beitragen und Mitmachen. Und nun macht das iPad einen &quot;dritten Weg&quot; auf. Was (mich) so bedenklich macht, ist einerseits die revolutionäre Bedeutung, die Jobs dem Gerät beimisst, das &quot;Ende des Desktop-PCs, das ausgerufen wird, aber auch das große Echo, das das iPad in der Welt auslöst. Das iPad ist nicht einfach nur irgendein technisches Gerät. Das enorme Echo zeigt, dass das iPad Ausdruck von Nutzerbedürnissen ist. Und selbst wenn man Schirrmacher als Populisten erkennt, das iPad ist ein &quot;Debattenbeitrag&quot;, ein Argument, für den Konsum von Informationen nach dem Vorbild des Fernsehens und gegen den Dialog nach den Visionen des &quot;Web 2.0&quot;.

Es ist - nach Apples eigenen Aussagen - vor allem ein auf das Internet optimierte Gerät. Und anders als die bisherigen &quot;Internet-Zugangsgeräte&quot; ist es radikal auf den Konsum von Informationen, nicht auf dessen Beitrag ausgelegt. Wenn Wordpress, Disqus, Youtube und all die Web 2.0 Anwendungen alle Ihre Kreativität darauf verwenden, wie Menschen  besser und leichter Beiträge leisten und an Debatten teilnehmen können, sieht das das iPad nicht vor. Gemessen an den Qualitäts- und Usabilityansprüchen sind die Eingabemöglichkeiten des iPad schlichtweg lausig. Oder nicht? Natürlich kann man über die virtuelle Tastatur auch Worte (oder URLs) eintippen - aber gemessen an dem, was sonst Standard ist, ist das ein Rückschritt, ein Behelf. Und grade weil Apple immer so auf &quot;Usability&quot; und &quot;Einfachheit&quot; pocht, ist das Prinzip &quot;Apps&quot; ein relevantes. Ja, es gibt auch einen Browser. Ja, man kann auch &quot;bild.de&quot; aufrufen anstatt die Bild-App. Und ja, man könnte auch mit den öffentlichen Verkehrsmitteln fahren anstatt mit dem Auto. Die Menschen nehmen aber das Auto. Komisch, oder? 

Für mich persönlich ist das &quot;Web 2.0&quot; ein Stück Hoffnungsträger. Eine Möglichkeit, dass sich viele, viele Menschen beteiligen, ihre Meinung sagen, eingebunden werden können, ihren Arsch hochbekommen. Und ich persönlich meine, das die Welt dadurch besser wird. Und jetzt kommt das iPad und fördert einerseits das Couch-Potato-Konsum-Verhalten, verkompliziert aber andererseits das Beitragen. Und das Gesamtsystem öffnet Unternehmen ein Riesen-Fenster, wieder zurück zur Bedudelung zu gehen, einseitige Entertainment-Angebote über Apps zur Verfügung zu stellen, und nicht weiter den Weg des Dialogs gehen zu müssen. 

Natürlich MUSS das keiner nutzen. Genauso wenig, wie die Menschen das Auto nutzen MÜSSEN, wo es doch schon mal da ist.

Und nein, ich persönlich meine das in KEINER Weise als &quot;0 oder 1&quot;. Es wird immer noch die andere Seite geben. Trotzdem wäre es mir lieber gewesen, wenn die Debatte über das Internet weiter in Richtung &quot;Arsch hochkriegen&quot; und &quot;mitmachen&quot; gehen würde und nicht in Richtung &quot;perfekter Entertainmentkanal&quot;. 

Oder anders gesagt: Es macht keinen Sinn, das iPad zu &quot;verteidigen&quot;. Es ist nicht einmal notwendig. Niemand sagt, dass man das iPad wieder verbieten sollte. Und es wird seinen Erfolg haben. Ich werde es ziemlich sicher auch kaufen, damit auf der Couch surfen und meine Beiträge weiterhin über das Laptop machen. Aber die Debatte, die Bewusstheit über die unterschiedlichen Strömungen ist hilfreich. Oder nicht?

Es sei denn Sie sagen, Du sagst, Ihr sagt, dass das gar nicht stimmt. Dass Apps ebenso dialogisch sein werden, dass mit dem &quot;System iPad&quot; ebenso viele Beiträge gespostet werden wie mit PCs, dass Apps ebenso hypermedial sein werden wie das Web, dass die iPad-Nutzer tatsächlich (auch) den Browser nutzen werden, dass die Menschen wirklich zwei Geräte (das iPad nur zum Lesen und ihren PC zum posten) verwenden werden usw.  

Dann nehme ich alles zurück.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Richard, hallo Herr Knüwer,</p>
<p>wer sagt denn, das iPad sei böse? Das ist es nicht. Und wer sagt, das iPad wäre bald die einzige Möglichkeit ins Internet zu gehen? Erst Sie, geschätzter Herr Knüwer, konstruieren doch das &#8220;0 oder 1&#8243; . Wo in den Texten von Schirrmacher, Kantel oder Kreye steht denn etwas von dieser Polarität und Ausschließlichkeit? </p>
<p>Es geht um Trends. Es geht um eine Debatte. Das iPad ist ein Debattenbeitrag. Die Debatte der letzten Monate war bestimmt durch das Web 2.0, durch das Beitragen und Mitmachen. Und nun macht das iPad einen &#8220;dritten Weg&#8221; auf. Was (mich) so bedenklich macht, ist einerseits die revolutionäre Bedeutung, die Jobs dem Gerät beimisst, das &#8220;Ende des Desktop-PCs, das ausgerufen wird, aber auch das große Echo, das das iPad in der Welt auslöst. Das iPad ist nicht einfach nur irgendein technisches Gerät. Das enorme Echo zeigt, dass das iPad Ausdruck von Nutzerbedürnissen ist. Und selbst wenn man Schirrmacher als Populisten erkennt, das iPad ist ein &#8220;Debattenbeitrag&#8221;, ein Argument, für den Konsum von Informationen nach dem Vorbild des Fernsehens und gegen den Dialog nach den Visionen des &#8220;Web 2.0&#8243;.</p>
<p>Es ist &#8211; nach Apples eigenen Aussagen &#8211; vor allem ein auf das Internet optimierte Gerät. Und anders als die bisherigen &#8220;Internet-Zugangsgeräte&#8221; ist es radikal auf den Konsum von Informationen, nicht auf dessen Beitrag ausgelegt. Wenn WordPress, Disqus, Youtube und all die Web 2.0 Anwendungen alle Ihre Kreativität darauf verwenden, wie Menschen  besser und leichter Beiträge leisten und an Debatten teilnehmen können, sieht das das iPad nicht vor. Gemessen an den Qualitäts- und Usabilityansprüchen sind die Eingabemöglichkeiten des iPad schlichtweg lausig. Oder nicht? Natürlich kann man über die virtuelle Tastatur auch Worte (oder URLs) eintippen &#8211; aber gemessen an dem, was sonst Standard ist, ist das ein Rückschritt, ein Behelf. Und grade weil Apple immer so auf &#8220;Usability&#8221; und &#8220;Einfachheit&#8221; pocht, ist das Prinzip &#8220;Apps&#8221; ein relevantes. Ja, es gibt auch einen Browser. Ja, man kann auch &#8220;bild.de&#8221; aufrufen anstatt die Bild-App. Und ja, man könnte auch mit den öffentlichen Verkehrsmitteln fahren anstatt mit dem Auto. Die Menschen nehmen aber das Auto. Komisch, oder? </p>
<p>Für mich persönlich ist das &#8220;Web 2.0&#8243; ein Stück Hoffnungsträger. Eine Möglichkeit, dass sich viele, viele Menschen beteiligen, ihre Meinung sagen, eingebunden werden können, ihren Arsch hochbekommen. Und ich persönlich meine, das die Welt dadurch besser wird. Und jetzt kommt das iPad und fördert einerseits das Couch-Potato-Konsum-Verhalten, verkompliziert aber andererseits das Beitragen. Und das Gesamtsystem öffnet Unternehmen ein Riesen-Fenster, wieder zurück zur Bedudelung zu gehen, einseitige Entertainment-Angebote über Apps zur Verfügung zu stellen, und nicht weiter den Weg des Dialogs gehen zu müssen. </p>
<p>Natürlich MUSS das keiner nutzen. Genauso wenig, wie die Menschen das Auto nutzen MÜSSEN, wo es doch schon mal da ist.</p>
<p>Und nein, ich persönlich meine das in KEINER Weise als &#8220;0 oder 1&#8243;. Es wird immer noch die andere Seite geben. Trotzdem wäre es mir lieber gewesen, wenn die Debatte über das Internet weiter in Richtung &#8220;Arsch hochkriegen&#8221; und &#8220;mitmachen&#8221; gehen würde und nicht in Richtung &#8220;perfekter Entertainmentkanal&#8221;. </p>
<p>Oder anders gesagt: Es macht keinen Sinn, das iPad zu &#8220;verteidigen&#8221;. Es ist nicht einmal notwendig. Niemand sagt, dass man das iPad wieder verbieten sollte. Und es wird seinen Erfolg haben. Ich werde es ziemlich sicher auch kaufen, damit auf der Couch surfen und meine Beiträge weiterhin über das Laptop machen. Aber die Debatte, die Bewusstheit über die unterschiedlichen Strömungen ist hilfreich. Oder nicht?</p>
<p>Es sei denn Sie sagen, Du sagst, Ihr sagt, dass das gar nicht stimmt. Dass Apps ebenso dialogisch sein werden, dass mit dem &#8220;System iPad&#8221; ebenso viele Beiträge gespostet werden wie mit PCs, dass Apps ebenso hypermedial sein werden wie das Web, dass die iPad-Nutzer tatsächlich (auch) den Browser nutzen werden, dass die Menschen wirklich zwei Geräte (das iPad nur zum Lesen und ihren PC zum posten) verwenden werden usw.  </p>
<p>Dann nehme ich alles zurück.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Richard Gutjahr</title>
		<link>http://www.indiskretionehrensache.de/2010/02/schirrmacher-kreye/comment-page-1/#comment-25145</link>
		<dc:creator>Richard Gutjahr</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 04 Feb 2010 09:39:43 +0000</pubDate>
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		<description>Hallo Thomas Knüwer - wieder mal eine großartige Auseinandersetzung mit dem Thema. Der wichtigste Punkt, den Sie ansprechen, ist für mich die vermeintliche Trennung der Online- und Offline-Welten. Sie existiert nicht! Ich habe versucht, das bei Schirrmachers FAZ-Text im Kommentar-Feld zu erläutern - leider wurde der Kommentar gelöscht, ich vermute weil er (böse böse) einen Link auf meinen blogpost zum selben Thema enthielt. Vielleicht darf ich diesen bei Ihnen platzieren? - meine These: das iPad ist nicht böse. Google ist nicht böse. Freie und geschlossene Systeme werden genauso miteinander ko-existieren, wie wir es in der echten Welt auch tun. Danke und weiter so! http://gutjahr.biz/blog/2010/01/zurueck-auf-anfang/</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Thomas Knüwer &#8211; wieder mal eine großartige Auseinandersetzung mit dem Thema. Der wichtigste Punkt, den Sie ansprechen, ist für mich die vermeintliche Trennung der Online- und Offline-Welten. Sie existiert nicht! Ich habe versucht, das bei Schirrmachers FAZ-Text im Kommentar-Feld zu erläutern &#8211; leider wurde der Kommentar gelöscht, ich vermute weil er (böse böse) einen Link auf meinen blogpost zum selben Thema enthielt. Vielleicht darf ich diesen bei Ihnen platzieren? &#8211; meine These: das iPad ist nicht böse. Google ist nicht böse. Freie und geschlossene Systeme werden genauso miteinander ko-existieren, wie wir es in der echten Welt auch tun. Danke und weiter so! <a href="http://gutjahr.biz/blog/2010/01/zurueck-auf-anfang/" rel="nofollow">http://gutjahr.biz/blog/2010/01/zurueck-auf-anfang/</a></p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Schirrmacher und Kreye, 0 oder 1, Kutsche oder Arbeitszosse &#8212; CARTA</title>
		<link>http://www.indiskretionehrensache.de/2010/02/schirrmacher-kreye/comment-page-1/#comment-25144</link>
		<dc:creator>Schirrmacher und Kreye, 0 oder 1, Kutsche oder Arbeitszosse &#8212; CARTA</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 04 Feb 2010 09:24:38 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.indiskretionehrensache.de/?p=2817#comment-25144</guid>
		<description>[...] Indiskretion Ehrensache besch&#228;ftigt sich Thomas Kn&#252;wer mit den Feuilletons von Frank Schirrmacher und Andrian Kreye zum iPad: &#8220;Kreye unterliegt in [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] Indiskretion Ehrensache besch&#228;ftigt sich Thomas Kn&#252;wer mit den Feuilletons von Frank Schirrmacher und Andrian Kreye zum iPad: &#8220;Kreye unterliegt in [...]</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: egghat</title>
		<link>http://www.indiskretionehrensache.de/2010/02/schirrmacher-kreye/comment-page-1/#comment-25143</link>
		<dc:creator>egghat</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 04 Feb 2010 09:05:19 +0000</pubDate>
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		<description>Jajajaja! (Tschuldigung für den unkontrollierten Gefühlsausbruch).

Ich hab&#039;s beim letzten Mal Zuspitzungsjournalismus genannt. Nach Ihrem Artikel gefällt mir als Techie &quot;Binärjournalismus&quot; noch viel besser.

Der Kantel-Text in der FAZ, der von CCfan scheinbar gelobt wird, ist zwar einer der besseren zum Thema. Allerdings hätte der sich auf eine Sache beschränken soll: Der App Store als einzige und von Apple kontrollierte Quelle für neue native Apps auf dem iPhone. Dann hätte er gut werden können. 
Wenn er aber behauptet, man könne für das Gerät nicht programmien, ist das falsch. Wenn er den Safari inkl. HTML und Javascript (eine Basis, auf der Palm sein *ganzes* Handy aufsetzt) &quot;vergisst&quot;, wird der Artikel falsch. Wenn er wie so viele tut, als wäre bei Apples iBooks DRM Pflicht, spekuliert er (ePub hat keine DRM Pflicht, das kann, es muss aber nicht). Daher ist die Folgerung, dass iBooks ein Problem für OpenAccess sei, auch nur auf eine Spekulation gebaut. Auch die voreiligen Spekulationen über die Offenheit von Chrome OS vermatschen den Artikel, weil es auch hier noch niemand weiss. Wie Chrome OS auf die Geräte kommt, entscheiden die OEMs, die Geräte damit bauen. Allerdings weiss man schon heute, dass Google wenig Interesse hat, Apps zu pushen. Google will Netzapplikationen pushen. Die aber bekomme ich auf dem iPhone/iPad im Safari ebenfalls.

Aus diesen beiden Modellen, die viel ähnlicher sind, als Kantel es wahrhaben will, einen Gegensatz zu konstruieren, ist schon einigermaßen überraschend.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Jajajaja! (Tschuldigung für den unkontrollierten Gefühlsausbruch).</p>
<p>Ich hab&#8217;s beim letzten Mal Zuspitzungsjournalismus genannt. Nach Ihrem Artikel gefällt mir als Techie &#8220;Binärjournalismus&#8221; noch viel besser.</p>
<p>Der Kantel-Text in der FAZ, der von CCfan scheinbar gelobt wird, ist zwar einer der besseren zum Thema. Allerdings hätte der sich auf eine Sache beschränken soll: Der App Store als einzige und von Apple kontrollierte Quelle für neue native Apps auf dem iPhone. Dann hätte er gut werden können.<br />
Wenn er aber behauptet, man könne für das Gerät nicht programmien, ist das falsch. Wenn er den Safari inkl. HTML und Javascript (eine Basis, auf der Palm sein *ganzes* Handy aufsetzt) &#8220;vergisst&#8221;, wird der Artikel falsch. Wenn er wie so viele tut, als wäre bei Apples iBooks DRM Pflicht, spekuliert er (ePub hat keine DRM Pflicht, das kann, es muss aber nicht). Daher ist die Folgerung, dass iBooks ein Problem für OpenAccess sei, auch nur auf eine Spekulation gebaut. Auch die voreiligen Spekulationen über die Offenheit von Chrome OS vermatschen den Artikel, weil es auch hier noch niemand weiss. Wie Chrome OS auf die Geräte kommt, entscheiden die OEMs, die Geräte damit bauen. Allerdings weiss man schon heute, dass Google wenig Interesse hat, Apps zu pushen. Google will Netzapplikationen pushen. Die aber bekomme ich auf dem iPhone/iPad im Safari ebenfalls.</p>
<p>Aus diesen beiden Modellen, die viel ähnlicher sind, als Kantel es wahrhaben will, einen Gegensatz zu konstruieren, ist schon einigermaßen überraschend.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Thomas Knüwer</title>
		<link>http://www.indiskretionehrensache.de/2010/02/schirrmacher-kreye/comment-page-1/#comment-25141</link>
		<dc:creator>Thomas Knüwer</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 04 Feb 2010 08:43:49 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.indiskretionehrensache.de/?p=2817#comment-25141</guid>
		<description>@Strabo: Das Ipad hat die Verlagswelt schon jetzt verändert? Wie denn? 

Das Gegenteil ist doch wohl der Fall. Von den blumigen Ankündigungen von Partnerschaften Apples, die Print-Produkte in eine neue Zeit schießen würden ist nichts wahr geworden. Das Ipad ist derzeit eine gewaltige Enttäuschung für Verlage.

Nun besteht in der Tat die Chance, Journalismus multimedial zu verändern über Geräte wie das Ipad. Nur: Das geht nicht per Ablaichen vorhandener Inhalte. Die müssen komplett überdacht und angepasst werden. Dafür bräuchten Medienhäuser Personal. Personal ist teuer. Also kommt keines. Also werden Verlage (aus heutiger Sicht) nicht vom Ipad profitieren.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Strabo: Das Ipad hat die Verlagswelt schon jetzt verändert? Wie denn? </p>
<p>Das Gegenteil ist doch wohl der Fall. Von den blumigen Ankündigungen von Partnerschaften Apples, die Print-Produkte in eine neue Zeit schießen würden ist nichts wahr geworden. Das Ipad ist derzeit eine gewaltige Enttäuschung für Verlage.</p>
<p>Nun besteht in der Tat die Chance, Journalismus multimedial zu verändern über Geräte wie das Ipad. Nur: Das geht nicht per Ablaichen vorhandener Inhalte. Die müssen komplett überdacht und angepasst werden. Dafür bräuchten Medienhäuser Personal. Personal ist teuer. Also kommt keines. Also werden Verlage (aus heutiger Sicht) nicht vom Ipad profitieren.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
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