Und wenn das nächste Mal wieder ein Zeitungsmanager weint, Google News stehle Inhalte, dann möge ihm bitte jemand vorlegen, was die Macher von Silicon Alley Insider dazu sagen:
“Here at The Business Insider, we LOVE Google News. Why? Because when Google News lists one of our stories in a prominent position, our servers start smoking as thousands upon thousands of global readers immediately start reading it. When this happens, we don’t wail and moan about those sleazy thieves at Google. We shout, “Yeah, baby!” and start high-fiving all around…
As we see it, Google is advertising our stories for free. If the newspaper industry owned Google News, we have no doubt that we’d have to pay to be included in it. So if Google wants to make some money by helping their users find our content, we’re all for it…”
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Das Interview schon gelesen? http://www.netzeitung.de/medien/1348839.html
Bitte Zitat in einem handgeschriebenen Rundschreiben auf Büttenpapier per Ponyexpress an alle deutschen Verleger.
So wahr diese Aussage ist und so sehr ich die Begeisterung des Silicon Alley Insider nachvollziehen kann. Google kann durchaus auch \”böse\” sein.
Zwei Gründe:
1. Wenn sich Google nach und nach alle Inhalte aus dem Web zieht, wer hindert Google daran, diese Inhalte zukünftig nur noch auf der eigenen Seite darzustellen und nicht mehr zu verlinken?
2. Die Markenbildung eines eigenen Webaufritts wird immer schwieriger, denn die Nutzer nehmen jetzt schon kaum noch etwas anderes als Google wahr und bemerken kaum noch, wohin sie weitergeleitet werden.
Sollte ersteres passieren oder fragen die Silicon Alley-Macher mal nach ihrer Markenbekanntheit, werden die Herrschaften vermutlich lange Gesichter machen.
Ich bin beileibe kein Feind von Google und wir profitieren ebenfalls von dem enormen Traffic, den Google fabrizieren kann, aber so manche Entwicklungen von Google sind durchaus beunruhigend und sollten nicht nur durch die googlerunde (stehende Ovationen für dieses geniale Wortspiel) Brille betrachtet werden.
@Malte:
1. Das verhindert das Recht – in den USA wie hier.
2. Das liegt aber maßgeblich an der Produktqualität. Es ist in weiten Teilen des Online-Journalismusses egal, auf welchen Seiten ich bin. Das spricht nicht für deren Qualität. Wenn Kunden zufällig in einen Laden kommen, versuchen die Händler sie dort zu halten, zum umgarnen, ihnen gutes zu tun. Diesen Eindruck hat man bei Online-Nachrichtenseiten nicht. Wahrscheinlich sind die übrigens auch der einzige Teil der Wirtschaft, der sich nicht darüber freut, wenn jemand ihm potenzielle Kunden durch die Ladentür schiebt.
Thomas Knüwer: \”Das verhindert das Recht – in den USA wie hier.\”
Das wäre zumindest sehr wünschenswert. Dennoch sehe ich gerade im Verhältnis zu Google die \”Weisheit\”, dass Recht haben und Recht bekommen zwei unterschiedliche Dinge sind, als eine nicht zu unterschätzende Gefahr. Nicht jedes kleine Unternehmen dessen Rechte verletzt werden, kann es sich leisten, einen Konzern wie Google zu verklagen, von dem Zeitverlust beim Weg durch die Instanzen mal abgesehen.
@Malte: In den USA ist das kein Argument – da gibt es eine Legion von Anwälten, die gegen Beteiligung am Schadenersatz klagen.
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