Redakteure des “Manager Magazins” sind ausgestattet mit einem ordentlichen Selbstbewusstsein. Was ja erstmal gut ist. Es mündet im folgenden allerdings in einer problematischen Schlussfolgerung: Die Existenz eines Unternehmens beginnt in dem Moment, da das “Manager Magazin” darüber schreibt. “Mit gewaltigem Getöse öffnete die Onlinewelt Second Life im vergangenen Jahr ihre Pforten.”
Manager Magazin Online, 3.7.2007
“Klicken statt Glotzen
Der neue Internetboom verändert die Werbung von Grund auf. Dabei gewinnt, wer loslassen kann.”
Erster Artikel im “Manager Magazin”, der Second Life erwähnte. Erscheinungsdatum: 20.10.2006
“Second Life is a 3-D virtual world entirely built and owned by its residents. Since opening to the public in 2003…”
Entstehungsjahr laut Second-Life-Homepage.
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Korinthenblogger!
Sorry, ich verlier halt die Lust weiterzulesen, wenn schon im allerersten Satz so offensichtlich geraten wurde. Aber dass ausgerechnet du für mehr Toleranz gegenüber Ungenauigkeiten plädierst, wundert mich jetzt nicht wirklich.
Aber beim mm scheint die Kritik ja inzwischen angekommen zu sein – sehe gerade, dass der Satz korrigiert ist und jetzt heißt:
\”Mit gewaltigem Getöse öffnete die Onlinewelt Second Life einst ihre Pforten.\”
Warum man aus dem falschen, aber wenigstens präzisen \”vergangenen Jahr\” nun nur noch ein vages \”einst\” gemacht hat, verstehe ich aber immer noch nicht.
Oha, stimmt. Die haben es tatsächlich stillschweigend geändert. So Online-Medien haben halt doch gewisse Vorzüge gegenüber der Printvariante.
Aber richtiger wurde der Satz damit auch nicht. Ich kann mich jedenfalls an kein \”Getöse\” bei der einstigen Öffnung der Second Life Pforten erinnern. Das kam erst letztes Jahr dazu, als Old Media dort einfiel. Von daher stimmte die Zeitangabe in Bezug auf das Wort \”Getöse\” durchaus. Aber ich glaube, die Autorin verwechselt hier etwas Ursache und Wirkung…
Richtiger wäre folgender Einstieg gewesen:
\”Mit gewaltigem Getöse stürzte sich die Presse im vergangenen Jahr auf die Onlinewelt Second Life.\” Wenn sie ehrlich sind erwähnen sie dann auch noch, dass auch das manager magazin den \”Trend\” erst vor 9 Monaten mitbekommen hat.